Hast Du Dich schon mal mit der Ahnenforschung befasst und interessiert Dich die Vergangenheit Deiner Familie?

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Guten Morgen zusammen,

naja, Ahnenforschung in dem Sinn hab ich nicht betrieben, aber ich kenne die Geschichte meiner Vorfahren trotzdem sehr genau.

Meine Vorfahren waren in der Schweiz ansässig und sind wohl schon seit sehr langer Zeit Stadtbürger gewesen. Mein Familienname entspricht auch deren Berufsbezeichnung.

Mein Ur-Ur-Großvater ist dann Ende des 19ten Jahrhunderts von der Schweiz nach Kanada ausgewandert und hat dort sein Glück als Silberschmied versucht (was etwas vollständig anderes ist, als unser Familienname). Er war wohl auch recht erfolgreich in diesem Beruf. Soweit ich weiß hatte er mit seiner Frau 3 Kinder - 2 Töchter und einen Sohn.

Sein Sohn - mein Urgroßvater - war im Bergbau tätig - in einem Silberbergwerk in Nord-Ontario. Er hatte so um die 12 bis 13 Kinder. Einer davon war mein Großvater, der ebenfalls im Bergbau tätig war - aber immerhin schon als Vorarbeiter und Abbauplaner. Er hatte nur einen Sohn - meinen Vater. Mein Vater wurde als Kind in die Schweiz zurückgeschickt und hat dort in einem Internat studiert. Auch er ging in die Bergbaubranche und war spezialisiert auf Grubenbewetterung und -entwässerung. Er war in seinem Bereich sehr erfolgreich. Innert kürzester Zeit wurde er zum "Problemlöser" und "Feuerwehrmann". Wenn es irgendwo in einem Bergwerk Probleme gab, die die Leute vor Ort nicht ohne Weiteres lösen konnten, wurde mein Vater geholt und mit viel Erfindungsgeist und guten Ideen schaffte er es meist, die Probleme zu lösen, auch wenn das oft mehrere Jahre in Anspruch nahm.

In Österreich lernte er dann meine Mutter kennen. Meine Mutter war ein Mädchen vom Lande, aufgewachsen auf einem Bauernhof, der seit Generationen von ihren Vorfahren betrieben worden war. Aber sie war sehr hübsch und als mein Vater ihr schöne Kleider und Schmuck kaufte war sie hin und weg von ihm. Das Leben auf dem Bauernhof war so gar nicht ihr Ding und sie war begeistert von der Idee mit meinem Vater von einem Projekt zum nächsten zu ziehen und so die Welt kennen zu lernen. Deswegen geriet sie mit ihrem Vater - meinem Großvater - in heftigen Streit. Als mein Vater ihr dann sagte, dass er nach Kanada zurückkehren musste, packte sie ihre Sachen und verschwand heimlich. Sie ließ einen Brief zurück in dem sie erklärte, dass sie eine Entscheidung getroffen habe, und dass es ihr Leid täte sich nicht verabschieden zu können, aber sie hätte Angst, dass ihr Vater sie aufhalten würde. Die war wohl nicht ganz unberechtigt, denn er hatte ihr gedroht sie gegebenenfalls zu erschießen.

So kam es, dass meine Mutter und mein Vater im Jahr 1976 in Kanada heirateten und ein paar Jahre später kam dann ich (als deren einziges leibliches Kind) auf die Welt, während mein Vater gerade ein Projekt im Ruhrgebiet in Deutschland hatte.

Und jetzt bin ich schon sehr gespannt darauf, welche Familiengeschichten die anderen Gugumo-Teilnehmer so zu erzählen haben.

Das ist eine spannende Sache! Danke dafür. Ich erfuhr erst durch alte Unterlagen, dass meine Großeltern nach dem Krieg gar nicht zusammen aus Ostpreußen ins Ruhrgebiet gekommen sind.

Mein Opa ja, er kam direkt nach der Kriegsgefangenschaft dorthin. Meine Oma und ihre 3 gemeinsamen Kinder durften erst 1957 aus dem polnischen Staat ausreisen, zum dem ein Teil Odtpreussens, so auch ihr Wohnort geworden war.

Mein Opa hatte, während er auf Oma "wartete", eine Geliebte, die dann gehen musste, als Oma endlich zu ihm kommen durfte.

Die Grossmutter meiner Mutter hingegen fiel mir auf, da ihr Beerdigungsdatum ein Jahr nach dem Sterbedatum lag. Als ich meinen Onkel danach fragte, gab er zu, dass sie ein Jahr tot in einem Kellerschacht gelegen hatte und wahrscheinlich in den letzten Kriegstagen von den "Befreiern" umgebracht worden war, wie viele Bewohner des Dorfes.

Ich finde es wichtig, auch so etwas zu erfahren.

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Moin ihr Lieben!

Ja, man könnte wohl behaupten, dass ich mich schon mal mit Ahnenforschung befasst habe, auch wenn ich eher die Arbeit von anderen für meinen Stammbaum zusammengeführt habe.

Los ging es damit, dass ich nach dem Tod meiner Großeltern über ihre Ahnenpässe aus der NS-Zeit gestolpert bin. Die habe ich mit einiger Faszination entziffert. Dabei fiehl mir auch wieder ein, dass meine Großmutter mal erzählt hatte, wie ihr Vater mit dem Fahrrad alle Kirchen der Umgebung abgeklappert hat um die notwendigen Nachweise zusammenzutragen. Meine Familie ist dankenswerterweise nicht weit herumgekommen, darum war das gut machbar. Die älteste Eintragung ist eine Hochzeit aus dem Jahr 1643.

Auf der anderen Seite meiner Familie gibt es zwei entferntere Verwandte, die noch quicklebendig sind und sich sehr für das Thema Ahnenforschung begeisten. Von daher ist mein Stammbaum dort noch umfangreicher und vollständiger.

Letztendlich galt in meiner Familie wohl das Motto "Schuster bleib bei deinen Leisten" - das waren alles Bauern und Handwerker. Und geheiratet wurde das Mädel/der Jung aus dem Nachbardorf - vorzugsweise die Wirtstochter den Fleischerssohn oder ähnliches. Zwei der alten Familienbetriebe werden heute noch von den Cousins meiner Eltern geführt und ein Ortsteil trägt den Namen meiner Familie, weil denen mal große Teile des Landes dort gehörten.

Ich bin ein kleiner Wissensschwamm und fand es einfach interessant, was meine Vorfahren so getrieben haben. Aber für mich persönlich messe ich dem kaum eine Bedeutung bei.

Einen schönen Donnerstag noch!

Guten Morgen liebe Myrene,

WOW! Tolle Antwort!

Das kann sich hören lassen. So fündig werden ja nur wenige und wenn dann noch alle aus einer bestimmten dörflichen Region stammten, so wie es früher üblich war untereinander zu heiraten, dann ist man über zehn Ecken nachher mit dem halben Dorf verwandt. Sowas finde ich immer Klasse! Ich hoffe ihr habt dann auch eine schönen Dorfgemeinschaft :-)

Einen sonnigen Donnerstag wünsche ich Dir!LG

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Vielen Dank für deine Antwort. Die Familie meiner Mutter hat auch mehrere Jahrhundert in der selben Kleinstadt gelebt. Das macht vieles einfach bei der Forschung. Liebe Grüße

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Guten 'Morgen' liebe Rosenmary und alle in der Runde,

diese Frage (deine erste, nicht?) lasse ich mir nicht entgehen; es gibt noch einen ganz anderen Aspekt, den ich beitragen möchte..

Bei uns hat sich mein Bruder der Ahnenforschung angenommen und gesammelt, was das Zeug hielt. Für diese umfangreiche Baumstruktur hätte ich den Kopf nicht gehabt.
Mein Stammbaum steht und reicht mütterlicherseits bis Mitte des 17. Jahrhunderts - durch den Verlust der Kirchenbücher während des Dreißigjährigen Krieges sind weitere Recherchen unmöglich gemacht worden - Die Linie meines Vaters reicht weiter zurück. Einer seiner Vornamen deutet traditionell auf die Zugehörigkeit zu einem alten deutsch-russischen Adelsgeschlecht hin, auch wenn das -nach Aberkennung der Adelstitel 1919- das einzige Indiz neben dem Familiennamen ist. Manchmal, wenn ich bei meiner Freundin in Thüringen zu Besuch bin, bekomme ich sowas wie 'heimatliche' Anwandlungen... Soweit zu meiner Familie.

Etwas Anderes, Kurioses habe ich hier:
Wenn heutzutage Menschen mit schwarzen Haaren und Augen, dunklerem Teint, kleinerer Statur bevorzugt nach ihrer Herkunft gefragt werden, obwohl ihre Familie schon seit Generationen aus Deutschland stammt, kommt niemand so leicht darauf, dass es für dieses Aussehen völlig andere Gründe als die Zuwanderung aus jüngerer Zeit gibt.

So erfuhr ich mal innerhalb einer Recherche, dass Prof. Dr. Hartmut Heller, Prof. für Landes- und Volkskunde, anhand von Büchern, Chroniken und nie veröffentlichten handschriftlichen Aufzeichnungen die Geschichte von deportierten Muslimen um 1700 erforscht hat. Ein spannender Artikel aus der Stuttgarter Zeitung vom 2.10.1990 brachte mich darauf. Es klingt schon recht dramatisch, dass schon im 16.-18. Jahrhundert kriegsbedingt viele hunderte Muslime nach Deutschland verschleppt wurden und nach schneller Assimilation bis heute inmitten „unserer“ Bevölkerung fortleben.'

Zitat: 'Ein wenig bekanntes Kapitel deutscher Geschichte betrifft die Schicksale Tausender im Zuge der "Türkenkriege" deportierter Muslime. .... Unter den Betroffenen waren nicht nur Soldaten, sondern auch zahlreiche Frauen und Kinder. Sie wurden auf unterschiedlichste Orte verteilt und nahmen in der Regel nach kurzer Zeit das Christentum an, erhielten deutsche Namen, etablierten sich beruflich und gründeten Familien. Es begann ein schneller Prozess der Assimilierung.' Zitat Ende

Von diesen überwiegend an die Höfe im Süden Deutschlands deportierten Muslimen stammen Nachkommen ab, die auch nach 250 Jahren dunkle Augen und Haare sowie einen bronzefarbenen Teint bewahrt haben, aber ansonsten über Generationen vollkommen assimiliert sind. Es gibt auch berühmte Namen unter ihnen. Lektüre

Da sich dunkle Augen und schwarze Haare dominant vererben, gibt es auch heute noch sichtbare Spuren dieser als 'Kriegstrophäen' erbeuteten Menschen.

Dies ist nur ein Beispiel dafür, dass besonders durch Kriege und Wanderbewegungen sehr Vieles passieren kann, das das Erbmaterial dramatisch beeinflusst.

Nicht alles lässt sich über die bekannte Ahnenforschung zurückverfolgen. So gibt es auch andere Spuren: rund um die Stadt Cognac (Dépt. Charente) gibt es außergewöhnlich viele Menschen, die über 180 cm groß sind und blaue Augen haben - atypisch für Südfrankreich. Eine mögliche Ursache kann in der Besiedelungsgeschichte innerhalb der Wanderungsbewegungen während der Zeit der Völkerwanderung liegen.

'Ahnenforschung' sprachlicher Art (Sprachgeschichte, Etymologie, Ortsnamenkunde) habe ich während meines Romanistik-Studiums mal betrieben - auch das war sehr spannend und würde noch immer für mehr als einen Smalltalk reichen. :-)

Allen hier wünsche ich noch einen schönen Tag mit diesem interessanten Thema.

Hallo, liebe Spielwiesen...

Ich wünsche Dir einen schönen und angenehmen

Donnerstgnachmittag und - abend.

LG chazzy13(-:

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@chazzy13

Vielen Dank, lieber chazzy, das wünsche ich dir ebenfalls! Und viel Sonne dazu - herzliche Grüße !

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@Spielwiesen

Dankeschön...Sonne ist schon fast verschwunden...und so richtig warm war das eh heute nicht...bei dem kalten Wind...Wird schon wieder besser werden .

GLG chazzy13(-:

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@chazzy13

Na draußen aufheizen musst du es selber, das ist ja klar, oder?? Bewegung!!!
LG

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@Spielwiesen

Nööö....heute nix mehr aufheizen....

Bewegung habe ich auf dem Hometrainer gehabt..und im Haushalt..

LG chazzy13(-:

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Das finde ich ja sehr interessant. Habe ich noch nie von gehört. Wieder was gelernt. :)

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@JaquesSchabrack

Freut mich. Deswegen hebe ich die ganzen alten Sachen ja auch auf... Ich fand sie auch interessant. Danke und LG

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@JaquesSchabrack

Ich habe auch dazu gelernt. Dass Völker woanders angesiedelt wurden, wusste ich, aber das mit den Türken nicht.

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Danke für den interessanten Beitrag. Ja, es ist ist meine erste Gugumo Frage. Habe es direkt mal ausprobiert 😊

Das mit Deinen Vorfahren finde ich interessant. Ich bekomme immer ganz heimatliche Gefühle in dem Dorf, in dem mein Vater aufwuchs. Im Geburtsort meiner Mutter war ich noch nicht, ich möchte aber da hin.

Komisch, dass du es ansprichst, mein Vater hatte tiefschwarze krause Haare. Also keine Locken, sondern Krause. Wir haben uns immer gefragt, von welcher Nation er wohl abstammen könnte da in seiner Geburtsgegend die Leute eher blond oder braunhaarig sind.

Einen DNA Test möchte ich nicht machen, es ist mir zu heikel, meine Genetik Fremden in die Hand zu geben. Liebe Grüsse.

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@Rosenmary

Danke für deinen netten ausführlichen Kommentar. Der Heimatort meines Vaters liegt hier in der Gegend, meine Mutter ist sogar im gleichen Zimmer wie später ich geboren, im gleichen Haus, in dem ich jetzt (wieder) lebe.

Im Heimatort meiner Großeltern in Niederschlesien waren wir 1993, kurz nach dem Fall des Eisernen Vorhangs. Es war mehr als aufregend. Meine Mutter zeigte mir die Mühle, die meine Vorfahren dort 250 Jahre lang betrieben haben. - Es standen grad noch ein pasr Wände, vorher war es mal eine ganze Domäne.

Dass es bei der Ahnenforschung zugehen kann wie bei einem Griff in eine große Wundertüte, finde ich auch.

Wobei du dir immer die Mendel'sche Vererbungslehre vergegenwärtigen musst: da sind echt tolle Sachen möglich, rezessive Merkmale z.B.-, die erst nach Generationen zum Vorschein kommen - können, nicht müssen!

Schönen Abend und 💛liche Grüße!

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@Spielwiesen

Oh, die Vererbungslehre, da kommen mir Fruchtfliegen in den Sinn. Drosophila, oder wie die hiessen... im Biologie Leistungskurs vor viiiiielen Jahren...

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Du schreibst so liebe Antworten. Du musst ein gutes Herz haben, das habe ich gleich gemerkt. Es muss auch Menschen mit Gefühl geben, die manchmal auch sensibel im Umgang mit anderen sind. Oberflächliche Menschen mag ich nicht.

Ich habe so viel von dir gelernt, obwohl ich noch gar nicht lang mitlese.

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@Maxwell313

Vielen lieben Dank *errötendzurseiteblick

Mir sind Menschen wichtig und ich spüre mich in sie hinein....das ist im Grunde schon alles. Freut mich, dass du das sagst! Komm in meine Arme (bei diesen Abstandsregeln müssen wir uns schließlich was einfallen lassen!!).

💙 liche Grüße

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@Spielwiesen

Sehr gut. 😀

Du weißt ja jetzt welche Apothekerschublade du schließen bzw. öffnen musst, wenn es mal nicht so läuft wie gewünscht. 💁‍♂️

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@Maxwell313

Gut, dass du Psychologie studierst.. ! 🙏 Solange du mir nicht sagst, welches Medikament ich zum Unterdrücken einnehmen muss, akzeptiere ich eine Menge! 🌺

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@Spielwiesen

Vor 10 Jahren hatte ich nicht mal den Hauptschulabschluss. Ich bin in eine berufsvorbereitende Maßnahme gekommen und bin sogar dort rausgeflogen. Zum Schluss meinte der betreuende Sozialpädagoge, dass aus mir nie etwas Vernünftiges wird. Das habe ich geglaubt und bin vollendes auf "die schiefe Bahn" geraten. Ich hatte Kontakt mit falschen Freunden, habe den schlimmsten Blödsinn gebaut, den du dir vorstellen kannst. Denke dir das schlimmste Kind was du kennst, multipliziere es mit dem Faktor 10 und du weißt, wie ich war. Zum Glück hatte ich einen prima Neurologen (die ja oft auch Psychiater sind) und eine mitfühlende Patentante, die mich mit sanften, freundlichen Druck in die richtige Richtung gestoßen haben. Beiden bin ich bis heute dankbar. Ich habe erst eine Ausbildung gemacht und somit den Hauptschulabschluss bekommen. Danach habe ich mich 4 Jahre bis zum Abitur hochgekämpft um die Fachhochschulreife und damit den Schlüssel zum Studium zu erhalten. Ohne Arzt und Tante hätte ich den Sprung nicht geschafft.

Beide sagen, ich wäre wie geschaffen für den späteren Beruf, weil ich weiß, wie es ist, wenn man ganz unten steht. Ich glaube man entwickelt eine gewisse Empathie für die sogenannten "Problemkinder". Unser Dozent sagt immer, man muss die Leute nicht durchschauen, man muss in sie hineinschauen, um sie zu verstehen.

Eigentlich hätte das Abitur auch für ein Medizinstudium gelangt. Etwas in Fachrichtung Psychiatrie hätte mich gereizt. Aber mit der jetzigen Wahl bin ich auch zufrieden.

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Guten Abend, liebe Spielwiesen, A.

mit großer Freude habe ich wieder feststellen können, wie gründlich Du Dich doch in das Thema Ahnenforschung hineingekniet hast.

Du hast uns vielerlei Ansichten nahe gebracht und uns auch mit neuen Dingen bekannt gemacht, dafür möchte ich ganz herzlich danken.

Ich wünsche Dir noch von ganzem Herzen alles erdenklich Liebe und eine gute Nacht, von Deiner Plawo

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@iQPlawopf

Guten Abend - oder Morgen, liebe Plawo, und hab herzlichen Dank für deine lieben Worte! Diese Antwort hatte ich schon in verschiedenen Bausteinen in petto und musste nur neu kombinieren. Seit wir den Suchfilter haben, finde ich auch mal eigene Antworten wieder...!

Mein Blick auf das Thema ist ja ganz schön verpuzzelt, aber wie innen, so außen. Ich habe noch nicht alle Antworten gelesen, drum halte ich mich etwas zurück - aber bei deiner bin ich mir wieder sicher, dass sie ausgezeichnet aufgemacht ist und einiges zu bieten hat...

Die Liebe in Zeiten der Corona erfordert neue Strategien: ich nehme dich jetzt in die Arme und drücke dich! Von wegen Distanz wahren!

(Der Kommentar stammt von ca. 1.20h und 'hing' noch fest, als ich wohl darüber eingenickt sein muss. Jetzt lösche ich ihn auch nicht mehr - das wäre ja glatt Geschichtsfälschung..! ;-)!)

Liebe Grüße!

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Guten Morgen liebe Spielwiesen,

um meine typischen Gesten und Verhaltensweisen zu erkennen muss ich gar nicht weit in die Vergangenheit "schweifen". Viele Eigenschaften habe ich von meiner Mutter übernommen und leider auch vieles, was ich nicht so an ihr mochte.

Schönen Freitag für dich und liebe Grüße.

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@IQSofia

Ja, das ist mir irgendwann auch so gegangen. Etwas, das ich bei meiner Mutter penetrant fand, habe ich selbst und sogar noch viel stärker. Man muss das beste draus machen und versuchen, sich damit auszusöhnen - aber das ist nicht einfach. Liebe Grüße!

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Hallo Morgenrunde

Hast Du Dich schon mal mit der Ahnenforschung befasst und interessiert Dich die Vergangenheit Deiner Familie?

Nein

Ein Freund von uns hat eine Familien-Bibel DIN A 3 Format aus dem Mittelalter mit Ledereinband,wunderschöner Schrift/Druck und farbenfrohen Motiven. Der Familienbibel wurde immer eine Widmung des Erben beigefügt.So ergibt sich über die Jahrhunderte ein lebhaftes Bild der jeweiligen Zeit,Bedürfnisse,Ängste und Sorgen.

Es birgt aber die Gefahr,wenn man heutiges Wissen und Maßstäbe an die Zeitzeugenberichte anlegt,das man sich für seine Ahnen "fremdschämt"weil diese zB die Inquisition oder Monarchie bejubelten.

Man muss die Zeiten/Personen akzeptieren wie sie waren,auch wenn das woher dann evtl. schmerzhaft wurde.

Bleibt alle gesund.

stormy

Achtung Satire

Für mich gilt Unwissenheit bevorzugt,weil meine Vorfahren sicher Piraten,Gauner,Halsabschneider;so wie ich einer bin,waren.

Mein Großvater war Schlächter,mein Vater war Schlächter und ich bin noch schlechter.

So eine Familienbibel ist echt ein wertvoller Schatz. Zum Glück habe ich bisher keine Gruselgestalten in meinem Baum gefunden. Aber auch keine hochtrabenden Gestalten. Alles Mittelschicht, Arbeiter, teils auch Mägde, Knechte, Stalljungen, Küchenhilfen usw

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@Rosenmary

Ich bin zwar als Personenschutz auf Empfängen immer mit dabei,aber gefühlsmäßig bin ich beim Service der die Gäste bewirtet,arbeite halt in meinem Job,wie diese in ihrem.

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Einen wunderschönen guten Morgen Rosenmary, auch an alle anderen in der Runde hier und vielen Dank für diese Frage.

Das Interesse für Ahnenforschung hält sich bei mir stark in Grenzen, um nicht zu sagen, dass es gar nicht vorhanden ist. Meine älteren Verwandten sind fast alle gestorben und die Mühe in Archiven zu stöbern wäre mir einfach zu viel. Also lasse ich alles so wie es ist. Vielleicht können sich ja Generationen später Menschen mit mir befassen, wenn es ihnen Spaß macht?

Ich wünsche allen noch einen schönen Tag, bleibt gesund und herzliche Grüße von Lazarius.

Guten Morgen lieber Waldi,

ich denke auch das es viel Zeit beansprucht, Zeit die aktuell für anderes daruf geht. Als Hobby betrieben ist es aber sicher eine tolle und spannende Sache in der Vergangenheit zu stöbern ...und wer weiss ob sich nicht tatsächlich noch unsere Kinder und Kindeskinder eines Tages dafür interessieren werden?

Pass auf Dich auf und sei mir herzlichst gegrüsst! :-)

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@aekw11

Vielen Dank für deinen Kommentar. Da hast du natürlich recht und ich stimme dir zu. Es ist nicht jedermanns Sache. Wohl dem, der dafür Interesse hat.

Ich habe immer noch Stubenarrest ;-) Pass du auch auf dich auf. GLG W.

4
@aekw11

Vielen, vielen Dank. Noch hat man mich nicht in Ketten gelegt. Das wird jedoch nicht mehr lange auf sich warten lassen ;-)) Meine Lieben müssen mit immer mehr Tricks aufwarten, um aus mir einen Stubenhocker zu machen. GLG W.

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@Lazarius

Ist das nicht schrecklich? Ich gehe neuerdings auf dem Friedhof spazieren und habe meine Fitnessgeräte abgestaubt. Trainiere mehrmals die Woche zu Hause.

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Trotzdem Danke für Deine Stellungnahme

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Guten Abend, lieber Freund Lazarius,

so interessant auch ganz sicher so manche Begebenheit wäre, die ich beim Nachforschen in der 'verwandtschaftlichen Vergangenheit' hätte erfahren können, so tat es mir manchmal dann doch ein wenig leid dass ich so wenig von meinen engsten Angehörigen weiß.

Doch wenn ich aber daran denke, wieviel Zeit, Kleinarbeit und intensives Nachforschen notwendig gewesen wäre, nur um einige Dinge erfahren zu können, die man dann letztendlich meist doch nicht so recht nachvollziehen kann, da glaube auch ich, dass ich das bessere Teil gewählt habe.

Du hast recht lieber W. wenn Du erwähnst, das es heutzutage mit der modernen Technik ein Leichtes gewesen wäre, NACHZUFORSCHEN, AUFZUSCHREIBEN und sein Wissen zu VERVOLLSTÄNDIGEN, was Eltern, Geschwister, Tante und Onkel, Oma und Opa, und so weiter und so weiter - betrifft.

Doch es hat sich nun erübrigt und ich werde auch ohne dieses private nützliche Wissen, gut und zufrieden über die Runden kommen.

Was hat sich bei Dir Besonderes ereignet, dass Du nun mehrmals schon erwähnt hast, dass Du so eingesperrt bist.???

Noch viele liebe Grüße an Dich und eine gute Nacht, dies wünscht Dir Deine Freundin Plawöpfchen

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@iQPlawopf

Guten Morgen, liebe Freundin Plawöpfchen,

ich muss sagen, dass ich über nichts über meine Familie der Vergangenheit betreffend weiß. Es geht bis zu Oma und Opa und nicht weiter. Als man Kind war, wurde nicht oder nur wenig darüber gesprochen. Und uns Kinder hat es wohl auch nicht so richtig interessiert. Kraft, Mühe und Geld in längst vergangenes Wissen zu stecken, wäre mir zu viel.

Das besondere Ereignis ist Corona, oder die Begrenzung der Weltbevölkerung, was mich einsperrt. Meine Frau und meine Enkelkinder haben mir Stubenarrest gegeben, um mich vor Corona zu schützen. Ich war jetzt fast zwei Wochen nicht mehr draußen und es wird wohl auch noch etwas dauern, bis man mich wieder freilässt. Meine Kommentare sind natürlich ab und zu etwas spaßig gemeint. Du kennst mich ja. Trotz der Katastrophe, die schon längst keine Krise mehr ist, verliere ich trotzdem nicht den Humor.

Ich wünsche dir/ euch Gesundheit und Widerstandskraft, alles Gute und einen schönen Tag. Ganz liebe und herzliche Grüße von deinem Freund Lazarius.

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