Hat jemand Erfahrungen mit dem Öffnen des "dritten Auges"?

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das öffnen der chakras inclusive des dritten auges geschieht automatisch und in der richtigen reihenfolge und schnelligkeit, wenn du einfach regelmäßig meditierst. siehe http://meditation.de/

nach fast 50 jahren erfahrung mit transzendentaler meditation kann ich sagen, dass sich im laufe der jahre alle nervenzentren behutsam entfaltet haben, und es begann tatsächlich ziemlich rasch nach erlernen der tm-technik mit einem angenehmen kitzel hinter der stirn, obwohl ich damals noch nie etwas vom dritten auge gehört hatte. und der effekt war, dass die wahrnehmung langsam immer feiner wurde und mir eigenschaften der umwelt bewusst wurden, die ich vorher nicht einmal geahnt hatte. es entsteht eine art "fühlendes sehen", ein sehen von nicht-materiellen vibrationen, die nicht mit den zwei augen wahrgenommen, sondern eher deutlich gefühlt werden.

mein ratschlag also: kümmere dich nicht um einzelne chakren wie das dritte auge und ähnliches, sondern lerne einfach das meditieren und praktiziere es regelmäßig morgend und abends für ein paar minuten. den rest regelt die natur ganz von selbst und zwar so, dass du dabei im gleichgewicht bleibst und dich ganzheitlich entwickeltst.

der reifeprozess muss immer im gesamten organismus gleichzeitig entstehen. du kannst nicht mit der stirn durch die wand und die füße zurücklassen. das hätte ungewünschte nebenwirkungen und brächte dich nur aus dem gleichgewicht.

Ich bin zwar kein Freund der Transzendentalen Meditation (TM), allerdings gebe ich purushajan in einem wichtigen Punkt definitiv Recht:

Man sollte grundsätzlich nie bestimmte Aspekte überbewerten.

Das betrifft sowohl die Meditation, als auch alle anderen Dinge des Lebens.

Manche Lehren sehen zum Beispiel die materielle Welt als "schlecht" an und erklären, nur die Hinwendung zum Geistigen sei "gut".

Das halte ich für sehr unausgewogen, da wir nun einmal beide Aspekte in unserem Leben haben und keinen davon verdrängen sollten.

Genau so gibt es Menschen die sehr intelligent und klug sind und deshalb auf weniger intelligente und belesene Menschen hinabblicken.

Doch wir vereinen beides - Geist und Körper - und auch unsere Gesellschaft benötigt sowohl intellektuelle Vordenker, als auch Menschen, die hart körperlich anpacken können.

Das gleiche sehe ich auch in der Meditationspraxis als wichtig an und denke, dass ein solches Gleichgewicht grundsätzlich wichtig ist.

Es gibt eine Redensart, die besagt:

Ein Mensch, der den Kopf in den Wolken hat, kann nicht gleichzeitig fest auf dem Boden stehen - es sei denn, er ist ein sehr großer Mensch.

Oder, wie purushajan sagte - man kann nicht mit der Stirn durch die Wand und die Füße zurücklassen.

Ich denke, diese Ansicht ist grundsätzlich richtig, wenn man es so versteht, dass die drastische Vergeistigung nicht der ideale Zustand ist, sondern man ein gesundes Maß an Bodenhaftung benötigt, um nicht plötzlich total abzudriften. Es muss eine natürliche Harmonie bestehen.

Wenn man nun einmal rein hypothetisch annimmt, dass es diese Chakras tatsächlich gibt, dann dürfte hier die gleiche Herangehensweise sinnvoll sein. Kein Aspekt sollte überbetont werden.

Im Buddhismus gibt es eine Darstellung vom "Kreislauf der Wiedergeburten" und sie zeigt sechs Daseinsformen, die man annehmen kann.

Dazu gehören auch die Gottheiten (Devas), die zwar über viel Macht verfügen, aber ständig in Angst leben, andere könnten mehr Macht haben, oder sie ihren besonderen Status verlieren.

Für einen Außenstehenden ist die Vorstellung von "viel Macht" sehr attraktiv - egal ob es um finanzielle, militärische, oder magische Macht geht.

Wenn man aber nicht das richtige Bewusstsein hat und nicht über die nötige Weisheit verfügt, kann viel Macht sehr gefährlich sein.

Ich weiß nicht, welche "Vorteile" du dir von deiner Meditation erhoffst, aber ich halte es für sinnvoll, klein anzufangen und gleichmäßige Schritte zu machen.

Du solltest meiner Meinung nach auch deine "Wünsche" nach "Effekten" der Meditation zurückstellen, denn sonst spielt dir deine Psyche leicht einen Streich und liefert dir mit ein paar Halluzinationen genau die geistige "Show" die du dir wünscht.

Diese scheinbar spirituellen Erfahrungen sind dann allerdings lediglich subtiler Selbstbetrug und haben mit Achtsamkeit und Meditation wenig zu tun.

mein vater zitierte immer wilhelm raabe: "Sieh auf zu den Sternen. Gib Acht auf die Gasse." Und Maharishi sagte immer: "Wer hoch bauen will, braucht ein tiefes Fundament."

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