Hat jeder Mensch irgendeine psychische Störung?

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9 Antworten

Die "Störung" ist ein psychologischer Fachbegriff, der anstelle von "Krankheit" heute verwendet wird. Es gibt einen internationalen Katalog, in dem die psychischen Störungen aufgelistet sind und jeweils etwa ein Dutzend Symptome. Wenn bei einem Menschen auf Dauer die Mehrheit der Symptome diagnostifiziert wird, spricht man von einer Störung.

Es gibt wahrscheinlich keinen Menschen, der nicht zumindest  zeitweise von dem einen oder dem anderen Symptom einer solchen Störung betroffen ist. Daran ist nichts Krankhaftes, das ist menschlich. Von mir aus nenn es einen Knicks oder einen Knacks, eine Störung ist es noch lange nicht. Es ist die Dosis, die das Gift macht.

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Stellt sich die Frage wo die Grenze ist. Wohl jeder Mensch hat im Leben Dinge erlebt, die er irgendwie zu verarbeiten hat. Und natürlich wie gut man sie wegsteckt. Ein Verkehrsunfall kann den einen solch ein Trauma versetzen, dass er nie wieder ein Fahrzeug führen wird. Ein anderer könnte ihn locker wegstecken.

Problematisch wird es, wenn jemand durch seine Psyche eingeschränkt ist, entweder mit versteckten Problemen oder aber auch mit offensichtlichen Problemen, die es einem schwer machen, am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen.

Ich würde Deine Frage mit Nein beantworten, weil es sicher Menschen gibt, die recht unbeschwert sind, weil sie mit schlimmen Situationen gut umgehen oder sie verarbeiten.

Wenn die Frage aber so formuliert wird, ob jeder Mensch irgendwie ein Trauma zu verarbeiten hat, dann würde ich sie mit "ja" beantworten. Nur verarbeiten Menschen unterschiedlich.

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Kommentar von Carlystern
04.05.2016, 15:33

so ist es

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Jeder Mensch hat eine Psyche. Jeder hat auch mal seelische Verstimmungen (Angst, Traurigkeit, Stress etc.). Dieses ist ganz normal hat aber rein garnichts mit einer psychischen Störung zu tun.

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Wenn man sich die Community hier anschaut, scheint wirklich (fast) jeder einen wie auch immer gearteten Knacks zu haben: das scheint irgendwie dazu zu gehören ...... ohne psychische Probleme ist man ja fast schon ein Außenseiter!

Dann gehöre ich gerne zu den Außenseitern: Ich habe in meinem Leben gelernt, mich meinen Problemen zu stellen und habe niemals mich in "Schutzzonen" zurückgezogen, wenn es richtig heftig wurde. Damit möchte ich auf gar keinen Fall Menschen angreifen oder herabsetzen, die wirkliche psychische Probleme haben! Es gibt mir aber einfach zu viele, die sich dank Internetrecherche mit Symptomen versorgen, sich unter diesem Schutzmantel wohlfühlen und meinen, damit alles entschuldigen zu können.

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Kommentar von FragaAntworta
04.05.2016, 15:25

Ich habe keinen Knacks, die Stimmen in mir geben mir da immer Recht!

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Je mehr die Industrie über den Menschen forscht, desto mehr Kranke produziert sie. Was heute noch Kerngesund ist, ist morgen schon todkrank. Also ja, jeder Mensch hat was, wir kommen nicht aus der gleichen Produktlinie.

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Wer legt denn fest was "normal" und was eine "Störung" ist und warum muss unbedingt alles untersucht und bewertet werden?

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Jeder Mensch hat seine Angewohnheiten (wie er sein Brot schmiert, ins Auto einsteigt, Redensarten, usw.) Dadurch ist man aber noch lange nicht psychisch krank.

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Da es für jede Eigentheit des Menschen, die ihn einzigartig macht, in der Psychologie einen Namen gibt, gibt es auch keinen psychisch "gesunden" Menschen. Jeder hat irgendwelche Ticks, Angewohnheiten, Zwänge etc.

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Die Frage ist eigentlich was ist normal, was ist gesund.

Es herrscht viel schwarz weiß denken

ist meine Meinung

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