Hat jemand als Kind noch ein Kettenschleppschiff gesehen? Oder wird davon in einem Buch oder in einer Doku erzählt?

3 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

123GrueneTomate hat völlig Recht! Eine technische Erungenschaft war es schon, denn der Kettenschlepper, der am Bug die auf dem Flußboden liegende Kette aufnahm und sie hinter sich wieder ins Wasser gleiten ließ, nachdem er sich quasi mit eigener Motorkraft (Dampfmaschine) an der Kette 'hochgezogen' hatte, hatte immer einen Halt. Das ging sehr langsam aber effizient und sicher vor sich, besonders, wenn die Strömung stark war.

Im Prinzip wäre es heute, wie wenn sich ein antriebsloses Schiff an seiner Ankerkette durchs Wasser zieht, natürlich nur bis zum Anker, diese Art Fortbewegung nennt man 'warpen'. Dabei wird ein Anker mit Hilfe eines Bootes weit von sich ausgebracht und sich zum Anker gezogen - gerne auch in der Arktisfahrt als Notlösung benutzt.

Kettenschlepper zogen Kähne hinter sich her, spulte seine Kette ab und konnte nur in begrenztem Siinne steuern, was die Lose der Kette halt hergab.

Heute wird diese Technik - Dank energieeffizienterer Maschinen und Antriebseinrichtungen meiner Meinung nach nicht mehr benutzt. In Magdeburg sah ich vor drei Jahren so einen Schlepper als Museumsteil an Land liegen.

Danke für deine Antwort. Ich habe nun doch noch einige Videos auf Youtube gefunden, zB "Vorgestellt: Der Kettenschleppdampfer "Gustav Zeuner"". Ich denke das ist auch das Schiff, das du in Magdeburg gesehen hast. Im Video sagt der Museumsleiter, dass es ab 2005 restauriert wurde. 

Interessant ist auch, dass es nur eine Kette gab und bei Kreuzungen jeweils beim Schiff talabwärts die Kette mit "Meissel und Vorschlaghammer" getrennt und ein Stück Wechselkette eingefügt wurde. Die Wartezeit für das Schiff talaufwärts habe dennoch nur 20 Minuten gedauert. 

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Meinst du Schleppkähne? Das war ein Schlepper und 3,4 oder auch 5 Kähne hinten dran, jeweils an die 100 Meter auseinander. Sie hingen an einer langen Trosse und sahen ähnlich aus wie normale Binnenschiffe (die hießen damals Selbstfahrer),  nur ohne eigenen Antrieb. Zu hören war davon nichts, sie hatten halt eine Trosse vorne und hinten zum Schlepper bzw. dem nächsten Kahn. In meiner Jugend war es auf den Rhein sehr beliebt, an so einen beladenen Kahn ranzuschwimmrn und raufzuklettern ( die hingen bis zum Dollbord im Wasser, man griff zu, ein Bein rauf und oben war man), ein Stück stromauf mitzufahren und dann wieder zurückzuschwimmen. 

Bilder findest du bei Google unter "Schleppzug".

Vielen Dank für deine Schilderung. So wie ich gelesen habe, haben sich die Kettenschlepper an einer Kette fortbewegt, die im Wasser verlegt war. Die Kette wurde dann über das erste Schiff gezogen. Das ist wahrscheinlich der Unterschied zu anderen Schleppschiffen oder zu jenen, die es heute noch gibt. 

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@123GrueneTomate

So etwas hat es auf dem Rhein nicht gegeben. Ich habe inzwischen ein bisschen recherchiert: auf dem Main und auf dem Neckar gab es diese Ketten. Ich habe also in meiner Anteort das Thema verfehlt. 

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Mit Seil gab es noch lange  Weserüberquerungen. Teilweise mit Pferde oder auch Motor.

Auch auf Moorkanälen liefen die Pferde seitlich am Kanal und zogen die Boote mit Seil durch das Moor mit Torf.

Mit Gruß

Bley 1914

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