hat jemannden erfahrung mit dem MedicLaser & TinniTool

5 Antworten

Hallo, Auch wenn die Frage schon etwas länger her ist: Ich hatte letztes Jahr einen Lärm-Tinnitus erlitten und habe trotz der unseriös wirkenden Werbung aus Verzweiflung das Tinnitool-Set gekauft. Mit offener Skepsis täglich 10 Minuten benutzt. Die Hörverzerrung hörte in der ersten Woche auf und der Tinnitus hatte sich in der Zeit auch schnell verbessert (Es gab allerdings auch schon vorher Selbstheilungstendenzen.) Vom Erwerb des Tinnitool-Sets rate ich trotzdem ab. Das Set ist völlig überteuert und die Vertreiber - s.o. - neigen offenbar zu unseriösen Heilversprechen und abstrusen medizinischen Erklärungen. Es spricht aber meines Erachtens nichts gegen den Erwerb eines Biolasers. Den gibt es bei mehreren Herstellern - und man kann einen Biolaser auch als Akupunkturstift benutzen. Die Wirkung von Akupunktur hat sich ja immerhin über Jahrtausende bestätigt.

Low Level Laserlicht heilt das Innenohr !

Es ist mittlerweile erwiesen, dass die Einwirkung von Low Level Laserlicht auf das Innenohr diverse Beschwerden wie Tinnitus, Hörverzerrung, Morbus Meniere (=Dreh - u. Brechschwindel vom Innenohr her), ja sogar Schwerhörigkeit zumindestens bessern, wenn nicht in manchen Fällen auch heilen kann. Das Laserlicht leitet eine Regeneration der Sinnesezellen im Innenohr ein, die relativ langsam aber stetig voranschreitet. Der Erfolg dieser Regeneration ist auch in der Audiometrie (Hörtestdiagramm) messbar. Geduld über Monate -oder in chronischen schweren Fällen über Jahre hinweg ist angebracht. Gleichzeitig sollte man das Innenohr, das meist wegen einer akuten oder auch langjährig chronischen Schallüberforderung Symptome wie Tinnitus und andere Beschwerden auslöst, konsequent gegen zu viel Schall durch Ohrenstöpsel schützen. Darüber hinaus ist es auch zu empfehlen, täglich den Ohren durch Ohrenstöpsel Zeit zur biologischen Regeneration zu geben (z.B. im Zug oder Autobus, beim Einkaufen im Supermarkt etc. -also in Lebenslagen, in denen man nicht so genau auf die Umgebung hören können muss). Mir hat das Tinnitool - Gerät wenig geholfen, da seine Laserleistung eigentlich zu schwach ist (sie liegt laut Herstellerangaben bei 5mW). Ab 30 mW stellen sich in der Heimtherapie schnellere und bessere Erfolge ein (allerdings sind diese auch wesentlich teurer -ab ca. 1000,- Euro aufwärts). Wer sich hier näher erkundigen möchte - eventuell auch wegen einer Therapie in einer Privatpraxis - sollte sich an den einzigen Tinnitus- und Innenohrspezialisten wenden, den es in Europa (und wahrscheinlich weltweit) gibt: Dr. Lutz Wilden - Bad Füssing in Deutschland (seine Seiten findet man leicht im Internet, wenn man googelt. Es gibt auch einen Verein, der Patientenerfahrungen und -berichte betreffend Dr. Wilden ins Internet gestellt hat). In diesem Sinn wünsche ich allen, die diese Zeilen lesen so positive Erfahrungen und Erfolge mit der Innenohrlasertherapie, wie ich sie gemacht habe und noch weiterhin mache.

Hier ist die Beschreibung eines Shops: "Die Durchdringung des Softlasers liegt bei ca. 16 mm. Der Laserstrahl bestrahlt punktuell, ohne dabei Wärme abzugeben. Das Softlaser-System besteht aus dem MedicLaser (Softlaser) und dem TinniTool (Fiberglas-Lichtleiterkabel in das Ohr).

Weitere Informationen über die Möglichkeiten der Softlaser-Therapie entnehmen Sie bitte den Veröffentlichungen im Internet. Wir bitten um Verständnis, dass wir aus rechtlichen Gründen leider keine weiteren Angaben über die Wirkung des Softlasers machen dürfen."
Bei der Softlasertherapie handelt es sich um eine der alternativen Medizin zurechenbare unkonventionelle Heilmethode. Die in diesem Schriftstück getroffenen Aussagen zur Wirkung und Wirkungszusammenhängen sind wissenschaftlich ungesichert und konnten bisher mittels medizinischer Studien, Untersuchungen etc. nicht belegt werden. Ende der Belehrung" <---sagt doch schon alles oder?

Da der Einsatz des Lasers bei Tinnitus als eine unkonventionelle Methode gilt, sind genaue Aussagen über die Wirkung leider rechtlich nicht zulässig. In der letzten Zeit wurden mehrere Händler wg. solcher Aussagen von einem "Wettbewerbs-Verband" abgemahnt. Leider führen diese Abmahnungen dazu, dass die Händler alle Informationen aus den Internetseiten entfernen, die im weitesten Sinne eine Aussage beinhalten könnte, die zu einer Abmahnung führen könnte. Darüber hinaus werden die Händler dazu "verdonnert" solche Rechtshinweise - wie oben - auf den Seiten zu platzieren. Dass dies die Kunden verunsichert ist mehr als verständlich.

Leider ist es in Deutschland ebenfalls nicht erlaubt, Testergebnisse, Studien etc. über Medizinprodukte an Kunden weiterzugeben.

Aus dieser Situation enstehen dann Produktbeschreibungen, die im Grunde nichts aussagen.

Selbstverständlich kann daraus NICHT automatisch geschlossen werden, dass die Produkte nicht funktionieren. Die "Laser-Therapie" hat, genauso wie jede unkonventionelle Therapie, wie z.B. Eigenurin-Therapie, Aromatherapie, viele begeisterte Anhänger und auch viele Kritiker.

Nun wird der Verbraucher durch die strengen Gesetze nicht nur geschützt, sondern es wird für ihn immer schwieriger, einfache Informationen über die Wirkungsweise bestimmter neuer Methoden zu erhalten.

Hier einige interessante Links zum Laser: innovations-report.de/html/berichte/innovative_produkte/bericht-26359.htm

medizinauskunft.de/artikel/diagnose/psyche/020304_tinnitus.php

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