Hat Gott die Natur erschaffen oder hat die Natur Gott erschaffen, indem sie Wesen wie Menschen erschuf, die irgendwann anfingen an einen Gott zu glauben?

18 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Servus.

Meine Meinung ist folgende: Die Natur ist der wahre Gott! Und die Natur wird ewig unbegreiflich bleiben! Denn der Mensch hat meiner Meinung nach deswegen an Götter zu glauben begonnen, um sich das unbekannte erklären zu können!

Na, zum Glück sind wir inzwischen ein schönes Stück weiter. Von unbegreiflich (Blitz -> muss ein Gott sein)kann keine Rede mehr sein.

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Hallo HOHOHOTSCHIMING,

wir können heute davon ausgehen, dass die Natur den Menschen erschaffen - oder genauer gesagt - entwickelt hat.

Der Mensch hatte mit seinem Bewusstsein entweder GOTT (als etwas jenseits des Natürlichen vermutbar) wahrgenommen - oder sich in ähnlichen Gedanken künstliche Gottheiten geschaffen. Diese Gottheiten oder auch GOTT selbst durften dann zunächst Verantwortung gegenüber Unerklärlichem und Unabdingbarem übernehmen oder dafür ursächlich zeichnen. Dann hatten sich all diese Gottesbilder mit einenen Gedanken, Kultur und Epoche vermischt - und wir sind bei unseren Religionen.

Betrachten wir aber GOTT (großgeschrieben, um von den künstlichen Gottheiten zu unterscheiden), können wir versuchen, GOTT zu beschreiben. Ich persönlich habe damit GOTT als reines raumzeitloses Sein und in der Folge als Liebe darstellen können - spreche GOTT damit z.B. die Allmacht und eine Schöpfungsfähigkeit ab. In GOTTES Eigenschaft, Liebe zu sein, lässt sich aber streng vermuten, dass unsere natürliche Welt ein "Resultat" der Liebe ist - und eine schwache Teleologie, ein Konzept für die Natur, dem wir letztlich als Menschen erwachsen sind, dargestellt werden kann.

Betrachten wir GOTT als einen Schöpfer, hätte GOTT der Natur nachgeholfen und ggf. uns Menschen engineered (starke Teleologie). Das entspricht wieder vielen Religionen mit all ihren überlieferten Schöpfungsgeschichten. GOTT erscheint als Akteur, zumindest an Zeit gebunden - und oft in einem recht humanoiden Gottesbild. In dem Sinne wäre GOTT aber auch schwer von künstlichen Gottheiten zu unterscheiden.

Wir sind wieder am Anfang - und die Natur lässt sich als GÖTTlich betrachten; wir sind Teil der Natur, können GOTT wahrnehmen - oder auch Gottheiten und Gottesbilder erschaffen, von denen wir glauben, sie hätten uns erschaffen.

Mit vielen lieben Grüßen
EarthCitizen

Woher ich das weiß:Hobby

Dass die Welt ein Resultat der Liebe sein soll, hört sich zwar verlockend an. Aber gerade weil es sich so anhört, behagt mir diese Theorie nicht so ganz. Dass es die Welt überhaupt gibt, liegt meines Erachtens einfach daran, dass es Energie gibt, die sich weder erzeugen noch vernichten lässt, also zeitlos -ewig existiert und die Grundlage von allem ist. Und Materie ist nur eine Art geronnene Energie. Mit Liebe hat das.alles nichts zu tun - ist ja auch nicht notwendig. Die Sonne scheint nicht, weil eine Liebe dahintersteckt, sondern weil sie gar nicht anderst kann

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Ich glaube an Gott, ich bin Christ.

Ich glaube, dass diese Welt durchdacht und geplant wurde, ich glaube nicht, dass die Erde "einfach so" entstanden ist. Auch gibt es die Meinung, dass für den Urknall ein Eingreifen von Gott nötig ist.

Ich bin Christ. Wenn Du mehr wissen möchtest, was mich überzeugt, dass es Gott gibt, dann kannst Du mich z.b. fragen oder auf mein Profil gehen.

Man kann sich auch als gläubiger Mensch mit Naturwissenschaften beschäftigen. Glaube und Wissenschaft müssen sich nicht immer widersprechen. So hat zum Beispiel Mendel, ein katholischer Mönch, wichtige Entdeckungen bei der Genetik gemacht. Der Mensch, der die Urknalltheorie aufgestellt hat, war katholischer Priester.

Laut der katholischen Kirche ist die Evolutionstheorie mit dem Glauben vereinbar.

Wenn alle gläubigen Menschen so denken würden wie du, wäre die Welt friedlicher. Ich habe volle Aktzeptanz gegenüber Menschen, die an etwas glauben, dass weder widerlegt noch bewiesen werden kann. Der Glaube an etwas liegt in der Natur des Menschen. Sei es an Gott, Aliens, Geister oder andere Phänomene. Ich respektiere alles und jeden, solange es nicht in Extremismus endet.

Dinge, die wir gerade wieder mitbekommen. Glaubenskriege, bei dem man selbst nicht mehr glaubt, dass dies noch etwas mit Glauben zu tun hat. Man denke nur an den IS. Der Islam ist eigentlich friedlichen Glaubens.

Doch auch, wie weit der Glaube an Gott in den USA reicht, geht mir zu weit. Dort machen sich tatsächlich manch Gläubige stark dafür, die naturwissenschaftlichen Fächer in der Schule abzuschaffen, weil sie nicht an die Evolutionstheorie glauben.

Damit würden sie den jungen Menschen sämtliches Wissen abschlagen und darüber hinaus auch einfach die Möglichkeit, ihren eigenen Überzeugungen zu folgen.

Für so etwas habe ich kein Verständnis. Für den Glauben, wie du ihn hast, dagegen voll und ganz. Auch ich selbst habe meine Einstellungen. Und so wie ich möchte, dass diese respektiert werden, respektiere ich die der anderen.

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