Hat der Mensch einen "guten Kern"?

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17 Antworten

Hallo,

ich denke nicht, dass der Mensch einen guten Kern hat, da sogar unsere besten Taten selbstsüchtig und "schlecht" sind. Das aber erkennen wir nicht, wenn wir uns miteinander vergleichen, da wir alle mehr oder minder schlecht sind, und die weniger Schlechten daher als gut gelten. Vergleichen wir uns aber mit dem ultimativen Standard von gut, Gott, dann wird uns unsere eigene "Schlechtigkeit" erst bewusst, und zwar mehr und mehr desto klarer wir Gottes Heiligkeit sehen. So sah Jesaja der Prophet eine Vision von Gott, und dies war seine Antwort:

Da sprach ich: Wehe mir! ich bin verloren! Denn ich bin ein Mann unreiner Lippen und unter einem Volke mit unreinen Lippen wohne ich; denn meine Augen haben den König, Jahwe der Heerscharen gesehen! (Jesaja 6:5)

Wir können nicht anders, es liegt in unserer Natur zu lügen, und jeder, der ausreichende Macht und Möglichkeiten hätte, würde ohne zu zögern schlecht handeln, wäre er denn frei von Konsequenzen. Obwohl unser Gewissen, das von Gott gegeben wurde, die Schlechtigkeit der Tat bezeugt, handeln wir nach unserer Natur.

Hier ein sehr gutes Zitat aus dem Römerbrief, das meine Meinung vollkommen widerspiegelt:

Röm 7,14-25:14 Wir wissen ja, dass das Gesetz geistlich ist, ich aber bin fleischlich, verkauft unter die Sünde. 15 Denn was ich vollbringe, erkenne ich nicht. Denn nicht das, was ich will, führe ich aus, sondern das, was ich hasse, tue ich. 16 Wenn ich aber das tue, was ich nicht will, gestehe ich dem Gesetz zu, dass es gut ist. 17 Nun aber vollbringe (eben) nicht ich es, sondern die in mir wohnende Sünde. 18 Ich weiß nämlich, dass in mir, das heißt in meinem Fleisch, nichts Gutes wohnt. Denn das Wollen liegt mir nahe, das Vollbringen des Guten aber nicht. 19 Denn ich tue nicht, was ich will, Gutes, sondern was ich nicht will, Böses, das führe ich aus. 20 Wenn ich aber das tue, was ich nicht will, dann vollbringe nicht mehr ich es, sondern die in mir wohnende Sünde. 21 Ich finde also das Gesetz, dass mir, der ich das Gute tun will, (mir) das Böse nahe liegt. 22 Ich stimme nämlich dem Gesetz (des) Gottes dem inneren Menschen nach freudig zu, 23 sehe aber ein anderes Gesetz in meinen Gliedern dem Gesetz meiner Vernunft widerstreiten und mich gefangen nehmen im Gesetz der Sünde, das in meinen Gliedern ist. 24 Ich elender Mensch! Wer wird mich aus diesem Todesleib erlösen? 25 Dank aber sei (dem) Gott durch Jesus Christus, unseren Herrn. Also nun: Ich, als ein und derselbe, diene mit der Vernunft [dem] Gesetz Gottes, mit dem Fleische aber [dem] Gesetz der Sünde.

Liebe Grüße und Gottes Segen!

Ich glaube, dass der Mensch beide Seiten in sich hat und in jeder Lebenssituation oder Lage für eine Seite entscheidet.

Ich glaube auch, dass ein Mensch, der sich immer für die schlechte Seite entscheidet, irgendwann nur noch schlecht handelt. In jedem Menschen bleibt aber ein Stück weit von seinem guten Kern erhalten. Der Mensch muss diesen Kern pflegen, damit er wachsen kann ;-)

Das mal ganz grob gesagt....

  1. Der Mensch ist als Ebenbild Gottes seiner ursprünglichen Natur nach gut, denn der vollkommene Gott kann nur Gutes schaffen.

  2. Der Mensch ist seit der Ursünde verwundet und kann ohne die helfende Gnade Gottes nicht dauerhaft im Guten verharren. Er ist auch dem Bösen zugeneigt. Deshalb sündigt der Mensch und kann ohne den Beistand Gottes nicht sündenfrei leben.

  3. Diesem Gnadenbeistand kann sich der Mensch in freier Entscheidung öffnen oder verschließen. In einem Menschen, der mit der Gnade mitwirkt, ist Gott lebendig. Je mehr dies geschieht, umso mehr wird das innere Licht auch anderen leuchten.

  4. Jeder Mensch will im tiefsten Innern angenommen und geliebt werden und immer dort, wo ihm diese Zuwendung gegeben wird, kommt sein guter Kern zum Vorschein, mag dieser noch so verschüttet gewesen sein.

Der Mensch ist an sich gut und nicht boese. Das die Menschen dazu gebracht werden, boese Dinge zu tun, hat mit den Machtverhaeltnissen zu tun usw. Der gute Mensch wird dazu benutzt, Dinge zu tun, die er nicht will, um die Interessen anderer zu befriedigen. Sieht man es von der Totalitaet, dann hat der Mensch natuerlich durch seine Geburt einen Riesen Rucksack Probleme mitgebracht auf die Erde, und muss den langsam wieder leeren, um wieder nach Hause, ins Heim zu Gott zu kommen. Es gibt einmal ein menschliche Betrachtungsweise, aber auch eine Goettliche. Viel Erfolg

Hey Jörg,

für mich fängt es schon mit den Begriffen Böse und Gut an. Es gibt diese beiden Sachen nicht für mich, es gibt sinnvolles und sinnloses/unnötiges.

Die Kraftquelle ist stets Egoismus gewesen, für alles. Es ist ging letztendlich in der Evolution nur um Strategien des besseren Überlebens, darum effektiv sein Gen-Material in die nächste Generation zu bringen, Natur ist weder gut noch böse. Freundschaft ist eine Strategie, es sind Nutzbündnisse. "Liebe" zwischen Mann und Frau ist beim Menschen eine stark ausgeprägte Form der Monogamie. "Liebe" zum Kind ist eine stark ausgeprägte Form der K-Strategie.

Ich finde es aber nicht schlimm, was ist das Problem an dieser Egoistischen Quelle unseres altruistischen Verhaltens? Eine Hand wäscht die andere, ist doch nicht schlimm, macht doch Sinn. Ich finde das ehrlich gesagt ganz wunderbar, wie das so entstanden ist. Affen müssen sich 30% des Tages gegenseitig lausen, der eine laust viel die anderen und wird daher selbst viel gelaust, der Fischfang pro Möwe steigt, wenn mehr Möwen zusammen jagen gehen.

Was meine Erfahrungen sind? Es ist doch erkennbar in der Schule, wer mit einander "Freundschaften" schließt, wer da mit wem Gruppenarbeit machen will. Die 1er Kandidaten die gleichzeitig in der Lage sind in der Gruppe zu arbeiten haben doch dann ganz schnell alle um sich gekreist, für gute Noten natürlich.

Komm ich mal auf den Punkt der Frage zurück und zwar, ob der Mensch einen "guten Kern" hat. Wir können das Wort gut aufheben und erklären, warum der Mensch das tut, was wir als gut bezeichnen. Der Mensch ist einfach noch immer ein Tier, nicht mehr und nicht weniger und daher beugt er sich den Gesetzen der Natur.

Gruß 90sResult

Das habe ich mit meiner Antwort auch ausgedrückt, hehe!

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Der Mensch hat aufkeinen Fall einen guten Kern. Ein Mensch ist ein Säugetier und genauso wie jedes andere Säugetier gesteuert von Trieben. Wenn ein Mensch die Möglichkeit hat schlimmes zu tun, ohne dafür belangt zu werden, würde ein Großteil von uns schlimmes tun. Das beste Beispiel für den schlechten Kern des Menschen ist der Sozialismus: Wäre der Mensch nicht egoistisch hätten wir heute womöglich noch die Mauer vor der Haustür. Schaue dir mal "Das Experiment" an. Ein hochgradig interessanter Film der sich damit beschäftigt, wie sich das Wesen eines Menschen verändert, wenn man ihm uneingeschränkte Macht zu spricht.

Sehr guter Beitrag und einer der die Frage richtig versteht. :D

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die wenigsten tiere einschließlich der menschen machen böse dinge, wenn sie können. zahlreiche studien haben bewiesen das sie angeboren altruitisch sind. oder was glaubst du woher mitleid kommt?

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@BlackDracula

nur weil man sich einer gruppe anschließt, heißt das noch lange nicht, dass der Mensch gut ist oder? Im zweiten Weltkrieg waren die Nazis auch durchaus altruistisch, aber deswegen noch lange nicht gut?

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@quintjs

was verstehst du denn unter gut? wenn wir weindende kinder sehen wollen wir ihnen helfen,genauso ist es bei bonobos.

die nazis und viele andere gruppierungen besassen ideologien oder religionen, welche aktiv feindbilder aufbauen und somit das angeborene mitleid unterdrücken.

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Im Gegensatz zu vielen Tieren haben wir wenig oder kein Instinktverhalten, deswegen entwickelt sich das durch Erziehung und den weiteren äußerlichen/mitmenschlichen Einfluss.

Ich denke, "Der Mensch" ist erstmal ein unbeschriebenes Blatt. Weder von Natur aus gut, noch von Natur aus schlecht - sondern er kann sich frei entscheiden. Das denke ich auch über mich selbst :-)

Ich denke mal ja aber ich weis es nicht wirklich. Kennst du das Buch oder den Film der Herr der Fliegen? Haben wir in der Schule gelesen und dann geschaut. Der Autor heisst William Golding und war der Ansicht dass der Mensch von Grund auf böse sein und will dies mit dem Buch eindrucksvoll zeigen. Ich würde dir mal dieses Buch empfehlen und im Web steht sicher was von seiner Meinung zum Kern der Menschen. :D

ich denke jeder mensch hat einen guten kern z.b weil fast jeder babys oder baby-tiere total süß findet und so weiter und fast jeder mensch hat freunde für die er bestimmt sehr viel machen würde.... es gibt auch viele leute die einen guten kern haben ihn aber nicht zeigen (ich z.b) weil sie sehr oft enttäuscht wurden und nicht andauernd wieder enttäuscht werden wollen usw.

die ohne jeglichen guten kern gibts bestimmt auch aber ich denke die sind dann psychisch krank haben psychose oder so etwas... :) LG

Das mit dem Kern ist nicht wie man ist sonder geboren wird. Lies mal der Herr der Fliegen. :D Dort wird beschrieben wie normale Jugendliche die Frweunde sind auf einer einsamen Insel ums Überleben kämpfn und ihr Kern wieder hervorkommt und alles gelernte Zivilisation verschwindet.

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@Lipton96

weil eine erfundene geschichte bekanntermaßen schwerer wiegt als unzählige studien.

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Ja hat er. Jeder Mensch ist gleich gut und gleich schlecht . Also ausgewogen. veranlagt.Es kommt aber durch das Umfeld dadrauf an. welche Art mehr ausgeprägt wird. Jeder Kann darüber selber entscheiden, welchen Weg er einschlagen möchte. Oft ist es aber so das die Armut, dazu beitragen kann. das gegenden mit viel Armut ,krimmineller werden zu lassen.als andere,Gegenden. Diese Krimminalität ist aber auferzwungen,und nicht unbedingt gewollt.

Ja, der Mensch hat einen guten Kern. Sogar mehr als das, er ist an sich, wie verschiedene verhaltensbiologische Studien nachgewiesen haben, altruistisch veranlagt. Er ist also von sich aus bereit, anderen seiner Art zu helfen, wenn diese Hilfe brauchen.

Die oft geführte Behauptung, dazu bräuchte es göttliche Gebote, ist also einfach falsch. Im Gegenteil. Religionen führen dazu, dass diese natürliche Altruistik nicht mehr funktioniert, denn sie teilen in Gläubige und Ungläubige. In dem sie so die anderen zu Feinden machen, verdrängen sie den natürlichen Altruismus.

Deshalb ist ein alter Spruch überaus gerechtfertigt:

Damit gute Menschen Böses tun, brauchts die Religion.

Als Christ beantwortet mir der Römerbrief des Apostels Paulus diese Frage sehr gut:

"Alle sind Sünder und haben nichts aufzuweisen, was Gott gefallen könnte. Aber was sich keiner verdienen kann, schenkt Gott in seiner Güte: Er nimmt uns an, weil Jesus Christus uns erlöst hat. Um unsere Schuld zu sühnen, hat Gott seinen Sohn am Kreuz für uns verbluten lassen. Das erkennen wir im Glauben, und darin zeigt sich, wie Gottes Gerechtigkeit aussieht. Bisher hat Gott die Sünden der Menschen ertragen; er hatte Geduld mit ihnen. Jetzt aber vergibt er ihnen ihre Schuld und erweist damit seine Gerechtigkeit. Gott allein ist gerecht und spricht den von seiner Schuld frei, der an Jesus Christus glaubt. Bleibt uns denn nichts, womit wir uns vor Gott rühmen können? - Nein, gar nichts! Woher wissen wir das? Etwa durch das Gesetz, das unsere eigene Leistung verlangt? Nein! Nur durch den Glauben, der uns geschenkt ist. Also steht fest: Nicht wegen meiner guten Taten werde ich von meiner Schuld freigesprochen, sondern erst, wenn ich mein Vertrauen allein auf Jesus Christus setze. Gilt dies vielleicht nur für die Juden, weil Gott ein Gott der Juden ist? Oder gilt das auch für die anderen Völker? Natürlich gilt das auch für sie, denn Gott ist für alle Menschen da." (Römer 3, 23-29)

Jeder tut nach Außen gut, doch im innern kocht die Wut ;)

Jeder ist irgendwie böse, gutes tun Menschen nur um sich selber besser zu fühlen, nicht um anderen was gutes zu tun ;)

Hat ein Löwe einen guten Kern?

Jede Rasse auf diesem Planeten will einfach nur sein Fortbestehen sichern und expandieren. Also müsste die Frage lauten "Hat die Natur einen guten Kern?"

Na, das mit dem "Fortbestand sichern wollen", seh ich aber nicht - bei den grottenschlechten Geburtenraten in Europa...

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@deBaal

"Geburtenraten" haben nix mit der Natur zu tun sondern an etwas was der Mensch erfunden hat -> Verhütungsmittel.

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@Edelplastic

Naja, das er so etwas erfunden hat und auch anwendet widerspricht doch seinem angeblichen Willen zum "Fortbestand sichern", den Du ja jeder Rasse auf diesem Planeten unterstellst.

Ja was nu? Entweder darauf kommts an und wirklich jedes Wesen strebt danach oder der Mensch ist die Ausnahme und hat den freien Willen zu sagen: "Nöö, mach ich nicht, nehm lieber die Pille."

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nö einezelne spezies wollen das nicht sondern gene und selbst die machen das nicht bewusst. es sterben einfach nur die aus, die nicht überleben "wollen".

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keine ahnung was du mit gutem kern meinst, aber er besitzt einen angeborenen drang zu altruismus, mitleid und liebe.

denke schon irgendwas hat jeder auch wenn es nur ein andere ist der das bewirkt

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