Hat die Flüchtlingskrise Deutschland gespalten und was bedeutet das?

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14 Antworten

Die Flüchtlingskrise hat dazu sorge getragen, dass man sich aktiv mit dieser Thematik auseinandersetzt. Oft werden solche Diskussionen subjektiv geführt und dabei meistens fehlgeleitet. Die meisten Argumentationen sowohl auf der politischen als auch gesellschaftliche Ebene nicht sachlich und differenziert ausdiskutiert Viele Rechtspopulistische Parteien sehen hier ihre Chance.

Eine Spaltung bedeute mindestens zwei starke Gruppen die meist subjektiv aufeinander zugehen bzw. voneinander abwenden. Derzeit sehe ich unsere Gesellschaft noch nicht als Gespaltet sondern einer Spaltung gefährdet, so meine Meinung.

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Sagen wir es gibt zwei unterschiedliche Ansichten.

Es gibt Bürger die große Befürchtungen haben, dass die Flüchtlinge in unserem Land große Veränderungen bringen. Das sich Deutschland von sich selbst entfremdet. Interessanter Weise ist die Pegida, die vor der "Islamisierung des Abendlandes" warnt, in den Ländern stark, wo es nur wenige Christen gibt.

Und es gibt die anderen Bürger, die sagen, es ist unsere Pflicht den Menschen zu helfen, die vor dem Krieg in ihrem Land flüchten. Eine Ansicht, die auf christlichen Grundwerten basiert.

Ich denke mal, diese Grundhaltungen gab es schon immer, nur wurde das im letzten Jahr mit den vielen Flüchtlingen polarisiert.

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Die einen wandern resigniert aus.Der Auswanderungsüberschuss beträgt 150.000 Deutsche gegenüber den einwandernden Ausländern.Das Land blutet also aus.Die anderen sind begeisterte "Deutschland verrecke " Anhänger.Sie sind dem Ziel näher als Sie selbst glauben.Andere bekämpfen die Zustände.Die ersten  wissen sich nicht mehr zu wehren,als zu demonstrieren.Sie sind das Pack.Alle anderen hoffen,irgendwe geht es schon weiter,es ist ja noch immer jut jejange.Oder stell Dir ein Holzscheit vor.Du nimmst die Axt und schlägst mit halber Kraft auf den Klotz.Die entstandenen Scheite fliegen nicht auseinander ( Bürgerkrieg) sondern ein paar Holzfasern halten die gespaltenen Stücke noch zusammen.(Jetzige Lage) Beste Grüße

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Kommentar von LetzterRitter
31.08.2016, 11:18

Schön auf den Punkt gebracht.

Da merkt man, wie 40 Jahre 68er-Pädagogik sich in den Köpfen grade der jungen Generation festgebrannt hat.
Man sieht schön, wie wahnhafte Toleranz für alles und jeden, gepaart mit einem gradezu manisch zelebrierten Schuldsakrileg urtiefste menschliche Instinkte auszuschalten vermag.

Hier ein schöner Artikel dazu:
http://www.deutscherarbeitgeberverband.de/textezurfreiheit/2016_08_22_dav_freiheit_staat.html

Die Zustände in Deutschland erinnern einen an die übersättigte, dekadente Gesellschaft im alten Rom, kurz vorm Untergang.

Aber es wurde alles dafür getan, dass es so wird, daher denke ich, dass es auch so gewollt ist.
Traditionelle Werte wurden gezielt geschwächt (Tradition, Familie, Ehe usw.) und noch so kleinste Minderheiten gegenüber der Mehrheitsgesellschaft massiv übervorteilt.

Ich denke ich werde nach meinem Studium auswandern.

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Kommentar von ceevee
31.08.2016, 12:27

Die ersten  wissen sich nicht mehr zu wehren,als zu demonstrieren. Sie sind das Pack.

Mit "Das Pack" hat Sigmar Gabriel nicht irgendwelche harmlosen Pegida-Demonstranten bezeichnet, sondern ganz explizit die Rechtsradikalen, die in Heidenau randaliert haben. Leute, die mit diesen rassistischen Straftätern sympathisieren, dürfen sich allerdings auch gerne mit "das Pack" angesprochen fühlen. Die dürfen sich dann allerdings auch nicht wundern, warum man sie als "Nazis" bezeichnet.

https://de.wikipedia.org/wiki/Fremdenfeindliche_Ausschreitungen_in_Heidenau

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Doch so viel Rechts hat es vorher noch nie gegeben und so viele Verurteilungen von besorgten Menschen in die Rechtsschiene!

Freunde gehen auf Freunde los beenden Freundschaften!Menschen werden verurteilt weil sie die AFD als Lösung ansehen.

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Diese Spaltung habe ich selbst erfahren. Ein guter Bekannter, fast Freund, hat die Beziehung zu mir abgebrochen, weil ich Kritik an Merkels Politik übte. Das war für mich ein Schock. Ich hatte gedacht, dass wir über alles reden könnten. Aber er sah eine Kluft: Wenn du nicht für diese Politik bist, bist du gegen mich. 

Der Riss geht durch Familien, Vereine, Belegschaften. Wobei die Mehrheit laut Umfragen Merkels Politik ablehnt. Aber die Willkommens-Minderheit ist sehr einflussreich in den Medien, Parteien etc. 

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Kommentar von LetzterRitter
31.08.2016, 17:38

Ich freue mich schon auf deren Gesichter, wenn es hier losgeht...

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Von Spaltung würde ich nicht reden. Die "Besorgten Bürger" sind eine kleinere Teilgruppe in der Bevölkerung, die nicht mal homogen ist.

Und die Flüchtlinge waren nur ein Auslöser. Besonders Männer, die mit eher schlechteren Ausbildung oft gegen Jüngere, Frauen, Ausländer nicht mehr mithalten konnten sind unzufrieden. Sie haben das Gefühl, dass ihnen ihre angestammten Privilegien weggenommen werden.

Diese Gruppe hat sich früher vom Euro überfordert gefühlt und wird auch in Zukunft neue Feindbilder schaffen. Meist sehnen sie sich nach einem imaginären "Früher", dass irgendwo zwischen den 30ern und 80ern in der DDR und der alten BRD liegt.

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Kommentar von BTyker99
31.08.2016, 14:46

Ich habe eher den Eindruck, die sogenannten Gutmenschen, oder Flüchtlingsbefürworter sind eine kleine Teilgruppe. Diese sind allerdings öffentlich stärker wahrnehmbar, weil die Gegenseite sich nicht traut, ihre Meinung kund zu tun, da sie Angst vor der gesellschaftlichen Reaktion hat.

Selbst wenn die AfD, NPD und co. nur 20% erhalten würden, bedeutet das nicht, dass 80% die aktuelle Flüchtlingspolitik befürworten. Ich bin mir sicher, dass auch z.B. innerhalb der CDU viele ganz anderer Meinung sind, als die Parteiführung.

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Ja, ich denke auf jeden Fall, dass es diese Spaltung gibt. Ich kann dazu aus meinem Bekanntenkreis berichten:

Die Flüchtlingskrise ist sicherlich auf jeder Party schonmal zum Thema geworden, aber sobald man weiß, dass das Gegenüber eine andere Meinung dazu hat, traut man sich eigentlich nicht, weiter ins Detail zu gehen, um die Freundschaft nicht zu gefährden. Gleichzeitig macht sich bei mir aber auch eine Verachtung für bestimmte Personen breit, die meiner Meinung nach eine naive Vorstellung von den Folgen der von ihnen gewünschten Politik haben.

Selbst innerhalb meiner Familie ist das Thema ziehmlich tabu, auch wenn ich einige wenige, entfernte Verwandte kenne, die offen darüber reden. Z.B. ein Onkel, der in der Flüchtlingshilfe tätig ist, und schon immer ein N*#i war. Ich bin mir sicher, dass das Thema auch für viele andere wichtig ist, aber aus Angst vor den Reaktionen nicht angeschnitten wird.

In meiner Nachbarschaft kann ich diese Spaltung auch nachvollziehen: In meiner Straße ist jemand, der die Flüchtlingshilfe toll findet, und auch ehrenamtlich tätig ist. Ein anderer zeigt den "Neubürgern" (so nennt er sie selbst), die Landschaft und veranstaltet gemeinsame Spaziergänge. Ich hingegen würde eher dafür spenden, eine Mauer zu finanzieren und überlege wie ich persönlich dazu beitragen kann, Deutschland für "Flüchtlinge" weniger attraktiv zu machen.

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Doch man spürt es immer mehr,alleine schon dieses Rechtsthema ist richtig aktuell geworden!

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Deutschland war schon immer gespalten in ein Oben und ein Unten, in ein reich und in ein arm.

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Es hat Veränderungen herbei geführt!

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Das kannst Du hier und jetzt an den Antworten merken !

Wie ist denn Dein persönlicher Eindruck ?

Nehmen Dir die hier gestrandeten Menschen etwas fort , oder bedrängen sie Dich in irgend einer Weise ?

Sorry , aber ich möchte den tieferen Sinn , dieser ( Deiner ) hier oft und detailgetreu diskutierten Frage verstehen...?

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Kommentar von ThommyGunn
31.08.2016, 10:51

Mir geht es hier nicht um die Flüchtlinge an sich, ich tue mir schwer damit was es mit der Spaltung der Gesellschaft auf sich haben soll, ich denke man kann ohnehin nicht von "der Gesellschaft" sprechen, insofern weiß ich nicht, wie man sie dann spalten kann.

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Spaltung der Gesellschaft heißt, dass es 2 vorherrschende Meinungen gibt, die sich widersprechen.

Im Fall der Flüchtlinge wäre das die Willkommenskultur auf der einen Seite und die strikte Ablehnung auf der anderen.

Ich glaube allerdings, dass ein solches Ereignis die Bevölkerung nicht spaltet. Es zeigt lediglich, wie die Bevölkerung ohnehin drauf ist.

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Kommentar von Neutralis
31.08.2016, 10:43

Ich würde sogar weitergehen und behaupten, dass es nicht nur um Willkommen oder nicht Willkommen geht, sondern um links und rechts.

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Mit Gespalten ist denke ich mal rechts und links gemeint. Mittlerweile merke ich selber wie ich von Freunden angegriffen werde, sobald ich nicht die gleiche politische Meinung habe. 

Bei einen Terroranschlag habe ich gesagt "Ist doch eh wieder ein Moslem vom IS." Eine Freundin hat daraufhin den Kontakt abgebrochen (war linksextrem) und meinte ich wäre ein Neo-Nazi.

An Ende stellte sich heraus, dass ich Recht hatte und ich das nichtmal rassistisch meinte, sondern die Wahrscheinlichkeit war statistisch einfach höher.

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Kommentar von DirectionFreak
31.08.2016, 10:44

Die von der IS sind keine moslems. :)

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Kommentar von ThommyGunn
31.08.2016, 17:20

Das auf rechts/links herunter zu brechen ist zu einseitig, mein Friseur ist ziemlich links, ich rede offen mit ihm, ihm bereitet die AfD Sorge aber in vielen Dingen sind wir gleicher Ansicht, wir geraten deswegen auch nicht in Streit, auf der anderen Seite sind viele "Bahnhofklatscher" CDU-Wähler und damit nicht unbedingt links.

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Die Flüchtlingskrise hat Deutschland insofern gespalten, dass jeder, der sich vernünftig dazu äußert, von Leuten die nicht in der Lage sind sachlich zu bleiben, als Na*i abgestempelt werden. Bumm. Das ist einfacher.

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Kommentar von Daria700
15.09.2016, 10:55

Allso das trifft es genau!Man darf keine Ängste Bedenken äussern,Vorfälle mit Flüchtlingen dan ist man schon rechts!

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