Hat jemand schon mal seiner Katze Globuli gegeben?

14 Antworten

Hallo Katzenpfote,

das machen leider viele Tierhalter.

Zum Teil wird das gemacht, weil die Halter Homöopathika auch für sich selbst anwenden und gute "Erfahrungen" damit gemacht haben (meint: nach der Einnahme Besserungen erlebt haben).

Zum Teil wird das gemacht, weil es intensiv bewoben wird - viele bunte Ratgeberbüchlein versprechen vollkommen unkritisch alle möglichen Wirkungen, auch wenn nicht das Geringste davon sauber nachgewiesen ist.

Zum Teil wird es leider auch gemacht, weil es eben billiger ist, mit Zauberzucker in Eigenregie am Haustier herumzudoktern, als beim Tierarzt vorstellig zu werden und eine saubere Diagnose samt ordentlicher Behandlung zu bezahlen. Beim Geld hört leider manche Tierliebe auf.

Natürlich erleben viele Tierbesitzer auch Besserungen nach der Globuligabe bei ihren felligen Lieblingen: Katzen haben sprichwörtlich neun Leben. Das heißt, dass Katzen einfach ein gutes Immunsystem haben und mit sehr vielen Beschwerden einfach mit der Zeit auch unbehandelt fertig werden. Hat der Besitzer in dieser Zeit Globuli gegeben, dann treten die natürlichen Genesungen zeitlich nach dem Entschluss zur Globuligabe auf - der Besitzer deutet die Besserungen prompt nicht mehr als einfache natürliche Besserungen, sondern als "seinen" Behandlungserfolg.

Saubere Studien belegen bei Mensch und Tier aber gleichermaßen, dass unter Globuli Beschwerden weder besser noch schneller zurückgehen als unter Behandlung mit (anderen) Placebos.

Homöopathika sind Scheinmedikamente, auch bei Katzen. Wenn Dein Liebling eine echte Behandlung braucht, solltest Du es nicht bei Placebos belassen.

Alles Wissenswerte zur Tierhomöopathie ist hier nachzulesen:

http://www.homöopedia.eu/index.php/Artikel:Tierhom%C3%B6opathie

Grüße

Jetzt mal ganz ehrlich? An alle die das jetzt lesen, seid ihr euch bewusst wie Globoli wirken? Globoli sind keine richtigen Medikamente, es sind Homöophathische Mittel!

Kurze Erklärung: Homöophathisch heißt, dass das "Medikament" (eigentlich einfach nur irgend eine bedeutungslose Masse) dem Patienten nur das Gefühl gibt, dass es ihm besser geht. Wenn wir also ein Globoli nehmen denken wir unterbewusst wir nehmen ein Medikament zu uns, also muss es uns jetzt besser gehen. Und genau dieser psychische Efekt lässt es zu, dass es unserem Körper besser geht.

Also nachdem wir das wissen, können wir schließen: Ja für uns haben Globolis wirklich eine große und tolle Wirkung, aber da unsere Haustiere nicht wissen, dass das da ein "Medikament" sein soll, dass sie zu sich nehmen, wird es ihnen auch nicht helfen! Den einzigen Efekt den die Globolis dann noch haben ist, dass wir Menschen denken unseren Tieren geht es besser.

Übrigens genau deshalb verschreiben Tierärzte manchmal Milchtabletten an Tiere. Die überbesorgten Chihuahua-Besitzerin denkt ihr "Löckchen" hätte Bauchweh und plötzlich ist es nach der Tablette von dem Onkel Doktor weg.....

Ja selbstverständlich, Katzenpfote...! :- )
Ich weiß nicht, ob du deine Frage absichtlich auf "Globuli" beschränken wolltest. Ich gab meinen Viechern mehrfach homöopathische Heilmittel und immer mit dem erhofften Erfolg. Übrigens nicht ins Futter, sondern (möglichst ohne Berührung der Globuli) direkt ins Maul! Homöopathische Mittel wirken nicht durch physische Wirkmittel, sondern feinstofflich über die Schleimhäute.

Du wirst in deiner Stadt sicher einen Tierarzt mit homöopathischer Ausbildung finden, dafür lohnen sich auch bestimmt, ein paar Kilometer zu fahren. Speziell bei der chronischen Niereninsuffiziens gibt es keine schulmedizinischen Mittel, wohl aber homöopathische, die wirklich helfen.

Übrigens nicht ins Futter, sondern (möglichst ohne Berührung der Globuli) direkt ins Maul!

Und tausende andere verabreichen ihren Tieren die Glaubuli indem sie sie ins Futter mischen - und beobachten ebenfalls das es wirkt,

Wenn das mal nicht ein starker Hinweis darauf ist, dass die Wirkung in Wahrheit ein Placeboeffekt ist...

Homöopathische Mittel wirken nicht durch physische Wirkmittel, sondern feinstofflich über die Schleimhäute.

Das Problem ist nur, dass "feinstofflich" sich zwar irgendwie toll (und für Ahnunglose sogar irgendwie wissenschaftlich) anhört - aber in Wahrheit eine absolut inhaltsfreie Worthülse ist.

In der Realität ist es so, dass Homöopathen nicht einmal selbst den Hauch einer Ahnung haben wie ihre Glaubuli eigentlich wirken sollen - aber das wollen sie natürlich nicht zugegeben.

Also werden Pseudoerklärungen geliefert - bei Hahnemann waren es noch "geistartige Kräfte", spätere Homöopathen fabulierten von "Schwingungen", "Energien" und "Frequenzen" - wer auf asiatische Lehren steht schwadroniert hingegen gerne von "Qi" und moderne Homöopathen postulieren auch nicht näher genannte "Quantenkräfte".

All diese Erklärungen haben etwas gemeinsam - sie sind nichtssagend und damit auch nicht überprüfbar.

Aber trotzdem die Frage:

Wenn homöopathische Mittel "über die Schleimhäute" wirken - muss man sich dann homöopathische Salben auch auf die Zunge statt auf die Haut schmieren?

Du wirst in deiner Stadt sicher einen Tierarzt mit homöopathischer Ausbildung finden

Es stellt sich nur die Frage was der Tierarzt eigentlich im Rahmen seiner homöopathischen Ausbildung gelernt haben soll.

Ich warte schon seit Jahren darauf, dass mir mal ein Homöopath auch nur ein einziges konkretes Beispiel für eine Erkenntnis auf dem Gebiet der Homöopathie nennt welche einer unabhängigen Überprüfung nach objektiven Kriterien wiederholt standgehalten hätte.

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Speziell bei der chronischen Niereninsuffiziens gibt es (...) homöopathische, die wirklich helfen.

Steile Behauptung. Da hätte ich gerne Belege. Zumal Du hier ja wirklich eine ganz konkrete Indikation nennst - die muss also über eine Zulassung des Mittels ermöglicht sein.

Ein lediglich registriertes Präparat ohne Wirksamkeitsnachweis darf nach deutschem Heilmittelwerbegesetz nicht mit einer konkreten Indikation beworben werden, wie Du das hier machst.

Deswegen: Du hast doch sicher nichts dagegen, saubere Belege für Deine Behauptung zu nennen?

Homöopathische Mittel wirken (...) feinstofflich über die Schleimhäute.

Hast Du vielleicht auch noch einen Link, wo diese Behauptung nachgewiesen wird?

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*schmunzel* Katzenpfote,
ich hätte es mir ja auch selbst denken können.

Wie eigentlich oft in GuteFrage... Leute, ohne Kenntnisse vom Thema der Frage, urteilen entschieden über Dinge, die sie noch nicht einmal erlebt, geschweige denn verstanden haben und verratschlagen dann auch ihre Unkenntnisse sehr überzeugt.

Hier verstanden sie noch nicht einmal deine Frage richtig:
Da fragst du also: "...hat jemand schon mal Globuli...?"  (Ich nehme an, du fragtest in Bezug auf mögliche Erfahrungen) und prompt tönen gerade die Richtigen lauthals auf und wettern rigoros ganz pauschal gegen Homöopathie los, die noch nie ihrer Katze Globoli gaben!
Stimmt schon: Leere Gefäße tönen am lautesten! ;- ))) Missionare vor! LOL

Katzenpfote, anstatt dir jetzt Näheres dazu sagen zu können (jede Katze muss individuell behandelt werden), empfehle ich dir erstmal den informativen Blick in Google https://www.google.de/search?q=hom%C3%B6opathie+katze   und dann ins Telefonbuch nach einem auch homöopathisch ausgebildeten Tierarzt an deiner Nähe. Dass Tiere sehr gut auf Homöopathie reagieren, ist eigentlich bekannt - auch, wenn man gerade bei Tieren(!;) den Erfolg unbedingt auf "Placebos" zurückführt! ;- ))

So ein Tierarzt wird dir mehr und Besseres dazu erzählen, als du hier in GF erfahren könntest. Denn die Mittel werden NICHT etwa nach den diagnostizierten Krankheiten oder Symptom-Listen verschrieben, sondern nach sehr vielfältigen Informationen, die der Tierarzt bei dir abfragt oder am Tier erkennt.

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@Naiver
Dass Tiere sehr gut auf Homöopathie reagieren, ist eigentlich bekannt

Aber nur, wenn man die Studienlage dazu ignoriert. Eine Überlegenheit homöopathischer Behandlung gegen Placebos ist auch beim Tier nicht nachweisbar. (Systematischer Review von
Robert T. Mathie und Jürgen Clausen von 2014)

- auch, wenn man gerade bei Tieren(!;) den Erfolg unbedingt auf "Placebos" zurückführt!

Wieder falsch. Natürlich können sich auch Beschwerden von Tieren unter Placebobehandlung bessern - sogar unbehandelt passiert genau das überall in der Natur.

Hier ausführlich erklärt:

http://www.homöopedia.eu/index.php/Artikel:Tierhom%C3%B6opathie#Belegen_Besserungen_nach_Globuligabe_bei_Tieren_die_.C3.9Cberlegenheit_gegen.C3.BCber_Placebo.3F

Leute, ohne Kenntnisse vom Thema

Was Du wieder meinst, über mich zu wissen.

Du bist allerdings immer noch die Belege für Deine Behauptungen oben schuldig. Wie gesagt: Globuli sind in aller Regel ohne Wirksamkeitsnachweis registriert (angemeldet) und dürfen damit nach dem Heilmittelwerbegesetz nicht unter Angabe einer Indikation beworben werden. Es wäre also sehr interessant, Deine Belege sehen zu dürfen. Pampig werden ersetzt leider nicht die Belegpflicht...

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@Naiver

 Leute, ohne Kenntnisse vom Thema der Frage, urteilen entschieden über Dinge, die sie noch nicht einmal erlebt, geschweige denn verstanden haben und verratschlagen dann auch ihre Unkenntnisse sehr überzeugt.

So so - es gibt also Leute die über Kenntnisse auf dem Gebiet der Homöopathie verfügen - wie Du z.B.?

Dann kannst Du doch sicherlich mal ein einziges konkretes Beispiel für eine Erkenntnis auf dem Gebiet der Homöopathie nennen, dass die Bezeichnung "Erkenntnis" auch verdient.

Also nicht irgendwelche Glaubensrituale der Art "10 mal schütteln sollst Du" sondern Erkenntnisse, die nach objektiven Kriterien überprüfbar sind - und natürlich auch mehrfach von verschiedenen Personen erfolgreich überprüft wurden.

Ich warte nun schon seit vielen Jahren darauf, dass mir mal ein Homöopath so ein Beispiel verrät - solange das nicht passiert können Homöopathen mir nicht mit angeblichen Kenntnissen kommen die sie verfügen. Glauben an die Homöopathie ist jedenfalls keine Erkenntnis....

und prompt tönen gerade die Richtigen lauthals auf und wettern rigoros ganz pauschal gegen Homöopathie los, die noch nie ihrer Katze Globoli gaben! 

Erstens kannst Du gar nicht wissen wer hier schon mal seiner Katze Globuli gegeben hat.

Zweitens muss man nicht selbst von einem 30-stöckigen Hochhaus gesprungen sein um zu wissen, dass der Aufprall sehr weh tut

Drittens ist die Homöopathie schon x-fach nach wissenschaftlichen Standards untersucht worden - man muss ja auch nicht selbst einen Dieselmotor gebaut haben um zur Erkenntnis zu gelangen das Dieselmotoren funktionieren.

Denn die Mittel werden NICHT etwa nach den diagnostizierten Krankheiten oder Symptom-Listen verschrieben, sondern nach sehr vielfältigen Informationen, die der Tierarzt bei dir abfragt oder am Tier erkennt.

Richtig - in der Homöopathie spielen Krankheiten selbst gar keine Rolle - entsprechend wird auch keine Diagnose durchgeführt um die Krankheit zu bestimmen (was viele Homöopathen nicht so ganz kapiert haben). 

Stattdessen interessiert sich die Homöopathie ausschließlich für Symptome (wobei man sich traditionell auf Symptome beschränkt die ohne technische Hilfsmittel erkennbar sind - schließlich hatte Hahnemann ja auch kein Röngtengerät) und deren "Modalitäten" - also die Begleitumstände unter denen sie auftreten, sich bessern oder verschlimmern

Die Ursache der Symptome (also z.B. die Krankheiterreger, welche das Fieber verursachen das der Homöopath feststellt) interessiert die Homöopathie hingegen nicht die Bohne.

Trotzdem werden Homöopathen nicht müde zu behaupten Homöopathie  würde die Ursache behandeln - während die "Schulmedizin" lediglich Symptome unterdrückt.

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@Naiver

Jepp Ute...,
wunderbar wie kompliziert und schwer lesbar man/frau sowas darstellen kann! Ich bin weitaus bescheidener, mir genügt eine klare Auskunft von Fachjournalisten, die du so abwertest - woher nur diese Blasiertheit? ;- )

Mir genügt es ganz einfach:
"Das Ergebnis: Individualisierte Homöopathie ist signifikant besser als Placebo!"
Und das bitte schön zur dafür belegten Untersuchung. von Robert Mathie und Kollegen. Was will man mehr, wenn ich sogar jene kritischen Erhebungen wählte? Und nur darum gehts doch zu eurem immer wieder ständigen Vorwurf, Homöopathie wäre nur gleichgut wie eine Abgabe von Placebos. Nu eben nicht mehr. Seid doch froh über die Aufklärung...! :- )

Nun meine ich allerdings auch nicht, das alles, was du nicht meinst, "Märchen" wären. ;- )
Ja, der Gwup-Link, den sollte ich mal... denn, die kennen sich ja aus, nicht? ;- ))

Aber, wir kommen hier immer weiter vom ursprünglichen Thema ab:
Katzenpfote fragte, wer schon einmal... und ich antwortete ihm, anders als du, sehr sachlich und weniger tendenziös.

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Hallo Ute...,
soso, "Pampigkeit" wirfst du mir vor?
*g* Wenn ich nicht so gnadenlos gutmütig wäre, würde ich dir solche Pampigkeit übel nehmen. Auch wenn du mich vielleicht wieder so albern mit englischen Untersuchungen bluffen willst wie damals, würde ich übel nehmen. Hab noch nicht alles gelesen nur ein Fazit.
Nachher/heute Abend mehr.... :- )

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Ja - tatsächlich, deine Beweisuntersuchung "gegen Homöopathie" bewies jedoch das Gegeteil:
Die Therapiewirkung von Homöpathie wurde darin bewiesen -
Aussage: "...belegt, dass die bisherigen Studien zur individualisierenden Homöopathie einen Therapieeffekt aufweisen, der den sogenannten Placeboeffekt übersteigt." Hattest du die Untersuchung vielleicht gar nicht gelesen?

Deine Untersuchung bestätigt also ausdrücklich den therapeutischen Erfolg von Homöopathie! ...und widerlegte wiederholt den alberne "nicht-besser-als-Placebo"-Vergleich in nun 5 Untersuchungen seit 1991.
http://www.informationen-zur-homoeopathie.de/?p=862  Mal sehen, bis wann sich das bei euch herumspricht.

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@Naiver

Die Therapiewirkung von Homöpathie wurde darin bewiesen - 

Naturwissenschaftliche Studien - und medizinische Studien sind niemals Beweise und beweisen auch nichts - sondern unterstützen oder widerlegen eine vorhandene Hypothese oder Theorie.

Hattest du die Untersuchung vielleicht gar nicht gelesen?

Hast Du den selbst das Original gelesen - bei Übersetzungen geht bei Homöopathen oftmals die Phantasie durch.

Das Ergebnis im Original:

Conclusions

Medicines prescribed in individualised homeopathy may have small, specific treatment effects. Findings are consistent with sub-group data available in a previous ‘global’ systematic review. The low or unclear overall quality of the evidence prompts caution in interpreting the findings. New high-quality RCT research is necessary to enable more decisive interpretation.

Mit anderen Worten - individualisierte Homöopathie hat möglicherweise einen kleinen spezifischen Behandlungseffekt - die Formulierung "may have" bedeutet in Studien praktisch nur dass man so einen Effekt nicht zuverlässig ausschließen kann.
Und dann kommt auch schon die Warnung, das niedrige bzw.  unklare Qualität dieser Feststellung Vorsicht bei der Interpretation des Ergebnisses verlangt und weitere Studien notwendig sind.

Das ist himmelweit entfernt von einem "Beweis" für die Wirksamkeit homöopathischer Mittel über Placebo hinaus....

Und wenn individuell ausgewählte homöopathische Mittel wirklich so toll wirken wie Homöopathen behaupten  - warum findet man dann nur kleine Effekte?

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Ja, es mag ja wirklich schwer zu verstehen sein...
aber, warum so abenteuerliche Schlüsse ziehen?

Die Metaanalyse zur Homöopathie von Robert Mathie und Kollegen liegt (übrigens schon seit 2014!) vor: Es handelt sich um die mittlerweile 5. Metaanalyse zur Wirkung homöopathischer Arzneimittel. Das Ergebnis:
Individualisierte Homöopathie ist signifikant besser als Placebo! *Punkt* Hm? ;- )

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@MalNachgedacht

Moin Nachdenker...,
sag das deiner Argumentationsschwester, SIE präsentierte diese Metaanalyse von 2014 als Beleg für die "Wirksamkeit der Homöopathie wie Placebo!" am 8.2. :
Aber, gut, dass du das nun auch widerlegtest! *lobe* ;- ))

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@Naiver

Aber, gut, dass du das nun auch widerlegtest! *lobe* ;- ))

Ähem - diese Metastudie taugt nicht als Nachweis (oder wie Du es nennst) für eine Wirksamkeit homöopathischer Mittel über Placebo hinaus.

Also nicht als Nachweis DEINER Behauptung 

"Individualisierte Homöopathie ist signifikant besser als Placebo!"

Eine Überlegenheit homöopathischer Behandlung gegen Placebos ist auch beim Tier nicht nachweisbar.

Und natürlich zeigt die Studie auch nicht "eine Überlegenheit homöopathischer Behandlung gegen Placebos" beim Tier.

Wir haben es also mit einer Metastudie zu tun die weder für Menschen noch für Tiere eine Wirksamkeit homöopathischer Mittel über Placeboeffekt hinaus belegt.

Obendrein ist die Studie auch noch qualitativ schlecht.

D.h. nun aber nicht, dass deswegen automatisch das Gegenteil richtig ist - also homöopathische Mittel über Placebo hinaus wirken

Man könnte auch eine Studie zur Existenz rosafarbender Einhörner machen und dazu im eigenen Garten hinter jeden Busch schauen ob sich dort ein rosafarbenes Einhorn versteckt.

Nachdem man dort nicht fündig würde könnte man dann zum Ergebnis kommen, dass es keine rosafarbene Einhörner gibt.

Das wäre eine qualitativ schlechte Studie - aber deswegen existieren rosafarbene Einhörner eben trotzdem noch nicht...

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@Naiver

Naiver,

Die Metaanalyse zur Homöopathie von Robert Mathie und Kollegen liegt (übrigens schon seit 2014!) vor:

Netter Trick, hier einfach über eine ANDERE Metaanalyse zu sprechen als über die von mir verlinkte.

Ich habe die Metaanalyse von Mathie und Clausen verlinkt, Du sprichst hier über die Metaanalyse von Mathie zur Humanhomöopathie, in der er die Regeln, die man üblicherweise für Systematische Reviews ansetzt, schon eklatant ändern muss, um da eine Placeboüberlegenheit rauszubekommen.

Da werden u.a.

- Pilotstudien als "zuverlässige Evidenz" eingestuft, obwohl diese üblicherweise genau als das NICHT angesehen werden

-  neue Kriterien zur Auswahl der Studien kreiert, nur um für die Homöopathie negative Studien auszumustern

Hier alles erklärt:

http://www.homöopedia.eu/index.php/Artikel:Systematische_Reviews_zur_Hom%C3%B6opathie_-_Mathie_(2014)

Wir hier haben aber über Tierhomöopathie gesprochen. Und in der dazu gehörenden Metaanalyse finden Mathie und Clausen keine Belege einer Überlegenheit der Homöopathika gegen Placebo, wenn sie nur die von ihnen als "hochwertig" eingestuften Arbeiten betrachten.

Es handelt sich um die mittlerweile 5. Metaanalyse zur Wirkung homöopathischer Arzneimittel

Ja, ich weiß, das Märchen verbreiten Homöopathen nur allzu gerne.

Dabei picken sie dann die fünfe aus der großen Menge der tatsächlich existierenden Übersichtsarbeiten raus, die halbwegs in ihre Richtung gingen.

Richtig ist:

Die Gutachtergruppe des australischen Rats für nationale Gesundheit und medizinische Forschung (NHMRC) hat 57 systematische Übersichtsarbeiten zu 68 Krankheitsbildern ausgewertet, mit insgesamt enthaltenen 176 Studien. Sie konnten keinen einzigen echten Beleg für die Wirksamkeit homöopathischer Behandlungsmöglichkeiten finden.

Dem Patienten zu erzählen, es gäbe lediglich 5 Metaanalysen zum Thema, ist ein trauriger Beleg dafür, welche Augenwischerei und welches Rosinenpicken Homöopathen eigentlich betreiben, wenn sie mit irgendwelchen Studien wedeln.

Und es zeigt auch, was für eine schlechte Quelle der von Dir verlinkte Blog des DZVhÄ eigentlich ist, wenn man sich wirklich seriös informieren möchte.

Grüße

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@uteausmuenchen

Jepp Ute...,
wunderbar wie kompliziert und schwer lesbar man/frau sowas darstellen kann! Ich bin weitaus bescheidener, mir genügt eine klare Auskunft von Fachjournalisten, die du so abwertest - woher nur diese Blasiertheit? ;- )

Mir genügt es ganz einfach:
"Das Ergebnis: Individualisierte Homöopathie ist signifikant besser als Placebo!"
Und das bitte schön zur dafür belegten Untersuchung. von Robert Mathie und Kollegen. Was will man mehr, wenn ich sogar jene kritischen Erhebungen wählte? Und nur darum gehts doch zu eurem immer wieder ständigen Vorwurf, Homöopathie wäre nur gleichgut wie eine Abgabe von Placebos... Nu eben nicht mehr. Seid doch froh über die Aufklärung...! :- )

Nun meine ich allerdings auch nicht, das alles, was du nicht meinst, "Märchen" wären. ;- )   Ja, der Gwup-Link, den sollte ich mal... denn, die kennen sich ja aus, nicht? ;- ))

Aber, wir kommen hier immer weiter vom ursprünglichen Thema ab:  Katzenpfote fragte, wer schon einmal... und ich antwortete ihm, anders als du, sehr sachlich und weniger tendenziös.

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@Naiver
Mir genügt es ganz einfach:

Genau: Nix mehr hinterfragen, wenn man erst mal von Homöopathen gesagt bekommen hat, dass Homöopathie wirkt.

Dass es ein Review ist, der mit Tierhomöopathie gar nichts zu tun hat: egal

Dass der Review Pilotstudien auswertet - ein schwerer Fehler in systematischen Übersichtsarbeiten: egal

Dass der Review hochwertige Arbeiten aussortiert: egal.

Hauptsache, man kann sich vom Hütchenspieler weiter einreden lassen, dass Hütchenspiel fair ist...

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@uteausmuenchen

Niedlich -
eine virtuose Hütchenspielerin, die ihre treuen Leser für Hütchenspieler hält!
Unter Psychologen nennt man sowas "Projektion" ;- ))

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