Hat Coca-Cola eigentlich den Weihnachtmann erfunden?

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5 Antworten

Jedes Jahr die gleiche Frage. Und die Antwort bleibt auch die gleiche:

Sie haben ihn nicht erfunden, aber sein äußeres Erscheinungsbild entscheidend geprägt.

Die Geschichte der Weihnachtsmannfigur

Große rosige Pausbacken, ein langer weißer Bart, ein gütiges Lächeln, bekleidet mit einem roten Mantel mit weißem Pelz und schwarzem Gürtel, dazu schwarze Stiefel – dieses Aussehen kann nur auf einen zutreffen: Santa Claus. Das Erscheinungsbild des freundlichen rot-weißen Gesellen hat unsere heutige Vorstellung vom Weihnachtsmann geprägt – doch maßgeblich erst seit dem Jahr 1931.

Vom Kobold zum liebenswerten Gabenbringer

Knecht Ruprecht, der Urahn des heutigen Weihnachtsmanns, war ein rauer Bursche. Er kam aus der grimmigen Kälte des dunklen Waldes und hatte nicht nur Geschenke geschultert, sondern drohte auch strafend mit der Rute. Erst im 19. Jahrhundert wird aus dem finsteren Kobold ein liebenswerter Mann, der den Menschen an Weihnachten Freude bereitet.

Der Gedanke, an Weihnachten etwas Gutes zu tun, geht zurück auf den Bischof Nikolaus. Er lebte im vierten Jahrhundert in Myra, einem Ort an der Ägäis-Küste der heutigen Türkei. Um den heiligen Sankt Nikolaus ranken sich zahllose Legenden, die alle eines gemeinsam haben: Sie erzählen von der Güte, dem Mut und der Volksnähe des als Schutzpatron der einfachen Leute und der Kinder verehrten Mannes. Zum Gedenken an ihn wurden die Geschenke früher zu seinem Todestag am 6. Dezember verteilt.

Aus Sankt Nikolaus wird Santa Claus

Der Wandel von Sankt Nikolaus zu Santa Claus beginnt im 17. Jahrhundert. Niederländische Auswanderer bringen ihren Sint Nicolaas – kurz Sinterklaas – nach Nieuw Amsterdam, das heutige New York. Im Verlauf der Zeit wird dann aus Sinterklaas der amerikanische Santa Claus.

Nur im deutschsprachigen Raum gibt es die Unterscheidung zwischen Nikolaus und Weihnachtsmann. In anderen Ländern stehen die zwei Figuren für ein und dieselbe Person. Doch ob er nun Sankt Nikolaus, Weihnachtsmann oder Santa Claus genannt wird – er ist überall auf der Welt die Symbolfi gur für Weihnachten. Und Santa Claus, Weihnachten und Geschenke gehören einfach zusammen.

Wechselnde Outfits für Santa Claus

Über das Aussehen des gutmütigen alten Herrn herrscht lange Zeit wenig Einigkeit. So trägt der Weihnachtsmann im Jahr 1809 in Washington Irvings Buch „Knickerbockers Geschichten aus New York“ einen tiefen Hut mit breiter Krempe, eine riesige Kniehose und eine lange Pfeife. Ganz anders in dem berühmten Gedicht „Besuch vom Weihnachtsmann“ von Clement Moore aus dem Jahr 1822. Hier wird der Nikolaus als pausbäckiger, pummeliger, alter Kobold beschrieben.

Noch zu Beginn des 20. Jahrhunderts wird Santa Claus abwechselnd in blauen, braunen, roten oder goldenen Mänteln dargestellt. Mitte des 19. Jahrhunderts galt der Mantel nicht einmal als typisches Santa Claus-Gewand. In einem Weihnachtslied von Heinrich Hoffmann von Fallersleben – „Morgen kommt der Weihnachtsmann“ (1835) – trat der Gabenbringer noch im Bischofsgewand auf.

Auch das im 19. Jahrhundert bekannte „Väterchen Winter“ lässt die Gestalt des heutigen Santa Claus nur wenig erahnen. Er trägt zwar einen langen weißen Bart und einen mit Pelz besetzten Mantel – jedoch in der Farbe Blau. Das äußere Erscheinungsbild sollte hier vor allem die Kälte des Winters und weniger die Wärme und Güte der Vorweihnachtszeit ausstrahlen.

Die Geburt des Coca-Cola Weihnachtsmanns

Im Jahr 1931 beauftragt die Coca-Cola Company einen Zeichner damit, Santa Claus für ihre erste große Weihnachtskampagne neu zu gestalten. Haddon Sundblom kreiert einen liebenswerten Weihnachtsmann zum Anfassen: einen gemütlichen, älteren Herrn mit vergnügtem Lächeln, gütigen Augen, einem wallenden Bart, gekleidet in den Unternehmensfarben Rot und Weiß. Modell stand ihm dabei der pensionierte Coca-Cola Verkäufer und Freund Lou Prentiss.

Mit dieser Werbeidee hat Coca-Cola das Image von Santa Claus entscheidend geprägt. Denn sie hat dazu beigetragen, die weltweit bekannte Symbolfi gur zu schaffen, die bis heute der klassischen Vorstellung vom Weihnachtsmann entspricht.

Bis 1964 entwirft Haddon Sundblom über 40 Bilder, die den Coca-Cola Santa Claus in unterschiedlichsten Szenen darstellen. Die Originale gehören heute zu den wertvollsten Exponaten, die The Coca-Cola Company in ihrer Kunstsammlung besitzt. Sie waren schon in vielen berühmten Museen dieser Welt zu bestaunen, darunter auch im Pariser Louvre.

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Kommentar von Cokedose
10.10.2011, 11:07

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Von der Entstehung weihnachtlicher Bräuche

Um das Jahr 1600 stellen die Menschen in Deutschland die ersten Tannenbäume zum Weihnachtsfest auf. Sie sind noch sehr rustikal, werden nur mit wenigen Gegenständen geschmückt. Zehn Jahre später wird das Lametta erfunden – ebenfalls in Deutschland. Von nun an tragen die Weihnachtsbäume silbrige Papierstreifchen und sehen zum ersten Mal festlich aus. Um 1660 kommt eine neue Mode auf: Der Weihnachtsbaum wird zusätzlich mit Kerzen geschmückt.

Gleichzeitig entstehen in anderen Ländern wie England oder den Niederlanden die ersten Weihnachtsbräuche. Niederländische Seefahrer, die 1621 Santa Claus in die Neue Welt bringen, errichten zum Dank für die gelungene Überfahrt in New York eine aus der alten Heimat mitgebrachte Nikolausstatue.

Bis zur Herstellung von Weihnachtsfi guren oder Baumschmuck vergehen noch etliche Jahre. Erst um 1790 schnitzen Handwerker im Erzgebirge die ersten weihnachtlichen Holzfi guren – vor allem den bis heute beliebten Lichtengel und den Bergmann. Kurze Zeit später wird dann Weihnachtsschmuck europaweit in Manufakturen hergestellt. Die Figuren werden vielfältiger, spiegeln die verschiedenen Traditionen der einzelnen Länder wieder.

Weihnachtssterne und festliche Grußkarten

Die Menschen finden zunehmend Gefallen daran, die Weihnachtszeit zu zelebrieren. Im Jahr 1833 werden in Philadelphia, USA, die ersten roten Weihnachtssterne verkauft. In England beginnen die Hausfrauen damit, nach alter Überlieferung Weihnachtsplätzchen zu backen. 1843 veröffentlicht der englische Schriftsteller Charles Dickens seine Weihnachtserzählungen „A Christmas Carol“.

Begüterte englische Familien versenden zum Weihnachtsfest erstmals Grüße per Postkarte an Freunde und Familienmitglieder. Der Preis für eine Grußkarte beträgt einen Schilling – ein Betrag, den man auch für ein leckeres Weihnachtsessen hätte zahlen müssen. Im Jahr 1848 bastelt der Hamburger Theologe Johann Wichern den ersten Adventskranz. In Mode kommt er allerdings erst sieben Jahrzehnte später. 1882, nach Erfi ndung des elektrischen Lichts, werden in New York die ersten elektrischen Christbaumkerzen verkauft.

Und 1886, im Geburtsjahr von Coca-Cola, findet das Weihnachtsfest zum ersten Mal mit Coke statt.

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nein:

Dargestellt wird er als dicklicher und freundlicher alter Mann mit langem weißem Bart, roter und mit weißem Pelz besetzter Kutte; Attribute sind sein Geschenkesack und (häufig) eine Rute. Dass diese Darstellung bereits im 19. Jahrhundert existierte, beweisen zeitgenössische Postkarten.[2] Die Coca-Cola Company nutzte ab 1931 alljährlich zur Weihnachtszeit diese Darstellung für eigene Werbekampagnen. Ob die Firma damit entscheidend zur weltweiten Verbreitung des „Weihnachtsmanns“ beitrug, ist umstritten. [Wikipedia]

die mär vom weihnachtsmann gabs schon vor coca cola, auch die bilder.

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nein, Coca Cola und der Weihnachtsmann haben nichts miteinander zu tun. Den Weihnachtsmann gibt es schon viele Jahre vor der Gründung von Coca Cola. Und auch das rote Mäntelchen gab es schon davor. sie haben nur mal Werbung gemacht und damit ihn praktisch vereinheitlicht. Zuvor sah er immer verschieden aus

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wie ERFUNDEN :D .. denn gibts wirklich er kommt jedes jahr und bringt meine Geschenke :D

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