Hat der FA immer Schweigepflicht?

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5 Antworten

Ab 14 Jahren hat der Arzt Schweigepflicht, es sei denn es besteht eine ernshafte Gefahr (zb beim Frauenarzt für Mutter oder Kind. Dann stehtdas Wohl des Kindes wiederum an erster Stelle.

Indivia 16.10.2012, 22:20

"Gibt der Arzt den Eltern Auskunft?

Es gibt nichts, was du deine Ärztin oder deinen Arzt nicht fragen kannst. Der Frauenarzt und die Frauenärztin unterliegen der Schweigepflicht. Sie dürfen also auch gegenüber den Eltern keine Auskunft geben, wenn du das nicht willst.

  • Ist das Mädchen unter 14 Jahren, müssen die Eltern allerdings informiert und einbezogen werden – wenn es zum Beispiel um die Verschreibung der Pille geht.

  • Zwischen 14 und 16 Jahren kann der Frauenarzt/die Frauenärztin entscheiden, ob das Mädchen die Bedeutung ihrer Entscheidung (zum Beispiel die Risiken und Nebenwirkungen der Pille) verstehen kann. Zwischen dem 14. und 16. Lebensjahr kann die Pille also auch ohne die Zustimmung der Eltern verschrieben werden.

  • Ab dem 16. Lebensjahr müssen die Eltern nicht zustimmen.

(quelle: www.loveline.de)

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Wenn sie 16 ist hat er Schweigepflicht. Aber Schweigepflicht bedeutet nicht dass der Arzt dann lügt und auf die Frage ihrer Mutter "nein" sagt, sondern seine Antwort würde lauten, dass er ihr keine Auskunft geben darf! Aber wenn ihr noch mal sicher gehen wollt, dann könnt ihr dem Frauenarzt ja noch einmal sagen, dass ihr nicht wollt dass es an eine dritte Person (ihre Mutter) weitergeht.

Ab 16 Jahren besteht Schweigepflicht. Aber woher soll der Arzt das 100%ig wissen. Das Jungfernhäutchen kann auch beim Sport usw. reißen, es gibt sogar Mädchen die kommen ohne eins zur Welt.

Hallo Ramer!

Ein Arzt unterliegt grundsätzlich der Schweigepflicht. Das gilt auch gegenüber den Eltern Deiner Freundin, auch wenn sie 16 ist. Es gibt dem Gesetz nach auch keine Altersbestimmung bei Minderjährigen, sondern man spricht von der notwendigen Reife und Einsicht.

LG

BillDung 16.10.2012, 22:21

Auch bei Minderjährigen gilt die ärztliche Schweigepflicht.

Ärzte haben auch bei minderjährigen Patienten eine Schweigepflicht. Das gilt nach einem Urteil des Landgerichts Köln mindestens dann, wenn der Patient die Reife und Einsichtsfähigkeit zeigt, um Entscheidungen selbst zu treffen. Darauf weist die Arbeitsgemeinschaft Medizinrecht des Deutschen Anwaltvereins in Berlin hin.

15-jährige Schwangere verklagte Gynäkologin

In dem Fall hatte ein 15-jähriges Mädchen ihre Gynäkologin auf Schmerzensgeld, Schadenersatz und Unterhalt verklagt. Im Rahmen einer Untersuchung hatte sich herausgestellt, dass das Mädchen schwanger war. Die 15-Jährige entschied sich daraufhin für eine Abtreibung und bat ihre Ärztin ausdrücklich, den Eltern nicht Bescheid zu sagen.

Ärztin informierte Eltern nicht

In einem Krankenhaus stellte sich heraus, dass sie bereits in der 14. Schwangerschaftswoche war und ein Abbruch auf dem Weg der sogenannten Beratungslösung nicht mehr möglich war. Wieder informierte die Ärztin die Eltern nicht, Kontrolluntersuchungen erfolgten ebenfalls nicht. Erst kurz vor der Geburt des Kindes kam das Mädchen mit seiner Mutter wieder in die Praxis.

Abbruch doch möglich gewesen?

Die 15-Jährige war den Medizinrechtlern zufolge der Ansicht, die Gynäkologin habe die Pflicht gehabt, die Eltern zu informieren. Sie sei jedoch sich selbst überlassen worden. Ein Schwangerschaftsabbruch im Rahmen der medizinisch-sozialen Indikation wäre aufgrund ihres jugendlichen Alters und der damit verbundenen Unreife möglich gewesen.

Klage abgewiesen

Die Richter wiesen die Klage ab. Auch bei minderjährigen Patienten unterlägen Ärzte grundsätzlich der Schweigepflicht, zumal die Patientin die Gynäkologin ausdrücklich darum gebeten habe. Sie habe sowohl bei der Ärztin als auch bei der persönlichen Anhörung vor Gericht den Eindruck erweckt, die nötige Reife und Einsichtsfähigkeit für eine derartige Entscheidung zu haben. Außerdem sei kein besonderes Risiko für die werdende Mutter bei Fortsetzung der Schwangerschaft erkennbar gewesen.

Quelle: http://eltern.t-online.de/aerztliche-schweigepflicht-gilt-auch-bei-minderjaehrigen/id_19773086/index

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BillDung 16.10.2012, 22:26
@BillDung

5. Die Schweigepflicht des Arztes gilt auch gegenüber Minderjährigen. Der Umfang der ärztlichen Schweigepflicht hängt bei Minderjährigen von deren Einsichtsfähigkeit ab. Bei Minderjährigen unter 15 Jahren ist der Arzt i. d. R. berechtigt, die Eltern in vollem Umfang zu unterrichten, da normalerweise unter 15 Jahren noch keine Einsichtsfähigkeit des Minderjährigen gegeben ist. Bei Minderjährigen über 15 Jahren ist das Patientengeheimnis jedoch regelmäßig zu beachten. Maßgebend sind aber immer die Umstände des Einzelfalles

aus: http://www.aerztekammer-bw.de/10aerzte/40merkblaetter/10merkblaetter/schweigepflicht.pdf

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Der Arzt wird weder ja noch nein sagen sondern dass er keine Auskunft dazu geben wird. Schweigepflicht besteht ab 16 jahren

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