Hat ein Hund "Gefühle" zum Menschen?

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10 Antworten

Hunde haben zwar eine hohe Affinität zum Menschen und sie wollen ihnen auch gerne gefallen, aber es ist nicht ihre Lebensaufgabe den vermeintlichen "Alpha"-Wolf glücklich zu machen!

Ich würde das was ein Hund dem Menschen gegenüber empfindet sehr wohl als Liebe bezeichnen wollen, denn wenn wir uns vor Augen halten wodurch Liebe entsteht, so können wir sehr gut feststellen, dass sie beim Menschen wie auch beim Hund durch Hormone entsteht also wer will behaupten das ein Hund dann nicht lieben könnte?

Meine Hunde könnten noch so viel fressen von jemand anderem bekommen, doch selbst das dollste Leckerchen hilft nichts mehr, wenn ich in eine andere Richtung gehe.

Ich denke, es spielen ganz viele Faktoren dabei eine Rolle, einerseits der Teil der Sicherheit, vermittelt ein Mensch einem Hund Sicherheit so folgt der Hund diesem Menschen gerne, streichelt er viel und oft so entsteht auch eine starke Bindung wieder bedingt des Hormons Oxytocin welches auch allgemeingültig als "Kuschelhormon" bezeichnet wird. Wenn dieser Mensch es dann noch schafft seinem Hund viel Freude zu bereiten und da rede ich definitiv nicht von viel Futter sondern von spielen und gemeinsamen lernen, so ist dieser Mensch für den Hund eine Person die er liebt, denn dadurch entsteht auch Liebe beim Menschen.

Man hat viele Gemeinsamkeiten, man respektiert sich gegenseitig, man hat gemeinsam Spaß, der eine kann den anderen zum lachen bringen, man schmust miteinander, man liebt sich eben.

Hormonell gesehen also läuft das ganze auch nicht viel anders beim Menschen ab und somit plädiere ich immer für die Aussage, dass ein Hund definitiv nicht nur auf Futter aus ist, denn wenn dem so wäre, so dürfte es Dinge wie mit dem Yorki aus England und Hatchiko nicht geben und das sind nur 2 Beispiele von etlichen!

Z.B. hab ich als Kind einen Hofhund kennengelernt und dieser folgte mir auf Schritt und Tritt, Futte bekam er von meinem Onkel nicht von mir, aber er war immer bei mir nicht bei meinem Onkel. Die Erklärung dafür ist wohl ganz einfach, der Hund lebte bei meinem Onkel eben nur als Hofhund und hatte keine großartige Bedeutung für ihn, ausser den Hof zu bewachen.

Ich als Stadtkind liebte Hunde und hab mich ständig um ihn gekümmert, ich habe eigentlich alles mit ihm gemacht, ihn viel gekrault, ihm Geschichten vorgelesen, mit ihm gespielt usw. hat mein Onkel ihn gerufen wobei er immer sehr gut auf ihn gehorchte aber ich war in der Nähe, so hat er meinen Onkel nicht mehr gehört und als wir nach Hause fahren wollten und ich ins Auto stieg und am flennen war, natürlich wegen dem Hund stieg dieser wie selbstverständlich mit ein und als mein Onkel ihn am Halsband wieder raus holen wollte, so drehte er sich um und hat meinen Onkel gebissen, zwar nicht feste aber die Warnung reichte ihm wohl.

Ich mußte dann wieder mit aussteigen, den Hund in den Stall bringen und festbinden und mußte dann wieder ins Auto und wir sind nach Hause gefahren. Der Hund hat ganze 3 Tage und Nächte lang geheult und hat auch nichts gefressen, zwar hat er danach wieder angefangen zu fressen, aber laut der Aussage meines Onkels war er eben nicht mehr der alte, denn er saß nur noch vor dem Hoftor und bewegte sich nicht mehr wie zuvor über die Felder und Wiesen die noch zum Hof meines Onkels gehörten, sondern war eben immer in der Nähe des Tores und sobald ein Auto kam fing er an sich riesig zu freuen, wer auch immer ausstieg wurde beschnüffelt, dann aber nahm er wieder seinen Platz am Tor ein. Leider hab ich ihn nicht mehr gesehen, denn innerhalb des selben Jahres ist er noch verstorben...

Vielleicht oder auch gerade deshalb meine große Liebe zu Hunden!? ...oder überhaupt zu Tieren...

Was für eine traurige Geschichte!

...Und was für eine gute Antwort Anda2910!

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@Beutelkind

Irgendwann kommt die Regenbogenbrücke und ich glaube da werden dann so einige Hunde stehen und mich begrüßen ;-)

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@Anda2910

Hör auf Anda, ich heul schon Rotz und Wasser, wenn ich nur daran denke. Habe vor 2 Wochen mein geliebtes Hündchen durch Leberkrebs mit nur 7 Jahren verloren. Und obwohl ich so viele Hunde habe (extra deswegen), schmerzt es so dermaßen....Denn dieses Hündchen war Liebe pur. Bei ihr dachten wir immer, wenn Gott (sofern es ihn gibt) hat Liebe bildlich darstellen wollen, dann hätte er es durch Jessy gemacht.

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Hammer Geschichte, Hammer Antwort!

Ich hatte wirklich Tränen in den Augen ..

Danke!!!!

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Hallo,

ich habe mal eine ähnliche Frage gestellt und recht viele hilfreiche Antworten bekommen (guckst du hier: http://www.gutefrage.net/frage/der-hund---mein-freund). Meine persönliche Meinung nach reiflichen überlegen:

Ich liebe meinen Hund, ganz klar. Nicht so wie ich meine Eltern liebe, nicht so wie ich meinen Freudn liebe und nicht so wie ich meine Bücher und meine Ruhe liebe. Eben auf die Art und Weise wie man seinen Hund liebt! Das wird jeder Hundehalter nachvollziehen können. Ob mein Hund mich liebt? Ich weiß es nicht. Mein Hund entscheidet sich immer für mich. Egal ob dort Futter, Artgenossen oder SPiele warten, er kommt mit mir mit. Das ist ihm anerzogen worden, das hat er gelernt. Hunde sind darauf selektiert worden eng mit dem Menschen zusammenleben und mit ihm zusammen zu arbeiten. Er erfüllt augenscheinlich alle Bedingungen, die für "Liebe" sprechen: auf starker [...], geistiger, Anziehung beruhende Bindung an einen bestimmten Menschen [Sache], verbunden mit dem Wunsch nach Zusammensein, [...] Doch mein Hund hatte nie eine Wahl. Er konnte nicht entscheiden ob er zu mir ziehen wollte, er kann nicht entscheiden ob er bei mir bleiben möchte. Er denkt das er von mir abhängig ist. Ob er sich nicht von mir löst, weil er nicht will, oder ob er sich nicht löst, weil er nicht kann - das weiß ich nicht.

Das Wunschdenken eines jeden HAlters ist es wohl, das der HUnd aus freien Stücken und nur aus "Liebe", Zuneigung oder Bindung zu ihm bleibt. Ich denke nicht. Hunde bleiben unter den widrigsten Umständen bei ihren Besiotzern, sie können geschlagen, gequält und andersweitig missahndelt werden, und werden trotzdem nicht von der Seite "ihres" Menschen weichen. Das ist keine Liebe sondern abhängigkeit.

Für einen Hund bist du "sein" Mensch, und für dich ist er "dein" Hund. Diese Beziehung zwischen Mensch und Hund ist so alt und so vielfältig, dass man sie nicht mit einem Wort beschreiebn kann. Es ist viel mehr, was den Hund an uns bindet und auf einer anderen Ebene eben auch viel weniger als Liebe.

Das bekanntetse Zitat ist wohl dass "Der Hund ist dir im Sturme treu..." ich finde das Zitat von Maurice Maeterlinck passender:

Wir sind allein, völlig allein auf diesem Planeten. Von all den Lebensformen um uns herum hat sich außer dem Hund keine auf ein Bündnis mit uns eingelassen.

Naja aber .. Wenn der Hund vom Menschen abhängig ist, wieso sind es nicht MenschEN? Denn ein Hund "verbindet" sich doch normalerweise nur mit einem Mensch. Und Hunde könnten ja eigentlich schon weglaufen und .. Müll .. fressen..

Haushunde können nicht entscheiden, zu wem sie wollen.. Aber es gibt auch Leute, die eine "Beziehung" mit wilden Wölfen aufbauen! Nicht erst gefangen nehmen und dann wieder freilassen, sondern von WILDEN Wölfen! Ist das keine Freundschaft? Wilde Wölfe sind nicht von Menschen abhängig.

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@FrostigesHerz

Mit den Wölfen würde ich Neugierde als Punkt nehmen, und die Veranlagung ein soziales Gefühge auch auserartlich aufrecht zu erhalten.

Die Frage ist nicht ob der Hund weglaufen und überleben kann, sondern ob er weiß das er es kann ^^ Wenn du einen Menschen lange genug in Gefangenschaft hälst, mit nur einer Bezugsperson, wird sie dieser nach einiger Zeit, aller Wahrscheinlichkeit nach, auch nicht verlassen

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"...Mag er mich nur weil ich Essen habe?"

Nein, das denke ich nicht! Ich gebe meinen Hund regelmäßig in eine Pension, vom Welpenalter an. Er freut sich wie blöd, wenn ich ihn hinbringe. Abgesehen davon, dass er dort Essen bekommt, erlebt er dort einen ganzen Tag lang jede Menge Hundesensationen, die ich ihm so gar nicht bieten kann. Trotzdem: Wenn ich ihn abhole, freut er sich wie blöd! :) Und das liegt nicht daran, dass er Hunger hätte! :)

...Hunde schließen sich an - das schließt Liebe nicht aus! :)

...Wenn sie es nicht (mehr) tun, ist in ihrem Vorleben viel schief gelaufen...

und wie können hunde ihre menschen lieben. ich war mal von februar bis july sehr krank. anfangs lag ich noch zuhause rum und mein hund war fast nicht zu bewegen mit angehörigen spazieren zu gehen. in der reha kamen mein mann und die kinder mich mit dem hund dann besuchen und der hund hat sich neben mich gelegt und alle angeknurrt die vorbei kamen. zuguterletzt hat ihn eine freundin mit nach frankreich genommen auf ihren bauernhof, ich sollte eine woche später nachkommen, zur erholung. sie sagte, der hund sei vom ersten tag an am eingangstor gelegen und hätte so seine tage verbracht, eine woche lang, bis ich kam.

Ohaaa :(

Und oben schreibt jemand, dass Hunde nur abhängig von einem Menschen seien.. Dabei hätte auch deine Freundin ihm Futter, Liebe usw. geben können, aber dein Hund wollte dich..

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Ja klar gibt es tiefe Gefühle zwischen Mensch und Tier.Unser Hund freut sich immer,ob ich nun 5 Min.oder 3 Stunden weg bin...der freut sich wie "Bolle"...und wenn wir parken erkennt er das Motorengeräusch von unseren Autos,wenn das keine "Liebe" ist...

Es gibt keinen Alphawolf. Hunde sind domestiziert, das heißt, sie schließen sich freiwillig dem Menschen an und ziehen dessen Gesellschaft der von Artgenossen vor. Hunde haben sich schon immer dem Menschen angeschlossen, um von ihm Schutz, Sicherheit , Liebe und Wärme zu bekommen.

Wie sehr ein Hund seinen Menschen liebt, hängt natürlich von Menschen ab. Je freundlicher, empathischer, liebvoller, souveräner, ruhiger, gütiger, achtsamer, beständiger und verlässlicher Du bist, desto mehr liebt Dich Dein Hund und umso mehr wird er sich Dir hingeben und vertrauen.

Ich hoffe das ist wirklich so .. Auch oben beschreibt jemand, dass Hunde nur abhängig sind vom Menschen .. Ich würde meinen Hund zum Beispiel niemals, NIEMALS schlagen oder ihm absichtlich weh tun .. Auch wenn sie noch ein Welpe ist (19 Wochen) steht sie jetzt bereits vor meiner Türe, wenn meine Mutter nach Hause kommt vom Arbeiten, und bellt..

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natürlich können hunde menschen lieben (nicht im sinne von beziehung) aber ihren besitzer lieben sie fast immer wenn sie die hunde gut behandeln

Stimmt glaub ich leider nicht .. Weil war letztens mal mit meiner Klasse am See, dort war eine Frau mit einem schwarzen Hund (glaub Labrador) und der hatte irgendwie extrem Angst vor Kindern (Jugendliche nehm ich an). Ich und meine Klasse haben dort in der Nähe (Steg ins Wasser) halt n bisschen Blödsinn gemacht, immer so "Nein geh du rein haha" , "Ich spring rein! Ja mach!" usw. Dann hat der Hund laut gebellt weil er Angst hatte, und die Frau hat den dann voll hart zu sich genommen und so gesagt "Gottverdammt halt dein Maul" so voll sauer.. Dann als er es zum 3. Mal gemacht hat hat die den voll weggeschubst .. Ich denke die Kuh behandelt den allgemein schlecht, wenn die nur nach dem bisschen Bellen so ausrastet ..

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@FrostigesHerz

Sascha hat geschrieben:"...wenn sie die Hunde gut behandeln...."

Das was Du beschrieben hast, trifft wohl mit einer guten Behandlung nicht überein leider...

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@FrostigesHerz

Natürlich folgt er ihr, aber aus Angst nicht aus Liebe oder Freundschaft... das ist übrigens ein Phänomen welches in der Psychologie belegt ist, wenn man niemanden anderen hat, so baut man selbst zu Personen eine "Bindung" auf, die einem nicht gut tun, ich möchte da an Natascha Kampusch erinnern, dass Hörbuch von ihr dazu finde ich sehr interessant unter diesem Aspekt...

Menschen sowie Hunde sind soziale Lebewesen, beide Arten besitzen oft die Fähigkeit zu einer ausgeprägten Soziabilität, selbst die einsamsten Menschen haben oftmals noch Freunde auch wenn sie wenige haben aber sie haben sie und auch wenn diese Freunde vielleicht keine wahren Freunde sind, so sind ihnen diese dann doch noch lieber als gar keine zu haben...

Ich finde daran kann man gut erkennen, wie stark der Drang zu sozialen Kontakten besteht bei uns Menschen...

Hunde sind über Jahrhunderte hinweg auf eine hohe Affinität zum Menschen gezüchtet worden, so leben die meisten Hunde in der Stadt und auf dem Land alleine oder aber schliessen sich Menschen an, in freier Wildbahn bilden sie ähnlich wie Wölfe Gruppen.

Auch ein schönes Beispiel ehemalige Strassenhunde, meine Hündin ist dort aufgewachsen, sie zieht ihr eigenes Dingen durch, ist sehr autark im Verhalten aber folgt trotzdem immer lieber mir als das sie abhaut und schaut alleine durchzukommen, wobei sie das mit Sicherheit könnte, denn ihre Mutter hat vermutlich ihr ganzes Leben auf der Strasse gelebt... trotzdem aber besteht eine so starke Bindung zum Menschen, dass Hunde zum Teil unter den miserabelsten Bedingungen immer noch dem Menschen treu bleiben und das kann man selbst bei Menschen feststellen, die ihre Hunde meinen mit heftigsten Methodiken zu erziehen, wie Teletakt, Würge- Stachelhalsbändern, mit Zeitungen/Händen schlagen, treten usw. usf.

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@Anda2910

Aber .. Heisst das der Hund WILL beim Menschen sein oder ist es eher ein MUSS .. ? Eigentlich hat ein Hund ja nur die Menschen .. Beim Spazieren gehen darf mein Welpe ja nicht mal die anderen Hunde begrüssen, diese sturen Besitzer laufen einfach weiter .. Klar, dass ein Hund nicht zu JEDEM gehen kann und mit ihm spielen kann, aber das kurze Hallo sagen dauert ja nicht mal 2 Minuten. Es ist ja eigentlich gleich wie bei den Wellensittichen: Hält man sie einzeln, nehmen sie den Menschen als Ersatzperson, sind superzahm aber innerlich unglücklich. Wenn man einen zweiten Wellensittich dazu"setzt", "normalisiert" sich der vorherige Einzel Wellensittich wieder. (Da ich meine nicht unglücklich sehen will, hab ich mir gleich 5 geholt) Wäre das auch beim Hund so? Würde auch der Hund bei einem Zuwachs "normalisieren"? Oder hört er trotzdem noch auf den Menschen? Möchte ein Hund innerlich überhaupt bei einem Menschen sein?

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@FrostigesHerz

Der Hund will beim Menschen sein, der Wolf nicht... das ist der Weg der Domestikation. Im Endeffekt haben Hunde durch leben in Nähe bzw. mit den Menschen über die Jahrzehnte hinweg gelernt, dass es sich lohnt in der Nähe bzw. mit Menschen zu leben, denn es sichert das überleben und das gilt es ja nun einmal an erster Stelle zu gewährleisten. Früher hat man Hunde als Müllvertilger genutzt und auch als Spielgefährten für die Kinder, sie wurden sogar teilweise von den Müttern mit Milch versorgt...

Natürlich besteht auch noch ein großer Anreiz zu anderen Hunden hin, schließlich ist das die eigene Art und schließlich kann diese eben auch besser mit einem kommunizieren als das eben der Mensch auf Grund seiner Andersartigkeit könnte und auch spielen kann man natürlich viel besser mit Artgenossen als mit dem Menschen wobei auch das spielen mit dem Menschen viel Spaß bereiten kann.. ;-)

Das viele ihre Hunde nicht zu anderen lassen liegt daran weil sie meinen, sie hätten einen Roboter an der Leine, der muß immer stur geradeaus neben einem laufen und darf um Himmels Willen keine eigenen Bedürfnisse zu erkennen geben und der muß einem ja unbedingt wie festgeschweißt am Bein kleben!!!

Ein Wellensittich ist kein Hund und mit Wellensittichen kenne ich mich auch nicht so gut aus wie mit Hunden ;-)

Nein bei Hunden ist das nicht so, ich habe mom 3 Hunde und habe auch schon Hunde einzeln gehalten, ein Hund lebt nicht "artgerechter" weil er einen Artgenossen zu Hause hat, aber sollte ein Hund trotzdem die Möglichkeit bekommen mit seiner Art z.B. draussen kommunizieren zu können.

Wenn ich einen meiner 3 Hunde rufe ist es zumeist so, dass alle 3 rankommen, wobei ich nur einen namentlich gerufen habe aber da es ja dann auch nen Lecker gibt kommen die anderen beiden schon vorsorglich mit könnte ja auch für sie was abfallen und zumeist tut es das auch ;-) Trotzdem funktionieren auch die trainierten Signale einzeln, z.B. machen meine Hunde im Hausflur sitz und dann geh ich rein und rufe jeden Hund einzeln ab, natürlich muß man das trainieren, aber das können Hunde lernen und sogar sehr gut, jeder bekommt auf seinem Platz ein kleines Lecker, ich rufe einen der bekommt dann erst ein Lecker aus meiner Hand und darf sich dann über das auf seinem Platz hermachen, die anderen beiden bekommen rufe ich dann auch nacheinander ab, also hören tun sie auch wenn sie spielen so kann ich das Spiel wenn es zu sehr hochkocht immer unterbrechen...

Ob ein Hund aber innerlich überhaupt bei einem Menschen sein möchte, ich denke schon, aber wirklich wissen werden wir das wohl nie, schließlich können wir sie ja nicht fragen, aber wenn ich eben da meine Hunde anschaue, so hat mein damalig überhaupt gar nicht erzogener Goldi alles geliebt, Kinder, Erwachsene, andere Hunde, Katzen eben einfach alles und er wollte mit allem und jedem spielen und so wenig der Rabauke auch gehört hat, so sehr aber ist er eher mit mir gegangen als das er mit einem Artgenossen weiter gespielt hätte auch da war die Beziehung zu mir stärker als zu Artgenossen.

Heute weiß ich ja wie ich einen Hund erziehe, damit er eben auch hört, damalig hatte ich diese Kenntnisse nicht, aber trotzdem war ich immer die Nr. 1 für ihn... somit würde ich sagen auf Grund der Domestikation und auf Grund der eigenen Erfahrungen mit Hunden, dass sie immer eher beim Menschen sein möchten als bei anderen Hunden, wobei ich auch immer dafür sorge, dass meine Hunde weiterhin Kontakt zu fremden Artgenossen erhalten um eben auch da einfach mal "ihre Sprache" sprechen zu können... ;-)

Also die Sache mit dem hören ist eine reine Trainingssache, aber ich würde mir jetzt wenn ich nur einen Hund hätte keinen 2. anschaffen damit meiner "artgerechter" lebt, denn von artgerecht möchte ich bei Haushaltung gar nicht sprechen, artgerecht wäre im Wald ohne Leine ohne Fressnäpfe usw. aber nicht in einer Wohnung und eine immer gern genannte "artgerechte" Erziehung gibts auch nicht, die meisten z.B. sagen der Hund müßte dominiert werden damit er hört, ich mache das nicht, meine Hunde schlafen auf erhöhten Liegeplätzen, dürfen auch im Bett beim spielen oder toben auch über mir stehen und beissen mich nicht und hören auch gleich gut und da ich eh kein Hund bin, kann ich ihnen eben auch nicht auf hündisch erklären, was ich von ihnen möchte...

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@Anda2910

Ich lasse bei meinem kleinen Hund auch viel durch, aber das mit Absicht. Ich würde es eigentlich schön finden, wenn Ipsy andere Hunde kennenlernen kann, aber auch weiss, wann Stop ist, und es weitergeht. Ich find es manchmal einfach dumm (ausser man ist im Stress) wenn man ihre Hunde nicht mit der eigenen Artgenosse "sprechen" darf. Ich find es nur blöd, wenn Hunde bzw Welpen nur spielen dürfen, wenn der Mensch es ihnen erlaubt.. Mein Welpe ist sehr aktiv und darüber bin ich auch froh, sie kann so sein wie sie will, bald gehen wir in einen Erziehungskurs, und da lernt sie auch wann Stop ist. Von mir aus kann sie im Garten herumtoben, in ihr Spielzeug beissen, mich beissen, aber natürlich nicht so fest, dass es weh tut! Mittlerweile wenn ich quicke hat sie gelernt "Das war zu fest, ich versuch es nachher nochmal". Wenn es da aber nochmals zu fest ist und ich nochmals quicke dann hört sie auf.

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Ich hatte früher mal nen "Ersatzvater", der nen Schäferhund als Wachhund hatte. Die waren sehr eng beieinander die beiden, von ihm hab ich sehr viel über Hundeerziehung gelernt. Irgendwann ist der Mann bei einem Autounfall verunglückt und wir mußten ihn beerdigen. Das war der Horror. Stunden nach ner Beerdigung bin ich mit dem Hund spazieren gegangen und zufällig (fremde Umgebung für mich) am Friedhof vorbeigekommen. Das Tier legte sich nur noch heulend auf den Boden und war nicht mehr dazu zu bewegen, weiterzugehen..... bis ich gesehen habe, daß wir von der andern Seite her von außen an das Grab des "Herrchens" gekommen waren. Hund und ich haben uns also hingesetzt und geweint, bis es für den Moment gut war. Der Hund hat getrauert und er hat gewußt, daß sein Herr jetzt da ist und nicht mehr bei ihm; er konnte ihn ja nicht sehen.

Ja, meiner Meinung nach haben Hunde Gefühle zum Menschen. Gibt doch auch diesen Film "Hachiko",(wahre Geschichte) in dem es ebenfalls um die Trauer des Hundes geht (hab ihn selbst noch nicht gesehen......; würd mich zu sehr an meine Ersatzpapa erinnern.)

http://de.wikipedia.org/wiki/Hachiko_%E2%80%93_Eine_wunderbare_Freundschaft

Schau Dir den Film auch gar nicht erst an, ich heule nur schon bei dem Gedanken daran los und wenn ich ihn heute nur anmache, fange ich schon am Anfang an zu heulen, seitdem liegt die DVD nur noch im Schrank schauen tue ich sie nicht mehr, wobei es ja eigentlich etwas schönes aber eben auch zugleich sehr trauriges ist...

...aber nicht umsonst hat dieser Hund eine Statue bekommen... ;-)

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@Anda2910

Ohgottohgott; ist der echt so schlimm? Ich hatte mir den aufgenommen, aber wieder gelöscht; wollte ihn irgendwann mal anschauen - aber wenn es so extrem ist......

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@diewildeHilde

Ja eigentlich ja schön, aber das Ende wo der Hund dann ständig am Bahnhof sitzt und die Tochter ihn ja versucht mitzunehmen und er dann ausbüchst und wieder am Bahnhof zu finden ist, naja ich fand das ungemein schlimm und jetzt gut, sonst heule ich gleich wieder...

Ich meine für jeden ist eine Trennung durch Tod von einem geliebten Menschen oder Tier schlimm aber dem Tier kann man nicht erklären warum jemand nicht wieder kommt, der Mensch weiß warum wobei es die Sache natürlich nicht besser macht...

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Ohaa wie süss und doch auch traurig :( Bei den Antworten hier hör ich gar nicht auf den Idioten der solchen Schwachsinn erzählt hat, sondern eher auf euch grosse Hilfe!!!! Danke an alle!!!

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Ich weiß nicht, ob man das mit Gefühlen, wie wir sie empfinden, vergleichen kann. Aber ähnlich ist es sicher schon.

Wenn mein Bruder arbeitet, passt mein Vater auf seinen Hund auf, geht mit ihm spazieren und füttert ihn auch. Aber trotzdem hängt er mehr an meinem Bruder. Sobald der nach Hause kommt, ist mein Vater abgemeldet. Also nix mit Vergessen, wenn wer anderes füttert.

Auch am Wochenende zählt für den Hund nur mein Bruder.

Und was ist mit den Hunden, sie am Grab des Herrchens sitzen und sich auch nicht vom Futter anderer Menschen dort weg locken lassen? Sie trauern. Auch Trauer ist ein Gefühl.

"...Auch Trauer ist ein Gefühl".

Das ist verdammt wahr... Ich habe einen Hund kennengelernt, der war eine "Scheidungswaise". Die Hundehalter haben ihn nach der Scheidung an einen Freund abgegeben, der bereits eine Hündin hatte und ein großer Hundefreund ist.

Dieser Hund hat fast zwei Jahre um sein altes Heim getrauert, er war ein Schatten seiner selbst, obgleich ein ganz junger Hund!

Der hatte alles: Futter, Zuspruch, Gassigänge ohne Ende, eine Hündin in seinem Alter - er nahm nix an, selbst auf den Spaziergängen trottete er lustlos und mit hängendem Kopf seinem "Anhang" hinterher...

Erst als der Hundefreund eine dritte Hündin in den Familienverband aufnahm, fand die Scheidungswaise ins Leben zurück!

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Ich bin überzeugt, er hat starke Gefühle.

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