Harz 4 und Übernahme von Wohnkosten

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5 Antworten

geh zu einem Rechtsanwalt. Beratungshildfegutschein bei deinem Amtsgericht für 10 euro. und dann druck machen durch Rechtsanwalt.

danke für die Auszeichnung. Ein paar Dinge sind mir noch eingefallen: erstens: hier in Hannover liegt die Grenze für Kaltmiete inklusive Betriebskosten bei 390 Euro. Das sind ca. 320 bis Euro ohne Betriebskosten. Maximal stehen allein stehenden außerdem Wohnung bis höchsten 50m² zu, unabhängig von der Miete. Da kann eigentlich nicht sein, dass eine andere Stadt im Westen so schrecklich viel billigere Mieten hat.

Wer in einer zu teuren Wohnung lebt und dann erst in Hartz 4 fällt, bekommt sechs Monate lang die volle Miete bezahlt und danach muss er umgezogen sein oder er bekommt nur noch den Höchstsatz. Zum Umziehen gezwungen wird keiner. auch zur Untervermietung wird man nicht gezwungen, aber sie zahlen dann einfach nur noch den Höchstsatz.

Die Umzugskosten zahlt das Jobcenter und zwar auch wenn der Mieter nicht in der Lage ist, die Möbel selbst zu tragen und auf- und abzubauen.

Das Jobcenter ist wegen der hohen Kosten in dieser Sache aber sehr zurückhaltend und versucht alles irgendwie auf Hilfe von Freunden und Bekannten abzuschieben und nur eine Möbelwagen-Miete zu zahlen.

Allerdings bist du als Schwerbehinderter auf jeden Fall berechtigt dass sie alles für dich machen, und auch bei den Schönheitsreparaturen müsste einiges für dich drin sein, aber das besprich am besten alles mit dem Rechtsanwalt.

Auch soziale Beratungsstellen oder manchmal auch die örtliche Kirchengemeinde können bei Streitigkeiten mit dem Jobcenter oft helfen. Ich kenne mehrere Pfarrer, die mit Hartz-4-Empfängern zu jobcenter-Terminen gehen, und das hinterlässt Wirkung. ebenso wenn der Rechtsanwalt bereit ist auf den Beratungshilfegutschein einmal mit aufs Amt zu gehen. Das sind viele Rechtsnwälte, aber nicht alle, weil sie an diesen gutscheinen nicht viel verdienen.

Vielleicht aber ist sogar etwas drin, dass sie dir die volle miete zahlen müssen, wenn du nachweisen kannst dass es nichts billigeres auf dem Markt gibt. Allerdings kann es dann auch passieren, dass sie dich dann in eine Belegrechtswohnung stecken, in die kommen nur Leute, die aus allen möglichen gründen keine Chance auf dem Wohnungsmarkt haben, und die Belegrechtswohnungsbereiche entwickeln sich schnell zu sozialen Brennpunkten.

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das geht gar nicht ich würde mich ganz schnell an den teamleiter wenden also das hilft immer einfach mal mega viel druck machen aber warum bekommst du nicht von der krankenkasse geld oder erwärbunfähigkeitsrente denn so wie sich das anhört bist du ja nicht in der lage ein neues beschäftigungsverhältniss einzugehen und bist somit auch für die arge unvermittelbar

Danke für Deine Antwort. Das Krankengeld ist aus, ALG1 auch,erlich gesagt weiß ich nicht wo ich hingehören sollte und was für mich besser ist. Ich kämpfe seit 2010 um eine Erwerbsminderungsrente ,jetzt läuft 3 Widerspruchsverfahren, bin schon mit dem Nerven am Ende. Dazu nur noch Probleme mit Jobcenter. Das macht mich noch mehr kaputt...Grüße

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In deinem Schreiben stand sicherlich noch mehr als "Kosten der Unterkunft senken durch Untervermietung"! Denn das ist laut Gesetz nur eine von drei, vier Möglichkeiten:

"durch einen Wohnungswechsel, durch Vermieten oder auf andere Weise die Aufwendungen zu senken", schreibt § 22 SGB II in Absatz 1 Satz 3. Man kann also auch seinen Vermieter fragen, ob er nicht die Miete senken mag, sonst müsse man ausziehen. Das klappt öfter, als man denkt! Gerade im Osten, wo es viel Leerstand gibt.

Klappt das nicht, klappt die Suche nach einer neuen, einer angemessenen Wohnung nicht sofort, klappt das mit dem Untermieter nicht oder nicht sofort, dann greift ein anderer Satz im Gesetz:

Dann "sind sie", die alten Kosten, "als Bedarf so lange anzuerkennen, wie es ... nicht möglich oder nicht zuzumuten ist ..., die Aufwendungen zu senken ..."

Plump gesagt: Gibt es keine billigere Bude (was hier ja behauptet wird), dann zahlt das Amt die alte teure Bude erstmal voll weiter!

Außer natürlich, ein Untermieter wäre zu finden und zuzumuten. Ob beides der Fall ist, können wir hier nicht beurteilen, das kann nur das Amt vor Ort, und im Streitfall die Widerspruchsstelle und danach das Sozialgericht.

"krank,mit 60 % Schwerbehinderung" hat damit gar nichts zu tun! Viele Behinderte und chroniksch Kranke haben gerne einen Untermieter, der ihnen hilft beim Hochschleppen des Einkaufs oder beim Einkaufen generell. Gerne auch rüstige Studenten, schrieb der Berliner Tagesspiegel am letzten Sonntag, siehe Internet.

Wenn man keine Studenten mag, oder keine Untermieter, dann genügt das kaum als Grund für eine zu teure unangemessene Bude. Eher schon, wenn einem der Arzt ein Attest mitgibt, wonach man krankhaft menschenscheu ist oder sowas. Aber ohne Attest, nur so aus Laune, kann man kaum ablehnen, was viele andere Menschen - sogar ohne Sozialleistungen - als angenehm empfinden.

Aber egal, am Ende entscheiden eh nicht meine plausiblen Darlegungen oder das Gemecker des Einsiedlerkrebeses, sondern ein zu überzeugendes Sozialgericht.

Gruß aus Berlin, Gerd

Ich bedanke mich für alle hilfreiche Antworten .Radevormwald liegt 15 km von Wupperta,l nicht im Osten.In meinem Schreiben steht nur " Ein Umzug ist jedoch nicht die einzige Möglichkeit, Ihre Kosten der Unterkunft zu senken.Dies kann auch auf andere Weise erreicht werden, z.B.durch Untervermietung o.ä. Ihre Kaltmiete mit 257 € ist nicht angemessen.Bitte senken Sie Ihre Unterkosten"- mehr steht nicht. Mein Vermieter ist eine Wohnungsbaugesellschaft, bei der ich schon mehrfach versucht habe ( schriftlich und telefonisch ) die Miete zur senken. Ob ich krank bin oder nicht, ob ich Untermieter mag oder nicht ,meine kleine 2 Zimmer Wohnung ist für eine Untervermietung absolut ungeeignet .Viele Grüße

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dann belege mit mietspiegel das dem nicht so ist . zur untervermietung kann dich niemand zwingen -nicht mit so einer kleinen wohnung . notfals sozialgerichtsklage.

In einer 47m² dürfte eine Untervermietung in jedem Fall unzumutbar sein - (auch für Gesunde) -, abgesehen davon, dass der Vermieter auch noch ein Wort mitzureden hätte.

Insofern der Aufforderung widersprechen, ab zum Anwalt und ggf. klagen. Wird ein Selbstgänger sein.

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