Hat Gott uns Monogam geschaffen?

29 Antworten

In ferner Vergangenheit war eine jungfräuliche Braut die Gewähr dafür, dass der frischgebackene Ehemann nicht versehentlich die Nachkommen eines Konkurrenten großzieht bzw. eine ledige Mutter ohne Versorger mittellos zurückbleibt. Daher haben praktisch alle Religionsstifter den vorehelichen Verkehr und sonstigen Sexperimente außerhalb einer Ehe zur "Sünde" erklärt und entsprechend sanktioniert -was ja auch durchaus gut gemeint und mangels Alternativen der einzig mögliche Weg war. 

Daher hat diese Praxis auch Eingang in viele Kulturen gefunden.

Leider gibt es immer noch Kulturen, welche diese (und andere - ich sag nur "Ernährungsvorschriften") gut gemeinten jahrhundertealten Regeln bitterernst nehmen ohne diese in den Kontext der heutigen Zeit zu setzen - bis hin zum ("Ehren-")Mord... .
 

Aus Sicht eines Religionsstifters ist Sex ja  nur eine unerwünschte Ablenkung vom Wesentlichen (nämlich zu beten, missionieren usw.) und daher zähneknirschend zur Vermehrung (der Gläubigen) geduldet. Dies ist auch der Grund warum Verhütung, Abtreibung usw. meist ebenfalls verboten ist. Da man die Menschen in den Betten meist häufiger "Oh Gott!" rufen hört, als in der Kirche, lässt sich dieses Konkurrenz-denken gut nachvollziehen ;-) 

Dank Geburtenkontrolle, Safer Sex und Vaterschaftstest sind die eigentlichen Beweggründe für die Forderung nach Jungfräulichkeit und Monogamie längst obsolet. Jetzt geht es nur noch um den obskuren Begriff der "Ehre" - wobei meiner Meinung nach der wichtigste Beweggrund die Angst vor dem Vergleich ist ("Was ist, wenn meine Frau/mein Mann mit einem ihrer anderen Partner mehr Spaß hatte...?"). 

Wenn sich in einer Partnerschaft beide Seiten darüber einig sind sexuelles Vergnügen auch unter Beteiligung Dritter zu erleben, dann spricht da nichts dagegen. Meine Frau und ich handhaben das schon über 10 Jahre so und haben viel Spaß in Swinger-, FKK- und Saunaclubs und lieben uns immer noch. Zu einer guten Beziehung gehört eben mehr als die Exklusivität "gymnastischer Übungen"... .

Darüber nachzudenken als Erwachsener Mensch die 2000 Jahre alten Märchenbücher irgendwelcher Wüstenvölker und die darin beschriebenen unsichtbaren "Chefs", welche die damals rätselhaften Vorgänge in der Natur erklären sollten, als Grundlage für ein Leben im 21sten Jahrhundert zu nehmen, ist mir ohnehin suspekt... .

Seid nett aufeinander!

R. Fahren

Nein, denn Partnerschaften, die eine geschlechtliche Beziehung einschließen, gibt es ja zeitlich hintereinander fast überall. Die Frage ist also nur, ob man für mehrere Beziehungen _gleichzeitig_ angelegt ist.

Auch das ist im Prinzip zu bejahen, selbst dort, wo Monogamie Gesetz ist. Gegen polygame Beziehungen spricht aber vieles. Auf die Problematik der Kinderzuordnung wurde schon hingewiesen.

Ohne emotionale Katastrophen läuft das selten ab, wenn Paare sich trennen und Beziehungen zu anderen Partnern eingehen. Aber auch das kann gutgehen, wnen die Liebe erloschen ist und man sich freundschaftlich trennt; das wäre wieder ein "Hintereinander".

Aber Harmonie in gleichzeitigen geschlechtlichen Beziehungen von mehr als zwei Personen untereinander ist extrem selten.   

Ja, ich denke schon...

In 1. Mose 2,24 steht: "Darum wird ein Mann seinen Vater und seine Mutter verlassen und seiner Frau anhängen, und sie werden ein Fleisch sein."

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