Hat der Staat ein Interesse an einer kritischen Bevölkerung?

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9 Antworten

Der "Staat" hat keine Ohren, um Kritik zu hören, und kein Gehirn, um sie zu verarbeiten.

Er ist eine gesellschaftliche (politische) Struktur.

Wenn du dir darunter Menschen vorstellst, dann gehören dazu am Ende bzw. - in einer Demokratie - am Anfang mehr oder weniger wir alle.

In dem Fall wäre die Antwort: ja, weil Kritik das Verfahren ist, auf Fehler hinzuweisen, was wiederum ein guter Einstieg ist, sie zu beheben oder von vornherein zu vermeiden.

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Kommentar von chucknils
05.04.2016, 18:50

Eine sehr differenzierte und wohlüberlegte Antwort.

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Der Staat ist die politische Organisation der bürgerlichen Gesellschaft und verfolgt kein Interesse. Interessen verfolgen Staatsbürger und Staatsagenten. Letztere sind bei demokratischen Verfassungen nicht nur an kritischen Bürgern interessiert, die kritischen Bürger bilden schließlich die Basis ihrer Macht. Das hieße in der Umkehrung:

"Stell Dir vor es ist Wahl, und keiner geht hin!" - Ich erinnere mich noch an öffentliche Plakate in den deutschen Nachkriegsjahren, auf denen der politische "Ohnemichel" als Schreckgespenst angeprangert wurde.

Das ist nicht zu verwechseln mit der mehr oder weniger ausgeprägten Empfindlichkeit einzelner Politiker gegenüber Kritik an ihrer Person oder an ihrem politischem Handeln. Davon lebt schließlich die Demokratie.

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Kommt auf die Regierung an. Wenn man "nein" sagen würde, heisst das dann nicht, dass z.B. Merkel die AfD will? Die AfD ist ja immerhin stark in einigen Orten. Oder hat Frau Merkel etwa nicht die Macht, aber derjenige der sie hat möchte der AfD zu Macht verhelfen? 

Sofern man bei einer Regierung von einer Verschwörung ausgehen will machen die Folgen vielen Verschwörungstheoretikern wiederum einen Strich durch die Rechnung...

Die andere Antwort währe "ja": das würde aber bedeuten, dass die Regierung nicht der grosse Beelzebub ist, als den sie alle darstellen...

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Der Staat schon. Die Regierung weniger.

Deshalb gibt es in einer Demokratie ja auch Rechte für die Minderheiten. Beispielsweise eine Oposition, die ihre Regierung kontrolliert. Oder die Pressefreiheit für die Medien. Die können aber eben nur Einfluss nehmen, wenn es auch eine kritische Bevölkerung gibt.

Die Türkei, Polen oder Ungarn sind da zweifellos gute Beispiele für den Versuch die Demokratie abzubauen.

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Das kommt natürlich darauf an, was es für ein Staat ist. In China zum Beispiel ist es heute noch üblich, dass Personen, die sich dem Staat gegenüber kritisch äußern oder entgegen seinem Interesse handeln, in offiziellen und inoffiziellen Arbeitslagern gefoltert und umgebracht werden. 

Amnesty International veröffentlicht einmal im Jahr einen Bericht zur aktuellen Lage im Bezug auf Menschenrechtsverletzungen, u.a. Beschneidung der Meinungsfreiheit auf der ganzen Welt.

https://www.amnesty.de/laenderberichte

Demokratisch gesinnte Regierungsbeamte haben hingegen ein Interesse an einer politisch aktiven und kritischen Bevölkerung, weil eben das die Kern-Essenz der Demokratie ist.

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an kritischen Bürgern hat der Staat kein Interesse, daher erzieht er seine Untertanen, auch Staatsbürger genannt zu Loyalität und Gläubigkeit gegenüber dem Bestehenden, so dass der Herrschaftsapparat, alias Staat, umso ungehinderter fuhrwerken kann.

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Nein absolut nicht deshalb kommen jetzt alle aus dem Ausland her "Flüchtlinge"

Das volk merkt langsam mal das die Regierung für'n a... Ist und das merkt die Regierung deshalb wird jetzt alles so gestellt als ob überall so viel krieg wär das alle zu uns flüchten müssen

Mit den Flüchtlingen wird ein neues volk geschaffen sozusagen die nicht langsam "aufmüpfig" werden

Versteh mich nicht falsch klar gibt es kriege wo Leute fliehen müssen aber es war schon so gut wie immer iwo krieg und nie mussten so viele fliehen wie jetzt das ist alles nur gestellt

MfG

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Ja, aber nur, solange die Kritik gegen die geht, die eben diese Regierung gefährenden (könnten). Kritik am gesellschaftlichem System ist definitiv nicht gewünscht.


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Die gelenkte kritische Bevölkerung ..... den Bösewicht in der Politik an die Wand zu nageln.

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