Hat jemand eine Idee was man mit einem Pony vom Boden aus noch machen könnte?

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1 Antwort

Was hat es denn am Rücken, dass es an der Longe geritten werden darf, aber nicht ohne? Was macht die Longe da jetzt so anders als ein vernünftig sitzender Reiter? Oder meinst du "darf nur an der Longe bewegt werden"?

Man kann sehr viel machen - aber WAS für Bodenarbeit machst du denn? Das ist so ein weit gestreckter Bereich - Bodenarbeit ist alles.

Klassische Arbeit an der Hand, Langzügel, Doppellonge, je nach Gesundheitszustand Zirkuslektionen, Freiarbeit, Seitengänge an jedem möglichen Zaum (Halfter, Knoti, frei, Kappzaum, Gebiss, ...) - aber bitte auch korrekte Seitengänge und kein Schenkelweichen.

Korrekte Longenarbeit am Kappzaum, ohne Hilfszügel. Führtraining. Spazieren gehen. Stangenarbeit im Freilauf. Generell Stangenarbeit.

Ich habe bestimmt so einiges vergessen, was man so machen kann.

Horsefan3001 04.01.2016, 15:17

Er hatte sich ziemlich verspannt im Rücken und wird jetzt nach einem halben Jahr Pause wieder trainiert. Das Problem ist, dass ich ihn von oben nicht so stark treiben kann dass er richtig untertritt. Deswegen hilft mir dann immer jemand und treibt von unten noch ein wenig mit.

Ich mache übrigens Parelli. Und danke für deine ausführliche Antwort ☺

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Punkgirl512 04.01.2016, 15:19
@Horsefan3001

Parelli hält einen von den ganzen anderen Sachen da oben nicht ab ;)

Hast du schonmal überlegt, den Reitlehrer zu wechseln? Ein vernünftiger Reitlehrer sollte dir da gut helfen können bei dem Treiben - vielleicht kann er auch einfach aktuell nicht untertreten, vielleicht kann da aber auch nicht großartig mehr kommen wegen seinem Gebäude - alles mal so Denkanreize, denn nur ein denkender Reiter ist ein guter Reiter.

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Horsefan3001 05.01.2016, 17:01
@Punkgirl512

Ich werde das alles mal ausprobieren wie mir das so gefällt.☺

Meine Reitlehrerin ist spitze und ich habe erst vor kurzer Zeit zu ihr gewechselt. Er kann eigentlich von seinem Gebäude auch noch mehr, aber da er sowieso ziemlich faul ist und noch dazu jetzt erst wieder antrainiert wird hat er so gar keine Lust sich anzustrengen und unter den Schwerpunkt zu treten. Ich bin allerdings auch erst 12 Jahre alt, dann kann ich auch noch nicht so viel treiben, wenn ich zusätzlich seinen Kopf nach unten bekommen soll und richtig sitzen soll bei seinem komischen Trab.

Das klingt grade voll nachegeplappert😂

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Punkgirl512 05.01.2016, 23:47
@Horsefan3001

Ah, okay, das erklärt schonmal einiges, wenn du erst 12 bist. 

Einmal ganz kurz, sehr objektiv betrachtet:

Ein Pferd, dass den Rücken aufwölbt, lässt den Reiter bequem sitzen. Ein Pferd kann aber nur den Rücken aufwölben, wenn der Reiter es entsprechend gelernt hat, sich dies zu erarbeiten. Kopf unten muss nicht zwingend sein - das ist das Endergebnis daraus. 

Auch ständiges Treiben macht ein stumpfes/gemütliches Pferd nicht besser, sondern schlechter, da es irgendwann auf die Schenkelhilfe abstumpft. Daher muss man nicht viel treiben, sondern im richtigen Moment und dann auch durchkommen. Hört man das ständige Treiben endlich auf, beginnt das Pferd umzupolen, dass es auch wieder fein am Bein wird, verändert sich der Sitz des Reiters ungemein, das Pferd wird meistens automatisch viel lockerer, weil der Reiter obendrauf nicht mehr so krampfig auf dem Pferd sitzt. 

Meistens geht das "faule" bzw. stumpfe Pferd mit einer schiebenden Reiterhüfte einher - überprüfe dich selbst mal, wie viel du deine Hüfte im Schritt und Trab nach vorne und nach hinten schiebst - oder geht sie korrekt rechts und links abwechselnd runter? Schieben wird, aus welchem Grund auch immer, leider immer noch häufig gelehrt, blockiert den Rücken und damit das ganze Pferd und ruiniert den Sitz des Reiters völlig. 

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