Hat ein Busfahrer-rin vor allem im Linien und Schülerverkehr oftmals Scherereien mit Fahrgästen und steht wegen der hohen Verantwortung bereits mit............?

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2 Antworten

so kann und sollte man es nicht sehen. Es kommt auf so viele Faktoren an, z.B. wo man fährt. In einer Großstadt hat man täglich andere Fahrgäste und es geht ziemlich unpersönlich zu. Auf dem Land oder in einer Kleinstadt ist es mit meist den selben Leuten persönlicher und auch zum Teil weniger stressig. Die Stimmung, die einem entgegenkommt, hängt aber auch von jedem persönlich ab. Natürlich gibt es Stinker und Blödmänner(Frauen) aber die sind zum Glück in der Minderheit. Und solche gibt's ja auch bei den Fahrern...Die Sache mit dem einen Bein im Knast ist auch nicht so einfach. Man muss so viele Regeln einhalten und sich sehr vorsehen - weil ja alle, die hinter einem hocken, sich auf dich verlassen und sicher und gesund ankommen wollen. Wenn du den Beruf liebst und er dich erfüllt, ist die Einhaltung der Verkehrs-und anderen Regeln, nicht so schwer, da sie dir im Laufe der Zeit in Fleisch und Blut übergehen. Ich bin jetzt ca. 40 Jahre als Busfahrer unterwegs und kann miese Situationen an ein zwei Händen abzählen. Die meiste Zeit macht der Beruf einfach Spaß und es kommt natürlich auch auf die Schüler an, wie gut du dich mit ihnen verstehst. Man sollte vermeiden, den Chef raushängen zu lassen und sie von oben herab zu behandeln... in den meisten Fällen wollen auch sie einfach nur in Ruhe gelassen werden...

Misterblue75 01.07.2017, 17:44

Na gut, stimmt schon was du schreibst. Ich bin auch über 20 Jahre Bus gefahren meist im Linienverkehr in einem festen Plan. Da hats Fahrgäste gegeben die schon jahrelang mitfahren und nicht guten Tag und auf Wiedersehen sagten, ganz zu schweigen von den Schwarzfahrern. Wenn man seinen Dienst gemacht hat wie es die Vorgesetzten wollten mit den Fahrkartenkontrollen usw. war man nur der Buhmann bei den Leuten. Ich war bestimmt ein guter Fahrer, aber was ich alles erlebt habe um das zu schildern, würde hier den Rahmen sprengen. Nun fahre ich nen 40 To Zementzug. Es stäubt zwar als ein mal, aber im großen und ganzen läßt mich der Zement in Ruhe. Dieser Job ist abwechslungsreicher nicht zu eintönig und kann Pause machen wann ich will und macht auch mehr Spaß.

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Hängt immer von den Diensten ab, die man so fährt, konkret: den jeweiligen Fahrgästen.

Z. B. fahre ich derzeit quasi nur Schülerverkehr für ein Privat-Gymnasium - das ist (bis auf den Müll, den die Schüler überall im Bus einfach fallen lassen) relativ angenehm. Ich bin früher auch Schülerverkehr für eine Hauptschule gefahren, das war wesentlich stressiger. (Ich will damit nicht pauschal über bestimmte Schülergruppen urteilen, aber bei diesen beiden konkreten Schulen war es halt so) - Wobei das sicherlich auch daran lag, dass für das Gymnasium der Bus nur maximal "normal gefüllt" ist, bei der Hauptschule aber grundsätzlich aus allen Nähten platzte ...

Das gerade genannte ist ein zweiter Punkt: mit wenigen Fahrgästen ist es relativ entspannt (Leerfahrten sind manchmal richtig schön ;-) ), wenn's voll wird, wird's auch stressiger.

Und es gibt halt nette Fahrgäste, die freundlich grüßen und mit denen man sogar einen Plausch halten kann, und andererseits Leute, die grundsätzlich nörgeln oder gar Randale machen - auf manchen Strecken sind halt mehr die einen unterwegs, auf anderen Strecken mehr die anderen...

Nach meiner persönlichen Erfahrung hält sich das mit den Scherereien in Grenzen - allerdings fahre ich im eher "ländlichen" Bereich, in Großstädten mag das ganz anders aussehen.

"Mit einem Bein im Knast" steht man nur so sehr wie jeder andere Autofahrer auch, z. B. wenn man bewusst und absichtlich fährt wie die wilde Sau und damit Fahrgäste oder andere Verkehrsteilnehmer gefährdet oder gar schädigt ...

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