Hat jemand Erfahrung mit einem Kloster?

10 Antworten

Meine Klostererfahrung war eine sehr ernüchternde Erfahrung. Das begann mit der Suche nach einem Kloster. Eine echte Willkommenskultur habe ich da nicht erlebt. Ich wurde sogar gebeten, mich doch an ein anderes Kloster zu wenden. Manche Klöster in Deutschland sind kaum spitituelle Orte, sondern funktionale Wirtschaftsbetriebe.

Ich fand einen Ort und erlebte katholischen Glauben auf eine für mich erschreckende Weise. Sibirien ist warm dagegen. Aber ich habe dabei viel gelernt. Gerade in und um München sterben viele Klöster langsam aus. Grund ist fehlender Nachwuchs, so dass viele Klöster überaltert sind. Dadurch werden sie natürlich für Interessenten noch uninteressanter. Das ist, als würde ein junger Mensch ins Altersheim ziehen. Die Interessen sind zu unterschiedlich.

Hinzu kommen die starren, veralteten Lebensstrukturen. Vieles wird einfach gemacht, weil man das schon immer so gemacht hat. Über Sinn und Zweck wird nicht mehr nachgedacht.

Klöster in anderen Ländern verzeichnen allerdings teilweise Zuwachs. Prinzipiell sind wieder mehr Menschen auf der Suche. Klöster mit einer gesund gewachsenen Struktur erleben deshalb immer wieder Zulauf.

Mir persönlich hat die Erfahrung gezeigt, dass ich keinen besonderen Ort brauche, um mit Gott in Verbindung zu treten. Und es hat mir gezeigt, dass starre Strukturen hinderlich sein können. Ich überdenke deshalb regelmäßig, ob Angewohnheiten in meinem Glaubensleben wirklich nützlich sind und Wirkung haben, oder ob sie nur "pro forma" gemacht werden.

Im Nachhinein betrachtet war es eine schwierige Zeit, hat mich aber trotzdem etwas lernen lassen. Deshalb kann ich jedem nur raten, eine eigene Erfahrung zu sammeln, wenn das in seinem Weg vorkommt.

Nur positive! Hier in der Nähe das Kloster, das zu Ettal gehört, geht keinem auf den Geist und muss sich nicht, wie seine Mutterfirma, mit Anzeigen wegen Kindesmissbrauchs herumschlagen.

Die Mönche missionieren nicht, produzieren einen annehmbaren Kräuterschnaps und kümmern sich um den sonst sehr verwahrlosten, öffentlich zugänglichen Klosterpark.

Sie betreiben einen passablen Kräutergarten mit, einerseits, starken Aphrodisiaka, aber aus Gründen des Selbsterhaltungstriebs, andererseits, auch mit den entsprechenden Gegenmitteln. Was auch wahrscheinlich wichtig ist, denn der "Oberguru" begrüßte mich neulich zwar sehr freundlich, aber seine erste Frage war: "Wie geht es Ihrer Frau?" :-)

Der hatte deiner Frau gegenüber wohl ein schlechtes Gewissen, weil er dir zu starke Kräuter verkauft hat. :-))

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@PeVau

Ja, aber die falschen, nämlich die "Gegenmittel"!

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Könntest du deine Frage ein bisschen präzisieren?

Als Laie habe ich durchweg positive Erfahrungen gemacht. Ich bin als Gast immer freundlich behandelt worden. Die Ordensleute verhielten sich freundlich und zeigten sich hilfsbereit. 

LG 

Thus 

Danke. Präziser gesehen den Tagesablauf, Die Aufgaben und die Zimmer der Mönche oder wo sie wohnen usw. Aber die Antwort war auch recht hilfreich

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@DrehdieKarre17

Da gibt es Unterschiede. Du beginnst früh am Morgen mit Gebet, tw Messe. Du übst einen Beruf aus. Nach deiner Arbeit widmest du dich wieder dem Kloster. Es gibt gewisse Funktionen in einem Kloster, z.B. Abt, Cellerar, etc.

Das Kloster hat verschiedene Räumlichkeiten, die Zellen zum Schlafen, das Refektorium...

LG 

Thus 

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