Hat jemand Beispiele für Wörter, die je nach Region eine unterschiedliche Bedeutung haben?

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15 Antworten

Becken: der Becken = oberlausitzisch Bäcker; das Becken = hochdeutsch Wasserbehälter oder Teil des Skeletts.

Danke schön

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Ich kenne da noch den "Drecksack". Die eine Bedeutung dürfte wohl jedem bekannt sein, ist halt nicht sehr nett! :o) Dann kann man den aber auch trinken! Das ist Bier mit Cola. Das nennt man wohl so, weil die Cola sich langsam absetzt und das Glas dann so eklig aussieht.

es schmeckt aber viieeellll besser als es aussieht :o). und bei uns heißt das Bier mit Cola "Diesel" ( na mach einer Tankt das -im warsten Sinne des Wortes- in der Kneipe grins

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@jacobi06

Siehste, noch ne Doppelbedeutung! Bei uns ist Diesel Limo mit Cola!

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"Pans" (Pl. Pänz) bedeutet im Rheinischen "Kind", ohne negative Nebenbedeutung.

Als ich vor vielen Jahren nach Rheinhessen kam, erntete ich damit viel Unverständnis, da, im dortigen ländlichen Raum, damit ein unter zweifelhaften Umständen gezeugtes Kind bezeichnet wird. Für mich indessen war der unbefangene Gebrauch des Wortes "Bankert" gewöhnungsbedürftig.

das erinnert mich dran als ich in nrw hörte das die kinder da als "plagen" bezeichnet werden. was aber dort nicht böse gemeint ist.

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"Pfannkuchen" waren in der DDR (und sind im Osten immer noch) das, was anderswo "Berliner" genannt wird. Die Crepes mit Zimt und Zucker oder Apfelmus heißen im Osten "Eierkuchen".

"Sich Hocken" heißt sich Bayern und den anderen norditalienischen Regionen (ggg) "sich setzen" (glaube ich), überall sonst ist das tatsächliche "Hocken" gemeint.

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Das Verb 'schummeln' ist gemeindeutsch, also Standard in at, ch und de.

Es bedeutet abgucken, abschauen, betrügen, abschreiben, mogeln, schwindeln, spicken ...

(Ammon: Variantenwörterbuch des Deutschen, online)

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Wenn man in Bayern sagt "Du bist vielleicht ein Hund" dann bedeutet das ein Kompliment = ein schlauer Fuchs. "Aber Hund san ma scho" = wir sind schon schlau. Ein "gscheada Hund" ist jemand, der frech ist (auch lustig-frech). Ein Hundling gehört in die gleiche Kathegorie.

"schnorren" bedeutet eigentlich, jemandem etwas wegnehmen. Am Bodensee im Allemannischen wird es aber auch in der Bedeutung von "plaudern" verwendet.

Super, genau so etwas meinte ich.:)Danke!

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@casualuser

schnorren kenne ich als eine Mischung aus anpumpen und betteln...

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@Reussi

Genau Reussi, das meinte ich auch. Auch die Bedeutung als "plaudern" ist ein plaudern, das der Gegenüber nicht unbegint will, also eigentlich "jemanden zutexten"...

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@casualuser

Nein! schnorren bedeutet soviel wie schimpfen! Jetzt weiss ich allerdings nicht,ob schimpfen Hochdeutsch ist! Ich wohne auch am Bodensee...

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@solf1

"schnorren" macht man in Konstanz an Fastnacht: Man zieht maskiert durch die Kneipen der Stadt, sucht Lokalgrößen und Orts-Prominente und erzählt öffentlich von ihren Schandtaten, ohne sich selbst zu erkennen zu geben. Da kann es zum Beispiel sein, dass der Uni-Professor eine Liebschaft mit seiner Assistentin hat, oder der Ortsvorsteher komischerweise genau in seiner Straße Tempo 30 eingerichtet hat, solche Sachen eben. Auch das ist "schnorren". Das nette daran ist, dass das Opfer nicht weiß, wer unter der Maske steckt.

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@Morris

Das ist nicht schnorren, sondern Schnurren. Bisch Du en Neigschmeckte? ^^

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Ein recht heikles fällt mir spontan ein: F.o.t.z.e.

Was das in der Vulgärsprache bezeichnet, weiß jeder.

Im Bayrischen bedeutet es "Ohrfeige" oder, negativ gemeint, "Gesicht".

HUCH - soust ;-) Am frühen Morgen....

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@Heeeschen

Soll ich die Antwort am späten Abend noch mal einstellen?

Nein, im Ernst: für einen (alten, zwinker) Bayern hat das Wort nun mal nichts Anstößiges.

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@soust

heißt das nicht aber auch in bayern so gut wie der mund, also man sagt doch "halt dei fotzen."

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@xyungeloest

Stimmt. Hab ich vergessen.

Ein multifunktionales Wort.(:-)!

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rennen, laufen, gehen - das sind Verben, die je nach Region unterschiedliches bedeuten:

rennen: in bayern heisst das gemeinhin oft nur: gehen laufen: auch das heisst in machen regionen: gehen.

blöd: in manchen regionen meint das nichts anderes als schüchtern.

Der "Grind" ist mir noch eingefallen. In Deutschland ist das der Schorf auf einer verheilenden Wunde, in der Schweiz ist das der Kopf.

allerdings ein eher unschönes Wort für Kopf! Die gebildeten Schweizer nennen es Haupt! :-))

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heben: Ich hebe etwas auf.

Das Teil bzw. es hebt = Es hält, es klebt im Schwäbischen.

Zu meinem Kommentar fällt mir ein: Schmecken bedeutet bei uns am See auch riechen; wenn man also irgendwo "neischmeckt", schnuppert man dort nur kurz rein.

wenn wir snacken wollen wollen wir reden

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