Hat Gott herausgefunden dass..?

7 Antworten

Interessante Frage: Der Baum und die Frucht waren ein Symbol für das Recht Gottes zu bestimmen was gut und böse ist. -Als der Teufel als Schlange Eva verführte, war er selber bereits von Gott abgefallen, durch seinen Stolz, Gott gleich zu sein. Mit dieser Verführung gelang es ihm Eva und danach Adam zum Ungehorsam Gott gegenüber zu verführen und auf seine Seite zu bringen. - 1.Moses 3:1-6

Korrekt zitiert. Ist dir schon aufgefallen, dass demnach ja schon im Paradies/Garten Eden der Teufel zugange war?

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@Johannes17Vers3

Und im Garten waren sie eben noch zu jung, um zu sterben. Woher sollten sie wirklich Wissen haben, dass sie sterben? Es gab ja keine Präzidenzfälle bzw. Erfahrung, also Opa und Oma.

Hier kann man durchaus die Frage stellen, ob sie überhaupt begriffen haben, dass Tod das Ende des Lebens ist. Das haben sie, wie du anmerktest, wohl erst unmittelbar nach dem Sterben von einem von ihnen wirklich erkannt. Die Vertreibung aus dem Paradies ist also dafür ohne Belang; denn sie wären ja auch im Paradies gestorben, zumindest haben sie da schon erkannt. Also ist die Erkenntnis auch Teil des gesamten Konstruktes (Garten Eden). Ebenso wie die Tatsache, dass darin schon der Teufel agierte. Es gibt somit überhaupt kein Paradies ohne ihn, oder? ;-)

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@Goldlaub

Tiere starben, weil diese nicht im Bilde Gottes erschaffen waren. An denen konnten sie erkennen was Tod bedeutet.

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@Goldlaub

Der Baum stand für das Recht, das nur Gott hat, zu bestimmen was gut, was böse ist

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@Goldlaub

Eva wurde durch Satan betrogen ,,Ihr werdet ganz bestimmt nicht sterben". Aber das wissen wir ja besser - wir sterben immer noch! Der Teufel stellte Gott als Lügner hin, obwohl er der Vater der Lüge ist und mit diesem Betrug an Eva auch der Totschläger der ganzen Menschheit.

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@Johannes17Vers3

Danke für deine Bereitschaft darüber ein wenig zu debattieren.

OK. Denkst du eigenständig über dieses Thema oder im Sinne des Glaubens?

Denn das "Der Baum stand für das Recht, das nur Gott hat, zu bestimmen was gut, was böse ist" steht nicht in der Bibel.

Deshalb frage ich: Woran erkannten Adam und Eva, was gut und böse ist, erkannten sie das überhaupt? Ist sterben böse?

Wer heute glaubt, er könne aus der Bibel Gottes Vorschriften erkennen, was gut und böse ist - der muss doch beides kennen/wissen um zu differenzieren. Vielleicht nicht im Sinne von Gegensätzlichem, aber doch eine Differenz. Oder denkst du, vor dem Sündenfall hatten die zwei ja dies ebenso nicht gewusst und deshalb war ihr Gehorsam vor dem Sündenfall das, was Gott eigentlich geplant hat? Wenn ja, lief es ja nicht nach seinem P,lan.

Hier bietet die Eigenverantwortung eine mögliche Erklärung. Gott implizierte mit dem Wissen über gut und böse die Verantwortung des Menschen darüber. Er nahm mit dem Sündenfall quasi die Behütung weg, die dem Menschen keine Verantwortung für egal welche Taten nicht anhaftete, weil ja mit dem Gehorsam Gott über alles was der Mensch tut, verantwortlich zeigte.

Wie bei Kindern. Solange die Eltern das absolute Sagen haben, ist Ungehorsamkeit gar nicht möglich. Sie lassen ihn nicht zu.

Sobald aber dem Kind die Möglichkeit eröffnet wird, über gut und bös selbst zu wählen, sind sie für ihre Taten verantwortlich. Hier kann man einwendenden, die Eltern behüten das Kind eben auch davor, solange es gar nicht in der Lage ist, die Bedeutung der Verantwortung zu verstehen. Sie stellen das Kind also gar nicht vor die Wahl. Sie zeigen ihnen nicht den Baum der Erkenntnis. Ich bezweifle, ob das Adam und Eva konnten. Denn eigentlich wird ja erst mit der weiterführenden Geschichte von Kain und Abel die Eigenverantwortung für Taten thematisiert. Wüssten schon Adam und Eva davon, wäre die Geschichte von Kain obsolet, überflüssig, doppelt erzählt.

Sie hatten also noch nicht die Reife, Eigenverantwortung für ihre Taten zu erkennen. Dies ist dem Menschen erst mit der erfüllten Freiheit möglich. Damit meine ich die Freiheit, die dazu führt, dass der Mensch mit vollem Bewusstsein=Wissen etwas Böses tut. Kain hatte wohl diese Erkenntnis. Ich bezweifle, ob es Adam und Eva hatten. Warum? Weil sie ja gar nicht wussten, dass sie aus dem Paradies vertrieben werden würden. Das ist Unwissenheit.

Verstehst du meine Überlegungen?

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@Stine1224

Danke für deine Antwort!

Worin lügt der Satan? Sie starben ja nicht aufgrund des Apfelgenusses. Sie lebten weiter. Und sterben später.

Kennst du diese Anekdote?

In der Pause bietet ein Mädchen einem Jungen eine Nuss an und sagt, es ist eine besondere Nuss, sie macht klug und wissend. Der Junge isst sie und sagt, du hast mich betrogen, das ist eine ganz ordinäre Haselnuss! Das Mädchen antwortet: Siehst du, sie wirkt schon.

Die Schlange bietet einen Apfel und sagt das selbe. Und siehe da, die zwei Nackten wurden klug! ;-)

Ist klug sein sein eine Sünde? Wenn nicht, muss man Wissen nachstreben. Denn auch erst nach dem Apfel wissen sie, was sie nicht (mehr) tun sollten, nämlich sündigen. Gehorsamkeit Gott gegenüber gilt nur in Freiheit. Wer gar nicht ungeheorsam sein kann, entscheidet sich niemals freiwillig für Gehorsam.

Ich denke, es ist müßig, von einem idealen Zustand, von einer idealen Beziehung zwischen Gott und Mensch in Religionen in Verheißungen zu träumen. Religiös Gläubige meinen vielleicht, wäre der Mensch gehorsam geblieben, wäre Gottes Wille erfüllt gewesen. Vielleicht ist aber genau diese Überschreitung des Glaubens, wie ich hier darlege, Gottes Erlaubnis, mit dem Sündenfall nicht zu hadern, sondern einzig die Verantwortung dafür zu übernehmen. Wer aber aufgrund des Glaubens lamentiert, wenn man nicht das Paradies jenseits der Welt erstrebt, sei in Gottes Augen nicht würdig, der übersieht die Verantwortung die wir nicht zuletzt von Gott ebenfalls aufgetragen bekommen haben, allein diese Welt zu einem Garten Eden zu machen. Wer an das Jenseitige denkt bemüht sich u.U. nicht mit der nötigen Energie, diese Welt, in der wir ausschließlich leben, mit Respekt zu begegnen. Warum nicht? Weil nicht nur Muslime eigentlich nur an das Paradies, ans Jenseits, an den Himmel denken, wenn sie sich gläubig geben. Aber ist nicht in jeder Religion auch in gewisser Weise gesagt, dass Gott immer und überall mit uns ist? Also auch hier, auf Erden. Wo sollte er auch sonst sein? In der Bibel steht u.a. dass er ein Gott für die Lebenden ist!!!

Verstehst du meine Überlegungen?

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@Goldlaub
 Der Baum und die Frucht waren ein Symbol für das Recht Gottes zu bestimmen was gut und böse ist.

Äh, nein? Es ist nicht das Recht zu bestimmen, was gut und böse ist, sondern die Fähigkeit zu erkennen was gut und böse ist, siehe Genesis 3,1-6 und 2,16-17. Der Baum heißt nicht umsonst "Baum der Erkenntnis von Gut und Böse" und er heißt nicht "Baum der Bestimmung, was Gut und was Böse ist".

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@JTKirk2000

Ja. Ich zitierte auch nur den Satz von Johannes 17Vers3 weiter oben.

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Weil das die Prüfung für das ewige Leben war (1.Mose 1,16-17).

Woher ich das weiß:Recherche

Wenn du an das glauben möchtest, was im AT steht, dann war es der Teufel, der in Schlangengestalt die beiden verführte.

Wenn du des eigenständigen Denkens mächtig bist, erkennst du in dieser Erzählung (Der Sündenfall) die Neugier des Menschen, die ihm eben auch Erkenntnisse/Erfahrungen bereit hält, die oft genug das Gemüt erschrecken. Z.B. dass man sterben muss. Bevor der Mensch das wusste, hatte er keine Ahnung davon, ergo keine Angst davor und war unschuldig in dem Sinn, wie es eben Unwissenheit ist. Der Begriff unschuldig ist nicht genau der, der das beschreibt, was ausgedrückt werden möchte; ich denke, dass der Begriff unbedarft eher zutrifft. Also unschuldig=unbedarft was Wissen angeht!

Denn es war ihnen laut Bibel nicht erlaubt, die Frucht vom Baum der Erkenntnis zu essen. Hierbei ist es unwichtig, ob es die Frucht ein Apfel, eine Kirsche oder eine Banane ist. Dies dient nur als Gleichnis: Wer die Erkenntnis in sich aufnimmt (Frucht=Erkenntnis, essen=aufnehmen in das Verstehen) wird wissend. Siehe oben bei der Angst.

Die Bibel beschreibt das eben mit den Bildern von Gott, Schlange, Frucht, Adam und Eva und der Ungehorsamkeit, lieber wissen zu wollen.

Was zum Überlegen: wenn Gott wirklich nicht wollte, dass der Mensch Erkenntnis erlangt, hätte er diese Möglichkeit im Denkprozess des Mensch ja gar nicht angelegt. So wie beim Regenwurm. Der kann auch nicht darüber nachdenken, über das was der Mensch nun mal kann.

Es besteht der berechtigte Verdacht, dass der Teufel/die Schlange den Religionen als Abschreckung dient, und ihm zu folgen sei eine Sünde. Denn was bot die Schlange an? Erkenntnis! Und zu dieser Fähigkeit bekamen Adam und Eva ja von Gott die Kompetenz. Wer seinen Verstand benutzt, handelt im Sinne der Kirche "sündhaft", weil er u.U. das versteht, was ich darlege. Und das wollen organisierte Religionen nun mal nicht. Bitte beachte hier, dass Religion nichts mit der Freiheit des von der Schöpfung "erlaubten" Nachdenkens zu tun hat. Aber Nachdenken ist ein Gabe - wenn man so will - von der Schöpfung, von Gott. Warum sollte eine Gabe, eine Begabung, ausschließlich zu Bösem nutze sein? ;-)

Wer dem nicht folgen möchte, bleibt beim Glauben, eine Schlange ist ein Gestaltwandler (eigentlich ist sie ja der Teufel), es muss ein Apfelbaum gewesen sein, der Mensch wurde aus dem Paradies/Garten Eden vertrieben und so weiter ...

Last but not least: Welchem Gläubigen ist deiner Ansicht nach aufgefallen, dass ja schon im Paradies/Garten Eden der Teufel zugange war. Worin besteht da strukturell der Unterschied zur hiesigen Welt? Na? ;-)

Das ist doch nur eine Fantasy Geschichte!

Du hinterfragst doch auch nicht, warum der Zug nach Hogwarts vom Gleis Neundreiviertel abfährt. Jeder weiß, dass es so ein Gleis nicht gibt und es ist damit jeden klar, dass es sich um eine Fantasy Geschichte handelt, die nicht der Wahrheit entspricht.

Ebenso verhält es sich mit den Geschichten aus der Bibel. Die sollte man nicht hinterfragen, sondern sie einfach als Fantasy abtun und zur Seite legen.

Die Bibel hat den gleichen Wahrheitsgehalt wie der erste Band von Harry Potter. Oder nein! Eigentlich kann man Harry Potter eher vertrauen, der der erhebt keinen Anspruch auf Wahrhaftigkeit.

Wie verstehst du das Gleichnis Wer anderen eine Grube gräbt fällt selbst hinen. ? Ist doch eigentlich ein Schmarrn, Wer buddelt schon Gruben und stolpert blind hinein, außer Idioten?

Warum gibt es dieses Sprichwort?

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Bestimmt hatte Gott Freude an seiner Schöpfung und wollte, dass sich andere mit Ihm über das freuen und staunen können, was Er erschaffen hat. Neben den Engeln hat Er noch uns Menschen als Wesen erschaffen, die einen freien Willen haben und sich deshalb aufgrund einer freien Wahl für oder gegen Ihn entscheiden können.

Auf dieser Grundlage kann echte und wahre Liebe und Beziehung von Gott zu seinen Geschöpfen entstehen. Ansonsten hätte Gott auch Roboter erschaffen können, die Ihn aufgrund ihrer Programmierung lieben müssen. Aber das hätte dann mit wirklicher Liebe nichts zu tun.