Hat die Natur / Evolution / Zellen eine Art eigenes Bewusstsein?

...komplette Frage anzeigen

11 Antworten

Auf die Frage wirst du sicher keine befriedigende Antwort erhalten, denn niemand kann es sicher beantworten.

Meine Antwort wäre schlicht und einfach: "Weil es eben so ist", also in dem Sinne, es hat sich so ergeben, weil es sich als effektivsten Weg herausgestellt hat. Sich Natur und Evolution als ein "Wesen" vorzustellen, das denkt und macht ist aber falsch, es ist einfach nur das Zusammenwirken aller möglichen Faktoren, es gibt kein Ziel und keinen höhheren Sinn, von diesem Gedanken muss man sich einfach lösen.

Eine zunehmende Komplexität ist der natürliche Lauf, das sehen wir nicht nur in der Natur, sondern auch in der menschlichen Technologie.

So ein Wackelpudding, könnte als Lebensform aber nicht direkt entstehen, denn Leben ist ein "System" dem ständig Energie zugeführt werden muss, aber ähnliche Lebensformen haben wir auch hier man denke da z.B. an Schleimpilze oder Quallen, die machen natürlich aber auch schon eine ganze Menge mehr als nur "herumwackeln".

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

"Die Natur etc." zieht keine Schlüsse und sie weiss nichts. Von dem Moment an, als die Naturgesetze anfingen zu existieren, lief einfach alles in der Natur gemäss dieser Gesetze ab - ganz von selbst, ohne Kontrolle von "aussen".

Ich denke, dass vor allem die Zeit in Verbindung mit den Hauptsätzen der Thermodynamik hier die Richtung vorgibt. Lass dir das lieber von einem Physiker erklären, der kann das besser als ich. Es handelt sich letztlich wohl um Prozesse der Selbstorganisation im Sinne dissipativer Strukturen.

Sofern es Lebewesen betrifft, beantwortet die Evolutionstheorie alle deine Fragen erschöpfend. Der Platz reicht aber hier nicht aus, um das zusammenzufassen. Hier sind die Bücher von Richard Dawkins wirklich empfehlenswert.

Auf noch tiefergehende Fragen, wie z.B. warum es die Naturgesetze in dieser Form überhaupt gibt, warum Materie und Energie äquivalent sind, oder warum der Raum genau aus 3 Dimensionen + Zeit, und nicht aus 73 besteht, hat vermutlich niemand eine Antwort.

Das Gefühl, dass sich Politik und Medien, aber auch viele Mitbürger, ständig nur mit kleinkarierten Nebensächlichkeiten beschäftigen und keinen Blick für die wirklich wichtigen Dinge in der Welt haben, teile ich voll und ganz. Aber jeder Mensch muss seinem Leben letztlich selbst einen Sinn geben. 

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Die Natur "weiß" nichts, die denkt nicht und plant nicht. 

Prinzipiell sollte man die Entstehung von Leben von der Entstehung der Arten trennen.

Ersteres ist auf den Prozess der Abiogenese zurückzuführen und basiert schlicht auf den Eigenschaften gewisser Moleküle, wie Lipide, Nukleotide und Aminosäuren, Aggregate und Polymere zu bilden sowie katalytisch aktiv zu sein.

https://www.newscientist.com/article/mg21128251-300-first-life-the-search-for-the-first-replicator/

Die Entstehung der Arten geht nun auf den Prozess der Evolution zurück und dieser setzt erst an, wenn es bereits einen Organismus gibt welcher in der Lage ist seine Erbinformationen zu speichern und an seine Nachkommen weiterzugeben. Zu Beginn des Lebens dürfte beides von RNA erfüllt worden sein, später wurde die Funktion auf die DNA übertragen. Um die Erbinformation an Nachkommen zu übertragen muss diese vervielfältigt werden, ein Prozess der fehleranfällig ist. Durch diese Fehler, Mutationen, entstehen neue Eigenschaften und alte gehen verloren. Wenn diese neuen Eigenschaften einen Vorteil im Überlebenkampf bieten setzen sie sich durch, wenn nicht sterben sie aus. So entsteht aus deinem "Wackelpudding" ein Mensch. 

Mehrzelligkeit bat Vorteile gegenüber Einzelligkeiz, Sinnesorgane Vorteile gegenüber jenen Organismen welche nicht über ebendiese verfügten. 

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Hallo,

eine wissenschaftliche Antwort auf dir Frage, was zu Veränderungen in Zellen führt, findest Du bspw. in dem Buch "DAS KOOPERATIVE GEN" von Joachim Bauer - ist nur ein Beispiel.

Kurzversion: Die Fähigkeit, auf Veränderungen der Umwelt mit Änderungen zu reagieren, die AUCH vererbbar werden können (also die Änderungen in den Zellen!), diese Fähigkeit ist permanent und latent in den Zellen von Lebewesen VORHANDEN.

Eine andere Frage ist, wie die Zellen diese Fähigkeit "erhalten" haben. Anhänger der Evolution behaupten, dies hätte sich so entwickelt durch "Zuchtwahl". Anhänger der Schöpfung vertreten die Ansicht, diese Funktionalität von Zellen wurde von einer Intelligenz so erschaffen.

Gemessen an den wissenschaftlich gesicherten Erkenntnissen, die heute verfügbar sind, dürfte eine "evolutionäre" Ursache für die Komplexität unseres Planeten und der Vielfalt des Lebens darauf NICHT in Frage kommen.

Aber der Mensch glaubt, was er will.....

cheerio

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
ThomasJNewton 26.06.2016, 14:32

QED

Das Quod wurde leider gelöscht, oder ich war zu blöd, es abzuschcken.

0
raimas 26.06.2016, 16:08

Ich habe Bauers Buch zwar nicht gelesen, aber diese Rezension 
http://www.spektrum.de/rezension/die-darwin-dnadas-kooperative-gen/980308
lässt vermuten, dass er leider die Evolution nur bruchstückhaft verstanden hat. Sonst würde er z.B. nicht behaupten, dass die Endosymbionthentheorie "in keiner Weise zu den Dogmen des Darwinismus" passt. (Sie ist sogar mit Dawkins Bild vom "egoistischem Gen" vereinbar!)

Ich würde von diesem Buch abraten!

Mit "wissenschaftlich gesicherten Erkenntnissen" zu argumentieren ist übrigens ein bisschen riskant, wenn man keine Ahnung davon hat. Denn selbstverständlich unterstützen diese Erkenntnisse ausnahmslos die Erklärung durch Evolution.

2
gromio 26.06.2016, 22:05
@raimas

Das ist ja super: Von einem Buch abraten, dass Du selbst nicht gelesen hast.

Ich empfehle JEDEM; das Buch von Bauer zu lesen UND die Kritiken dazu.

Nun zur Sache:

Bauer schreibt in der Tat auf Seite 53, das die Endosymbiose NICHT zu den Dogmen des Darwinismus passt. 

Er erläutert dies auch sehr wohl: Die Darwin-ET geht von langsamer, steter, kontinuierlicher ENTWICKLUNG aus. 

Die Endosymbiose hingegen ist - einfach ausgedrückt - eine Modifikation eines bestehenden Zeltsystems. ARCHÄA-Zellen nahmen Bakterien in sich auf, diese wurden dann ein Teil ihres Zeltorganismus, eine Symbiose einer Zelle mit einem Bakterium. Bei Darwin würde eine nicht überlebensfähige Zelle eigentlich durch natürliche Auslese "verschwinden", hier hat sich diese Zelle jedoch durch eine Symbiose vor dem Untergang gerettet.

In der Tat passt dies nicht zu Darwins Idee, insbesondere deshalb nicht, weil die Option der Aufnahme des Bakteriums ein in biologischem Leben angelegter Prozess derartiger REAKTION auf veränderte UMWELTbedingungen ist, hier konkret das Auftreten von Sauerstoff in der Atmosphäre.

Die so modifizierten Zellen, sogenannte eukaryontische Zellen, sollen Grundlage für ALLE uns bekannten Lebensformen auf unserem Planeten sein - modifiziert durch vorhandene Reaktion, NICHT durch natürliche Auslese wie von Darwin favorisiert.

Ein kooperatives GEN also, fähig, auf geänderte Umweltbedingungen mit einer Symbiose zu reagieren und so - zu überleben.

DAWKINS spielt in diesem Zusammenhang KEINE Rolle.

Augen auf im kosmischen Verkehr.

cheerio.

0
gromio 26.06.2016, 22:24
@raimas

Ob und wie ich wissenschaftlich gesicherte Erkenntnisse in meiner Argumentation nutze, bleibt meine Sache.

Und keinesfalls unterstützen wissenschaftlich gesicherte Erkenntnisse AUSNAHMSLOS die ET.

cheerio

0

Die Natur hat keinen Plan. Ein Kristall wächst auch nicht nach einem Plan, sondern einfach, weil er so wachsen muss. Deswegen sind Salzkristalle nahezu würfelförmig. Die Struktur ist schon im Molekül angelegt und entsteht dann von selbst.

Beim Leben ist es genau so. Wie es wächst, bestimmen die Gene, da braucht es keinen Wille dahinter. Die Komplexität kommt durch Evolution zu Stande und die ist nicht zufällig. Die Mutation ist zufällig, aber dass Mutationen, die die Reproduktion begünstigen eher weitergegeben werden, ist kein Zufall, sondern nur logisch. 

Manches erscheint uns unnütz oder hinderlich. Um dein beispiel mit Musik und Kunst aufzugreifen, dann ist das nur oberflächlich betrachtet unnütz. Denk mal daran, wie viele Weiber die Rockstars dieser Welt ins Bett bekommen. Die haben zweifelsohne größere Chancen ihre Gene weiterzugeben, als die Leute im Publikum, die ihnen zujubeln. So ist die musikalische Kreativität trotz des hohen Aufwandes ein evolutionärer Vorteil. Es ist nur logisch anzunehmen, dass sich auch bei unseren Vorfahren die Individuen die besten Chancen auf Fortpflanzung hatten, die die Weibchen mit einer besonderen Fähigkeit beeindrucken konnten, auch wenn diese Fähigkeit kein unmittelbarer Überlebensvorteil gewesen sein mag.

Es gibt auch beispiele aus dem Tierreich wie Balztänze, die man als reine Energieverschwendung abtun könnte, würden sie nicht die Chancen zur Fortpflanzung erhöhen.

Warum das alles genau so ist? Wäre eine Pfütze in der Lage zu denken, könnte sie sich auch fragen, warum sie so exakt in die Mulde im Boden passt. Sie könnte sich fragen, ob irgendwer diese Mulde für sie gemacht hat, dabei ist es die Pfütze, die sich der Mulde anpasst. Was an Wasser zu viel ist, fließt weg und das übrige Wasser passt einfach hinein, weil es keine andere Möglichkeit gibt. 
Beim Leben ist es ähnlich. Alles was nicht gut an seine Umwelt angepasst ist, stirbt einfach. So bleiben nur die übrig, die gut angepasst sind. Das erweckt oberflächlich betrachtet den Eindruck, unser Planet wäre lebensfreundlich, aber so wie die Pfütze in die Mulde passen muss, muss jede Spezies dazu geeignet sein, in ihrer Umgebung zu überleben.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Aus deinen Worten geht hervor, dass du die Grundmechanismen der Evolution noch nicht wirklich verstanden hast (das tun wenige). Dieses Verständnis lässt sich nur schwer mal eben übers Internet vermitteln, wenn jemand es nicht bereits auf Anhieb verstanden hat. Bücher zu lesen ist da einfach das beste Mittel um sich einen Überblick zu verschaffen. 

Ein mathematisches Verständnis über Stochastik ist auch notwendig (das ist m.M. nach das Hauptproblem bei den meisten Menschen die die Evolutionstheorie nicht verstehen).


So, trotzdem hier ein Mal kurz zu deinem vermeintlichen "Wackelpudding Problem":

"Aus Zufall könnte auch einfach ein Wackelpudding enstehen"

Wenn der Wackelpudding sich fortpflanzt und sich die Nachfahren genetisch leicht unterscheiden, und bestimmte Variationen bessere Chancen haben sich wiederum fortzupflanzen, dann werden sich mit der Zeit bestimmte Merkmale ausprägen.

Die Natur verfolgt weder Zweck noch eine Absicht, die Tatsache dass unzureichend angepasste Tiere ausgesiebt werden ist so natürlich, wie wenn ich Sand durch ein Sieb schütte und die groben Körner hängen bleiben. Wenn du es so sehen willst, dass das Sieb ein magisches Geschöpf ist das "will" dass die Sandkörner grob sind, dann tu das.


Die Genese von Sinnesorganen ist auch hinreichend beschrieben und lässt sich graduell erklären, es fängt bei primitiven Organismen an mit einer einzelnen Sehzelle die Hell/Dunkel erkennt. Mutationen bei denen diese Zelle mehrfach auftritt, hatten einen Vorteil, somit überlebten diese statistisch gesehen länger und vermehrten sich mehr. Irgendwann bildeten einige Mutationen eine leichte Mulde aus in diesem "Sehfleck" dies ermöglichte das genauere Erkennen von Schemen und Umrissen. Je ausgeprägter diese Mulde, desto genauer, deswegen wurde sie evolutionär automatisch immer ausgeprägter. Irgendwann wurde diese Kuhle zu einer Art Augenhöhle, die nach dem Camera Obscura Prinzip erstmals ein scharfes Abbild produzieren und wahrnehmen konnte.


Das was du als "Willen der Natur" interpretierst, ist ganz einfach Selektionsdruck.


Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Du hast die Thematik offensichtlich nicht verstanden.

Zum Thema Ökosystem: Manche Spezies besetzen einige Sparten zB. die Pflanzenfresser, da das Angebot der Nahrung begrenzt ist, überleben dadurch nur noch jene Spezies die sich auf Fleisch spezialisieren, so verhält es sich mit jeder Sparte. 

Zur Evolution: Die Natur macht es nicht bewusst, aber jene Individuen die per Zufall gut an den Lebensraum angepasst sind, werden eher überleben und dadurch ihre Eigenschaften an den Nachwuchs vererben, dadurch entsteht automatisch und ohne bewusstes Eingreifen eine Art die optimal angepasst ist.

Sinne gab es nicht immer, Quallen besitzen weder Sehsinn, noch können sie hören, schmecken und aktiv fühlen, sie besitzen nicht mal ein Gehirn, alle Sinne traten allmählich und hintereinander auf... da man durch sie ja merkliche Vorteile hat. Mit Musik verhält es sich ähnlich, manche Individuen hatten einfach einen Vorteil dadurch dass sie Musik machen konnten und waren in der frühen Gesellschaft erfolgreicher, darum hat sie sich durchgesetzt und die Evolution hat den Menschen an sie angepasst und ihm Taktgefühl und Musiksinn gegeben, hätte der Mensch damals keinen Vorteil gehabt, gäbe es trotzdem Musik, aber unsere Gehirne wären nicht daran nicht so optimal angepasst.

Wenn man alles so logisch bedenkt, ist alles nur ein grossartiger Zufall.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Zu denken die Natur folge einem Plan ist schlichtweg falsch. Evolution ist ein jahrmillionen alter Prozess der Fehlschläge.

Sprich noch bevor die ersten Einzeller entstanden waren, gab es bereits mehrere hunderte Millionen Einzeller, die nicht überlebensfähig waren. Eine Form hat sich dann aber bewährt und konnte sich vermehren, was eine neue Art erschaffen hatte.

Durch weitere Mutationen und vererbte Veränderungen, bildeten sich so weitere Arten und alte verschwanden wieder.

Eine dieser Mutationen beinhaltete ein Organ, welches Helligkeit erfassen konnte. Dieses Organ verschaffte der Art einen unglaublichen Vorteil, denn die Individuen konnten nun die hellsten Plätze suchen und vor Schatten flüchten.

Auf diese Weise enstand das erste Auge der Geschichte.

Dieses primitive Organ mutierte unzählige Male weiter und die erfolgreichen Mutationen und Veränderungen wurden weitergegeben. So entwickelten sich im Laufe der Zeit die verschiedensten Arten von Augen.

Das Individuum folgt keinem Plan. Es lebt und versucht zu überleben und sich zu vermehren. Gewisse Informationen können an die Folgegeneration weitergegeben werden (genetisches Gedächtnis -Instinkt)  und ihr einen Vorteil verschaffen.

Und das ist alles worum es bei der Evolution geht: Überleben und vermehren.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
LebenderToter 26.06.2016, 13:53

Es wurde gar nicht behauptet, dass alles sofort richtig lief. Darum schrieb ich ja von der langen Evolution.

Aber genau das ist doch die Frage die ich stelle. Woher kommt dieses "try and error" Prinzip um derartige Mutationen zu ermöglichen? Und warum basiert es auf Reproduktion? Haben also Einzeller ein eigenes Bewusstsein um demnach zu agieren?

Der Prozess ist jedem klar, der in Biologie aufgepasst hat, danach wurde aber nicht gefragt. Deine Antwort dreht sich leider nur um meine bereits vorhandene Beschreibung. :/

0
Andrastor 26.06.2016, 14:02
@LebenderToter

Einzeller haben kein Bewusstsein, das Versuch und Irrtum-Prinzip entstand schon bei der Bildung der ersten Aminosäurenketten.

Aminosäuren haben eine Tendenz sich gegenseitig anzuziehen und so entstanden die ersten DNS-Stränge. Das Prinzip kommt daher, dass nicht in Stein gemeißelt ist, dass sich diese DNS-Stränge, die Aminosäuren eben lösen und neu Formieren können. In jeder Zelle spielt sich sozusagen das Szenario der ersten DNS-Bildung erneut ab und dies erzeugt Mutationen.

Die meisten Einzeller vermehren sich asexuell. Sie teilen sich einfach, kopieren sich selbst sozusagen. Auch dies geschieht mittels der DNS und der Aminosäuren. Auf diese Weise können ebenfalls Mutationen auftreten, wenn sich die Aminosäuren des neuen Individuums anders formatieren.

Im Grund ist das alles ein unglaublich chaotischer Prozess und die Chancen auf erfolgreiche Mutationen sind sehr gering.

1
ThomasJNewton 26.06.2016, 14:18
@LebenderToter

WARUM-FRAGEN SIND VERBOTEN!

Nicht juristisch, aber in den Wissenschaften, weil es um das Erwerben und Schaffen von Wissen geht, nicht um Gründe.

Das hat schon seine Gründe, die ich auch nicht 100%ig theoretisch verstehe, weil ich kein Wissenschaftswissenschaftler bin, nur Biologe und Nebenfachchemiker.

Und wenn du jetzt fragst, warum das verboten ist, dann fällt das auf dich zurück.
Selbst wenn diese Warum-Frage nicht verboten ist.

3
ThomasJNewton 26.06.2016, 14:22
@Andrastor

Bei all der rechten Absicht solltest du aber schon auf dem Teppich bleiben.

DNA besteht nicht aus Aminosäuren, und war mutmaßlich an der Entstehung des Lebens nicht beteiligt, sondern ist eher eine späte "Erfindung" des Lebens

3
Andrastor 26.06.2016, 14:32
@ThomasJNewton

Okay, vielleicht nicht Aminosäuren, aber immerhin Amine, also war es nicht völlig falsch was ich gesagt hab.

0
ThomasJNewton 26.06.2016, 14:52
@Andrastor

Es sind auch keine Amine.

Sondern stickstoffhaltige aromatische Heterozyklen, auf Purin bzw. Pyrimidin basierend.

Wenn du schon im Kern deiner Aussage recht hast, mach das doch nicht dadurch kaputt, dass du dich in Details verirrst, wo dir schlicht und einfach das Wissen fehlt.

Damit du mich richtig verstehst, das Wissen muss man nicht haben, um die "Frage" zu widerlegen.
Das geht auch mit viel allgemeinerem Wissen und Verständnis, das du anscheinend hast.

Verständnis kann man nicht weiter begründen, einem Menschen, der Verständnis als Konzept ablehnt.
Da kannst du nur verlieren, wenn du mit Wissen argumentierst.
Selbst wenn das Wissen zu 100 % richtig ist.

Zweck solcher Fragen ist es, mehr oder weniger geschickt und mit mehr oder weniger Wissen das Konzept des Wissens zu widerlegen, und es durch das Konzept des Glaubens zu ersetzen.
Eine solche Diskussion kannst du nicht als Sieger verlassen, weil alles, was du sagst, im falschen Sinne verwurstet wirst.

Auch völlig richtiges wird falsch verwurstet, weil der Wurster hat ein Falschwurster ist.
Da bist du total ohnmächtig.

0
Andrastor 26.06.2016, 14:55
@ThomasJNewton

Chemie war noch nie meines. Ich streue mir Asche aufs Haupt und gestehe diesen Fehler ein.

1
raimas 26.06.2016, 15:25
@LebenderToter

Das "try-and-error"-Prinzip kommt daher, dass irgendwann im Verlauf der Abiogenese Variation entstanden ist, vermutlich, weil die beteiligten Moleküle gross und ihre Synthese damit fehleranfällig war.

Sobald Variation in der Struktur der Moleküle da ist, ist auch Variation in ihrer Synthesegeschwindigkeit da. Noch bevor es so etwas wie Leben gab, gab es also schon natürliche Auslese.

Sobald ein Molekül imstande war, weitgehend identische Kopien von sich selbst herzustellen (durch Autokatalyse), war die Reproduktion entstanden. Und danach gab es kein Zurück mehr. Das sind gewissermassen sich selbst verstärkende Prozesse, die dann einfach immer so weiterlaufen. 

3
gromio 26.06.2016, 22:20
@Andrastor

Lass Dich von diesen Allwissenden wie netten etc. hier nicht verunsichern.

Ein Auszug aus einem Lehrbuch:

Der genetische Code ist die Verschlüsselung der genetischen Information für die Eiweißsynthese in der DNA und RNA. Er ist die besondere (jeweils spezifische) Aufeinanderfolge von Nukleotiden (Basensequenz) der DNA, durch die die Aufeinanderfolge der verschiedenen Aminosäuren in dem entsprechenden Eiweißmolekül festgelegt (verschlüsselt) ist.

Eiweiße sind Aufeinanderfolgende Aminosäuren.

Der genetische Code enthält die Information, wie die Eiweißsynthese, d.h. die Aufeinanderfolge der Aminosäuren zur Bildung der in der GEN-Info festgelegten Eiweiße, die für die verschiedenen Organe/Merkmale eines Lebewesen erforderlich sind.

Du hast ja geschrieben, das die DNS (oder DNA) Grundlage für die Eiweißbildung ANHAND von AMINOSÄUREN IST, und damit hast Du Recht.

Du hast NICHT geschrieben, das die DNS oder DNA aus Aminosäuren besteht, dies hat Mr. Newton wohl falsch verstanden.

cheerio.

0
gromio 26.06.2016, 22:21
@ThomasJNewton

Warum-Fragen sind essentiell, auch in der Wissenschaft.

cheerio

0

Ganz einfach: Die Evolution ist reiner Zufall. Jegliche Mutation im laufe der Jahrmilliarden hat uns hier hin gebracht wo wir sind. Auch uns Menschen. 

Um von Suppe zu Menschen zu kommen gibt es ein interessantes Experiment "Miller-Urey-Experiment", schlag es mal nach, ist sehr interessant und umfangreich auf Wikipedia beschrieben.

Es handelt sich hierbei wie gesagt um viele Zufälle die eben nicht zum Wackelpudding geführt haben weil Wackelpudding nicht überlebensfähig ist. Klingt dämlich, ist aber so. Vielleicht gab es ja in dieser Ursuppe ein Gelatinemolekül welches vor sich hin gewabbelt hat. Möglich? JA! Aber das sich daraus etwas entwickelt ist eben gering möglich. Wie aber Zellen zum Beispiel zu ihrer Zellwand gekommen sind, ist durch Membranen wie von Seifenblasen addiert mit Organellen passiert (Nur eine Theorie). Was aber erklärt wieso sich viele Bakterien in ihrer Zellwandstruktur ähneln.

Der Rest, von Bakterien zum Menschen ging schnell da der Grundbaustein gegeben war. Von da an war alles Aktion->Reaktion mit der Evolution im Hintergrund. Das alles über einen großen Zeitraum.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Die Natur weiss da garnichts, denn sie hat kein Bewußtsein. Es ergeben sich einfach Mutationen und Selektionen, die sich entweder bewähren und dann beibehaltwen werden, oder es sind Sackgassen weil eben nicht bewährt und die Art geht dann unter, bzw. erfährt nen neuen Wandel.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
gromio 26.06.2016, 14:46

bliBlaBLubb-----schwuppdiwupp ist aus einem Eiweißmolekül ein Mensch entstanden.....

1
raimas 26.06.2016, 15:30
@gromio

Nö. Das behaupten nur Kreationisten, wenn sie Wissenschaftler verleumden.

0
voayager 26.06.2016, 15:43
@raimas

meine Güte, das war ja nur von mitr ein kleiner Hinweis, mehr sollte es nicht sein. Natürlich war es eine Gemengelage aus Evolution, Selektion und Mutation, also ein komplizierter Verlauf, der zum Menschen hinführte. Zwischenschritte en masse gab es und Sackgassen auch noch usw.

0
raimas 26.06.2016, 16:09
@voayager

Meine Güte, mein Kommentar bezog sich auf gromio, nicht auf dich! Erstmal genauer hinschauen!

0
voayager 26.06.2016, 16:38
@raimas

Entschuldige, das habe ich mißverstanden. Es macht sich recht oft gut aus, ein @-Zeichen zu setzen und dann den Namen. Ich gebe zu, dass ich das zeitweilig auch vergesse und dann für Mißverständnisse zuweilen Anlass gebe.

0

Folgendes Video als Ergänzung, um mich evtl. besser zu verstehen. ;)

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Was möchtest Du wissen?