Hat das Universum ein Ende und wenn ja wie sieht es aus?

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12 Antworten

Ja. Und das Ende vom Universum sieht so aus: m

Ok, sorry, jetzt kommt der ernste Teil der Antwort. Du schreibst nicht, ob Du ein räumliches oder zeitliches Ende meinst. Deshalb muss ich beide Fragen kurz ansprechen.

Zunächst zum zeitlichen Ende.

Also in der Vergangenheit: Ja, klar, das ist der Urknall; interessant ist aber die Zukunft. Und da ist das Problem, dass es nicht ganz sicher ist, war passieren wird. Es gibt im Wesentlichen 3 Möglichkeiten. Dabei hängt es von der gesamten Masse im Universum ab, welche dieser 3 Möglichkeiten eintreffen wird:

  • Wenn genug Masse im Universum ist, dann wird die Fluchtbewegung der Galaxien, die wir heute beobachten, irgendwann durch die gegenseitige Schwerkraft-Anziehung gebremst und umgekehrt; das heißt, dass alles wieder "zurück stürzen" würde und das Universum in einem sogenannten "Big Crunch" endet. Dieses Szenario ist zwar nicht ganz sicher ausgeschlossen, es gilt aber heute als das Unwahrscheinlichste, weil man einfach zu wenig Masse findet.

  • Entspricht die Gesamtmenge der Masse im Universum in etwa einem kritischen Wert, dann würde sich die Ausdehnung des Raumes, die wir beobachten immer weiter verlangsamen. In einem solchen Universum passiert irgendwann gar nichts mehr, weil die Sterne irgendwann alle gestorben sind, die Galaxien von ihren zentralen schwarzen Löchern verschluckt wurden, die schwarzen Löcher irgendwann zerstrahlten, die Protonen zerfielen und schließlich nur noch (sehr wenig) Licht (in sehr viel Raum) übrig ist. Das nennt man den "Kältetod" des Universums oder "Big Chill".

  • Bleibt noch die letzte Möglichkeit, die eintritt, wenn zu wenig Masse im Universum ist. In diesem Fall dehnt sich das Universum weiter aus. Wir beobachten momentan sogar eine Beschleunigung dieser Ausdehnung, die zum Begriff der "dunklen Energie" geführt hat. Bleibt dies so, dann wird das Universum in einem "Big Rip" enden. Dieses hypothetische Szenarium hängt von vielen, derzeit unbekannten Faktoren ab, würde aber zu einer grundlegenden Strukturänderung führen, die sich auch auf die physikalischen Grundkräfte erstreckt und das Universum natürlich auch prinzipiell unbewohnbar macht.

Da es schwer ist, die gesamte Masse im Universum zu bestimmen, kann man heute nicht mit Sicherheit sagen, welche Zukunft das Universum haben wird, es ist aber wahrscheinlich nicht der Big Crunch; die aktuell beobachtete Beschleunigung der Expansion spricht aber für den Big Rip.

Nun zur Frage nach dem räumlichen Ende.

Auch hier muss man sagen, dass man es nicht genau weiß. Es hängt von der sogenannten Topologie des Universums ab. Was heißt Topologie? Im wesentlichen: Welche Form hat das Universum.

Wenn wir uns ein flaches Universum denken (also 2-dimensional), dann könnte dieses flach sein, geschlossen (wie eine Kugeloberfläche) oder offen wie eine nach außen gekrümmte Fläche.

Das kann man auch auf unser Universum übertragen. Die Geometrie ist entweder ein flaches, offenes oder geschlossenes "euklidisches" Universum (Krümmung k =0) oder ein geschlossenes "Dodekaeder"-Universum (positive Krümmung, k = +1)oder ein geschlossenes "Horn"-Universum (negative Krümmung (k = -1). Bisher sind all diese Modelle mit Beobachtungsdaten verträglich!

Das war jetzt sehr wissenschaftlich, ich versuche es einmal anschaulich: Wir wissen, dass unser Universum seit dem Urknall jeden Tag etwas größer wird. Ja? Trotzdem ist es falsch, sich vorzustellen, es gäbe einen Rand, der sich in irgenwas "hinein" ausdehnt. Man darf sich das Universum nicht als sich in den Raum hineinwachsende Blase vorstellen. So eine Vorstellung ist grundsätzlich falsch, weil Raum und Zeit nur innerhalb existieren.

Stell' Dir stattdessen eine Ballhülle vor: sie hat endliche Größe, aber doch kein Ende. Du kannst in Deinem "Ballhüllenuniversum" herumlaufen, wohin Du willst: Du kommst nie an einen Rand. Und wenn der Ball aufgeblasen wird, kann das Universum trotzdem größer werden. Klar?

Grüße

Gute und lange Antwort, doch einige Dinge sind für meinen Geschmack vielleicht etwas unsauber formuliert, so daß sie eigentlich falsch wären. Darum frage ich mal nach. Wir wissen, durch die Hochrechnungen der Expansion, daß unser Universum einen Durchmesser von ca. 78 Milliarden Lichtjahren hat. Die beiden sich gegenüberliegenden Ränder entfernen sich etwa mit 5,9 facher Lichtgeschwindigkeit durch Raumexpansion von einander. Durch die infaltionäre Expansion zum Beginn des Universums, wurde die Materie recht gleichmäßig im Universum verteil. Somit könnten sich auch Objekte am unmittelbaren Ende des Universums befinden, ohne daß sich der greifbar nahe Rand von Ihnen entfernen würde. Würden wir dort mit einem Raumschiff sein, könnten wir gegen das Ende des Universums fliegen. Nach Deiner Aussage, würde man aber immer weiter Reisen können, ohne an ein Ende zu kommen. Da die Geometrie des Raumes nach Deinen eigenen Aussagen im Universum aber Eben ist, würde das dem weiter Gehen, in einer Deiner eigenen weiteren Ausführung, widersprechen. Wie also darf ich Deine Aussage verstehen?

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@Abahatchi

Vielleicht ein Missverständnis...

Die beiden sich gegenüberliegenden Ränder entfernen sich etwa mit 5,9 facher Lichtgeschwindigkeit durch Raumexpansion von einander.

Es wäre mir aber komplett neu, wenn es eine aktuelle Kosmologie gäbe, die wirklich "Ränder" vorhersagt. Das Universum hat ja auch kein Zentrum.

Meines Wissens ergeben aktuelle Messungen ein von uns aus gesehen flaches Universum; trotzdem kann man eine andere Geometrie zum aktuellen Zeitpunkt nicht ausschließen, weil natürlich unbeobachtbare Regionen nicht vermessen sein können.

Der "Ballon" in meinem Beispiel sollte auch nicht sagen, das Universum sei definitiv positiv gekrümmt und geschlossen; es sollte vielmehr eine Veranschaulichung sein, dass ein endlich großes Universum nicht notwendig Ränder (also räumliche Außengrenzen) hat.

Würden wir dort mit einem Raumschiff sein, könnten wir gegen das Ende des Universums fliegen.

Dem würde ich eben eher widersprechen, weil es dem Prinzip von der Gleichberechtigung aller Raumpunkte widerspricht. Es erinnert mich eher an die antike Vorstellung von Archytas von Tarent: Wenn das Universum endlich ist, muss es einen Rand geben. Und wenn man kurz vor diesem Rand steht und einen Speer wirft – was würde mit dem passieren, wenn er über den Rand hinausfliegt? Er glaubte wirklich, ein endliches Universum müsse einen Rand haben.

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Nach dem derzeitigen Stand des Wissens und der bisher angenommenen Urknalltheorie, sowie der Ausdehnung des Universums, wobei hier noch nicht klar ist, ob es sich immer schneller oder irgendwann mit konstanter Geschwindigkeit weiter ausdehnt, bzw. auch wieder kollabieren könnte, kann man annehmen, dass die Ausdehnung des Universums endlich ist.

Es gibt also irgendwo eine (sich ständig nach weiter draußen verschiebende) Grenze des Universums. Es wird dort also immer dünner (es gibt weniger Materie). Igrendwo gibt es dann gar nichts mehr.

Nun ist es die Frage - da wo gar nichts ist, da hat auch der Begriff Entfernung keine Bedeutung mehr.

Wenn Du Dir jetzt eine Grenze vorstellst, dann kommt dahinter ja immer irgendwas - die Landgrenze Europas - dahinter der Ozean - die Grenze der Lufthülle der Erde - dahinter das All - irgendwo der Mond, die Sonne ...

Aber nach der Grenze des Alls wäre eben überhaupt gar nichts mehr!

Ein Ende direkt wuerde ich nicht unbedingt sagen, allerdings bin ich mit der Marterie nicht vertraut. Soweit ich weisz, expandiert das Universum staendig, bis zum voelligen Kollaps, was aber noch dauert. Von daher wuerde ich sagen, dass es sowas aehnliches wie einen Rand gibt, dieser sich aber stetig ausdehnt. Angaben ohne Gewaehr.

Universum dehnt sich immer weiter aus, also eine exakte Grenze kann es nicht geben. Alles was man über die Größe des Universums weiß sind nur Vermutungen.

Doch wie es in Wirklichkeit ist weiß kein Mensch

Um eine Antwort darauf zu bekommen, sind wir alle wahrscheinlich enige viele Jahre zu früh geboren

ay das universum ist riiiiieeeesig, man kann doch kaum zu den uns bekannten am weitesten entfernten planeten fliegen, und unsere planeten konstellation oder wie mans auch nennen mag ist ja nur ein miniteil des universum.. also wenn es wirklich einen rand gäbe, dann bräuchte man unednich viel zeit dahin zu komm

Ich denke mal da gibts ja auch 2 ethische standpunkte Stichwort "universalienstreit" ein mensch kann sich das ende nicht vorstellen vielleicht ist es ja das ewige nichts. Ich selbt denke ja das es noch etwas weit weit vor dem urknall gab und dann wurde ein universum geschaffen und dann gabs immer wieder welche aber kleinere wir sind dann eines der kleineren denk ich mal 

Viel spaß bein suchen hahaha 

Sry hab da noch nicht so viele erfahrung darüber bin erst 13

Das Universum ist – nach neusten stand der Wissenschaft (Rababerrababerrababer) – endlich, aber unbegrenzt. Das klingt komisch, ist aber so.

Stell Dir eine Blatt Papier vor und lass uns annehmen es währe zweidimensional (ich weis, dass ist nicht so, daher sollst Du es einfach mal annehmen). Es hätte eine Breite und eine Länge, aber keine Höhe. Auch wenn dieses Blatt unendlich groß währe, hätte es dennoch (hypothetische) Ränder. Wäre somit begrenzt. Also nicht Unbegrenzt, aber Unendlich.

(Ich weiß das der Rand eines unendlich großen Papiers nur hypothetisch Existieren würde. Aber das gilt für unendlich große Papiere generell.)

Nun Stell Dir vor, du würdest ein endlich großes (ebenfalls zweidimensionales) Papier so in sich selbst krümmen, dass es eine Kugel formen würde. Stellen wir uns weiter vor, ein Papierhersteller, der total einen an der Klatsche hätte, wurde eine solche Papierkugel herstellen. So dass es keinen Rand mehr geben würde. Eine hermetische Kugel (Wie eine Seifenblase). Da diese Kugel hohl wäre, könnte Sphäre ein besserer begriff sein. Dann währe das Papier endlich (da nur eine endliche Fläche vorhanden ist), aber unbegrenzt.

Ähnlich verhält es sich mit dem Universum. Wobei Universum der dreidimensionale Raum ist, alles darüber und darunter bezeichne ich als Kosmos. Sich diesen dreidimensionalen Raum gekrümmt vorzustellen, überschreitet leider die Menschliche Fähigkeit. Daher die Sublimierung mit einer Dimension niedriger.

Durch die Rotverschiebung wissen wir, dass das Universum sich ausdehnt (Die Papiersphäre wird größer). Das Universum ist also weder statisch noch ewig (unendlich in der Zeit). Vielleicht Zirkulär, aber dann währe es ebenfalls endlich. Da ein Zyklus nicht stattfinden könnte, wenn der Raum dafür erst unendlichweit expandieren, und sich dann wider unendlich weit kontrahieren müsste. Es würde ewig dauern.

Diese Ausdehnung ist auch ein Indiz für die Raumkrümmung. Da sich alle Objekte gleich von einander entfernen.

Stell die einen Luftballon vor der das Universum repräsentier, wie ich es eben mit der Papiersphäre darstellte. Malen wir nun Punkte auf die Oberfläche und puste den Ballon weiter auf. Dann entfernen sich die Punkte alle von einander. So wie die Galaxien im Universum. Je weiter eine Galaxie von der Unseren entfernt ist, um so schneller entfernt er sich.

Wie dieser Luffballon vor dem sich ausdehnen aussah, warum er sich ausdehnt, oder was aus ihm wird, ist (noch?) außerhalb des Menschlichen begriffsvermögen.

Hallo,

das Universum dehnt sich permanent und mit zunehmender Geschwindigkeit aus, also ist es nicht unendlich. Was jetzt hinter dem "Rand" des beobachtbaren Universums ist, das wissen wir nicht und es ist fraglich ob man das jemals überhaupt heraus findet.

Kommt dort das große Nichts? Befinden sich dort evtl. Parallelwelten die wir gar nicht sehen können? Gelten dort überhaupt die gleichen physikalischen Gesetzte?

Kannst es ja heraus finden. Wenn du die Antwort hast, wärst du die Erste. Teile es anschließend der Welt mit, das würde uns interessieren.

Wie Einstein so schön sagte:

Das Universum und die menschliche Dummheit sind unendlich. Beim Universum bin ich mir aber nicht sicher.

... und da hat er Recht!

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Nein. Ich habe mal iwie gehört, dass das Universum immer weiterwächst ... Bin mir aber nicht sicher.

mfG

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