Hat jemand gute Beispiele für Hochliteratur?

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6 Antworten

Wenn du dich für Romane aus den 90er Jahren interessierst, solltest du auf jeden Fall "Faserland" von Christian Kracht lesen. Dieses Buch hat in Deutschland die Epoche der Popliteratur eingeleitet, und ist zwar recht einfach zu lesen aber auch ziemlich verstörend, und deutlich komplexer, als man beim ersten lesen so denkt.

"Stille Zeile sechs" von Monika Maron geht ungefähr in die selbe Richtung wied der Vorleser, nur dass es hier nicht um Nationalsozialismus, sondern um die DDR geht.

Aus der selben Zeit stammt "Sommerhaus später" eine Kurzgeschichtensammlung von Judith Hermann, die damals sehr viel beachtet wurde. Die Storys machen Spaß zu lesen aber sind ebenfalls recht komplex und in hohem Maße interpretierbar.

Ebenfalls von mir die Frage "was soll Hochliteratur sein?"

Ich empfehle jedem der fragt: Der Rechenmeister von Dieter Jörgensen

Ist ein Biographischer Roman über Niccolo Tartaglia, ein mathematisches Genie des 16. Jahrhunderts in Venedig. Ist spannend geschrieben, man erfährt etwas über die Geschichte des 16.Jhrh., über Kirche und den Reichtum Venedigs, über die sozialen Verhältnisse und macht richtig Lust auf Mathematik. Z.B. versteht man, wie schwer sich die "normalen" Menschen noch im späten Mittelalter mit den Grundrechenarten getan haben - bevor Adam Riese sein Rechenbüchlein geschrieben hatte.

Hallo, ja das kommt eigentlich nur auf deinen Geschmack an. Was verstehst du unter Hochliteratur? Einen Klassiker, auf den ich mal durch Zufall gestossen bin, der mich sehr berührt hat ist 'Jeder stirbt für sich allein' von Hans Fallada. Vielleicht magst du aber auch Biographien. Meine Favoriten dabei sind: Der lange Weg zur Freiheit (Nelson Mandela), Die Asche meiner Mutter (und deren Fortsetzungen). Bewegende Geschichten, die auch sehr viel geschichtliche Hintergründe wiedergeben. Aber sag doch mal, was dich besonders interessiert. Ich lese sehr viel und querbeet. Lieber Gruss

"Kassandra" von Christa Wolf (oder eigentlich alles von Christa Wolf)

"Ein Zimmer für sich allein" von Marlen Haushofer

"Die Geschichten der Eva Luna" von Isabel Allende

Literatur ist das schon, ob es Hochliteratur ist?! Jedenfalls lassen sie sich trotz hohen Anspruchs sehr gut lesen...

Oder wenn du die volle Dröhnung suchst, dann lies doch was von Franz Kafka, "Die Verwandlung" zum Beispiel...

Viel Spass!

"Das Parfum" v. Patrick Süskind passt da auch ganz gut rein.

Klassiker empfehle ich dir aber auch aufs wärmste: "Don Karlos" v. Schiller, "Jenny Treibel" v. Theodor Fontane, "Der Prozess" v. Franz Kafka (ist aber eher surreal), "The hound of the Baskervilles" von A.C.Doyle, "Das Bildnis des Dorian Gray" v. Oscar Wilde (sehr schnörkelig der Erzählstil).

Dante's "Göttliche Komödie" (am bekanntesten davon der 1. Band "Dante's Inferno")

Lew Tolstoi "Krieg und Frieden"

Die Bücher von Nietzsche, Goethe, Schiller, Franz Kafka, Jules Vernes und wie sie alle heißen. Klassiker eben.

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