Hat jemand vieleicht Erfahrung mit Medikamenten die bei Herzschwäche helfen/beim Tier

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Wenn es ihm sonst gut geht und er normal frisst und trinkt würde ich ihn noch nicht einschläfern lassen. Falls es schlimmer wird geh aufjedenfall mit dem Hund zum Tierarzt und lass ihm Medikamente verschreiben.Sicherheitshalber gehst du mit dem Hund in den nächsten Tagen zum Tierarzt gehn un ihn durchchecken lassen. Er KANN durchaus noch einige Jahre leben.

Da handelst du vollkommen richtig! Ich würde den Hund auch nicht einschläfern lassen, solange man merkt, dass er selber leben will und nicht leidet. Unsere dt. Dogge hat Epilepsie, mir haben auch einige empfohlen, das arme Tier erlösen zu lassen. Wozu? Die Anfälle sind für sie nicht schön, aber sonst fehlt dem Hund (außer einer Futterallergie) nichts. Sie hat Spaß am Leben, liebt es im Wald hirnlos durchs Unterholz zu rennen während Frauchen auf dem Weg steht und Blut und Wasser schwitzt, dass das Hündchen sich nicht verletzt. So ein Tier erlöst man nicht, man würde ihm das Leben nehmen!!

Mein Hund erhielt Vetmedin. Diese Kapseln stärken das Herz und fördern den Abfluss des Blutes in den großen Blutkreislauf. Beim Herzhusten, was euer Hund wohl hat, ist es so, dass die Herzklappen nicht richtig schließen und so bei jedem Herzschlag Blut zurück in den kleinen Blutkreislauf gedrückt wird. Deshalb mus das Herz mehr arbeiten, um ausreichend Blut fördern zu können, und da das Herz ein Muskel ist, baut es sich auf und vergrößert sich durch die vermehrte Arbeit. Der kleine Blutkreislauf ist der Kreislauf, der durch die Lunge führt,wo das Blut mit Sauerstoff angereichert wird. Wird nun also immer wieder Blut dorthin zurück gedrückt, entsteht dort ein Überdruck, der Flüssigkeit in die Lunge presst. Um diese Flüssigkeit wieder loszuwerden, hustet der Hund sie ab. Deshalb Herzhusten (= Husten, der durch ein defektes Herz verursacht wird). Durch die Wirkungsweise von Vetmedin wird der Blutfluss in die richtige Richtung unterstützt und somit gelangt weniger Flüssigkeit in die Lunge.

Die zu verabreichende Menge ist abhängig vom Gewicht des Hundes (der übrigens nicht übergewichtig sein darf bei diesem Krankheitsbild!) und vom Grad der Erkrankung. Kurz: das Ganze muss vom Tierarzt eingestellt werden. Und auch nur dort ist das Medikament zu erhalten. Es ist ein gutes Medikament, aber auch es kann keine Wunder bewirken. Mein Hund hat lange Zeit gut damit gelebt (sein Herz war allerdings auch nur einseitig und noch nicht allzusehr vergrößert, als wir mit der Behandlung begannnen) und ist nicht aufgrund seines Herzschadens im Alter von über 14 Jahren gestorben.

Viel, viel Glück!

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