Hasse ich meinen Vater?

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8 Antworten

Hallo!

Was dein Vater macht, ist typisch für alkoholkranke Menschen. Dass du ihn hasst zeigt nur, dass er dir nicht gleichgültig ist.

Ich habe meinen Mann damals rausgeworfen. Und was geschah? Er kümmerte sich um eine Therapie, denn er wusste, dass er ohne meine Hilfe mit Alkohol nicht lebensfähig war! Heute empfiehlt er jeder Ehefrau: "Schmeiß deinen Mann raus! Wenn Ille mich nicht rausgeschmissen hätte, würde ich heute noch saufen!" Nicht jeder lässt sich so einfach rausschmeißen, aber da ihr ja schon mal im Frauenhaus ward, kennt deine Mutter ja eine Lösung, wie sie sich trennen kann.

Dann schau mal auf die Webseite Al-Anon.de. Du kannst auch deine Mutter darauf aufmerksam machen. Al-Anon ist für Menschen, die Probleme durch die Folgen des Alkohol trinkens eines nahestehenden Menschen haben.

Auch Nacoa kann dir helfen: Dort gibt es alle 14 Tage einen Chat für Kinder. Außerdem kannst du Montags zwischen 10 und 11 Uhr und zwischen 20 und 21 Uhr dort anrufen. Schau einfach mal auf die Webseite nacoa.de.

ein alkoholiker ist krank. per definition. alkoholismus ist ne krankheit.. quartalssäufer halten es wochen, manchmal monate ohne alkohol aus. süchtig sind sie trotzdem.

nicht jeder der trinkt wird aggressiv. mache werden träge, manche werden albern, manche schlafen einfach weg. dein vater hat ne vergrabene aggressive seite und der alkohol nimmt die hemmungen.

auch das was dein vater tut ist gewalt. verbale gewalt. die kann genauso schlimm sein wie körperliche.

deine mutter ist anscheinend co-abhängig. diese menschen nehmen verantwortung auf sich die nicht die ihre ist, in diesem fall die verantwortung für das leben deines vaters. der mann ist über 18 und er hat keinen gesetzlichen vormund. er und nur er ist für sich verantwortlich. und der kann alleine leben. alkoholiker sind überlebenskünstler. glaub mir, der fällt nicht tot um nur weil ihr geht. das halbe jahr wo ihr weg wart hat er ja auch überstanden..

und jeder alkoholiker kann ohne alkohol leben. WENN er wirklich und aus tiefster seele und aus eigenem antrieb(!!) will. dein vater will das anscheinend nicht. er will sich langsam tottrinken und währenddessen alle in seiner umgebung verletzen. das ist in deutschland nicht verboten. ihr habt die wahl ob ihr dabeisein wollt.

deine mutter glaubt nun die verantwortung für das leben deines vaters übernehmen zu müssen und nimmt dabei in kauf dass deines und ihr eigenes dabei schaden nehmen, vielleicht kaputtgehen. das zusammenleben mit einem solchen menschen fordert seinen tribut von der seele. körper und seele sind eng verbunden.. und das was da passiert übersteht kein mensch ohne seelischen schaden :/ dieser äußert sich oft irgendwann auch körperlich

was sie mit ihrem leben macht ist ihre sache. dass sie dich mit reinzieht ist nicht fair.. sie müsste dich eigentlich vor ihm schützen.

das verhältnis von kindern mit deiner kindheit zu ihren eltern ist oft gespalten. wie sie damit umgehen ist verschieden.. aber liebe und respekt des eigenen kindes sind kein väterliches recht. sie sind ein privileg. eines das man verlieren kann. du musst weder das eine noch das andere tun wenn du nicht willst. es ist auch okay ihn gleichzeitig zu lieben und zu hassen.. es gibt beispielsweise erwachsene alki-kinder die sagen dass sie ihre eltern lieben aber den kontakt endgültig abgebrochen haben weil sie ohne kontakt besser leben. und sie nicht vermissen.

hast du in deinem umfeld jemanden mit dem du reden kannst?

Selbst wenn Dein Vater nicht täglich trinkt, hat er doch ein ganz deutliches Alkohol-Problem! Es gibt unterschiedliche Formen von Alkohol-Sucht (Krankheit) hier kannst Du mal einiges dazu nachlesen:

http://www.paracelsus.de/specials/tips/tip_34.html

Und nun zu Deiner eigentlichen Frage "was kann ich tun?"

Ich gebe Dir jetzt noch einen weiteren Link:

http://al-anon.de/gruppe-finden/

Hier kannst Du bitte mal nachsehen, ob Du eine Gruppe in Eurem Ort findest und dann geht Ihr als Familie, aber OHNE den Vater dort mal hin!

Diese Gruppe ist extra nur für Familienangehörige von Alkohol-Kranken! Ihr werdet dort auf Menschen treffen, die genau in der gleichen Situation sind wie Ihr. Man wird Euch verstehen und natürlich auch unterstützen und helfen!

Alleine seid Ihr gegen Euren Mann/Vater machtlos! Ihr als Familie könnt ihm auch nicht helfen! Das alles wird man Euch in der Gruppe sehr anschaulich erklären und natürlich auch, wie Ihr Euch vor ihm schützen könnt!

Bitte warte nicht zu lange und versuch Deine Mutter von der Notwendigkeit zu überzeugen! Ihr geht sonst mit vor die Hunde und damit ist gar keinem geholfen!

Alles Gute wünsche ich Euch allen und ganz viel Kraft und starke Nerven!

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