Hassbrief an Lehrer erlaubt?

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8 Antworten

Na ja, damit der Brief auch gelesen und vielleicht sogar überdacht wird, würde ich keinen "Hassbrief" schreiben, sondern in etwa:

"Sehr geehrte (oder liebe) Frau X,

zum Ende meiner Schulzeit möchte ich gern ein paar Zeilen an Sie richten, über eine Angelegenheit, die mir am Herzen liegt.

Ich hoffe, dass Sie meine Worte überdenken und nicht als Boshaftigkeit oder Gehässigkeit verwerfen.

In den vergangen Jahren war ich über ihren Unterrichtsstil oft enttäuscht, weil Sie immer wieder ein Verhalten zeigten, das Schüler entmutigte und regelrecht kontraproduktiv für das Lernen war. Im folgenden möchte ich ein paar Ereignisse nennen, an die ich mich erinnere, und Ihnen mitteilen, wie diese auf mich (und die betroffenen Mitschüler) gewirkt haben, in der ehrlichen Hoffnung, dass diese schlechte Stimmung im Unterricht Ihren späteren Schülern erspart bleibt.

Aus Angst, selbst in ein schlechtes Licht gerückt zu werden und dann in besonderem Maße von Ihnen mit dieser Art Verhalten konfrontiert zu werden, habe ich es vermieden, vorher mit Ihnen direkt über dieses Thema zu reden. (Aufzählung der Ereignisse etc.)."


Du kannst sie natürlich stattdessen auch um ein Vieraugengespräch bitten. Oder du gibst ihr den Brief in einem vereinbarten Gespräch und erklärst dazu, dass es sich nicht um einen Lobesbrief handelt, dass du aber hoffst, dass sie sich deine ehrliche Meinung zu einigen Vorkommnissen in ihrem Unterricht zu Herzen nimmt.

Evtl. wird sie dann offener sein und es könnte sogar sein, dass sie dir antwortet, und ihre Sicht der Dinge schildert (vielleicht war ihr gar nicht bewusst, wie ihr Verhalten auf die Schüler wirkte).

Danke erstmal für die Mühe und der Ansatz ist echt gut nur möchte ich nicht soo nett zu ihr sein und schon ihr etwas schuldgefuhle machen und ihr zeigen wie scheidsse sie zu uns War und auch eine Art Beleidig ung die aber schon eher Richtung sachlich geht einfügen zb dass ihre pädagogischen Fähigkeiten meiner Meinung nach niemals ausreichen um eine klasse zu führen und man es an der klassenstimmung und Gefühle bspw merkt oder sowas

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@castielop

Bedenke nur: Wenn sie sich zu schnell zu Unrecht angegriffen oder gar unsachlichen Argumenten gegenüber sieht, wird sie den Brief vielleicht gar nicht zu Ende lesen oder jedenfalls nicht beherzigen. Wenn dich jemand unberechtigerweise verurteilt, nimmst du dir das eher nicht zu Herzen. Daher würde ich erst mal freundlich und entschuldigend schreiben, damit sie den Brief überhaupt zu Ende liest und vielleicht auch darüber nachdenken kann und nicht sofort reflexhaft alles abwehrt als überzogene Schülermeinung.

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@castielop

Klar würdeich an deiner Stelle auch machen aber nicht übertreiben. Natürlich anonym. Sonst hat die die auf den Kicker. 

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Ja, Du darfst einen Brief schreiben! Was willst Du damit erreichen? Dir alles von der Seele schreiben? - Wenn es ankommen soll, dann sollte es sachlich sein und Du solltest schreiben, was Dich belastet hat und was Dir geholfen hätte, wenn es wie anders gewesen wäre.

Grundsätzlich möchte niemand unbedingt unbeliebt sein. manchmal kann es auch sein, dass man überfordert ist, starke private Probleme hat, zu unsicher (fehlende Selbstsicherheit), oder ...

Du solltest den Breif so schreiben, dass Du die Punkte selbst annehmen könntest, wenn Du Dich in ihre Lage versetzt und mal ihre Rolle einnimmst.

Rückmeldung bzw. Beschwerden sind wichtig für eine Bildungseinrichtung. Also ran ans Schreiben! Hab Spaß  und sorg dafür, dass alles gesagt ist.

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