Hat Fischer's Frau aus dem bekannten Märchen ihren letzten Wunsch vielleicht erstaunlicherweise erfüllt bekommen, wie alle vorherigen ?

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Das Ergebnis basiert auf 8 Abstimmungen

Nein, es war ein vermessener unerfüllbarer Wunsch, und ihr aufgeblähtes Egos wurde zurechtgestutzt. 62%
Weder noch - oder andere Meinung. 25%
Beides (1+2) - tiefe Wahrheiten sind paradox. 12%
Ja, sie hat den Wunsch unerwarterweise tatsächlich erfüllt bekommen, Gott ist (auch) einer von uns. 0%

9 Antworten

Weder noch - oder andere Meinung.

Es kommt immer ganz darauf an wie dieses Märchen erzählt wird. In den Versionen die ich kenne, fragt der Fisch am Ende den Fischer was dieser eigentlich will, da er bisher nur die Wünsche seiner Frau erfüllt hat.

Der Fischer antwortet dem Fisch dass er nur möchte dass seine Frau glücklich ist, weshalb der Fisch alles wieder zurücksetzt.

Daraus kann man die Lehre ziehen dass auch der Neid zum Glücklichsein dazugehört und sich absolut alle (materiellen) Wünsche zu erfüllen nur unzufrieden macht.

Uns als Menschen geht es nur gut wenn wir ein paar "Ich wünschte..." übrig haben.

Über Gott zu spekulieren macht keinen Sinn, denn es gibt ihn nicht.

So kenne ich es auch und würde dieselben Schlüsse ziehen.

Alle Wünsche erfüllt zu bekommen, macht nicht glücklich.

Anderer Spruch: Wer keine Wünsche mehr hat, ist alt.

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@Hamburger02

Danke euch beiden. Ich finde übrigens, der "Weg der Wünsche" ist in unvergleichlicher Poesie beschrieben in Michael Ende's unendlicher Geschichte, der geht dort in der Tiefe auf diese Punkte ein.

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Da bist du aber schief gewickelt:

Neid gehört nicht zum Glücklichsein, im Gegenteil, das verführt zur Gier - neidlose Zufriedenheit wäre das Ziel.

Inneren Frieden finden Menschen nur, wenn sie ganzheitlich befriedigt werden. Die einseitige Fixierung auf materielle Güter und äußeren Glanz macht die Menschen blind für andere Bedürfnisse. Es braucht von allem das rechte Maß. http://psychotraining.beepworld.de

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@Dichterseele

Neid ist seit jeher auch eine motvierende Energie sich selbst anzustrengen um etwas zu erreichen. Es geht dabei nicht nur um Gier.

Man sieht etwas was jemand anderes hat und möchte dies dann auch, also beginnt man darauf hinzuarbeiten.

Innerer Frieden durch ganzheitliche Befriedigung?

Lächerlich!

Menschen werden unglücklich, wenn sie keine Wünsche mehr haben. Der Mensch braucht ein Ziel, etwas worauf er hinarbeiten kann, ansonten verkümmert er. Diese ganzheitliche Befriedigung von der du sprichst ist ein Grund für Depressionen uns Selbstmorde.

Vielleicht solltest du dich mal durch Bücher tatsächlicher Psychologen informieren und nicht auf billigen Webseiten von beepworld.

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Nein, es war ein vermessener unerfüllbarer Wunsch, und ihr aufgeblähtes Egos wurde zurechtgestutzt.

Nein sie hatte den Wunsch nicht erfüllt bekommen, da sie zu viel wollte; zu gierig wurde. 

Sie sollte lernen mit dem was sie ,bisher erfüllt bekommen ,hatte zufrieden zu sein. 

Darum musste sie wieder in ihrer Hütte anfangen. 

Weder noch - oder andere Meinung.

Mit diesem 'Geh nur hin' sollte zum Ausdruck gebracht werden, dass der Fischer eigentlich den 'Status' einer Gottähnlichkeit bereits erreicht hatte, da er ohne Wehklagen seine Erfüllung darin sah, seine Frau immer glücklich machen zu wollen und für sich nichts mehr wünschte,. weil er dadurch schon erfüllt war...

während seine Frau, obwohl sie zwar den Wunsch wie Gott sein zu wollen hegte, immer noch (bzw. schon wieder) dem Materiellen verhaftet war...

Die Frau hätte sich nur ihren Mann betrachten müssen, um dann zu erkennen und zu verstehen, wie man Gott werden kann...

Gruß Fantho

Genial. Danke !

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Was ist denn das für eine naive Gottesvorstellung?

Ein deus ex machina, der alle Wünsche erfüllt, entspricht doch eher der Illusion von Faulpelzen, die sich ihr Lebensglück von einer höheren Macht schenken lassen wollen, anstatt es sich zu erarbeiten. Solche Menschen sind wie kleine Kinder, die um Bonbons betteln, ohne eine Gegenleistung dafür zu erbringen.

Außerdem ist es der Butt, der die Zauberei bewirkt. Der Mann ist nur der Trottel, der widerspruchslos alles tut, was seine Frau will.

Da es im richtigen Leben keine Zauberei gibt, will das Märchen aufzeigen, wohin das führen würde, wenn verblendete Dummköpfe alle Wünsche erfüllt  bekämen.

Das Thema wurde auch von Hans Christian Andersen in den "Galoschen des Glücks" bearbeitet.

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@Dichterseele

Was ist denn das für eine naive Gottesvorstellung?

Welche Gottesvorstellung wurde denn Deiner Meinung nach in meiner Antwort wiedergegeben?

der alle Wünsche erfüllt, entspricht doch eher der Illusion von
Faulpelzen, die sich ihr Lebensglück von einer höheren Macht schenken lassen wollen, anstatt es sich zu erarbeiten

Ist mir jetzt nicht bewusst, dass ich das so wiedergegeben haben sollte...

Das ist eine eigen(artig)e Interpretation...

Der Mann ist nur der Trottel, der widerspruchslos alles tut, was seine Frau will.

Wenn Du das so interpretiert wissen möchtest, dann hast Du wahrlich noch ne Menge zu lernen...

so wie die Frau des Fischers...

Gruß Fantho

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@Fantho

Wer hier nicht durchblickt, bist wohl eher Du...

Lerne erstmal psycho-logisch denken, anstatt Dir was zurecht zu phantasieren.

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@Dichterseele

Wer hier nicht durchblickt, bist wohl eher Du..

Mag vielleicht sein. Wenn Du mich deswegen also aufklären möchtest...

Ansonsten: Typisches Merkmal eines Users wie Dich: Keine Antwort geben auf meine Frage bzw. eine Erkläriung abgeben und stattdessen mit Unterstellungen argumentieren...

Lerne erstmal psycho-logisch denken

Ne Frage: Bist Du Psychologe?

Ja: Dann lasse uns doch an Deinem Fachwissen teilhaben...

Nein: Dann spiele Dich nicht auf, als seiest Du einer...

Im Übrigen: Ein fachkundiger Psychologe würde niemals so (re)agieren, wie Du dies tatest...

Gruß Fantho

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Einmal vorausgesetzt, Jesus sei die Inkarnation Gottes, also Gott selbst, dann soll das Märchen zeigen: Jesus, also Gott, war auf der Erde ein bitter armer Mann: Er liegt dort elend, nackt und bloß in einem Krippelein. Der letzte Wunsch wurde erfüllt.

Gute Idee zur Interpretation.

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@scatha

Was hat denn Jesus mit dem Märchen zu tun? Diese Logik ist weit hergeholt und äußerst vordergründig...

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@Dichterseele

Seit Kirchenvater Athanasius ist es offizielle Lehre des Christentums, dass Jesus Gott selbst ist - ohne Einschränkung der Aussage, dass es nur einen Gott gibt. Er hat halt drei Erscheinungsformen (oder Masken - personae). Die Frau wollte sein wie Gott, also wurde sie wie Jesus.

Vordergründig finde ich das eigentlich nicht; und wenn das weit hergeholt ist, dann nicht von mir. Das ist halt Theologie, und das habe ich auch mal sechs Jahre lang studiert mit redlichem Bemüh'n. Da steh ich nun, ich armer Tor...

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@Ottavio

Na, bei dem Studium scheint dir der gesunde Menschenverstand abhanden gekommen zu sein. Das ist doch völlig abstrus, was Du da ableitest.

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@Dichterseele

Irre, wie Du immer wieder User mit anderen Ansichten beleidigst, aber selbst keinen Beitrag zur Aufklärung abgibst...

Gruß Fantho

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@Fantho

Vielleicht darf ich darauf hinweisen, dass mein Studienschwerpunkt die Kirchengeschichte war... Nun gut, der "Gesunde Menschenverstand" ist halt eine ganz windige Sache, er erinnert peinlich an "Gesundes Volksempfinden". Mit dem Verlust komme ich klar.

Im Hochmittelalter, vor dem Aufkommen der Barfüßer, Franziskaner und anderer Bettelorden, entstammte die Population der Klöster (und die Priesterschaft) weitgehend dem Adel; es waren die jüngeren Söhne und unverheirateten Töchter des Adels, die in die Klöster eintraten und dabei eine meist nicht unerhebliche Mitgift erhielten. Sie waren daher erheblich reicher als die bäuerliche Mehrheit des Volkes. In Umberto Ecos "Der Name der Rose" ist das anschaulich dargestellt. Oft waren sie zugleich auch deren Lehensherren. Die reichsten waren die Päpste.

Im 14. und vor allem im 15. Jh. gab es dagegen erhebliche Proteste im Volke, die sich vor allem ausdrückte in der (sektiererischen) Lehre, Nachfolge Christi bedeute vor allem Nachfolge in der Armut. Bekanntestes Beispiel einer solchen Sekte waren die Katharer in Frankreich. Sie waren  bereits eine Massenbewegung, die von der Kirche mit militärischen Mitteln vernichtet wurde. Von ihnen leitet sich das Wort "Ketzer" ab.

Dieser alte Protest der Armen gegen die Verschwendung der Kirche lebt in diesem Volksmärchen fort.

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Nein, es war ein vermessener unerfüllbarer Wunsch, und ihr aufgeblähtes Egos wurde zurechtgestutzt.

Das ist doch klar:

Wenn man den Bogen überspannt, bleibt zum Schluss garnichts.

Vergleiche die Geschichte mal mit Menschen, die sich die Welt untertan machen wollen - sie schaufeln (beispielsweise durch Umweltzerstörung oder mit Kriegen) letztendlich ihr eigenes Grab!

Nein, es war ein vermessener unerfüllbarer Wunsch, und ihr aufgeblähtes Egos wurde zurechtgestutzt.

Vor dem Fall kommt die Hochmut...

Nein, es war ein vermessener unerfüllbarer Wunsch, und ihr aufgeblähtes Egos wurde zurechtgestutzt.

hochmut kommt vor dem fall

Beides (1+2) - tiefe Wahrheiten sind paradox.

Der Mensch könnte eine Bewusstseinsabspaltung von Gott sein, so als ob du dich im Traum mit einem anderen Menschen unterhältst.

Nein, es war ein vermessener unerfüllbarer Wunsch, und ihr aufgeblähtes Egos wurde zurechtgestutzt.

Am Ende saß sie wieder in ihrer Fischerhütte.

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