Hat Gott uns wirklich nach seinem Ebenbild geschaffen?

16 Antworten

Hallo Amphetamin341,

unabhängig davon, ob wir glauben wollen, ob wir überhaupt irgendwie erschaffen sind, können wir schauen, ob wir voreingestellt in unsere Attitude Göttlich wären.

Dabei nennen wir eine Attitude Göttlich, wenn wir die Liebe im Sinne Gottes in uns bewusst wirken lassen wollen.

So Aussagen, wie "nach dem Ebenbild Gottes geschaffen" oder auch die Göttlichkeit von Eva und Adam am Anfang im Paradies mögen dem Gedanken einer voreingestellten Göttlichkeit Futter verleihen. Aber wir können uns da nicht auf Glaubensinhalte verlassen und müssen schauen, was am meisten plausibel erscheint.

Nehmen wir an, wie seien gerade geboren oder auch noch im Mutterleib. Damit dürfen wir schon von unserer Seele - abstrakter gesehen: unserem raumzeitlosen Sein, was uns letztlich Liebe im Sinne Gottes ermöglicht - sprechen.

Nehmen wir weiter an, wir würden keine Entscheidung treffen, einer archaischen reinen Natürlichkeit im Sinne von nur Fülle oder Freiheitsgrad für uns alleine zu folgen, dann wären wir irgendetwas - und verbliebe nur Göttlich. Da passt irgendwie wieder Eva und Adam in diesen Gedanken.

Doch haben die den Apfel gegessen - und in der Symbolik reine Natürlichkeit unter Aufgabe der Liebe angenommen. Eine solche Entscheidung mag uns durchaus unbewusst sein, alleine, wenn wir einer solchen Archaik folgen, sie immer mehr zum Selbstläufer würde - bis uns auch nichts anderes mehr bewusst würde.

Ich denke, dass wir Letzteres sehr häufig beobachten werden. Und so legt sich eine anfängliche Göttlichkeit schon ab, bevor sie überhaupt eine Chance gehabt hätte, bewusst zum Tragen zu kommen. Doch leben wir - und das erlaubt uns immer eine Entscheidung zur Göttlichkeit zurück.

Mit all der Theorie um all diese Dinge postuliert sich Gott nicht (mehr) als eine reale Persönlichkeit. Wir bekommen nur noch die Liebe im Sinne Gottes dargestellt und auf eine eigenen Attitude - Göttlichkeit - abgebildet. Gott könnte da weder Chips essen, noch irgendwo zuschauen.

Doch ist plausibel und auch beobachtbar, dass Gott als Manifestation der Liebe in Form einer Persönlichkeit in unserer Gedankenwelt erscheint - und damit mit uns eins, mit uns zusammen Chips ist und so manches beobachtet. Es liegt dann an uns, in unserer Göttlichkeit etwas irgendwo so zu verändern, dass das was Göttliches bei rum kommt. So wirkt die Liebe im Sinne Gottes aus uns heraus - und in der Einheit mit Gott und dieser Manifestation dann Gott.

Mit vielen lieben Grüßen
EarthCitizen

Woher ich das weiß:Eigene Erfahrung – früherer Glaube - heutige Plausibilität vieler Dinge

Das Abbild Gottes zu sein bedeutet nicht, dass der Mensch gleich wie Gott ist, sondern dass der Mensch als Repräsentant Gottes die Herrschaft über seine Schöpfung (Ps 24) verkörpert. So wie es Pharaonen und Cäsaren mit ihren Abbildern auf Stadtplätzen oder an Grenzposten auch getan haben.

Mehr dazu hier unter 3.2.3

Nein, keiner der so genannten "Götter" hat jemals irgendetwas "erschaffen". Im Gegenteil ist es vielmehr so, dass der Mensch selbst Schöpfer der zahllosen, fiktiven "Götter"-figuren ist.

Ja nur ich interpretiere das hier ein wenig anders.

Nach dem Wbenbild ja, aber nicht im visionellen Sinne. Sondern im Sinne der Fähigkeiten. Was hat ein Gott für Fähigkeiten ? Richtig, vor allem schöpferische Fähigkeiten. Und das haben wir Menschen auch, wenn wir lernen unseren Geist richtig zu lenken.

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung – Selbststudium und eigene Erfahrung

Allein die Behauptung, dass ein einziges Wesen alles, aber auch wirklich alles eigenhändig erschaffen haben soll, ist schon dermaßen absurd – da kommt es wohl auf den Aspekt der Ebenbildlichkeit auch nicht mehr an.

Woher ich das weiß:Eigene Erfahrung – Ich habe das Grauen gesehen ...

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