Ist fast jeder Jude?

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5 Antworten

Das ist eine Frage der Auslegung. Streng orthodoxe Juden bestehen unter Umständen auf einer lückenlosen mütterlichen Linie. Bei Reformjuden ist es vollkommen o.k. zu konvertieren, auch wenn man aus nichtjüdischen Familien stammt.

Man darf nicht vergessen, dass auch Ruth keine gebürtige Jüdin war.

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Nein, da nur die unmittelbaren Eltern (im orthodoxen Judentum nur die Mutter) für die Zuordnung zum Judentum wichtig sind.

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Nur wenn die mütterliche Linie immer von der Mutter auf die Tochter geht.

Wenn also deine Mutter einen jüdischen Urgroßvater hatte (und demzufolge eine jüdische Ur-Urgroßmutter) dann war der Urgroßvater der letzte Jude in der Familie, weil die Religion nur über die Frauen geht.

Wenn du den jüdischen Glauben annehmen möchtest, müsstest du in einem solchen Fall konvertieren, auch wenn du jüdische Vorfahren hast.

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Kommentar von Accountowner08
13.09.2016, 09:12

Ja, ich muss auch fragen, ob meine Schwester einen Sohn oder eine Tochter kriegt, damit ich weiss, ob ich Onkel oder Tante werde.

Das ist der Denkfehler, den du machst.

Alle Personen, egal ob männlich oder weiblich, die in rein mütterlicher Linie von einer Jüdin abstammen, sind jüdisch. Ein Sohn einer Jüdin ist jüdisch, aber wenn er mit einer nicht jüdischen Frau Kinder kriegt, sind die Kinder nicht jüdisch.

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ja, wird aber nur anerkannt, wenn man es auch nachweisen kann...

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Kommentar von Accountowner08
13.09.2016, 09:01

...daraus ergibt sich aber nicht, dass fast jeder Jude ist... Juden sind in den meisten Ländern weniger als 1% der Bevölkerung, d.h. auch mit den Juden, denen es nicht bewusst ist, dass sie jüdisch sind, und auch mit jenen, die es zwar wissen, sich aber nicht als jüdisch deklarieren und ihren Nachkommen in weiblicher Linie kommst du nicht auf 100% der Bevölkerung, auch nicht auf 50%, auch nicht nach 10 Generationen... wozu man sagen muss, dass der Nachweis vielleicht nach 5, 6 Generationen noch möglich ist, danach in den meisten fällen nicht mehr... 

Wenn es sich auch über väterliche Linie vererben würde, als über Mutter ODER Vater, dann wäre es tatsächlich so, dass nach 30, 40 Generationen (1000 oder 1400 Jahren) wahrscheinlich jeder in einem Land jüdisch wäre.. aber auch da wäre der Nachweis ein Problem.

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Es gibt zwei (mir bekannte) Auslegungen dazu

1. Du entscheidest das nicht (das auserwählte Volk - kann nur durch die Mutter dazu gehören). Jude kannst du sonst nicht werden

2. Kannst Jude werden, wenn du die Lehre akzeptierst, nach 3 bis 5 Jahren (weiß net mehr genau die Anzahl).

Das Problem, was einige nicht verstehen... Juden sind kein Volk, im ethnischen Sinne. Jude hat man damals zu den Bewohnern Jehudas gesagt (völlig egal, ob Jude oder nicht), wie du einen Menschen aus Frankfurt "Frankfurter" nennen würdest, völlig egal ob er Christ, Muslime oder sonst was wäre. Das heutige Israel versteht sich aber als Jüdischer Staat. Wenn deine Mutter Jüdin war, dann bekommst du die Staatsbürgerschaft. Das weiß ich so weil es mir die Juden aus meinem Land erklârt haben, die aus Israel.wieder gekommen sind.

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