Hat jede Galaxie im Zentrum ein Schwarzes Loch?

8 Antworten

Schwarze Löcher entstehen, wenn massereiche Sterne sterben - es folgt eine Supernova und der Kern kollabiert entweder zu einem Neutronenstern oder einem SL.

Weil es in jeder Galaxis solche Sterne gibt oder wenigstens gab, ist damit zu rechnen, daß jede beliebige Galaxis einige SL beherbergt.

Falls du Supermassive SL meinst, dann können die sicher nicht in einer Minigalaxis oder gar einem Kugelsternhaufen "residieren", sondern nur in großen Galaxien, wie der Milchstraße, Andromeda, o.ä.

Man geht davon aus, daß die großen Galaxien tatsächlich (fast) alle SSL in ihrem Kern besitzen. "Fast", weil man nie ausschließen kann, daß es auch Ausnahmen gibt.

Eine solche Ausnahme wurde tatsächlich gefunden, nämlich ein SSL (sogar ein Quasar), das aus seiner Galaxis "abhaut". Es rast tatsächlich mit erheblicher Geschwindigkeit (etwa 2000 km/s) nach außen - der Quasar hat bereits 35.000 LJ zurückgelegt und gehört noch jener Galaxis, aber das wird nicht so bleiben:

https://www.heise.de/newsticker/meldung/Hubble-Supermassives-Schwarzes-Loch-aus-Galaxienzentrum-geschleudert-3663587.html

Was hält den dann die Sterne in den kleinen Galaxien fest bzw. was erzeugt die Gravitation?

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@Blockii123

Ich glaube, diese Frage hast du schon mehrfach gestellt?

Die Sterne üben selber Gravitation aus und zwar wesentlich mehr als ein SL, auch ein supermassives. Vergleiche das mal mit unserer Milchstraße: Sagittarius A* ist etwa 4 1/2 Millionen Sonnenmassen schwer. Die gesamte Milchstraße hat um 200 Milliarden, etwa das 45 000 fache. Darüber hinaus gibt es offenbar auch noch Dunkle Materie in der Milchstraße und zwar ungefähr 6 mal mehr als baryonische Materie.

SL, besonders supermassive haben natürlich trotzdem eine enorme Wirkung, aber die konzentriert sich vorwiegend auf ihr direktes Umfeld, also einige hundert bis 1000 Lichtjahre, je nach Masse. Einige schlagen trotzdem alle Rekorde, aber das sind seltene, ultraschwere Ausnahmen.

Daß wir in Kleingalaxien so gut wie keine SL beobachtet haben heißt übrigens nicht, daß es dort keine gibt. In der Milchstraße finden wir auch nur wenige stellare SL und bisher nur 2 mittelschwere. Stellare SL werden aber Millionen in der Milchstraße vermutet.

Die beiden Maggellanschen Wolken sind übrigens deshalb so zerfasert, weil sie in der Vergangenheit "unangenehmen" Kontakt mit der Milchstraße hatten. Durchaus möglich, daß sie ursprünglich mittelschwere SL in ihren Zentren hatten, die jetzt durch die Milchstraße "geistern".

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Kommt darauf an wie du Galaxie definierst was die Größe und Struktur angeht. Zumindest die größeren und regulären Galaxien haben wahrscheinlich alle ein zentrales schwarzes Loch, sicher sagen kann man das aber nicht. Das aber jede eines besitzt kann man pauschal so nicht sagen, denn es gibt auch kleine und sehr kleine irreguläre Galaxien, irreguläre Galaxien haben zudem keinen Galaxiekern und keine feste Struktur. Aber auch so kleine Galaxien können ein zentrales schwarzes Loch haben.

Sogar in Kugelsternhaufen hat man (vereinzelt) SL gefunden

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Höchst wahrscheinlich nicht. Es gab ein Abgleich von Galaxien und Schwarzen Löchern. Dabei kam heraus das nicht Jede Galaxie ein erkennbares Schwarzes Loch hat.

Galaxien erkennt man recht einfach. Schwarze Löcher hingegen, anhand von Typischer Röntgenstrahlung wenn Materie den Ereignishorizont überschreitet.

Es zeigte sich das besonders bei kleineren Galaxien, des öfteren Kein SL zu finden ist. Es wäre aber auch möglich das dort wo man kein SL gefunden hat, keine Materie den EH überschreitet.

Was hält den dann die Sterne in den kleinen Galaxien fest bzw. was erzeugt die Gravitation?

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@Blockii123

Zum größten Teil die Dunkle Materie rund 85%, und die Restliche Materie rund 15%.

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Warum verlieren Schwarze Löcher durch die Hawkingstrahlung Masse?

Die Hawkingstrahlung entsteht - so wie ich sie verstehe - dadurch, dass im Vakuum dauernd virtuelle Teilchenpaare entstehen, die sich unglaublich kurz darauf wieder gegenseitig auslöschen, und dass von diesen Teilchenpaaren am Ereignishorizont eines Schwarzen Lochs jeweils ein Partnerteilchen des betreffenden Teilchenpaars über den Ereignishorizont fliegt, bevor sich das Teilchenpaar wieder vereinigen und auslöschen konnte, so dass das zurückbleibende Teilchen plötzlich nicht mehr virtuell bleibt, weil es keinen Partner mehr zur Auslöschung hat.

Diese zurückbleibenden partnerlosen Teilchen fliegen vom SL weg in Richtung des normalen umgebenden Raums und bilden die Hawking-Strahlung.

Jetzt kommt mein Verständnisproblem:

Sowohl das zurückbleibende Teilchen (jetzt Teil der Hawkingstrahlung), als auch das andere Teilchen, dass den Ereignishorizont in Richtung SL passierte, waren doch gar nicht Teil der Masse des SL, sondern sind ja quasi aus dem Nichts entstanden (und hätten sich normalerweise, also ohne die Nähe zum SL, auch wieder zu Nichts aufgelöst).

Also sollte die Hawkingstrahlung kein Teil der Masse des SL sein, und diese damit auch nicht verringern. Im Gegenteil: die Partnerteilchen, die den Ereignishorizont in Richtung SL passierten, und die vorher ja auch nicht Teil der Masse des SL waren, bereichern das SL und dessen Masse doch jetzt, oder?

Meinem Verständnis nach, müssten SL also zwar strahlen, aber gleichzeitig auch entsprechend anwachsen.

Trotzdem heißt es immer, durch die Hawkingstrahlung würden Schwarze Löcher langsam aber sicher "verdampfen", bis sie sich schließlich irgendwann auflösen und weg sind.

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