Hat er keine andere Wahl? krankes Pferd auf Turnier

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7 Antworten

Meldet es der Turnierleitung, das Pferd gehört definitiv nicht auf das Turnier. Mit dem Besitzer würde ich ganz klare Worte reden und deinem Freund würde ich empfehlen sich zu weigern das Pferd weiter hin zu reiten, solange es krank ist. Der Zustand verbessert sich mit Sicherheit nicht, wenn es nur Schmerzmittel bekommt. Soll sich wahrscheinlich laut Tierarzt schonen, damit es ausheilen kann.

Ich würde mich mit dem Chef darüber unterhalten was er genau darüber denkt und wie ihr vorgehen sollt um es nicht starten zu lassen und wenn alles nicht hilft würde ich mich für den Zeitraum einfach krank melden und somit selbst aus der Schusslinie nehmen

Mitgefühl mit dem Tier braucht man von den Besitzern offenbar nicht zu erwarten. Zieht denn das Argument nicht, daß es Blödsinn ist, ein Tier vorzustellen, daß krankheitsbedingt mit Sicherheit keine optimale Leistung zeigen kann?

Facebookjunk 03.09.2014, 14:51

Mein Freund meint er hätte keine Ahnung von Pferden, er hatt es wohl für seine 4 Jaährige Tochter gekauft. Die damit aber nichts anfangen kann.

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Hallo,

was hat das Pferd denn? Unabhängig würde ich erstmal sagen: Wenn das Pferd krank ist dann geht maximal leichtes Training/leichte Bewegung. (Diese kann - je nach Krankheit sogar förderlich für die Genesung sein.)

Hier geht es aber um den sportlichen Ehrgeiz des Pferdebesitzers - nicht um das Wohl des Pferdes. Ich finde sowas ganz schlimm. Ein Pferd ist ein Lebewesen und verdient es auch so behandelt zu werden.

Natürlich hat dein Freund eine Wahl. Er hat die Wahl sich zum Wohle des Pferdes zu entscheiden. Er hat die Wahl zu überlegen ob er es wirklich unterstützen möchte, dass Tiere als Sportgeräte missbraucht werden. Er hat die Wahl ob er Pferde als wertvolle Lebewesen oder als Sportgeräte behandeln möchte.

Sollte er mit einem offensichtlich angeschlagenen/kranken Pferd ein S-Springen bestreiten wollen dann hoffe ich, dass das Pferd vom Wettbewerb ausgeschlossen wird.

Facebookjunk 04.09.2014, 10:03

Ich weiß nicht was das Pferd genau hat. mein freund möchte es mir nicht sagen.

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Er soll der Turnierleitung die Sache melden. Ich würde lieber meinen Job verlieren, als mit einem kranken Pferd an den Start gehen. Das ist auch verboten. Was sagt denn der Ausbilder dazu?

Facebookjunk 03.09.2014, 14:52

der hat ja auch schon mit dem Besitzer gesprochen. der meint das pferd soll eben mit Medikamenten wieder fit gespritzt werden

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Es kommt drauf an, wie das "krank" zu definieren ist .... weißt du was das Pferd hat?

Auf jedem Turnier (vorallem im S-Bereich, wegen Doping) muss es einen Tierarzt geben - sonst steck du doch mal den Fall der Turnierleitung, ich bin mir sicher, dass ihm der Start verwehrt wird. Fitspritzen klingt für mich ganz stark nach Doping, vorallem wenn es Schmerzmittel sind ..... das würde ich auf jeden Fall melden.

Desweiteren: Wenn der Besitzer sowas verlangt und auch keine Ahnung von Pferden hat, dann wird er wohl nicht der Chef sein, bei dem dein Freund seine Ausbildung macht - da würde ich an seiner Stelle einfach sagen ,,Nein, ich reite kein krankes Pferd." Wenn er auch weiß, dass das Pferd fitgespritzt wird macht er sich ja auch noch mitschuldig ... ist das eine seriöse Arbeitsstelle, wird sein Chef ihm deshalb auch nicht kündigen.

Facebookjunk 03.09.2014, 15:01

ich weiß es leider nicht was genau es hat. ich beine irgendwas im bein bereich. Es gibt ja auch einige Schmerzmittel die die FN nicht als Doping sieht.

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Velvetti93 03.09.2014, 15:08
@Facebookjunk

Na das wäre aber das allererste, was ich wissen wollen würde, bevor ich ein Pferd mit Schmerzen reite .... ich würde mich definitiv weigern an seiner Stelle. Immerhin handelt es sich nicht um ein E sondern um ein S Springen - da muss das Pferd einfach zu 10% fit sein, sonst gefährdert er auch sein eigenes Leben, wenn das Pferd wegen seiner Schmerzen nicht passend an einen Sprung kommt ....

Das würde mich mal interessieren ... Welche wären das denn? Es ist ja nahezu alles verboten mittlerweile .... Auf jeden Fall solltest du das der Turnierleitung vor dem Start melden (geht ja auch anonym), die kümmern sich dann drum.

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Facebookjunk 03.09.2014, 15:12
@Velvetti93

Hat mir nicht soviel darüber erzäht. er spricht übersowas generell nicht soviel. Er hat einfach angst um seinen Ausbildungsplatz, wenn er großes Theater macht.

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Velvetti93 03.09.2014, 15:14
@Facebookjunk

Dann wird euch hier aber keiner helfen können, denn der normale (Pferde-) Menschenverstand sagt, man startet nicht mit einem kranken Pferd auf einem Turnier, noch dazu in einer so hohen Klasse.

Wenn sein Ausbilder auf seiner Seite steht, sollte er allerdings nicht um seinen Job fürchten müssen. Unterschreibt der Betrieb das fitspritzen allerdings auch, wäre das glaube ich generell mal ein Fall für den Tierschutz.

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kleeblaettchen 03.09.2014, 17:44
@Velvetti93

Alles verboten mittlerweile?

Hm, ich hab neulich gehört bzw. gelesen, dass es nur deshalb weniger Dopingfälle gibt, weil die Regeln ein wenig gelockert wurden.. Leider.

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Bitterkraut 03.09.2014, 17:45
@Facebookjunk

Entscheidend ist aber, ob das Perd krank oder gesund ist. Wenn es krank ist, darf es nicht starten, nicht mit und nicht ohne Schmezrmittel. Da ist es erst mal nicht entscheidend, ob das Mittel auf der Liste steht. Das ist eine andere Baustelle.

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Wenn das Pferd was am Bein hat und deshalb schmerzfrei gespritzt wird, würde ich mich allein schon wegen des Sicherheitsaspektes nicht auf das Pferd trauen.

Wenn der Pferdebesitzer sich schon nicht um sein Pferd kümmert, würde ich ih wenigstens darauf ansprechen, dass es ein großes Sicherheitsrisiko für Pferd UND Reiter ist, gerade bei einem S-Springen. Und wenn der selbst darauf nicht hören will, kann er es deinem Freund wirklich nicht verübeln, wenn er nicht reiten will. Vielleicht hilft es auch, wenn er dem Besitzer von den Dopingkontrollen erzählt und ihm sagt, dass die Schmerzmittel da sicher auffliegen würden.

Sagt der Tierarzt da eigentlich nix dazu?!

Dein Freund kann ja vorher mit dem Stallbesitzer reden und ihn offen darauf ansprechen, dass er das Pferd nicht reiten möchte, allerdings auch seinen Ausbilungsplatz nicht verlieren möchte. Wenn der Stallbesitzer auf seiner Seite steht und ihm versichert, dass er keine Konsequenzen zu fürchten hat, wenn er sich weigert, das Pferd zu reiten (würde auch hier nochmal auf den Sicherheitsaspekt zu sprechen kommen - im Falle eines schlimmeren Unfalls deines Freundes hat der Stallbesitzer ja auch mit einem längeren Ausfall deines Feundes zu rechnen..), dann sollte er das Turnier mit diesem Pferd wirklich bleiben lassen.

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