Hass auf Gott , kann mich jemand bekehren?

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Schau Dir mal diese Antwort auf eine ähnliche Frage an:


Wenn Jesus die Sünden aller Menschen auf sich genommen hat, kann dann nicht jeder einfach machen, was er will?


Ganz
sicher ist die Erlösungsvorkehrung durch Jesus Christus kein
"Freifahrtschein" für jedermann! Das Lösegeld in Form des Opfertodes
Jesu steht zwar grundsätzlich jedem zur Verfügung, dennoch ist es auch
an gewisse Bedingungen geknüpft.


Einen wichtigen Hinweis gibt ein Bibeltext, der in diesem
Zusammenhang sehr oft zitiert wird. Er stammt aus dem Johannesevangelium
und lautet: "Denn so sehr hat Gott die Welt geliebt, daß er seinen
einziggezeugten Sohn gab, damit jeder, der Glauben an ihn ausübt, nicht
vernichtet werde, sondern ewiges Leben habe" (Johannes 3:16).


Hast Du die Einschränkung in diesem Text bemerkt? Es heißt hier, "jeder, der Glauben an ihn ausübt".
Die wichtigste Voraussetzung, um Nutzen aus dem Lösegeld zu ziehen ist
also der Glaube. Nun heißt es in dem zitierten Text aber nicht, dass wir
nur "glauben", sondern dass wir "Glauben ausüben" müssen.


Einfach nur zu glauben, ist etwas Passives, was im Grunde keinerlei
Anstrengungen oder Änderungen im Leben erfordert. "Glauben auszuüben"
bringt jedoch zum Ausdruck, dass mit dem Glauben auch gewisse Handlungen
verbunden sein müssen. Dazu zählen all die Erfordernisse, die an einen
Christen gestellt sind. Jesus sagte einmal zu seinen Jüngern: " Wenn
jemand mir nachkommen will, so verleugne er sich selbst und nehme seinen
Marterpfahl auf und folge mir beständig" (Matthäus 16:24).


Jesus gebrauchte hier einen Marterpfahl bildhaft für all die Härten,
die mit dem Leben eines Christen verbunden sein können (z.B. Spott und
Verfolgung). Auch sprach Jesus hier davon, dass ein echter Christ ihm "beständig folgen"
müsse. Was heißt das? Jesus nachzufolgen bedeutet, sein Beispiel genau
nachzuahmen und ein Leben zu führen, dass die gleichen Ziele und
Prioritäten hat, wie das des Christus.


Damit das gelingt, muss man sich eingehend mit seinem Beispiel
befassen und den festen Entschluss fassen, ein Leben hinter sich zu
lassen, dass hauptsächlich auf materialistische Wünsche und Ziele
ausgerichtet ist.


Wie Du also siehst, sind die Anforderungen, die an einen Christen
gestellt werden, doch recht anspruchsvoll - allerdings auch nicht
unerfüllbar. Das alles ist weit entfernt von einem "Freifahrtschein für
alle", nicht wahr?


Nun fragst Du ja auch nach denen, die vor Jesus gelebt haben. Können
sie ebenfalls Nutzen aus dem Lösegeld ziehen? Ja, das können sie, aber
wie? Sie brauchen nicht aus einer Hölle geholt werden, da es die nach
der Bibel gar nicht gibt. In manchen älteren Bibeln steht zwar noch
öfter mal das Wort "Hölle", doch zeigt die Bibel insgesamt, dass damit
nicht ein feuriger Ort gemeint ist, in dem Sünder für immer gequält
werden, sondern einfach das Grab gemeint ist. Nach der Bibel befinden
sich die Toten in einem Zustand der Nichtexistenz, einem Todesschlaf,
aus dem es am Tag der Auferstehung ein Erwachen gibt.


Gott hat einen Zeitpunkt festgelegt, an dem er all die vielen
Verstorbenen, die in den Gräbern ruhen, zu neuem Leben erwecken wird
(für die meisten wird es eine Auferstehung zu einem neuen irdischen
Leben sein). Auch diese erhalten dann keinen "Freifahrtschein", denn
auch sie müssen sich dann erst bewähren. Sie müssen, ebenso wie alle
anderen, Glauben an Jesu Loskaufsopfer ausüben und den Geboten Gottes
gehorchen. Erst dann wird ihnen ewiges Leben zukommen.





Eine weitere Frage von Dir lautet: "Weshalb hat Jesus alle Sünden auf
sich genommen?" Hier geht es um die wichtigste Lehre der Bibel
überhaupt: Die Lehre vom Lösegeld. Was hat denn der Tod Jesu mit der
Sündenvergebung zu tun?


Um die Zusammenhänge richtig verstehen zu können, ist es notwendig,
zuerst einmal an den Anfang der Menschheitsgeschichte zurückzukehren.
Nachdem Gott den Menschen erschaffen hatte, bestand zwischen Ihnen und
Gott völlige Harmonie. Dann geschah etwas, was eine tiefe Kluft
entstehen ließ: Die ersten Menschen, Adam und Eva, lehnten sich gegen
Gott auf, indem sie willentlich ein Gebot Gottes übertraten und somit
war die Sünde in die Welt gekommen.


Das hatte weitreichende Auswirkungen auf sie selbst und auf alle ihre
Nachkommen. Ihre Sünde gegen Gott bewirkte, dass ihre ursprüngliche
Vollkommenheit an Körper und Geist verlorenging und damit auch ihre
Aussicht auf ein endloses Leben. Die Bibel sagt darüber folgendes:
"Darum, so wie durch e i n e n Menschen die Sünde in die Welt gekommen
ist und durch die Sünde der Tod und sich so der Tod zu allen Menschen
verbreitet hat, weil sie alle gesündigt hatten" (Römer 5:12).


Dadurch, dass die ersten Menschen zu Sündern geworden waren, gaben
sie zwangsläufig diese Sünde auch an alle ihre Nachkommen und damit
letztendlich auch an uns, weiter. Die Sünde ist es also, die bis heute
eine Trennung zwischen Gott und den Menschen herbeiführt. Da Gott jedoch
barmherzig ist, wollte er nicht, dass all die Nachkommen Adams und
Evas, die ja ohne ihr Hinzutun die Sünde geerbt hatten, für immer
verloren sind.


Unmittelbar nachdem Adam und Eva gesündigt hatten, ersann er einen
Weg, um die Menschheit von Sünde und Tod zu befreien. Hierbei mag die
Frage auftauchen, ob es nicht viel einfacher gewesen wäre, allen in
Sünde geborenen Nachkommen Adams und Evas einfach zu vergeben und so die
entstandene "Kluft" zu schließen.


Das konnte Gott jedoch nicht, ohne gegen seine eigenen Rechtsgrundsätze zu verstoßen. Einer dieser Grundsätze lautet, dass Sünde zum Tod führt.
Hätte Gott diesen Grundsatz einfach ignoriert und sich darüber
hinweggesetzt, dann hätte man ihn selbst des Unrechts bezichtigen
können. Deswegen musste er einen anderen Weg gehen.


Die Lösung lag in der Beschaffung eines Lösegeldes, das die Menschen von Sünde und
Tod freikaufen könnte. Hier kommt ein anderer Rechtsgrundsatz Gottes zum Tragen, der da lautet:
"Seele wird für Seele sein" (5. Mose 19:21). In der Anwendung auf die Menschheit heißt das
folgendes: Der erste Mensch, Adam, hatte sein vollkommenes Leben eingebüßt, das für
sich und seinen Nachkommen endloses Leben bedeutet hätte. Durch die Sünde büßte Adam
jedoch dieses vollkommene Leben ein. Es gab nur einen einzigen Weg: Ein vollkommenes menschliches Leben
musste gegeben werden, um einen Ausgleich zu dem von Adam verwirkten Leben zu schaffen oder
anders ausgedrückt: ein Lösegeld musste gezahlt werden.


Da jedoch sämtliche Nachkommen des ersten Menschen nur ein
unvollkommenes Leben besaßen, das keinen entsprechenden Gegenwert zu dem
vollkommenen Leben Adams besaß, war auch niemand seiner Nachkommen in
der Lage, dieses Lösegeld zu beschaffen. Die Menschheit wäre somit, was
ewiges Leben betrifft, für immer verloren gewesen.


Doch hier kommt die große Liebe und Barmherzigkeit Gottes gegenüber
den Menschen zum Tragen. Gott baute sozusagen eine "Brücke" zwischen
sich und der Menschheit, indem er seien eigenen Sohn sandte, der bereit
war, sein vollkommenes Leben zu opfern.


Dieses Opfer schaffte den entscheidenden Ausgleich und befreite so
die Menschheit von Sünde und Tod. Die Bibel sagt darüber: "Denn alle
haben gesündigt und erreichen nicht die Herrlichkeit Gottes, und als
freie Gabe werden sie durch seine unverdiente Güte gerechtgesprochen
aufgrund der Befreiung durch das von Christus Jesus [bezahlte] Lösegeld"
(Römer 3:23,24).


Dieses Lösegeld, das also die Kluft zwischen Gott und den Menschen
schließt, bildet somit die Grundlage für die Vergebung von Sünden.
Voraussetzung für die Sündenvergebung ist jedoch, wie bereits weiter
oben gezeigt, der Glaube an diese Lösegeldvorkehrung sowie eine
reuevolle Einstellung des Sünders.


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Quelle:
Bi belantwortenpool.de, Stichwort: Suende


Nach der Bibel bekommen Sünder Vergebung, die Buße tun. Das bedeutet, dass sie ihre Gesinnung ändern und von diesen Sünden ablassen wollen. Dadurch werden Menschen innerlich verändert und ihr Verhalten nach außen verbessert sich. Das ist ein überaus praktischer Gedanke...

Ansonsten ist es doch sehr tröstlich, dass Gott uns anbietet, all unsere Sünden zu vergeben. Wäre das nicht der Fall, wären wir schon verloren...

"Wenn wir aber unsere Sünden bekennen, so ist er treu und gerecht, daß er
uns die Sünden vergibt und uns reinigt von aller Ungerechtigkeit" (1. Johannes 1,9).

Gott möchte, dass jeder Mensch sich für ihn entscheidet und gerettet wird. Die Entscheidung für oder gegen Gott muss aber jeder Mensch ganz persönlich treffen. Gott lässt und die Freiheit der Entscheidung. Ansonsten hätte er auch Roboter erschaffen können, die Gott automatisch anbeten müssen.

"Gott will, dass alle Menschen gerettetwerden und zur Erkenntnis der Wahrheit kommen" (1. Timotheus 2,4).

Auch wenn ein Mensch keine scheinbar "schlimmen" Sünden begangen hat, sündigen alle Menschen in Worten, Taten und Gedanken. Wenn man davon ausgeht, dass Gott keine Sünde tolerieren kann, weil er gerecht, rein und heilig ist, wäre eine einzige Sünde schon eine zu viel (so wie bei Adam und Eva im Garten Eden).

Niemand ist sündlos und demzufolge würde niemand in den Himmel kommen. Doch Gott hat einen Ausweg geschaffen: Er ist selbst in Jesus Christus Mensch geworden, um nach einem völlig sündlosen Leben stellvertretend für unsere Sünden am Kreuz zu sterben.

Nicht wegen meiner eigenen Werke und Taten, sondern nur wegen Gottes Gnade und dem, was Jesus für uns getan hat können wir reingewaschen von unserer Sünde vor dem reinen, heiligen und gerechten Gott stehen und das ewige Leben in Herrlichkeit geschenkt bekommen.

Das ist doch ein großartiges Angebot! Ich bin sehr dankbar dafür, dass Gott uns nicht verlassen hat, obwohl wir das vielleicht verdient gehabt hätten und uns die Chance zur Umkehr, Errettung und Erlösung schenkt.

"Denn so sehr

hat Gott die Welt geliebt, daß er seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verlorengeht, sondern ewiges Leben hat"

(Johannes 3,16).

Ein paar Tipps, was du machen kannst, um Glauben zu finden bzw. zu stärken:

  • In der Bibel lesen. Am Anfang vielleicht eines der 4 Evangelien des Neuen Testaments und danach den Römer- und Epheserbrief.
  • Bibelstellen aufschreiben, die dich besonders ansprechen.
  • Sehr interessant und empfehlenswert finde ich folgenden Artikel: http://gottesbotschaft.de/?pg=3048
  • Christliche Literatur zur Bibel lesen oder Predigten hören. Im Internet gibt es eine große Auswahl, z. B. bei Sermon-online .de
  • Mit anderen Christen über den Glauben sprechen.Eine christliche Kirche/Gemeinde besuchen, die eine bibeltreue (auf die Bibel ausgerichtete) Verkündigung hat und in der es dir gefällt und du dich wohlfühlst.
  • Gott im Gebet deine Gedanken mitteilen, ihm alles anvertrauen und mit ihm wie mit einem Freund und Vater sprechen. Du kannst ihn fragen, dass er dir helfen soll, sein Wort zu verstehen und seinen Willen für dein Leben herauszufinden.
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Ich weiß nicht, auf was deine gewonnenen Einsichten aufbauen, mir sind sie unbekannt - außer, man denkt an die von dir angegebenen Zeugen Jehovas. Was du über Opfer und Geopfertwerden schreibst, ist dermaßen verwirrend und unverständlich, dass man keinen Sinn erkennen kann. Zumindest kann ich keine christliche Lehre dahinter entdecken. Die Bibel ist für alle da und du tätest gut daran, sie zu lesen statt in unverständlichem Deutsch Behauptungen aufzustellen, die kaum einer versteht.

Im Christentum haben wir es mit einem Gott zu tun, der jeden einzelnen Menschen mit all seinen Eigenarten kennt und liebt. Da gibt es keine Bevorzugungen von "Auserwählten", da gibt es auch keine Opfer oder Benachteiligten.  Wohl gibt es aber Menschen, die dieser Liebe Gottes besonders nahe kommen, weil sie sich von ihr ergreifen lassen und sie erwidern. Natürlich sind solche Menschen dann dem Herzen Gottes besonders nahe, aber diese Freiheit und Möglichkeit hat schließlich jeder.

Natürlich hat Gott mit jedem Menschen einen anderen Plan. Das kann man als Erwählung bezeichnen, weil jeder eigene Talente bekommen hat und eigene Aufgaben zu erfüllen hat. Bei Gott kommt es dann nicht darauf an, ob jemandem viel oder nur scheinbar wenig anvertraut wird. Wertvoll wird es dann,  wie man damit umgeht - zur Ehre Gottes und für die Mitmenschen. Die Tatsache, dass nicht alle in gleicher Weise dasselbe leisten müssen, bedeutet nicht, dass sie von Gott deshalb weniger geliebt würden. Die Menschen, die benachteiligt wirken auf Grund ihrer Lebensverhältnisse weiß Gott gerecht zu beurteilen und ihrer Situation gemäß zu führen. Von daher ist dein "Protest" und dein Hassgefühl sinnlos und auf Gott nicht übertragbar.

Weil Gott den Menschen liebt, geht er auch barmherzig mit seinen Fehlern um. Er vergibt sie uns und schenkt uns immer wieder die Möglichkeit zu einem neuen Anfang. Dafür muss sich kein anderer Mensch "opfern". Hier geht es um die einzigartige Beziehung eines Menschen zu Gott, also nicht um eine einseitige Sache.  Vergebung geschieht eben nicht automatisch, weil Gott ja so "lieb" ist, sie geschieht dann, wenn der Mensch sie auch will und annimmt. Dafür braucht es Reue und Bereitschaft zur Umkehr. Gott will wieder geliebt werden und nach dieser Liebe, die wir Gott und den Mitmenschen zeigen, werden auch wir beurteilt und danach richtet es sich, ob wir in den Himmel kommen. Jemand, der sich schwer versündigt hat, vielleicht Verbrechen begangen hat, sie aber bereut und sein Leben ändert, kann natürlich in den Himmel kommen. Wenn er nicht bereut und keine Umkehrbereitschaft zeigt, wird seiner freien Entscheidung gemäß auch seine Ewigkeit entsprechend ausfallen.

Menschen können andere nicht bekehren, das geschieht immer durch die Gnade Gottes und wer sie will, bekommt sie auch.

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