Hat die Meditation wirklich das Potential die Konzentration, Emotionsregulation, Intelligenz und Persönlichkeit sehr wirksam zu beeinflussen?

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9 Antworten

Hallo Zellsoma,

ja, das passt! Meditation hat vielfältige Einflussmöglichkeiten, die sogar wissenschaftlich belegt werden konnten. Ich meditiere selbst seit Jahren und kann es nur bestätigen.

Je nach Meditationsart kann es auch die Empathie steigern, die Spiritualität, die Gelassenheit, die Achtsamkeit etc. Es ist eine interessante und spannende Erfahrung, die der Persönlichkeitsentwicklung positiv dienst.

Wenn Du noch Fragen hast, schreibe mir gerne einen Kommentar. Nach den vielen Jahren der Selbsterfahrung, unterrichte ich auch unter anderem Meditation.

LG

Buddhishi

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Kommentar von ZellSoma
10.02.2017, 14:05

hallo buddhishi

herzlichen dank für deine antwort.

ich praktiziere meditation seit 2006. damals hatte ich das erste mal in psychologie von mbsr nach jon kabatt zinn erfahren.

ich habe seitdem einige bücher über meditation und buddhismus gelesen.

meine meditationspraxis ist unregelmäßig. es gibt zeiten in denen ich keine meditation mache, es gibt zeiten in denen ich 30 minuten meditiere und es gab zeiten in denen ich stundenlang meditiert habe.

unterstützung beim erlenen der meditation und achtsamkeit habe ich in der klinik roseneck in prien am chiemsee bekommen.

bisher habe ich mich meist auf den rücken gelegt (weil ich adipös bin) und habe meine aufmerksamkeit auf meinen atem gerichtet.

ich praktiziere, wenn ich draussen unterwegs bin generell aucht achtsamkeit (und lasse mein smartphone meistens in der tasche) und schaue mir die umgebung und die menschen an.

ich hatte in einem buch auch mal gelesen, wie man ein mantra anwenden kann. ich empfand das innerliche aufsagen dieses mantra als sehr intensiv. ich weiß allerdings nicht mehr wie es heißt.

ich habe im internet auch die 6 phase meditation kennen gelernt.

mich interessiert, welche formen der meditation es noch gibt und wie man diese praktiziert?

denn ich habe das gefühl, das ich mich durch meditation schon gut entwickelt habe, dass es jedoch sicher noch möglichkeiten gibt, meditation anders zu praktizieren und davon zu profitieren.

momentan lese ich das buch "das weise herz" von jack kornfield. ich finde es faszinierend, dass es mit meditation möglich sein soll sehr weitreichenden einfluss auf den geist zu nehmen.

ich habe gehört, dass buddhistische mönche, die 40.000 bis 60.000 stunden meditiert haben sehr starke gamma-wellen in ihrem gehirn erzeugen können und das ab diesen bereich dann scheinbar alles neuronal integriert wird und durch noch weniger hirnaktivität noch intensivere bewußtseinszustände erreichbar sind.

ich hatte schon darüber nachgedacht einen meditationskurs zu besuchen oder in das buddhistische zentrum essen zu gehen, um noch intensiver mit den meditationstechniken und den unterweisungen der langjährig praktizierenden in kontakt zu kommen.

einiges vom buddhismus fand ich faszinierend, einiges vom buddhismus, wie ich ihn kenne, fand ich erschreckend. vor allem das was den tod angeht und die widergeburt.

meditation ist ja auch ohne diese religiösen gedankenwelten möglich.

und sicher gibt es noch sehr viel positives, was ich nicht kenne.

ich habe mal zu dem thema buddhismus ein brainstorming gemacht und dann einzelne wörter mit wasserfarben zu papier gebracht.

gerne möchte ich noch mehr lernen zum thema meditation und gerne möchte ich die wirkung spüren, die in den büchern beschrieben wird.

direkt gleich werde ich mal wieder meditieren.

ich danke dir für deine aufmerksamkeit und freue mich auf eine antwort.

liebe grüße
ZellSoma

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Ja, hat sie. Allerdings funktioniert das nicht mit irgend einer Kaffeekränzchen-Meditation am Sonntagnachmittag. Man muss sich dabei schon tüchtig reinhängen: Zum einen was die Praxis betrifft. Und wenn man nicht einen sehr guten Lehrer hat muss man sich zum anderen auch selber um die Theorie kümmern. D.h. sich z.B. ein bisschen in den Buddhismus einzulesen kann schon hilfreich sein. 

Ein gutes Unterscheidungsmerkmal ist z.B., ob man eine permanente Veränderung anstrebt, oder ob man es schneller aber nur von kurzer, vorrübergehender Effekt-Dauer haben will.

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Glaube ich nicht.

Man hat heraus gefunden, dass sich der Mensch nur ändern kann, wenn es ihm gelingt, das Denken zu ändern. Denn die Gedanken steuern unser Handeln und unsere Gefühle und unser Unterbewusstsein.

Das Problem, das sich dann stellt ist, wie soll ich denn denken. Es gibt soviele Möglichkeiten. Einigen ist es dann noch schlechter gegangen als vorher.

Als Einstig für erfolgreiches Denken wäre --  um sich zu schauen und das Positives erkennen wollen. Auch bei allen Menschen hat es positive Merkmale, wenn man genau hinschaut. (die Negativen sieht man automatisch)

Indem du versuchst das Positive in einer Situation erkennen zu wollen, bist du schon einen Schritt weiter gekommen. Ueberall ist was Positives drin.


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Ja, meiner Erfahrung nach kann Meditation viel bewirken - freilich nicht über Nacht. Wer gut Klavier spielen möchte, muss viel üben. Ähnlich ist es bei der Meditation; es ist wie ein Muskel (der Achtsamkeit, Ruhe und Konzentration), der trainiert werden muss. Idealerweise täglich. Meiner Erfahrung nach ist es sehr hilfreich, in einer Gruppe zu sein oder einen Kurs zu besuchen.

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Bei einer Meditation begibst du dich in einen anderen Bewusstseinszustand als im normalen Wachbewusstsein. Somit befindest du dich in einer Trance / hypnotischem Zustand. Keine Angst, das ist nicht weiter schlimm! Du hast in solch einem Zustand die Möglichkeit Veränderungen einzuprogrammieren, da dein Unterbewusstsein für Suggestionen geöffnet ist. Um eine gute Wirkung zu erreichen sollten deine Suggestionen mehrfach geübt werden, sprich die Meditation mehrfach wiederholen. 

Gruß Markus

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Kommentar von gottesanbeterin
15.02.2017, 04:29

Eine Meditation hat weder mit Trance, noch mit Hypnose zu tun, im meditativen Zustand ist man wach und aufmerksam!

Trance ist Trance, Hypnose ist Hypnose, Meditation ist Meditation. Eine Meditation verfolgt das Ziel, einen besonderen Bewusstseinszustnd zu erfahren, den Samadhi-Zustand. Weder Trance, noch Hypnose, auch keine Form von Suggestionen können helfen, diesen Zustand zu erlangen.

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Ja, Meditation kann diese Bereiche beeinflussen. Aber nicht über Nacht. Dies sind Effekte, die langfristig auftreten wenn du täglich meditierst. Durch Meditation lernst du kurzfristig Geduld zu üben, unangenehme Momente zu ertragen und kannst dich vom stressigen Alltag entspannen. Wobei zu sagen ist, dass besonders am Anfang Meditation eine ganz eigene Art von Stress sein kann. (Gerade sitzen, Schmerz von einschlafenden Gliedern, Langeweile wenn du deine Gedanken nicht beruhigt kriegst, etc.pp.)

Meditier besonders am Anfang nicht zu viel. Fang den ersten Monat mit 10 Minuten jeden Abend oder Morgen an. Steiger dich dann jeden Monat um zwei/drei Minuten. Es nützt nichts, sofort eine Stunde zu meditieren..

Nutze für den Anfang ebenfalls eine schonende Meditationshaltung und wechsel sie vielleicht auch alle paar Tage mal. Ich meditiere am liebsten auf einem Stuhl, da ich schnell tagelange Knieschmerzen vom Schneider-/Lotussitz kriege. Man kann auch im Stehen oder laufen meditieren.

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Kommentar von xAnimeLovex
10.02.2017, 10:24

Meditation funktioniert meiner erfahrung nach in nahezu jeder Körperhaltung, klar gibt es gute und eher weniger gute Haltungen dafür, aber möglich ist es dennoch. Jedenfalls eine gute Antwort, dafür gibts ein + :D

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Bei den Punkten Intelligenz und Persönlichkeit, würde ich ein dickes Fragezeichen vor setzen. Aber die anderen beiden Sachen kann ich so abnicken 

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Kommentar von matmatmat
10.02.2017, 07:10

Genau meine Antwort.

Darüber hinaus kommt es noch drauf an, was man "sehr wirksam" nennen würde. Eine Hirn OP oder Medikamente bewirken mit Sicherheit eine schnellere, krassere Veränderung. Aber für Konzentration, Emotionskontrolle... kann man wohl unterschreiben, daß Meditation einen Einfluß hat / was verändern kann.

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Prof. Metzinger

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