Hat der Wunsch des Volkes nach einem geeinten Deutschland zum Aufstieg der NSDAP geführt?

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5 Antworten

Hallo Lilian060186!

Umgekehrt: Der Aufstieg der NSDAP hat zur Spaltung Deutschlands geführt. Vor dem Aufstieg der NSDAP gab es keine Teilung.

Nach den wirtschaftlichen Katastrophen 1. Weltkrieg - Inflation - Weltwirtschaftskrise waren die Wünsche des Volkes auf Sicherheit, Arbeitsplätze und Wohlstand gerichtet.

Das haben die Nazis versprochen und das Gegenteil gebracht.

Gruß Friedemann

Umgekehrt: Der Aufstieg der NSDAP hat zur Spaltung Deutschlands geführt. Vor dem Aufstieg der NSDAP gab es keine Teilung.

das ist vollkommener Blödsinn. Deutschland hat nach dem ersten Weltkrieg durch den Versailler Vertrag grosse Gebiete an Polen, das Sudetenland an die Tschechei und Elsass Lothringen an Frankreich verloren. Natürlich hat die NSDAP auch deshalb Stimmen errungen, weil die Vertriebenen hier eine CHance sahen, ihre Geburtshäuser etc wieder zu bekommen.

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@Halbammi

Ach, und haben sie ihre Geburtshäuser wiederbekommen? Oder hat die NSDAP nicht dafür gesorgt, dass es noch mehr Vertriebene gab, dass Deutschland in Ost- und Westdeutschland geteilt wurde?

Und übrigens sind die Grenzen des Deutschen Reiches vor dem 1. Weltkrieg ja keineswegs naturgegeben, sondern aufgrund von Eroberungskriegen entstanden!

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Ja, das Volk hatte definitiv den Wunsch nach einem geeinten Deutschland, und das hat der NSDAP viele Wählerstimmen gebracht:

 

Es geht hier um mehrere unterschiedliche Trennungen:

Nach dem ersten Weltkrieg war ja die K&K-Monarchie zerschlagen worden, und das verbliebene Österreich wollte dann natürlich dem deutschen Reich beitreten. Genau dieser Anschluss an das Reich ist Österreich aber von dem Siegern des 1. Weltkriegs explizit verboten gewesen.

Und dann gab es eben in der deutschen Politik einerseits die Parteien, welche die Versailler Verträge einhalten wollten - und andererseits vor allem Hitlers NSDAP, die stets gefordert hat diese Verträge zu ignorieren und zu brechen.

Und die Einhaltung der Versailler Verträge war im Volk nicht sonderlich beliebt (um es gelinde zu sagen) und darum war dies eines der wirksamsten Argumente, mit dem die NSDAP Wahlen gewinnen konnte.

 

Österreich war nicht der einzige Fall:  man kann auch die Ruhr-Besetzung in die Kategorie "nicht geeintes Deutschland" einstufen, auch das war ein Thema mit dem die NSDAP viele Stimmen gewinnen konnte.

Und auch die nach dem 1 WK abgetrennten Gebiete, vor allem die in Polen. Und das Sudetenland, dessen Bewohner auch zu Deutschland wollten.

Hitler hat es geschafft, diese populäre Forderung - modern gesprochen - zu "besetzen" und so Wähler zur NSDAP zu ziehen. Die anderen Parteien haben den Fehler gemacht, zu sagen dass deutsche Einheit schon schön wäre aber man müsse halt die Versailler Verträge einhalten - damit haben sie diese Forderungen der NSDAP inhaltlich bestätigt und zugleich sich selber als unfähig dargestellt, sie zu erfüllen.

Du spielst auf die 1919 abgetretenen Gebiete an? Diese waren für die Wahlentscheidung nicht unwichtig, aber die Hauptprobleme waren die Wirtschaftskrise, die Arbeitslosigkeit, die soziale Kluft, die Instabilität der Demokratie, die schwache Politik der nichtnazistischen Parteien sowie der Wille kapitalistischer und adliger Kreise, ein autoritäres Regime aufzurichten. 

Das damalige Volk suchte Sicherheit, Absicherung und Ordnung. Die NSDAP hat durch deren populistischen und national bezogenen Gedankengut viele Wähler gewonnen.

Wie bitte? DEutschland war geeint, das musste man sich nicht wünschen. Getrennt war Deutschland erst seit einiger Zeit nach Kriegsende bis 1989.

das ist vollkommener Blödsinn. Deutschland hat nach dem ersten Weltkrieg
durch den Versailler Vertrag grosse Gebiete an Polen, das Sudetenland
an die Tschechei und Elsass Lothringen an Frankreich verloren. Natürlich
hat die NSDAP auch deshalb Stimmen errungen, weil die Vertriebenen hier
eine CHance sahen, ihre Geburtshäuser etc wieder zu bekommen.

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@Halbammi

Das Sudetenland hat nicht zu DE, sondern zu Österreich-Ungarn gehört. 

Es gab keine "Vertriebenen", keinen Zwang. Wer bleiben wollte, blieb und behielt seinen Besitz, allerdings oft unter den schwierigen Bedingungen der polnischen etc. Herrschaft.

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Ja, aber dem gebürtigen Rheinländer, Bayern, Hamburger war das relativ wurscht. Deswegen hat er Hitler nicht gewählt. Und die paar Vertriebenen hätten nicht ausgereicht. Äh, würden überhaupt nach 1918 viele vertrieben? Mir scheint da eine Verwechslung mit 1945 vorzuliegen.

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