Hat der Patient Recht zu entscheiden ob er ambulant oder stationär operiert werden möchte?

11 Antworten

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Du brauchst nur sagen, dass Du keine Betreuung nach der Operation zu Hause hast, schon wirst Du stationär operiert.

Das Medizinbild wandelt sich. Der Fortschritt geht immer weiter.

Dadurch, dass die minimalinvasive Chirugie so einen großen Aufschwung erlebt hat in beinahe allen chirurgischen Bereichen, werden viele "alt dahergebrachte Verfahren" dadurch ersetzt (falls möglich). 

Die Liegezeiten der Patienten werden kürzer. Durch kleinere Wunden haben sie weniger Schmerzen, werden eher wieder mobil, sind eher wieder belastbar und stehen eher wieder im Leben. Bei ambulanten Op's kann man meist am gleichen Tag wieder nach Hause, was zusätzlich noch einmal einen immensen Vorteil bringt. Es werden im Kh keine "unnötigen Betten" mehr belegt (die durch das ambulante Operieren ja erst "unnötig" werden).

Den Krankenkassen, die solche "Leistungen" ja meist zahlen, kommt das sehr gelegen, denn ambulante Op's kommen finanziell günstiger, als längere Krankenhausaufenthalte, und der Aufwand ist geringer.

Auch örtliche Betäubungen sind billiger und nicht so aufwandsintensiv wie Vollnarkosen. Sind normalerweise bei bestimmten Op's Vollnarkosen kein Standard, und der Patient möchte trotzdem eine, gehört dieses Sache mit den Narkosearzt geklärt, (ob er evtl. bereit ist, doch eine zu machen), und dann noch, ob die Kk womöglich die Kosten dafür übernimmt.

...Oder der Patient zahlt die selbst, erklärt sich der Arzt bereit, eine Vollnarkose zu verabreichen. Gesagt ist das jedoch nicht, dass er das tut, und der Patient "kann" das auch nicht auf "Biegen und Brechen" bestimmen.

...Weigert sich ein Patient, eine Op zu machen (egal welche), wird er eben nicht operiert. Je nach Notwendig- und Dringlichkeit der Op bleibt der "Ist-Moment" des Gesundheitszustandes unverändert bestehen. Tritt keine Besserung davon ein, kann es evtl. zu Folgeschäden (je nach Art der Erkrankung, eben aufgrund der fehlenden Op) kommen, oder zu Zuständen, die für den Patienten selbst womöglich lebensbedrohlich sind.

Er kann nicht immer auf eine stationäre OP bestehen. Bei kleinen Eingriffen, muss er gleich wieder nach Hause. 

Eine Vollnarkose muss er dann selber bezahlen. Ist ja oft bei OP's an Weisheitszähnen so. Da zahlt die Kasse ja nur in begründeten Ausnahmefällen eine Vollnarkose. 

Bei mir wollten sie die Kosten nur übernehmen, wenn ich alle 4 Weisheitszähne gleichzeitig entfernen lasse. Ich hatte aber nur 3 Weisheitszähne die angelegt waren. Es gab einigen Schriftwechsel bis ich die Narkose auch bei nur 3 Zähnen bekam.

Ambulante OPs sind einfach billiger. Die Kassen zahlen nur noch eine gewisse Fallpauschale und wenn der Patient dann lieber länger bleiben will, dann geht es zu Lasten des Krankenhauses. 

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Ich hatte eine kleine stationäre Analfissur OP mit Rektoskopie in Vollnarkose, da ich wegen sehr sehr starken Schmerzen stationär aufgenommen wurde und bei solchen Schmerzen die Rektoskopie unter Vollnarkose stattfinden musste.

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