Hat es "Sinn gemacht", dass Paulus sich anscheinend nicht an Warnungen hielt?

7 Antworten

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Dazu habe ich folgende Erklärung gefunden:

>Der Geist hatte ja nicht angezeigt, dass Paulus von Jerusalem wegbleiben sollte, sondern nur, dass man ihm da übel mitspielen würde. Durch den heiligen Geist hatten die Brüder offensichtlich ganz richtig erkannt, dass Paulus dort tatsächlich Schwierigkeiten bekommen würde. Aus Sorge rieten sie ihm deshalb dringend von der Reise ab, was man ihnen nicht verdenken kann. Doch Paulus wollte um jeden Preis Jehovas Willen tun und ließ sich von seinem Plan nicht abbringen (Apg. 21:12). ...

Die Brüder in Tyrus meinten es ... sicher gut, aber sie hatten nicht ganz den klaren Blick für das, was Gott in diesem Fall wollte. ...

Der Trend, den Schongang einzulegen oder den Weg des geringsten Widerstands zu gehen, passt vielen Menschen gut ins Konzept. Man sucht sich heute im Allgemeinen gern eine Wohlfühlreligion, die einem nicht viel abverlangt. Doch da hat Jesus seinen Jüngern etwas ganz anderes eingeprägt!

Er sagte: „Wenn jemand mir nachkommen will, so verleugne er sich selbst und nehme seinen Marterpfahl auf und folge mir beständig“ (Mat. 16:24). Jesus nachzufolgen ist der beste und einzig richtige Weg, wenn auch nicht der einfachste.<

(Aus ZJ-Veröfftl.)

LG ...

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Doch Paulus wollte um jeden Preis Jehovas Willen tun und ließ sich von seinem Plan nicht abbringen

Offensichtlich hast du immer noch nicht verstanden, dass Paulus den Willen des Herrn Jesus tun wollte. Gott hatte zum damaligen Zeitpunkt alles seinem Sohn übergeben. Was genau ist da so schwer zu verstehen?

Würdest du den Kontext mit einbeziehen, wäre das einfacher zu verstehen:

(Apostelgeschichte 21:13, 14) . . .Seid versichert: Ich bin bereit, mich nicht nur binden zu lassen, sondern in Jerusalem für den Namen des Herrn Jesus auch zu sterben.“ 14 Als er sich nicht überreden ließ, beruhigten wir uns mit den Worten: „Der Wille des Herrn [Jesus] geschehe. . .

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Über die Zusammenarbeit mit Gott schrieb Paulus: „Wenn einer sagt: ,Ich gehöre zu Paulus‘, ein anderer aber sagt: ,Ich zu Apollos‘, seid ihr da nicht einfach Menschen? Was ist denn Apollos? Ja, was ist Paulus? Diener sind sie, durch die ihr gläubig geworden seid, so wie der Herr es einem jeden gewährt hat. Ich habe gepflanzt, Apollos hat begossen, Gott aber hat es fortwährend wachsen lassen, so daß weder der Pflanzende etwas ist noch der Begießende, sondern Gott, der es wachsen läßt. Der Pflanzende nun und der Begießende sind eins, doch wird jeder seinen eigenen Lohn gemäß seiner eigenen mühevollen Arbeit empfangen. Denn wir sind Gottes Mitarbeiter. Ihr seid Gottes Feld zur Bebauung, Gottes Bau.“ (1. Kor. 3:4-9)

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Danke für das Sternchen ... und liebe Grüsse ...

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Interessante Frage...

Ich stimme mit dem Walvoord-Bibelkommentar überein: "Die sagten Paulus durch den Geist, er solle nicht nach Jerusalem hinaufziehen. Tat Paulus also das Falsche, wenn er auf seinem Vorhaben bestand? Mehrere Gründe sprechen dafür, dass er mit seiner Beharrlichkeit im Recht war: (1) Apg 20,22 und 21,14 implizieren, dass es trotz allem der Wille Gottes war, dass er nach Jerusalem ging (vgl. Apg 19,21). (2) Der Trost, den Gott ihm zukommen ließ (Apg 23,11), bestätigt ebenfalls, dass er nicht gegen seinen Willen handelte. (3) In 23,1 sagt Paulus, dass er stets ein reines Gewissen hatte.

 Die Warnung seiner Glaubensgenossen (Apg 21,4) bedeutete also wohl nur, dass sie "durch den Geist" wussten, dass er in Jerusalem leiden werde (vgl. Apg 20,23), und deshalb natürlich versuchten, ihn von der Reise abzuhalten."

bei mir steht "warnten sie Paulus". Ich verstehe das im Sinne von "auf eine Gefahr aufmerksam machen" aber nicht, ihm im Sinne "ein Verbot aufzuerlegen".

Und wenn ich weiterlese, dann lese ich, dass Paulus mutig seinen Glauben bekannte bis hin zum König Agrippa (Kapitel 26). Damit erreichte er im Sinne weitreichender Verkündigung mehr, als wenn er nicht nach Jerusalem gegangen wäre. Abgesehen davon, dass er - ganz nebenbei - zum Frieden unter Christen beitrug.

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Ja, das stimmt. Danke!

Ich finde es nur interessant, da er so heftig gewarnt wurde, und sogar "unter heiligem Geist"(Apg.21:11) und so mutig sagte, er würde auch "für den Namen des Herrn Jesus sterben..." Apg.21:13

Es zeigt, wie mutig er für seinen Glauben einstand! Ein großes Beispiel für Christen.

Ich denke da auch an die, die im MA oder z.B. unter Hitler mutig für ihren Glauben einstanden......

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