Hat die Queen noch was zu sagen?

6 Antworten

Die britische Monarchie spielte bis ins 18 Jahrhundert eine herausragende Rolle in der britischen Politik, da sie über großen politischen Einfluss verfügte und in der Exekutive sowie der Jurisdiktion bedeutende Rechte hatte und wahrnahm. Im 19. Jahrhundert wandelte sich die Monarchie zu einer parlamentarischen Monarchie, in der der Monarch zunehmend in den Hintergrund trat und in der Öffentlichkeit hauptsächlich repräsentativ wirkte.

Seitdem und bis heute wirkt die britische Monarchie politisch äußerst zurückhaltend. Obwohl die heutige Monarchin, Queen Elizabeth II., noch bedeutende Rechte besitzt, nimmt sie diese in erster Linie auf Anraten ihrer Regierung wahr, die dafür die Verantwortung übernimmt. Andererseits sichert sie ihrem Premierminister eine bedeutende Machtfülle durch Gewährung ihrer monarchischen Prärogativen. Durch die regelmäßigen Gespräche mit dem nicht vom Parlament gewählten, sondern von ihr ernannten Premierminister, der gewöhnlich eine Parlamentsmehrheit vertritt, kann sie auf diesen und damit auf die Regierungspolitik direkten Einfluss nehmen. Seit dem 19. Jahrhundert gehört zu ihren unwidersprochenen Rechten, die Regierung zu mahnen, zu warnen, zu ermutigen und über alle politischen Vorgänge und Staatsgeheimnisse informiert zu werden. Militär, Justiz und alle Staatsdiener sind auf die Königin vereidigt, alles staatliche Handeln erfolgt in ihrem Namen. Gesetze sind erst in Kraft, wenn sie von der Königin unterschrieben worden sind - sie könnte ein Gesetz zurückweisen. Der Hof, der Adel, alle Anhänger der Monarchie tragen dazu bei, die Monarchie als Institution im Lande zu stärken und vielfältige Einflüsse zu nehmen, die den Interessen des Hofes dienen.

Die britische parlamentarische Monarchie regiert nicht mehr direkt,
aber auf vielfältigen Wegen der Einflussnahme noch indirekt. Das politische System kaschiert die monarchische Macht. Wie sehr diese zu Geltung kommen kann, hängt allerdings von der Intelligenz, des persönliches Geschicks, der Kenntnisse und der politischen Erfahrungen des jeweiligen Monarchen an. Darin liegt durchaus eine Chance, erhebliche Macht auszuüben! Die Queen hat 65 Jahre politische und repräsentative Erfahrungen und soll sehr klug sein. Als Premierminister Tony Blair sein Amt antrat, wollte er eigentlich das Land umgestalten und die Monarchie abschaffen. Als er das Amt verließ, war er ein großer Anhänger der Monarchie - und der regierenden Königin. Das sagt was aus!

MfG

Arnold

Nein, zu "sagen" hat sie nichts, auch wenn sie Oberbefehlshaberin der Armee ist (sie ist die "de jure"-Befehlshaberin, de facto ist es der Premierminister).

Ansonsten hat sie repräsentative Aufgaben wie bei uns der BuPrä.

Die königliche Familie genießt aber im Volk hohes Ansehen und die Existenz wird von keinem Briten richtig bestritten.

Ja....

Sie ist Oberbefehlshaber der Streitkräfte
Und
Ist der Kopf der Angelikalen Kirche

Ist ist befähig die Streitkräfte nach eignen ermessen einzusetzen

Ausserdem ist sie in den meisten Commonwealth Staaten Staatsoberhaupt mit unterschiedlich en rechten

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