hat der mensch jetzt einen freien willen oder nicht?

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Das Ergebnis basiert auf 30 Abstimmungen

der mensch meint nur er könne frei entscheiden 43%
der mensch entscheidet mit freiem willen 30%
weder schwarz noch weiß sondern grau wie alles auf der welt! 26%

29 Antworten

der mensch meint nur er könne frei entscheiden

Diesen Satz hat mir jemand dazu geschrieben:

Die größte Freiheit ist, sich die Freiheit zu nehmen, nach der Bestimmung des eigenen Wesens zu leben.

... und drückt damit perfekt aus, wie ich es empfinde!

Du meinst meiner Meinung nach nicht Willensfreiheit, sondern „Selbstverwirklichung“. Sich selbst verwirklichen bedeutet (als Beispiel), dass auch, wenn ich unsportlich bin, ich meine Unsportlichkeit als die mir ureigene Form sportlich zu sein, mir selbst und anderen begreiflich mache. Dieses Beispiel ist sehr extrem, aber es dient mir hier der Verdeutlichung des zentralen Problems der Selbstverwirklichung: Im radikalen Selbstverwirklichungsdiskurs gehe ich davon aus, dass ich es bin, der darüber entscheidet, welche meiner Eigenschaften für mich wesentlich sind und welche nicht. Bei den Existenzialisten wird diese Freiheit regelrecht zelebriert: „Du mußt dich entscheiden, wer das nicht kann, ist Blumenkohl oder Schaum“ (Sartre). Jeder ist dann (nach eine getroffenen Entscheidung) frei sich in jeder möglichen Verwirklichungsform als den oder das zu erkennen, was er wesentlich ist oder sein möchte. Damit wird aber das Problem des richtigen Gebrauchs der Freiheit überdramatisiert. Wer nach sich selbst sucht, braucht etwas, das schon, wie auch immer erst ansatzweise, da ist, um gefunden zu werden. Ein Wesen, eine Natur, ein Potential. Die moderne Idee der Freiheit besagt aber, das der Mensch das Wesen ist, das kein Wesen hat. Aber das bedeutet, dass wir keine persönliche Wahrheit haben, die uns als Auftrag vorgegeben ist, bzw an der wir uns abarbeiten könnten. Wir können also von Grund auf, weil uns jedes Fundament fehlt, gar nicht die Frage: „Wie weißt du, dass du das, was du machst, weil du es selbst für richtig hälst, tatsächlich das richtige ist?“ beantworten. Ein Fundament wäre demgegenüber die Orientierung am guten Leben oder die Umsetzung der eigenen Naturanlagen.

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@konver

Ich glaube nicht, dass sich das Eine vom Anderen trennen lässt...

Um die Bestimmung meines eigenen Wesens erfassen zu können, muss ich erst mal erkennen und verstehen, was mein Wollen behindert.

Ich muss mein Wesen erst mal "frei schaufeln" vom "Willen" anderer und meinen eigenen Glaubenssätzen, die mich unbewusst beeinflussen und lenken.

Auch von mir ein banales Beispiel dazu:

Geburtstag. Ich überlege, wen ich einlade:

  • da war ich auch eingeladen

  • x ist die beste Freundin von y, also lade ich sie auch ein

  • er hat bei der letzten Begegnung schon auf den Geburtstag angespielt, also auch...

usw.

Wo in dieser Geschichte ist der "freie Wille" und wo entscheide ich wirklich aus MEINEM Wesen heraus?

Wenn ich dies ehrlich betrachte ist hier eine Unsumme unbewusster Diktate am Werk...

Habe ich mich freigeschaufelt, kann ich erst erkennen, was mich, mein Wesen, ausmacht.

Doch auch dann ist IN mir ein Wollen am Werk, ein Antrieb, dem ich - und da habe ich eine Art freien Willen ;-) - folgen kann, oder nicht.

Hier werde ich aber sehr schnell feststellen, dass sich innerer Frieden, ein Wohlgefühl, nur dann einstellt, wenn ich mich diesem inneren Wollen nicht entgegen stelle...

Was bleibt nun an freiem Willen...?!

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@Angel84

und ich dachte immer man soll das lernen was einem nicht so liegt. (weiß auch nicht warum ich das dachte -um zu wachsen viell.?) aber was heißt jetzt so zu leben wie es dem eigenen wesen am besten entspricht? wenn ich am liebsten zu hause bin wenig interesse an anderen menschen habe.. -soll ich dann von daheim aus arbeiten? um noch völlig sozal-phobisch zu werden? -was ich natürlich gerne täte aber weiß dass es "nicht gut" für mich wäre.. oder soll ich wider meiner häuslichen wesensart außer haus arbeiten was mir immer schon sehr widerstrebt hat? oder wie ist das oben mit der freiheit gemeint?

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@omnia

Jeder von uns hat ein einzigartiges Wesen, das sich grundlegend von anderen unterscheidet. Auch in Reife und Zielrichtung unterscheiden wir uns gründlich.

Welchen Sinn hätte es, wenn das Gänseblümchen zwanghaft versuchen würde, rote Blütenblätter auszubilden, wie die Rose?

Wäre es sinnvoll, eine Blütenknospe gewaltsam öffnen zu wollen?

Ist deshalb das Gänsblümchen "weniger wertvoll" als die Rose?

Ist die erblühte Rose der Knospe überlegen?

Warum glaubst du, dass es "unnormal" ist, wie du empfindest? Wieso willst du dich zwingen, so zu sein, wie andere sind?

Ich weiß zwar nicht, ob es dich beruhigt...

... aber dann sind wir schon zwei, denn ich empfinde genauso wie du :-)))

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@Angel84

"Es ist erstaunlich schwierig zu wissen, was man will ... ." (Peter Bieri)

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diese willensfreiheit ist lediglich eine wahlfreiheit.


dessen mußt du, aber du kannst wählen, was du ißt.


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@Nowka

ja richtig! der mensch ist wenn er lebt zwängen und pflichten unterworfen denen er zur erhaltung seines lebens beikommen muss. aber kann er innerhalb dieser zwänge (zb. nach nahrung/wasser) wählen? hat er die entscheidungsfreiheit zwischen limonade und saft oder ist das alles ein trugschluss der ihm vorgaukelt er würd frei wählen während in wahrheit unterbewusst schon geplant war was er machen wird? zb. oder ganz anders...

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@omnia

Meinem Gefühl nach eher Letzeres...

Wenn ich z.B. die Wahl zwischen Nudeln und Pizza habe und ich wähle die Nudeln, "weil ich darauf mehr Lust habe"... Hab dann ich entschieden, oder die "Lust"?! Woher kommt die?

Oder ich sage: darüber möchte ich mehr wissen, es interessiert mich...

Warum ausgerechnet darüber und nicht über xy?

Du hast die Wahl zwischen zig Farben und doch greifst du meist zu den gleichen...

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der mensch entscheidet mit freiem willen

Das Empfinden, in den Entscheidungen einen freien Willen zu haben, spricht für die Existenz von Willensfreiheit, auch wenn Deterministen solche Empfindungen für eine Illusion erklären. Ich nehme das Vorhandensein von Willensfreiheit an, solange kein eindeutiger stichhaltiger Gegenbeweis vorliegt. Eine zwingende Widerlegung der Existenz von Willensfreiheit ist aber bisher nicht erbracht worden.

Willensfreiheit ist die Freiheit, selbstbestimmt eine Entscheidung über ein Handeln zu treffen. Dabei besteht eine echte Wahl, es gibt also mindestens eine Alternative. Ein freier Wille bedeutet nicht, ohne Gründe zu handeln, und ist mit dem Vorhandensein von Einflüssen - die offensichtlich da sind - verträglich, wenn diese ihn nicht auf notwendige Art bestimmen. Menschen haben ein inneres Erleben davon, was zumindest ein starkes Argument für die Existenz von Willensfreiheit ist, weil auch bei Vertretern eines Determinismus das subjektive Erleben nicht als durchschaute Täuschung verschwindet. Dies erzeugt eine intuitive Hinneigung zur Annahme, einen freien Willen zu haben.

Solange die Existenz eines freien Willens in dem angegebenen Sinn nicht eindeutig widerlegt ist, besteht kein durchschlagender Grund, die Auffassung aufzugeben, die große Bedeutung für unser Selbstverständnis hat.

Kausalität in der Welt bedingt nicht eine notwendige Bestimmung des Willens auf zwangsläufige Weise. Eine durchgehende Ursache-Wirkungs-Kette kann zwar überlegt werden, aber der Begriff und die Sache „Ursache“ sind nicht von vornherein auf Ursachen deterministischer Art (z. B Naturgesetzlichkeit) eingeschränkt. Auch Ursachen und Gründe, bei denen eine freie Wahl stattgfunden hat, sind denkbar.

Experimente der Hirnforschung (z. B. von Benjamin Libet und Nachfolgeexperimente z. B. von Patrick Haggard und Martin Eimer) führen nicht zu einer zwingenden Widerlegung der Existenz eines freien Willens. Verschiedene Deutungen sind möglich.

Benjamin Libet selbst hatte sogar ursprünglich angenommen, mit dem Experiment Willensfreiheit nachweisen zu können (die wenigstens implizite Annahme, mentale/geistige Willensakte seien ganz von physischen Dingen getrennt, lösten ganz von selbst Handlungen aus und es gehe im Gehirn nichts voraus, war wohl eine falsche Erwartung). Später hat er aus Messungen auf die Existenz einer Veto-Möglichkeit des Willens geschlossen (die geplante Handlung kann vor der Ausführung gestoppt werden). Damit vertritt er einen Indeterminismus.

Radikale Schlüsse von Deterministen (a) Der menschliche Wille und damit auch unser Handelns ist determiniert; b) Das Bewußtsein ist nur eine Begleiterscheinung (ein Epiphänomen) neurophysiologischer Prozesse und unsere Vorstellung, Willensfreiheit zu haben, eine täuschende Illusion, die vom Gehirn selbst erzeugt wird) sind nicht die einzige Deutungsmöglichkeit.

Das Bereitschaftspotential scheint vor einem Bewußtsein der Handlungsabsicht vorhanden zu sein, bei dem erst ein freies Wollen stattfinden könnte. Dies ist aber noch nicht mehr als eine gewisse Ausrichtung hin zu einer Handlung bzw. eine Vorbereitung. Ein Eingreifen eines kontrollierenden Subjekts ist nicht ausgeschlossen. Das Bereitschaftspotential allein ist noch keine völlige Festlegung (kein nicht mehr rückgängig machbarer Handlungsimpuls). Eine Innensicht durch das Bewußtsein kann erst durch Aufmerksamkeit auf etwas Vorausgegangenes entstehen. Wichtige Handlungen, die für den Gebrauch von Willensfreiheit typischer sind als eine Hand- oder Fingerbewegung ohne weitergehende Bedeutung, haben oft eine deutlich längere Zeit des Überlegens und anfänglichen Schwankens. Welche neuronalen Vorgänge in welcher Art eventuell Entsprechungen zu mentalen (geistigen) Vorgängen sein könnten, ist ein kompliziertes Problem und auf keinen Fall schon restlos geklärt. Die Messungen suchen möglicherweise Willensfreiheit dort, wo sie weder nachzuweisen noch zu widerlegen ist.

Als Grundhandlung des Denkens kann ein unterscheidendes Erfassen (das als solches ohne weitere Vorgänge nicht direkt als neuronale Aktivität identifiziert und gemessen werden kann), verstanden werden, nicht die Vergegenwärtigung in bewußten Vorstellungen. Wollen ist ins Handeln übergehendes Denken. Ein Gedanke kann formal grundsätzlich stets bejahend oder verneinend (eine einfache Unterscheidung) sein (A oder Nicht-A als Alternative). Daher kann auch eine Entscheidung getroffen werden, eine Handlung durchzuführen oder nicht. Ein Subjekt mit seinem Bewußtsein hat grundsätzlich bei Entscheidungen eine Kontrollmöglichkeit, nein zu sagen.

Die Vernunft kann eine Leitung ausüben. So etwas kann nur selbstbestimmt stattfinden. Eine Einsicht in die Sache und eigene Urteilskriterien haben Bedeutung. Menschen haben Anteil an der intelligiblen Welt. Geist hat die Eigenschaft, nur in der Ausrichtung auf geistig Einleuchtendes bei sich selbst zu sein.

Beim Willen und dem Bewußtsein, zu dem er gehört, tritt das höchst schwierige und nicht restlos geklärte Leib-Seele-Problem auf. Wie ist das Verhältnis von Geist und Materie? Können mentale Zustände völlig auf materielle Zustände zurückgeführt werden? Eine Verbundenheit des Bewußtseins mit dem Nervensystem und dem Gehirn, die Grundlage für es sind, erscheint mir plausibel. Daraus ergibt sich aber noch nicht, geistig-seelische Vorgänge ganz auf physische Vorgänge reduzieren und sie mit den naturwissenschaftlichen Methoden, die angewendet werden, vollständig erfassen zu können. Eine Komplexität könnte Auswirkungen haben. Vielleicht ist Selbstreferentialität in neuronalen Netzen Grundlage für eine Selbstbestimmung.

Der Philosoph Peter Hacker und der Neurobiologe Maxwell Bennet haben in dem Buch „Die philosophischen Grundlagen der Neurowissenschaften“ (in deutscher Übersetzung Darmstadt : Wissenschaftliche Buchgesellschaft, 2010) methodische Kritik an Vorannahmen und begrifflichen Grundlagen im Bereich der Hirnforschung geübt. Zum kritisierten Vorgehen gehört, eine Darstellung des Gehirns oder Teile von ihm wie ein handelndes Subjekt zu geben, das (statt der Person insgesamt) Träger von Wahrnehmungen, Denken, Fühlen und Entscheidungen ist, also weit mehr als Ort des Geschehens. Dies bezeichnen sie als mereologische Fehlschlüsse (falsche Schlüsse vom Teil auf das Ganze).

war das mit der hirnforschung so dass die impulse im gehirn vorher messbar waren bevor die bewegung stattfand? -ich finde auch dass ist nicht beweiß genug. wenn es nicht eh noch viel komplexer war dierer versuch.. vielleicht liegt es auch an der auslegung. während psychologen meinen unbewusst lenkt uns die erfahrung/gene.. könnte man vill. auch sagen dass wir von unseren erfahrungen selbst ausselektiert haben (unbewusst) welche von bedeutung sind und welche unsere persönlichkeit, die auch den freien willen umfasst, prägen dürfen...

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@omnia

die "willensfreiheit" ist total abhängig von sympathie und antipathie.

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willensfreiheit = flop

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weder schwarz noch weiß sondern grau wie alles auf der welt!

In der Regel hat er schon die Möglichkeit, sich zu entscheiden, aber diese Entscheidung ist durch viele Zwänge und Beeinflussungen (die der Mensch aber oft gar nicht selbst bemerkt) geprägt.

der mensch entscheidet mit freiem willen

Der Mensch handelt nach Motiven und nach Neigungen. Motive sind Inhalte des Denkens. Bei der Berufswahl z.B. kann das Motiv sein: "Ich möchte, dass Mensch und Natur gesund bleiben". So entscheide ich mich für biologischen Gartenbau usw. Das Motiv für meine Handlung ist eine Erkenntnis. Diese geht dem Willensakt voraus. Ob der Wille frei ist, hängt von der Frage ab, ob das Denken als Quelle des Motivs unabhängig ist. Viele erklären das Denken zu einem Produkt des Gehirns. Wer aber macht diese Erklärung? Niemand anderes als das Denken selbst. Das Denken ist in sich selbst begründet. Wer seine Unabhängigkeit leugnet, macht dies mit des Denkens Gnaden. So sind auch unsere Handlungsmotive frei, aber nur insofern sie dem reinen Denken entspringen.

neugungen sind inhalte der seele, genauso wie der wille.

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da ist keine freiheit.

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der mensch meint nur er könne frei entscheiden

Der Mensch existiert als kollektives, sozial organisiertes Wesen. Er muss sich deshalb den Zwängen, ohne die keine Gemeinschaft (Organisation) auskommt, unterordnen. Mein grundsätzlicher materialistischer Ansatz, dass das Subjektive (wozu auch der Willen gehört) stets dem Objektiven folgt, hat deshalb zur Konsequenz, dass Freiheit unter allen denkbaren Umständen nur eine relative sein kann. Selbst das Denken ist nicht frei, weil es diese objektiven Zwänge (unbewusst) verinnerlicht hat. Freiheit ist gleichwohl Ideal und Fiktion - so wie auch die Demokratie. Und ohne diese Ideale kann der Mensch auf Dauer nicht leben. Deshalb pflegt er die Illusion, nach freiem Willen entscheiden zu können. Daraus folgt, dass der Mensch Freiheit eigentlich nicht wirklich braucht, sondern nur den Glauben (die Fiktion). Dieser Fiktion tut es gut, wenn dem Menschen Freiräume bleiben, wenn er seine persönlichen Interessen mit denen der Gemeinschaft in weitgehender Übereinstimmung sieht. Wird der Gegensatz aber zu sichtbar, der Zwang zu schmerzhaft, der Freiraum zu sehr eingeengt, überkommt den Menschen ein Gefühl des Unbehagens. Dann resigniert oder revoltiert er. Aktueller Bezug: Der Mensch empfindet eine immer größere Abhängigkeit und gleichzeitig Hilflosigkeit. Er resigniert deshalb.

Einw interessante Äußerung mit verwandter Problematik: www.typeer.de/thema/Wissensgesellschaft-Mythos-und-Manipulation/

der mensch entscheidet mit freiem willen

Man kann nur mit einem freien Willen entscheiden, wenn man seine Meinung nicht von anderen beinfluss lässt, aber man sollte die eigene Meinung nicht über andere Meinungen stellen. Doch wissen wir ob etwas unsere Meinung ist? Denn wir werden ja sozusagen Direkt mit den Meinungen der Eltern aufgezogen. Wenn sie halt meinen, das und jenes sei Mist, dann denkt man das auch gleich, doch wenn man einmal inne hält und sich alle Dinge die einen Beschäftigen und man eine MEinung bilden will, klar anschaut, ohne Einflüsse, Dann kann man durchaus sagen, der Mensch hat einen eigenen Willen, aber dazu muss der Wille des Menschen auch stark genug sein, sich nicht von anderen Meinungen blenden zu lassen. Wie halt die sogenannten Mitläufer, oder Popokriecher.

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Ich bin da eher so gestrickt, ich bin der Liberale Typ, passt mir eines nicht, dann melde ich mich zu Wort, egal wie viele micht dann dafür nicht mehr leiden können, wenn ich wofür bin, ebenfalls und man wird sowieso immer einen treffen der genau so denkt. Doch die meißten lassen sich schnell beeinflussen, weil sie, wenn sie eine für sie logische Begründung sehen, dann haben sie schon Bedenken, aber um sowas zu meistern, sollte man sich nicht direkt auf eine Meinung versteiffen, die einen selbst zu denken gibt, ob sie denn richtig sei. Viele schützen auch nur ihre Meinung, weil sie nicht als welche gelten wollen, die nur heucheln.

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Ich bin da eher in der Grauzone, aber aber ich denke, ich kann auch Frei entscheiden, was ich denken will. Doch Fakt ist, vieler unser denken, wird von den Einflüssen der Umgebung beeinflusst, manche kommen damit eben klar, und manche nicht. Praktisch kann man alle anhaken. Doch, wie ich schon schrieb, kann man selbst mit freiem Willen entscheiden, wenn man sich von den anderen Einflüssen nicht beeinflussen lässt. Wer es kann, hat ein sehr starken Willen. Also, es ist möglich, aber nur bei wenigen Menschen. Eigentlich kann ich 1. und 2. ankreuzen.

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Erstes angehakt, mit dem Anhang, ... ja, wenn er will, dann kann er auch, doch bei den meißten ist der wille zu schwach.

check ich nicht worauf du hinauwillst. sehe ich da frustration?

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@omnia

Nö, keine Frustration. Worauf ich hinaus will, der Mensch hat einen eigenen Willen, also freien Willen, wenn er sich in keinsterwese von der Meinung der anderen beeinflusst lässt und in keinsterweise nur seine Meinung als Gesetz ansieht. In einer Diskussion, man vertritt eine Meinung, kommt ein anderer und schreibt, man schreibt schwachsinn, da sind die meißten erstmal sozusagen platt, halt, wie kann der nur sowas schreiben? Ist doch nur eine Meinung. Naja, viele würden dann ihre Meinung noch mal umdenken, auch wiederum viele würden auf ihre Meinung sitzen bleiben. Die wenigsten bleiben ihrer Meinung treu und passen ihre Meinung der anderen mehr oder wneiger an. Wo man an dem Punkt wäre, man bleibt dennoch seiner Meinung treu, aber hat sie nicht komplett geändert, aber auch nicht weiter versteift, man hat eben halt nur dazu gelernt, aber keiner hat die Meinung so weit angegriffen, dass man sagen könnte, der jene hat keinen freien Willen.

Naja, praktisch gesehen hat der Mensch einen freien Willen, sonst könnte er ja nicht das machen, was er machen will. Denken was man denken will, also die eigene Meinung haben, egal wieviel dagegen oder dafür sind, ist doch auch ein freier Wille - klar die Meinung sollte nicht steif sein, oder leicht biegbar. Aber dennoch stabil und wenig.

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der mensch meint nur er könne frei entscheiden

Ich nehme an du meinst die Studie von den Neurobiologen und Hirnforschern Gerhardt Roth, Wolf Singer und Henrik Walter. Laut der Wissenschaftlichen Studien hat der mensche seine Entscheidung bereits getroffen, bevor die Entscheidung ihm überhaupt klar wurde. Das Bewusstsein entscheidet also nicht wie wir uns entscheiden, sondern das gehirn trifft bereits die Entscheidung und unser bewusstsein gibt uns die Illusion einer Entscheidung. Somit sind wir genaugenommen nur Zuschauer in unserem eigenen Leben, da die Entscheidungen nicht wirklich von uns getroffen werden.

der mensch meint nur er könne frei entscheiden

Zuerst stellt sich die Frage, auf welcher Seite die Beweislast liegt. Deterministen behaupten, dass es kausale Wirkungen gibt, wohingegen Anhänger eines freien Willens dies ebenfalls behaupten und zusätzlich die Existenz eines freien Willens behaupten. Daher stellen letztere eine zusätzliche Existenzaussage auf und haben daher die Beweislast zu tragen.

Gegen die Annahme eines freien Willens spricht daneben u. a. folgendes:

  • Die Annahme, wir könnten wollen, was wir wollen, führt letztlich in einen infiniten Regress (Ich will, dass ich will, dass ich will, dass ich will ... dass ich will, was ich will). Wenn wir nicht wollen können, was wir wollen, sondern zuletzt ungewollt wollen, unser Wille also entsteht, ohne dass wir wollen, dass er entsteht - kann man dann noch von einem freien Willen zumindest in dem Sinne reden, dass sich gerade darauf unsere moralische Verantwortlichkeit gründet?

  • Es gibt viele Dinge, die ohne die Annahme eines freien Willens gut erklärt werden können, nämlich die starke Beeinflussung von Menschen durch Sozialisation, Gene und die aktuelle Situation. Es gibt umgekehrt nichts, was sich nur mit der Annahme eines freien Willens gut erklären lässt.

  • Aktuelle Erkenntnisse der Hirnforschung gehen, wenn ich richtig informiert bin, in die Richtung, dass Entscheidungen zuerst unbewusst gefällt werden.

Du kannst grundsätzlich selbst entscheiden was Du möchtest, wir leben in einem freien Land, nur ist das nicht immer möglich weil wir uns zum größten Teil an die Gesetze halten müssen. Deine Frage ist sehr schwierig zu beantworten, Menschen entscheiden sich oft anders als sie es gerne hätten weil es manchmal nicht anders geht.

weder schwarz noch weiß sondern grau wie alles auf der welt!

Einerseits werden wir schon sehr stark von den Genen und den Hormonen gesteuert. Doch je mehr wir Wissen, je mehr können wir entscheiden.

Endgültig geklärt ist bis heute die Frage nicht, erwarte ich ein klares Ja oder Nein. Warten wir noch ein paar Jahre. Der genetische Strang ist halt tatsächlich noch nicht vollständig in allen Einzelheiten erforscht. Wir kennen nur die "Buchstaben". Es werden aber mit verbesserter Technik noch weitere Steuerungselemente gefunden nach und nach.

weder schwarz noch weiß sondern grau wie alles auf der welt!

"Freier Wille" müsste man erstmal definieren, um die Frage beantworten zu können. Eine entscheidung wird immer aus Erfahrungen geboren - du könntest zwar anders entscheiden (scheinbar willkürlich), aber dann wäre es das Gegeneteil Deiner eigentlichen Entscheidung und also wieder nicht "frei". Ich fand das damals in dem Film Matrix gut beschrieben: "Du hast Deine Entscheidung doch längst getroffen. Nun musst Du sie nur noch verstehen." An eine Vorsehung oder jemanden, der mir, wider meinen eigenen Willen, die Hand auf eine Herdplatte drückt, glaube ich nicht.

der mensch meint nur er könne frei entscheiden

Bevor du bewußt eine Entscheidung triffst, bereitet der Körper alles vor, um sie auszuführen. Das ist ungefähr so, als würdest du deine Koffer packen, Flugtickets kaufen, den Nachbarn bitten, die Blumen zu gießen und dann, am Abreisetag erst entscheiden: "ich verreise"

Selbst wenn es einen freien Willen gibt, wer entscheidet letztlich, was du willst? Schopenhauer sagtesinngemäß: "Der Mensch kann tun, was er will, aber er kann nicht wollen was er will"

So ganz gefällt mri der Gedanke auch nicht, aber was solls.

hä? "kann nicht wollen was er will"? des is mir grad zu hoch. bitte erklären. wenn ich jetzt zur türe gehen will dann kann ich es tun (erster teil des satzes) aber den zweiten teil bitte idiotensicher verdeutlichen.

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@omnia

Ist auch nicht ganz einfach ;o) Wenn du zur Tür gehen willst, dann kannst du das natürlich tun, aber woher kommt der Wille, dass du zur Tür gehen willst? Warum willst du z.b. nicht zum Fenster gehen? Vielleicht kennst du das, wenn du etwas unbedingt haben willst, oft gibt es keinen logischen Grund dafür.

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Die Ausführungen Albrechts sind schön...abgeschrieben, bringen uns aber nicht weiter. Vermutlich wünschen Sie zu wissen, ob Sie bei Ihren Entscheidungen frei sind. Wägen wir das Für-und-wider ab, spricht die Bilanz gegen einen freien Willen. Beginnend mit der Entwicklung. Das, welches wir den Geist nennen, trat nicht ohne Bedingungen auf die Weltbühne. Geist und Denken sind Produkte eines langen Prozesses, der zum einen nicht gerichtet war und ist (offene Evolution), zum anderen Gegebenheiten nutzte, ein Ergebnis der Möglichkeiten. Da türmt sich bereits das erste Hindernis gegen den freien Willen auf. Gegenwärtig haben wir ein bestimmtes geistiges Potenzial, unwissend ob dies das Ende oder ein Zwischenschritt ist. Nun werden Sie gefordert eine Entscheidung zu treffen. Die Gelegenheit sich zu entscheiden haben nicht Sie herbeigeführt, sondern ist Teil einer Kette von Fällen. Selbst falls Sie alle Fälle kennten -dem ist nicht so-, bliebe die Entwicklung, die dazu führte, entscheiden zu können/müssen. An der Kette sind Sie beteiligt, jedoch nicht allein. Sie entscheiden mit Mitteln, die Sie nicht bestimmten (Hirn), ohne Kenntnis aller Fakten (was zu der Gegebenheit zu entscheiden führte), als ein 'geworfenes' Wesen. Da bleibt nicht viel Raum für Willensfreiheit. Die Hirnforschung und die Philosophie bieten beíde Lösungen -ja und nein- an. Es ist weder gut noch nicht gut keinen freien Willen zu haben. Es ist.

(schreibt albrecht wirklich ab? ich dachte schon: ein genie! so ein gebildeter denker HIER AUF GF? ich weiß es nicht. aber es gibt ja hochbegabte menschen...) wenn man das für und wider abwägt entscheidet man sich ja bestimmt erst: ich entscheide wider meinen gefühlen die evtl. zu einer seite tendieren rational. ich hab mal gehört dass entscheidungen immer emotional geprägt wären.. auch die rationale. dabei ginge es um das bild das man der umwelt von sich präsentieren möchte (hab ich so mal gelesen)

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Meine Ausführungen sind nicht einfach von anderen abgeschrieben. Ich habe einen eigenen Text zum Thema herangezogen (steht bei einer etwas älteren ähnlichen Frage auf gutefrage.net). Ich fordere dazu auf, die Behauptung im ersten Satz der Antwort zurückzunehmen (mit einem deutlichen Bedauern, eine falsche Unterstellung vorgenommen zu haben) oder sie nachzuweisen.

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@Albrecht

Hochverehrtester Albrecht! Untertänigst bitte ich Euer Hochwohlgeboren, mir meine menschliche, jedoch nicht zu verzeihende Verfehlung nachzusehen. Ja, ich fehlte, beschuldigte ich Sie doch abgeschrieben zu haben. Wie konnte ich mich nur erdreisten, Sie hochwohlerlauchter, solcher Missetat zu beschuldigen. Über den Schwierigkeitsgrad der Abschreibeleistung äußerte ich mich übrigens nicht. Ihr Kommentar legt jedoch den Eindruck nahe, auf eine frühere Schrift zurückgegriffen zu haben. Demnach, falls das stimmte, hätte ich mich nicht der Unwahrheit schuldig gemacht (abschreiben in der Bedeutung wiederholen). Dem Fragesteller und allen anderen Lesern wäre eine inhaltliche Auseinandersetzung nützlicher gewesen, als Ihrem Begehr der Genugtuung. Da Ihnen formelles dermaßen bedeutend erscheint, bitte ich hiermit um Entschuldigung.

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@Albrecht

'Mal ehrlich, warum mit Kanonen auf Spatzen schiessen? Falls ich im Unrecht mit meiner Formulierung bin, haben Sie doch die 'Wahrheit' auf Ihrer Seite, hätten Sie mich und alle Leser wohlwollend auf meinen Irrtum hinweisen können. Auf GF kann eine Meinung geäußert werden, oder? Ihre heftige Reaktion ist der Kommunikation wenig dienlich. Was ficht Sie eine falsche Behauptung, dazu noch an diesem 'Orte' an?

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@Albrecht

Ich bitte um Entschuldigung. Leider drückte ich mich missverständlich aus. Ich glaube, dass die Antwort praxisnäher, leichter verständlich formuliert werden sollte.

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der mensch entscheidet mit freiem willen

Natürlich hat der Mensch einen freien Willen. Das Hormone können die Gefühlslage beinflussen ändern aber nix am freien Willen.

Diese Forum hier ist der Beweis und selbst wenn man die Evolution als Maßstab nimmt erklärt sie nicht warum manche Lebewesen Selbstmord begehen.

weder schwarz noch weiß sondern grau wie alles auf der welt!

Ich bin der Meinung, daß es völlig logisch ist, daß jeder Mensch 1. geprägt ist und 2. durch äußere Einflüsse und Erfahrungen usw. usw. erzogen ist 3. das jeder Mensch Wünsche, wie auch Befürchtungen hat, die er teils erfüllen/umgehen möchte. Manchmal stehen noch weitere Hindernisse zur Erfüllung im Wege als nur materielle, wie körperbedingte oder einfach welche, die in der Sache selber liegen (z.B. die Fahrt zum Mond oder mit der gesamten Erde zu einem anderen Stern.) "fei entscheiden" ist auch eine Frage der Definition, was "frei" heißt. Beispielsweise kann ich mich jetzt frei entscheiden, ob ich einen Appfel esse oder nicht: weil ich 1. einen Apfel habe, (noch) Zähne habe zum Kauen und Beißen und auch keine Krankheit habe, die es mir verbietet und ich muß ihn mir nicht teilen, weil ich gerade allein bin bzw. weil ich mehrere habe, also nicht teilen brauche. Klar ist: zu jeder Entscheidung müssen die Umstände passen, um "freiwillig" zu sein. Alles andere ist in meinen Augen unnötiges Drumrumgerede.

Soweit der Mensch frei ist, kann er mit seinem Verstand auch "frei" entscheiden.

FG Gelinda

der mensch kann nur im denken frei sein.

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@Nowka

aber das denken des menschen, ist es nicht auch irdischen umständen unterstellt? wenn ich am verdursten bin kann ich nichts anderes als an wasser zu denken. wenn man jemandem drogen gegeben hat kann er auch nichtmehr so denken wie sonst... also kann der mensch im denken frei sein wenn er nicht in lebensbedrohlichen situationen ist, oder zb. unter drogen gestellt wurde, oder in sorge lebt oder was meint ihr.. also er kann nicht immer im denken frei sein, aber wenn er überhaupt mal frei sein kann dann nur im denken.?

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@Nowka

wieso "nur" im Denken? Ich denke schon er kann auch ent prechend frei handeln. Natürlich nur so frei, wie er gerade in der jeweiligen (bezüglich Hackordnung)Position in der er sich befindet.

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Sehr gute Frage, in diesen Zeiten! Jeder Mensch KANN mit freiem Willen entscheiden, wenn er nur will! Das bedeutet aber, sich mit einigen eingefahrenen Bestimmungen und Meinungen auseinanderzusetzen, und dieser Weg ist steinbeinhart! Aber es lohnt sich auf jeden Fall, einmal sich ein bißchen mehr Schläue zuzulegen, indem man in der Literatur stöbert. Mir hat das Buch "Die Philosophie der Freiheit" von Rudolf Steiner ganz schön die Augen geöffnet. Kann ich nur weiterempfehlen - ist keine leichte Lektüre, aber wenn einer so fragt wie du hier - was wäre da besser? Viel Geduld und Erfolg beim Suchen! Echt coole Frage, nochmals!

der mensch meint nur er könne frei entscheiden

Ich denke, es kommt dem Menschen nur so vor. Wüßte man alle (unendlich vielen) Details, könnte man die Zukunft voraussagen.

der mensch entscheidet mit freiem willen

Könnten wir irgendwann oder irgendwo zur Verantwortung gezogen werden, wenn wir keinen freien Willen hätten bzw. gehabt hätten.

da irrst du, denn deine willensentscheidungen hängen von deinen gefühlen ab.

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auf jedenfall leuchtet mir sehr ein warum es gesellschaflich allgemein gültig ist dass wir mit freiem willen entscheiden.

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der mensch entscheidet mit freiem willen

Wir können frei entscheiden, nun kann ich frei entscheiden, ob ich jemanden verprügeln möchte oder nicht, ob ich jemand beklauen möchte oder nicht. Könnten wir nicht frei entscheiden, so wären wir nur Marionetten unseres Schöpfers und das wollte er so nicht!

aber andererseits sind wir auch produkte der umwelt. verbietet unsere erziehung gewaltätige handlungen würden wir uns für "nichtverprügeln entscheiden. und was denken wir eigentlich so den ganzen tag? ich kenne leute die denken das was ihnen die medien anbieten- was kauf ich, was kuck ich im kino,fernsehen, wo fahre ich in urlaub hin -des macht man halt so weils alle machen-punk. keine weiteren fragen. und wo bekomm ich das lied ausm radio her. wer lästert über wen und warum. ist es gedacht so zu leben? soll es so sein? ich finds bissl wenig hätte mir vom leben mehr erhofft..

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@omnia

Du kannst Dein Leben selber gestalten und mußt das Gegenteil von dem machen, was die Medien gerne machen möchten und alle Anderen, denn die wollen nur unser Bestes, das Geld!

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Das ist aber ein naives Selbstbild. Es werden doch immer häufiger psychologische Faktoren herangezogen, die z.B. Verbrechen erklären, wie "er hat als Kind Gewalt erlebt, deshalb übte er Gewalt aus". Im Grunde ist das mit allem so, nur dass man sich dessen nicht bewusst ist. Du entscheidest aus deinen Erfahrungen heraus, die sind aber vorbestimmt, also entscheidest du aus Notwendigkeit. Du kannst sagen, du entscheidest, ob du jemanden tötest oder nicht - ich sage: du könntest dich gar nicht anders entscheiden, als zu töten oder nicht, weil dir dein Gehirn die Antwort vorgibt.

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@Kampy

Kampy, das ist Schwachsinn. Dann wäre ja der größte Schwerverbrecher unschuldig und ein Opfer seinerselbst, weil es ihm sein Gehirn so eingegeben hat. Nur weil man als Kind geschlagen wurde, bedeutet dies nicht zwangsläufig, dass man auch Kinder, seien es die eigenen oder andere, verprügeln muß.

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@Nowka

soll deinermeinung nach niemand verhaftet werden wenn er einen massenmord begeht?

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der mensch meint nur er könne frei entscheiden

der mensch meint nur, frei entscheiden zu können.


er übersieht dabei, das jede willensentscheinugg von ihm von seiner sympathie oder antipathie abhängt.


grau kommt einem menschen nur das vor, von dem er keinerlei erkenntnisse hat.

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