Hat Islamkritiker Hamed Abdel-Samad mit seiner Kritik am islamischen Gebetsruf in Köln Recht?

14 Antworten

Das ist Blödsinn.

In Köln waren schon beim Zensus 2011 fast 12% der Einwohner Muslime, es ist keine kleine Minderheit unter vielen. Dass Köln Hochburg der islamischen Vereine, übrigens auch des Liberal-Islamischen Bundes ist, spricht eher dafür. dass Köln den Adhan erlaubt.

Desweiteren wurde in Münster über Jahre gegen den Adhan geklagt, bzw. gegen die Stadt, die den Adhan erlaubte. Erst letztes Jahr (2020) hat das Oberverwaltungsgericht der Stadt recht gegeben, es ist völlig okay und angemessen, dass der Adhan gerufen wird.

"Die negative genieße keinen Vorrang gegenüber der positiven Religionsfreiheit. Sie schütze nicht vor der Konfrontation mit anderen religiösen Überzeugungen und gebe kein Recht, anderen ihre positive Religionsausübung zu untersagen."

Hier ist auch ein Artikel zu dem Thema:

https://www.migazin.de/2021/10/14/beim-muezzinruf-praesenz-heimat-repraesentation/

Danke für eine kundige, ausgewogene Darstellung.

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@earnest

Das ist, wie wir wieder einmal sehen, hier leider nicht die Regel.

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Von "Verfassungswidrigkeit" kann keine Rede sein.

Eine Gesellschaft, die Kirchenglocken aushält, kann auch gelegentliche Muezzin-Rufe ertragen.

PS: Meines Wissens sind bisher keine dementsprechenden Anträge gestellt worden.

Samad übertreibt.

die argumentation ist wackelig, atheisten und veganer sind keine religionen und hindus rufen halt nicht zum gebet.

ich selbst bin zwar gläubig, könnte aber auf jede religiös geprägte beschallung durchaus verzichten.

Ich hab das Gefühl, er ist kein Kritiker, sondern tarnt seinen Hass als Kritik.

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@Absolvo

Bei Islamisten-Hochburg und Hinweisen auf Veganern bekomme ich aber das Gefühl. Die Muslime werden bevorzugt, weil die Veganer das nicht durfen... Sorry, aber so eine Begründung ist total albern.

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@PrinzSaid

Muslime sind, wie Veganer, eine Minderheit in der Gesellschaft.

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@Absolvo

das ist doch quatsch, es geht nicht um minderheiten, sondern um religionsgemeinschaften

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@KBB0815

Warum werden nur Religionsgemeinschaften angesprochen? Wieso dürfen sie sich laut äußern mit Glockengeläut und Muezzinruf?

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@Schwestergrim

wegen der religionsfreiheit, das leuten und rufen gehört zur freien ausübung der religion. wie ich oben schrieb, wegen mir müsste das nicht sein, aber wenn ein verbot (durch eine verbotspartei^^) dann für alle religionsgemeinschaften

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@KBB0815

Dann möchte ich folgendes ebenfalls hören, denn es steht den Atheisten auch zu ihren Unglauben zu verbreiten:

"Religionen sind überflüssig und ein Hindernis, wenn es um Gleichberechtigung, Individualismus, Menschlichkeit und Demokratie geht. Überlegt, ob ihr frei leben oder euch Märchen unterwerfen wollt!"

Ich habe überhaupt kein Problem damit das Kirchen/Moscheen/Synagogen/what ever gebaut werden. Jeder kann/sollte seinen Glauben leben dürfen. Aber es ist Belästigung von Rufen/Gebimmel dauerhaft gestört zu werden.

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Ich habe ein Problem mit dem Lautsprecher.

Tradition ist, das der Muhezin auf seinen Turm steigt und Rumschreit. Das ist seine Religion und steht im Koran.

Von Lautsprechern steht da nirgends was.

Während der Muhezinruf also durchaus erlaubt werden muss, im Namen der Toleranz und Religionsfreiheit, ist der Lautsprecher ein falsches Signal das keinerlei Rechtfertigung hat.

das ist so ein quatsch. weder atheisten noch hindus noch veganer rufen ihre mitglieder zur versammlung, wie man es im islam und bei den christen tut. das ist so eine krude moralvorstellung, wie sie kinder haben - "jeder muss das gleiche kriegen". dabei kann genau das auch unfair sein - manche brauchen eben andere dinge. und ich bin mir sicher, dass weder von atheisten noch von hindus oder von veganern ein antrag vorliegt, ihre mitglieder einmal wöchentlich per gebimmel oder geschrei zur mitgliederversammlung zu rufen. eine bevorzugung wäre es nur, wenn deren anträge abgelehnt und nur die der moslems und der christen genehmigt worden wären.

und man posaunt auch keine ideologie hinaus, wenn man zum gebet ruft - oder die christen tun das mit ihren kirchenglocken genauso. der gebetsruf ist genauso monoton wie kirchenglocken, das ist immer das gleiche. auch wenn sich bei GF die letzten tage schon haufenweise leute aufgeregt haben, wie bedeutungsschwanger dieser ruf doch sei, transportiert er faktisch sehr wenig inhalt. und inhaltlich ist es nichts, was ich ähnlich nicht auch schon bei den christen gehört hätte.

aber vielleicht führt dieses und ähnliches kritik-geplärre dazu, dass auch die christen ihre glocken schweigen lassen müssen. das würde ich begrüßen. mir gehen die glocken nämlich auf den wecker - wo ich wohne, scheppern die nicht nur freitags 5 minuten lang, sondern jeden tag, morgens und abends mindestens für 5 minuten, wenn nicht für 10.

Viele Restaurants bieten mittlerweile auch vegane Gerichte an. Ich wundere mich, dass die Nicht-Veganer noch nicht auf die Barrikaden gegangen sind und von einer verfassungswidrigen Bevorzugung einer Minderheit sprechen.

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