Hass zwischen religionen?

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Wenn du in diesen Büchern nichts von Hass zu anderen Religionen gefunden hast, dann kannst du sie nicht gelesen haben.

Natürlich steht im Tanach oder der Bibel nichts vom Islam, da der erst später gegegründet wurde. Aber in allen 3 Büchern wird von Andersgläubigen mit tiefster Verachtung gesprochen (Ungläubige, Heiden, Gottlose, Sünder, Götzendiener, voll von Boshaftigkeit) auf die Gottes Zorn und Strafe kommen werden. Sowas würde ich schon als Hass bezeichnen.

Unterschiede gibt es allerdings bei der Ausführung der Strafe:

1) Judentum: Diesseitige Strafen

Im Judentum erteilte Gott die Strafen teilweise selbst (Sintflut, ägyptische Plagen), teilweise liess er sie von seinem Volk ausführen (von ihm befohlene Kriege). Die Kriege und Gewaltaufrufe waren aber räumlich und zeitlich begrenzt, er benannte z. B. die Völker, die es auszurotten galt. Daher lässt sich daraus kein genereller, zeitlich unbegrenzter Befehl zur Ausrottung aller Ungläubigen ableiten.

2) Islam: Diesseitige und jenseitige Strafen

Gott ist für die jenseite Strafe zuständig, verlangt aber von seinen Gläubigen, dass sie die diesseitigen Strafen übernehmen. Auch wenn Befehle wie "tötet die Ungläubigen" in Kriegszeiten formuliert wurden, so hat erstens Mohammed diese Kriege angezettelt, und zweitens spricht er allgemein von "Ungläubigen" und nicht etwa vom "kriegerischen Gegner". Auch "Kämpft bis alle an Allah glauben" (nicht: bis sie aufhören, euch zu bekämpfen, das steht an einer anderen Stelle) lässt auf "zeitlich unbegrenzt" schließen. 

3) Christentum: Nur jenseite Strafen

Hier beauftragt Jesus seine Jünger nicht, Gott bei seinen Strafaktionen zu unterstützen, im Gegenteil. Zwar sind "Ungläubige" auch verhasst, aber Gott wird das alles höchstpersönlich beim jüngsten Gericht regeln.

1) ist Geschichte, mit 3) kann ich leben, 2) ist ein aktuelles Problem. 

Was sagte Jesus Christus selbst zu diesem Thema? In den Evangelien wurde vieles von dem aufgezeichnet, was Jesus lehrte und tat. Er selbst musste starke religiöse Feindschaft, die von der damals vorherrschenden religiösen jüdischen Elite ausging, erdulden. Aber nie hat er seine Jünger dazu aufgefordert, diese Gegner zu hassen. Gemäß Lukasevangelium, Kapitel 6, Vers 27 und 28 sagte er: „Aber ich sage euch, die ihr zuhört: Fahrt fort, eure Feinde zu lieben, denen Gutes zu tun, die euch hassen, die zu segnen, die euch fluchen, für die zu beten, die euch beleidigen.“

Damit wollte er aber keinesfalls den Gedanken unterstützen, dass alle Religionen gut seien und zu Gott führen. Im Matthäusevangelium, Kapitel 16, Verse 11 und 12 führte Jesus dazu aus: „Nehmt euch aber vor dem Sauerteig der Pharisäer und Sadduzạ̈er in acht.“ Da begriffen sie, daß er gesagt hatte, sie sollten sich nicht vor dem Sauerteig der Brote in acht nehmen, sondern vor der Lehre der Pharisäer und Sadduzạ̈er.“

In den gesamten Christlich-griechischen Schriften (dem Neuen Testament) finden wir Hinweise für Christen, dass sie Taten oder Geisteshaltungen meiden oder sogar hassen sollten, aber niemals Menschen – auch nicht die Menschen, die hinter der falschen Handlung stehen. So lehrt der Apostel Paulus, gemäß dem Römerbrief, Kapitel 12, Vers 17: „Vergeltet niemandem
Böses mit Bösem.“

So haben die wahren Nachfolger Jesu Christi zwar Böses von andersdenkenden und andersgläubigen Menschen zu erleiden, sie selbst werden Andersgläubige, egal welcher Religion sie angehören, aber niemals hassen. Inwieweit die einzelnen „christlichen“ Gruppierungen diesem Bild entsprechen (man achte auf die Tat und nicht auf das Wort), muss jeder selbst beurteilen. Jehovas Zeugen haben sich schon immer bemüht, die gottlose Tat, aber nicht den Menschen zu hassen. Daher predigen sie allen Menschen, unabhängig ihrer Religionszugehörigkeit, die gute Botschaft von Gottes Königreich.

Ich kann nur für Christen antworten und sagen, dass die Bibel verbietet, andere Menschen zu hassen.

Jesus hat nicht nur gelehrt, die andere Backe hinzuhalten, wenn man großen Beleidigungen ausgesetzt ist (im gr. steht das Wort "rhapizo"), sondern auch die Feindesliebe: "Ich aber sage euch: LiebteureFeinde, segnet, die euch fluchen, tut wohl denen, die euch hassen, und bittet für die, welche euch beleidigen und verfolgen" (Matthäus 5,44).

Christen sollen ihre Mitmenschen lieben (Nächstenliebe) und andere behandeln, wie sie selbst behandelt werden wollen  (die sogenannte goldene Regel): "Alles nun, was ihr wollt, dass die Leute euch tun sollen, das tut auch ihr ihnen ebenso" (Matthäus 7,12).

Leute der Schrift!?

Hallo zusammen, und zwar habe ich vor einigen Wochen schon folgende Sure 29 Vers 46 gelesen. Dort steht das man mit den Leuten der Schrift nur auf eine möglichst gute Art streiten sollte. Mit "Leute der Schrift" sind ja Juden oder Christen gemeint. Dies hat mich jedoch wirklich sehr verwirrt. Mit "der Schrift" ist wohl die Thora und die Bibel gemeint aber Muslime selbst sind doch auch "Leute der Schrift"?! Die Juden haben die Thora, die Christen haben die Bibel und die Muslime haben den Koran. In meinen Augen sind die´s 3 Bücher also 3 Schriften und das bedeutet doch dann, dass Muslime eben auch "Leute der Schrift" sind. Warum bezeichnen Muslime andere Religionen (Christentum/Judentum) als "Leute der Schrift" oder "Volk der Schrift" wenn sie selbst an eine Schrift bzw an ein Buch festhalten?

Ich hoffe dies kann mir hier jemand verständlich erklären...Danke :-)

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