Hat das Altern der Menschen was mit der Erde zutun?

... komplette Frage anzeigen

10 Antworten

Hey,

du musst zunächst zwischen den Zeiteinheiten unterscheiden: Eine Sekunde wird heutzutage anhand der Zerfallsrate eines bestimmten radioaktiven Elementes definiert. Sie ist damit konstant (wenn wir jetzt wirklich, wirklich komplexe Vorgänge wie die Zeitdilatation, die allgemeine Relativitätstheorie, das Zwillingsparadoxon etc. außer Acht lassen). Ein Tag ist definiert, als die Dauer, die die Erde für eine komplette Rotation um ihre eigene Achse benötigt. Ähnlich sind auch Woche, Monat und Jahr aufgebaut (Woche als die Abfolge von 7 Tagen, Monat als die Dauer eines Umlaufes des Mondes um die Erde und Jahr als die Dauer des Umlaufes der Erde um die Sonne). Daran kannst du bereits erkennen, dass eine Sekunde auf dem Mars, dessen Jahr etwa 687 Erdtage dauert, dennoch ebenso lange dauert, wie eine Sekunde auf der Erde. Die Alterung des Körpers ist nach derzeitigem Wissensstand unter anderem durch die Veränderung und Verletzung der zellulären DNA durch freie Radikale bedingt. Die letztgenannte Theorie ist hier stark vereinfacht dargestellt, genügt jedoch für die Beantwortung deiner Frage. Denn dies suggeriert, dass das Altern sich auf die Stoffwechselrate des Körpers bezieht. Die Stoffwechselprozesse laufen mit einer bestimmten Geschwindigkeit ab, die in Sekunden angegeben werden kann. Dein Alter steigt also konstant, egal wo du bist.

Aber: Dies gilt nicht mehr, sobald relativistische Effekte zum Tragen kommen! Zeit vergeht in bewegten Inertialsystemen im Bezug auf vergleichsweise "ruhende" Inertialsysteme langsamer. So lehrt es uns Einsteins allgemeine Relativitätstheorie.  Das führt unter anderem zu dem zuvor genannten Zwillingsparadoxon, einem Gedankenexperiment, bei dem zwei gleichaltrige Zwillinge getrennt werden. Einer verbleibt auf der Erde, der andere begibt sich auf eine (nach irdischen Maßstäben) jahrelange Reise in einer Rakete mit annähender Lichtgeschwindigkeit. Nachdem der Zwilling aus der Rakete zurückkehrt, ist dieser in der vergangenen Zeit weniger stark gealtert, als der auf der Erde verbliebene Zwilling, da die Zeit, die für den Raketen-Zwilling vergangen ist, langsamer verstrich als die auf der Erde. Nach der Reise wären die beiden nicht mehr gleich alt (sollte die allg. Relativitätstheorie korrekt sein). Auch große Massen (also wirklich große Massen, die Sonne reicht da noch nicht, dafür muss z.B. ein massereiches schwarzes Loch her) haben der genannten Theorie nach die Fähigkeit, die Raumzeit (feste Verbindung von Zeit und Raum), die sie umgibt, zu krümmen. Aber dies war ja auch nicht Kern deiner Frage ;)

Ich hoffe, dass ich dir irgendwie weiterhelfen konnte.

Gruß :)

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Hallo BJ95ffm,

nein, das hat nichts damit zu tun, jedenfalls nicht in der Art und Weise, wie Du es jetzt meinst.

Die Länge des Tages meint nur, wie lange der Planet braucht, um sich einmal um seine eigene Achse zu drehen. Dass das von Planet zu Planet verschieden ist, hat etwas mit den unterschiedlichen Rotationsgeschwindigeiten zu tun, nicht mit einem unterschiedlichen Ablaufen der Zeit auf den Planeten.

Bei der Erde sind das rund 24 Stunden oder 86 400 Sekunden.

Auf Deinem Planeten wäre ein Tag also 5x so lange, also 432 000 Sekunden.

(Alles gerundet)

Das bedeutet, dass Du auf diesem Planeten am Ende des Tages auch 5x so viele Sekunden gelebt hast, wie am Ende eines Erdentages.

Deine Lebenserwartung ändert sich dadurch nicht. Auch das ist nur eine bestimmte Anzahl Sekunden. Diese Sekunden rechnen sich nur in weniger dortige Tage um.

Gehen wir von rund 70 Jahren, also 25 550 Tagen, also 2 207 520 000 Sekunden als Deine Lebenserwartung aus, dann ist das auch auf dem anderen Planeten Deine Lebenserwartung. Nur rechnet sie sich dort in 5 110 Tage um. Das ist alles.

Jetzt kann man natürlich an die Allgemeine Relativitätstheorie denken. Bist Du auf einem Planeten, der sehr viel mehr Masse besitzt als die Erde, so dass auf seiner Oberfläche ein größeres Schwerefeld herrscht, vergeht dort die Zeit (minimal) langsamer als auf der Erdoberfläche)

Das hat aber nichts oder nur wenig damit zu tun, wie schnell sich dieser Planet um die eigene Achse dreht. Da spielt zu viel in der Entstehungsgeschichte dieses Planeten mit hinein. In jedem Falle ist dann aber nicht die andere Tageslänge die Ursache für die veränderte Sekundenlänge, sondern das Schwerefeld des Planeten.

Grüße

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Das Altern selbst nicht, jedoch möglicherweise das erreichte Endalter.
Letzteres ist über unseren Planeten definiert. Ein Jahr ist (annähernd) die Zeit, die unser Planet für eine Umrundung der Sonne benötigt. Wären wir auf einem Planeten, der doppelt so lang für eine Umrundung um die Sonne braucht, würde ein Jahr dort 2 Erdenjahre entsprechen. Damit würde sich das Alter dort jeweils halbieren.
Das sind aber wie gesagt nur Definitionsspielchen, an der für uns gefühlt vergangenen Zeit ändert sich dabei nichts.
Übrigens auch nicht, wenn man eine deutlich schwerere Masse (zB ein schwarzes Loch) anstatt der Sonne umrunden würde. In Bezug auf jemanden auf der Erde, würde dabei zwar die Zeit langsamer vergehen, für uns selbst gesehen aber nicht. Wir würden auch in diesem Fall keinen Unterschied merken. Kehrt man aber nach so einer (theoretischen) Umrundung des schwarzen Lochs zurück auf die Erde, ist man zwar wie gesagt im Vergleich zu den auf der Erde verbliebenen Menschen etwas langsamer gealtet, einen persönlichen Zeitgewinn hat man damit aber nicht erreicht. Man könnte damit lediglich "in die Zukunft" reisen. Wie gesagt aber nur theoretisch. Praktisch gesehen würde so eine Reise (neben vielen anderen Hürden) einfach viel zu lange dauern...

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Wir würden nicht wirklich langsamer altern selbst wenn die Zeit auf diesem Planeten anders berechnet wird und Tage und Jahre auf diesem Planeten eine andere Dauer als auf der Erde hätten was sogar ziemlich wahrscheinlich ist. Man würde auf diesem Planeten wenn die Zeit anders berechnet wird in seinen Planetenjahren eventuell älter oder Jünger sein als auf der Erde aber nur weil die Zeit eben anders berechnet wird.  Der Neptun zb braucht etwa 164 Erdenjahre um die Sonne zu umrunden. Könnte man 164 Jahre alt werden wäre man zwar erst 1 Neptunjahr aber trotzdem 164 Erdenjahre alt. Aber so alt werden wir nicht. man würde also noch nicht mal 1 Neptunjahr alt werden können

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Natürlich würde uns dies nicht auffallen

Doch!

Der Mensch wird so alle 23 bis 26 Stunden müde und schläft einige Stunden.
Das wäre auf einem anderen Planeten nicht anders.
Auf einem Planeten, auf dem ein Tag so lang ist wie 5 Erdentage, würdest du also regelmäßig mittags ins Bett gehen und am späten Abend aufstehen.
Oder umgekehrt.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Ist Unsinn, denn du würdest es immer merken. Auch deine Wahrnehmung wäre schneller oder langsamer. Einzig ein Vergleich würde was bringen. Und das bissl Zeitdilatation durch Gravitation ist Quark.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

vermutlich nicht ... es hat was mit der stoffwechselgeschwindigkeit zu tun.  Sollte durch die Atmosphäre jedoch die Stoffwechelgeschwindigkeit des Menschen gesenkt werden, so ist er weniger aktiv, und hat dann normal auch nicht soviel spaß.  also lieber so wie es jetzt ist. 

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Nein würden wir nicht.

Der Grund dafür, dass wir altern, ist dass die Telomere immer kürzer werden. Und das ist von der Tageslänge völlig unabhängig.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von ThomasAral
03.12.2015, 22:07

Telomere der Chromosomen beim kopieren von Zellen --- je älter desto öfter kopiert.  Irgendwann (so spätestens mit 135)  ist zuviel weggeschnipselt und alle zellen und der mensch selbst stirbt.

0

die Masse vom Planet macht es.

Umso mehr Masse desto langsamer vergeht die Zeit

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von ThomasJNewton
04.12.2015, 21:55

Einen merklichen Unterschied würdest du aber nicht überleben, nicht mal erleben, denn schneller als deine Nerven leiten bist du eine Pfütze.

0

Um dir die Frage ohne ein Video zu beantworten es bilden sich bei jedem deiner Atemzüge bestimmte Zellen in deinem Herz und irgendwann werden sie schädlich und zerstören dein Herz /tod um erhlich zu sein ich kenne weder Fachbegriffe noch sonst irgendwas aber so läuft es

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Was möchtest Du wissen?