Hat jemand eine Ausbildung zum Koch gemacht und kann hierüber berichten?

3 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

die lehre ist nicht leicht, du mußt katoffeln schälen, gemüse putzen und putzen.....in den meisten betrieben.

in den guten betrieben lernst du, wie man was kocht, wie es sich zusammen setzt, was man am besten wie kocht, wie lebensmittel zu lagern sind, also lagerhaltung und vor allem die einhaltung der HACCP, der hygieneverordnung. dann warenkunde und lebensmittelkunde, denn du mußt ja wissen, was du den leuten auf den teller haust. auch getränkekunde wird gelehrt.

das muß man alles im schlaf wissen.

dir nützt das beste kochen nichts, wenn dein brett voll keime ist und sich dreck im kühlschrank breit macht, die temperatur nicht stimmt.

hatte mal 2 lehrlinge übernommen nach 1 jahr lehre, davon sollte einer 20 liter brühe kochen.

nach etwa 2 stunden hab ich ihn gefragt, ob denn die brühe bald fertig sei.

da sagte er......die steht schon seit 2 stunden fertig da.

er hatte 20 liter heisses wasser genommen und " maria hilf " ( brühpaste ) rein getan - fertig.

also hatten die beiden in 1 jahr nichts gelernt, außer bratkartoffeln, pommes, schnitzel, steak und salate machen und brote belegen.......das war ein streß, das fehlende wissen wieder aufzuholen. sie hatten im ehemaligen lehrbetrieb direkt schon gearbeitet in schichten und da gabs das zu essen und mehr war nicht.

sowas sollte man nicht dulden.

außerdem muß man manchmal wirklich die ausbildung einfordern, denn man ist eher eine billige putz - und zuputzkraft als azubi. durchsetzen muß man sich halt können.

der beruf an sich ist herrlich, wenn das gesamte lokal futtert und es herrscht stille.....das ist das beste, was einem passieren kann, denn wenns schmeckt, halten alle den mund.

viel erfolg.

Lieben Dank! Das war sehr ausführlich! In welchem Betrieb lernt man denn am Meisten? Hotel, Restaurant, Kantine, Krankenhaus, Altenheim oder sonstwo? Woran erkennt man einen guten Betrieb?

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@IchWissen

ich habe festgestellt, das ein koch, der in einer gehobenen gastronomie gelernt hat, niemals mit den anforderungen eines tagesgeschäftes in einem normalen restaurant zurecht kommen würde. das ist eine persönlich erfahrung, die ich machen mußte.

wer klein anfängt, kann sich immer nach oben arbeiten, bis ins sogenannte sternekochen. wichtig ist, das das kochen dir jetzt schon leidenschaft ist und du den beruf machst, weil du ihn willst !

jeder von dir genannte zweig hat völlig andere anforderungen an kalkulation - altenheime und krankenhäuser haben nur geringe beträge fürs essen - da muß man auch schon mal zaubern können.

ehrlich ? ich mag köche, die zaubern können, denn nur wer das kann, der kann auch wirklich kochen.

aus dem vollen schöpfen, das kann jeder.

du mußt wissen, ob du lieber in sogenannten autoklaven essen kochen willst, die 100 oder mehr portionen fassen, ob ob dir ein 20 litertopf maximal ausreicht, weil die masse besser zu händeln ist, bzw. weil du leiber gäste haben möchtest, die a la cart essen und keine massenproduktion verschlingen wollen.

wenn du wissen willst, wo man am meisten lernt ?

gehe mittags durch deine stadt, wo rennen die meisten leute hin ? fahre an den wochenenden in ausflugslokale, da wo die meisten autos stehen auch an regentagen, da gibt es das beste essen und da wirst du auch was lernen, wenn sie denn ausbilden.

z.b. wissen studenten immer, wo es da beste und preiswerteste essen gibt in einer stadt, da es für sie überlebenswichtig ist.

ein ratskeller muß nicht immer das beste haus am platz sein, auch wenn es das erste ist..

such dir ein mittelklasse restaurant aus, das gute hausmannskost anbietet, den schnickschnack kannst du dir selbst aneignen oder später lernen. nach der lehre würde ich auf wanderschaft gehen.

paar monate ungarische küche, vietnamesiche, arabische, italienisch und türkische sowie die russische nicht zu vergessen.

jede hat für sich spezialitäten und wenn du die dann beherrschst, mach selbst ein lokal auf oder gehe auf ein schiff.

da lernst du auch am meisten, auf einem luxusliner. wenn du da eine möglichkeit hast, nutze sie !!!!

bin selbst leidenschaftliche köchin, hab noch in der ddr gelernt, heutzutage hat mir das gelernte in der ddr mehr genutzt, als damals, da wir aus sch.... bonbon machen mußten...... und das war mein bester erfahrungsschatz.

also ist oft weniger auch mehr !

tja, was soll ich noch hinzufügen ?

ich hoffe, das du den beruf mit ganzem herzen lernst, nichts ist so wichtig wie das, denn sonst wirst du nie freude haben im beruf und dein essen wird auch so schmecken - so lustlos.

ich wünsche dir immer die notwendige prise salz in deinem leben, befeuert mit etwas chilli zur rasanten durchfahrt !

vielleicht meldest du dich mal, wenn du fertig bist....ich komme probieren.

lg heide

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Also Jo ich bin Koch, naja ich find den Job anwechslungs reich. aber eigentlich auch Total stressig. wen du überlegst musst du nach den übelsten Arbeitszeiten arbeiten so um 10 uhr bis 13 uhr pause. dan um 17 uhr bis 21 - 22 uhr wen du 20 kilometer fahren musst rentiert sich ned .. :I hab ich erfahrung gemacht.. aber eig schöner beruf wen es dich interesiert wie man richtig gut & so kocht.,.

Was kann man nach der Ausbildung zum Koch alles machen?

Hallo. Mein Freund ist 23 Jahre alt und hat damals eine Ausbildung zum Koch gemacht. Er wurde dort nicht übernommen und hatte dann in den Jahren bis jetzt mehrere andere Jobs gehabt, die aber nichts mit seinem erlernten Beruf zutun hatten. Damals nach der Ausbildung hatte er keine Lust mehr als Koch weiter zu arbeiten, deshalb hatte er sich auch nicht mehr in diesem Bereich beworben. Die Ausbildung liegt nun schon 3 Jahre zurück. Mit seinem Job den er zur Zeit macht (Paketzusteller) ist er sehr unzufrieden, vorallem weil es einfach zu wenig Geld ist. Wir haben lange über seine Situation geredet und sind zu dem Entschluss gekommen, dass es für ihn das beste ist wieder in seinen erlernten Job zurück zu gehen, da er woanders als ungelernte Kraft niemals ein "etwas höheres" Gehalt bekommen wird. Nun haben wir das ganze Internet durchforstet, aber es scheint auch im größeren Umkreis nichts richtiges zu geben, was ihm einigermaßen zusagt, da die meisten Sachen dort einfach wirklich unterbezahlt sind und man als Koch ja sowieso auch noch Sonn- und Feiertags arbeiten muss. Das ganz hört sich jetzt so an als wäre er sehr wählerisch, aber es soll ja schon doch das richtige für ihn sein was er auch in Zukunft machen will, und da kommt er nunmal mit einem Bruttogehalt von 1.400 € nicht weit.

Jetzt ist meine Frage, was es für ihn noch für Möglichkeiten als gelernten Koch gibt, außer eben in der Küche zu stehen. Gibt es da überhaupt weitere Möglichkeiten, die auch gut bezahlt werden?

Ich bedanke mich schon im Vorraus

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