Hat jemand schon mal das Buch "If I Did It" von O.J. Simpson gelesen?

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1 Antwort

Wenn Du die Frage anders gestellt hättest, würdest Du wahrscheinlich mehr Antworten bekommen.

Theoretisch könnte OJ Simpson nun jedem, den es interessiert, erzählen, dass er die beiden umgebracht hat, da er für dieses Verbrechen nicht zweimal angeklagt werden kann. Allerdings wäre das nicht schlau, denn der DA könnte den Fall mit neuen Indizien so hindrehen, dass er trotzdem verurteilt wird. Also, ob er es getan hat oder nicht, er sagt besser nichts mehr dazu. Dass er dann doch dieses Buch hat schreiben lassen, heißt wohl in erster Linie, dass er knapp bei Kasse ist. Und Verschwörungstheorien lieben viele, also werden einige das Buch kaufen, um ihre persönliche Theorie zu füttern.

Übrigens gab es zu der Veröffentlichung des Buches einen großen Stunk. Wäre er ein verurteilter Krimineller, würden die Einnahmen des Buches an die Opfer (oder deren Hinterbliebenen) gehen. Soviel ich mich erinnere, hat er ja den Zivilprozess verloren. Kann gut sein, dass die Goldmans etwas davon abgekommen (genau hab ich das nicht mehr im Kopf).

Ich habe den Fall damals, wie die meisten, im TV verfolgt, allerdings weniger involviert. Er wurde freigesprochen, was soll man mehr dazu sagen? Dass sich die beiden irgendwann mal geliebt hatten, wird wohl klar sein.

Zu jeder Scheidung gehören zwei Personen. Niemand ist unfehlbar. Könnte man von Nicole ein Tagebuch veröffentlichen, würde man die andre Seite der Geschichte erfahren und könnte sich so ein neutraleres Bild der Beziehung machen.

Ja es gab eine Diskussion wg dem Buch und ich hab die Version der Goldman Familie und ja der Erlös von dem Buch geht an deren Stiftung. Das Skript allerdings ist das Orginale und unverändert nur das vorher halt Kommentare von der Goldman Familie geschrieben sind deren Meinung über den Fall. Im Fernsehen früher konnte ich es nicht verfolgen da ich zu jung war. Ich finde es halt interessant weil jemand wurde freigesprochen(was sein Glück war)wg mangelenden Beweisen, beschreibt die Tat aber in einem Buch wie es nur ein Täter beschreiben kann. Das ist einfach das Faszitnierende daran weil ich mein das Gericht muss dämlich gewesen sein in der Zeit. Ich hab selbst ein paar Jahre in dem Bereich Strafrecht gearbeitet und es gibt viele Fälle wo es angeblich an Beweisen fehlt und die Täter freigesprochen werden. Meiner Meinung nach ermitteln die meisten einfach nur schlammpig.

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@HoneyBee90

Hätte OJ einen andren Rechtsanwalt gehabt, hätte er wahrscheinlich verloren. Aber mit der Anprobe der zusammengetrockneten Lederhandschuhe ("if the glove don't fit, you have to aquit"), die dann natürlich zu klein und hart waren, war der Fall praktisch besiegelt. Die Verhandlung selber war extrem langweilig. Die Staatsanwältin hat schon deshalb nicht gepunktet, weil sie am Anfang eine unmoderne Frisur trug. All das lässt einem an dem Rechtssystem in den USA zweifeln.

Dass Casey Anthoney freigesprochen wurde diese vergangene Woche, ist auch so ein Fall. Nach der ganzen Presse war sie praktisch schon so gut wie schuldig gesprochen. Die Staatsanwaltschaft legte einen "soliden" Fall vor, der einzig auf Indizien vertraute. Die Verteidigung konterte damit, den Großvater des ermordeten (?) Mädchens als unglaubwürdig hinzustellen, und hatte Erfolg damit. Zweifel bleibt in jedem Fall, aber der Jury blieb nichts anderes als Freispruch.

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