Hat jemand Tipps wie mann Streit mit den Eltern vermeiden kann?

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4 Antworten

Boahhhhh!!!!!

Fällt mir zu den meisten bisherigen Antworten ein und die Frage:

Leben wir eigentlich immer noch im Nationalsozialismus oder hat unser Grundgesetz Gültigkeit?

In unserem Grundgesetz sind einige Grundrechte verankert, die unabhängig von Alter und Staatsangehörigkeit jedem, ich betone JEDEM, Menschen in diesem Staat zugesichert sind. 

Zu diesen Grundrechten gehört die Wahrung der Menschenwürde. Diese wird aber sicherlich nicht dadurch gewahrt, dass eine minderjährige Person als hirnfreier Befehlsempfänger zu behandeln ist. 

Das Recht auf freie Entfaltung einer eigenen Persönlichkeit steht auch im Gegensatz zum willenlosen Befehlsempfänger. 

Die Meinungsfreiheit ist ein so hohes Gut vor Zeiten in diesem Staat gewesen, dass ein beachtlicher Teil der einheimischen Bevölkerung bereit war sie mit ihrem ganzen Sein zu verteidigen. War nach dem Krieg, also nach Inkrafttreten des Grundgesetzes. 

Zudem haben Eltern ihren Kindern gegenüber Pflichten. Diese schließen eindeutig ihrem Sinn nach aus, ihre Kinder als rechtlose Befehlsempfänger zu behandeln. 

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Zu Deiner Frage:

Eine gesunde Streitkultur fördert den menschlichen Fortschritt und die gesunde Entwicklung der daran beteiligten Persönlichkeiten. 

Allerdings schließt eine gesunde Streitkultur Machtkämpfe aus. 

Und schon sind wir beim häufig wesentlichen Problem:

Viel zu viele deutsche Erwachsene setzen Kinder in die Welt ohne jedwege Bereitschaft, die entsprechenden Konsequenzen auch nur im Ansatz tragen zu wollen:

Sie verweigern die Mühe, sich mit seit teilweise Jahrzehnten bekannten Fakten rund um menschliche Entwicklung auch nur im Ansatz auseinander zu setzen. 

Sie weigern sich vehement, ihre Kinder bei der Entwicklung einer EIGENEN Persönlichkeit angemessen zu unterstützen. 

Das sind nur zwei Beispiele die aufzeigen, dass zwar Kinder in die Welt gesetzt werden, aber für diese Entscheidung angemessene Verantwortung und daraus resultierende Mühe an den Tag zu legen ist zu viel verlangt. 

Wir haben mit unseren Kindern immer wieder altersabhängig sogenannten Streit gehabt. Uns als Eltern ist es dabei nicht immer leicht gefallen, die sich entwickelnde eigene Persönlichkeit des jeweiligen Kindes wahrzunehmen, zu akzeptieren und zu fördern. Das aber war ja wohl unser Konflikt und damit unsere Aufgabe. 

Da Menschen nun mal Individuen sind gab es selbstverständlich Auseinandersetzungen bezogen auf die unterschiedlichen Persönlichkeiten, die denn doch innerhalb einer Familie sehr verschieden sein können. Kompromisse wollen nun mal erarbeitet werden. Sie fallen nicht vom Himmel.

Zudem hat die Natur den Heranwachsenden altersabhängig verschiedene Aufgaben mit auf den Lebensweg gegeben, die Differenzen zwischen den Generationen herausfordern. 

Das Kleinkind kommt in seine Ich-Entwicklungsphase. Es löst sich in dieser Zeit gefühlsmäßig von seiner ersten Bezugsperson ab, entwickelt ein eigenes Ich mit eigenen Grenzen. Diese müssen erst mal erforscht und kennen gelernt werden. 

In der Pubertät dann hat die Natur nicht nur uns Menschen als Aufgaben mit ins Leben gegeben

die Welt der Erwachsenen zu erforschen

die Welt der Erwachsenen zu hinterfragen

die Welt der Erwachsenen infrage zu stellen

Selbstverständlich kommt es dadurch zu Reibungspunkten. Immerhin gehört es mit zur Natur des Menschen, erst mal gegen jedes Neue ablehnend zu reagieren. Es ist eine natürliche Schutzfunktion. Unser Verstand soll uns dann dazu dienen festzustellen, ob es eine gefährliche Neuheit oder eine gute ist. 

Jugendliche kommen also mit neuen Ideen. Aufgabe der Eltern ist es dann schlicht, sich mit diesen neuen Ideen mal in Ruhe auseinander zu setzen, also die Urangst zu überwinden, sich der eigenen Entwicklung zu erinnern und womöglich die neuen Ideen mal so anzugehen als kämen sie von einen hochgradig betitelten Erwachsenen. 

Ebenso brechen sich Eltern keinen Ast dabei ab die wissenschaftliche Erkenntnis zu berücksichtigen, dass während des größten Gesamtumbaus des Menschen nach der Geburt, der Pubertät, nun mal 60% des Gehirns umgebaut werden mit entsprechenden Folgen. 

Streit und Streit ist sehr Vielerlei. Unsere Kinder sind heute erwachsen. Wenn wir uns dann mal treffen planen wir sehr gerne eine Streitzeit ein. Denn uns macht es immer noch sehr viel Spaß, unsere grauen Massen unterm Pony einander austauschen zu lassen. 

Ok. Ich fürchte, ohne Respekt, Achtung, Rücksicht, Vorsicht, Nachsicht, Toleranz, .... - welche alle von den Eltern erst mal vorzuleben sind - macht ein Streit keinen Spaß.

Vermeide Du-Botschaften. Formuliere also nicht

"Du hast doch selbst gesagt..."

sondern

"Ich habe verstanden dass Du gesagt hast...."

denn eine Du-Botschaft wird von uns Menschen als Angriff wahrgenommen. 

Empfehlenswert ist auch gerade in der Pubertät, regelmäßig vor dem einschlafen Tagebuch zu führen. 

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Dazu musst du uns sagen, worum es geht, denn so hat man keine Vorstellungen und kann dir nicht helfen

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Kommentar von Pferdeliebepony
08.03.2017, 17:19

Wenn sie sagen du musst dein Zimmer aufräumen dann musst du das machen dann dies

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Selten so eine präzise Frage gelesen -nicht!

Pauschal kann man sagen, wenn man seine auferlegten Pflichten stets zur vollsten Zufriedenheit der Eltern erledigt.

Hoffe das hilft dir trotzdem weiter.

Gruß

REK

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Mach was sie dir sagen! :-)

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