Hartz4: Umzug von Dreiköpfiger Familie trotz Verlust des Kindergartenplatzes in 2-Zimmer-Wohnung?

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8 Antworten

Ich komme mit Deinen Zahlenangaben nicht klar - mal schreibst Du "3 Kinder", dann 3 Personen, erwähnst aber immer nur Dich und Deinen Sohn?

Bei 3 Personen besteht ein Anspruch auf 72-75qm Wohnraum, die Anzahl der Zimmer dagegen ist nicht wirklich geregelt

Wenn die Wohnung jetzt teurer ist als die geltende Regelung für Deinen Landkreis, kannst Du entweder die Differenz zur angemessenen Miete selbst tragen oder umziehen.

Üblicherweise sind die Jobcenter bei einer nur vorübergehenden Situation großzügiger und tolerieren auch eine höhere Miete - auf Dauer muß aber auf Gleichbehandlung geachtet werden

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Kommentar von scheidt
02.02.2015, 21:59

Von den sieben Angeboten, die das Jobcenter zugeschickt hat waren fünf zwischen 60 und 68 Quadratmetern, eine Wohnung war schon weg und bei der siebten erklärte der Vermieter, dass er noch eine Küche einbauen werde und sich der Mietpreis dann um ca. 30 Euro erhöhen würde was bei der Tatsache, dass die Wohnung nur ganz knapp unter der Mietpreisobergrenze lag natürlich dazu führt, dass die 375 Euro überschritten werden und das Jobcenter damit einem Umzug nicht mehr zustimmt.

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Nein beides nein das einzigste was du musst ist dir bescheinigen lassen von einem Vermieter der dich nicht nimmt weil die Wohnung zu kleine usw ist du musst halt belegen das du aktiv suchst und beweise bringen dann kannst du auch erstmal da bleiben :)

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Kommentar von scheidt
02.02.2015, 22:10

Hm - klingt erstmal gut, aber das Jobcenter schlägt Wohnungen vor, die zum größten Teil mehr als 20 Kilometer vom Wohnort entfernt sind. Auf den Antrag auf Fahrtkostenerstattung nach Besichtigung der ersten (über 20 Kilometer) entfernten Wohnung kam ein ablehnender Bescheid, dass sie Fahrtkosten nur dann übernehmen wenn es zu einem Vertragsabschluss kommt, d.h. sie sollen vom Hartz-4-Regelsatz überall im Kreisgebiet rumreisen und sich Unterschriften von Vermietern holen, dass die nicht vermieten. Also halte ich nicht für zumutbar - zumal ich nicht weiß wenn ein Vermieter gleich am Telefon sagt: "Ich vermiete nicht an ALG2-Bezieher" ob der dann glücklich ist wenn er hört: Ach dann kommen wir bei Ihnen vorbei und holen uns von Ihnen die Unterschrift, dass sie nicht an uns vermieten.

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Also sorry abspeisen lassen. Du bekommst Geld für deine gesamte Familie, hast zufällig noch einen Hortplatz der dir auch keinen Cent kostet, bekommst zudem Kindergeld und diese Kosten scheinst du überhaupt nicht zu realisieren.

Logo dass das Jobcenter nun auch irgendwo einsparen will. und mal ehrlich was spricht gegen eine Wohnung die rd. 5-6qm kleiner ist? Wenn du unbedingt da wohnen bleiben willst gibt es 2 Möglichkeiten. Entweder du entschliesst dich dazu den Überhang desssen was das Jobcenter nicht bezahlen will, selbst zu zahlen (was logischerweise bei jeder Meiterhöhung höher ausfällt). Oder 2 Möglichkeit du ziehst um in eine der kleineren 2 Zimmer Wohnungen und ziehst da Trennwände aus z. B. Rigips ein. Mchst du das nicht dann zahle den Überhang selbst - dazu kannst du dir ja einen Nebenjob suchen (bis 100 Eus sind freigestellt) der diese Kosten deckt. Und zum Kinderhort sei noch mal gesagt das ich es ohnehin nicht verstehe wenn du arbeistlos bist wieso du dan einen Kindergartenplatz beanpruchst. Wäre er nicht so überlaufen könnte ich es ja noch halbwegs entschuldigen aber wie es ausssieht hättest du doch selber Zeit um dich um deine Kids zu kümmern und du kannst daher von Glück reden das man dir den auch nicht noch streitig macht. Das soltest du mal dabei überlegen. Also entweder du zahlst eine Teil selbst oder ziehst in eine kleine Wohnung und teilst die Räume so auf wie ich es oben beschrieben hatte.

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Kommentar von scheidt
03.02.2015, 09:53

Bevor Du einen Kommentar schreibst solltest Du erstmal lesen was zuvor geschrieben wurde bevor Du Behauptungen aufstellst, die nicht stimmen. Wie geschrieben haben beide einen Minijob und können diesen nur ausüben weil das Kind in der Zeit im Kindergarten ist. Das 100 Euro freigestellt sind ist übrigens auch sehr verkürzt dargestellt, denn diese 100 Euro sind für die Kosten und die beiden müssen z.B. zu ihrem Arbeitsplatz kommen, der leider nur per PKW zu erreichen ist, jedenfalls dann wenn die Öffnungszeiten des Kindergarten mit der Arbeit kombiniert werden - weil es nutzt ja nichts wenn man eine Stunde vor Öffnung des Kindergarten bereits mit dem ÖPNV fahren muss um rechtzeitig auf der Arbeit zu sein (davon abgesehen, dass die ÖPNV-Fahrkarte auch nicht umsonst zu bekommen ist). Ich denke übrigens, dass vier Stunden Arbeitszeit plus 3 Stunden 15 Minuten Deutschkurs - beides noch an völlig unterschiedlichen Orten und jeweils NICHT am Wohnort - durchaus gleichwertig zu einer Vollzeitbeschäftigung ist, also von Arbeitslos würde ich da nicht unbedingt sprechen.

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Ihr könnt dort wohnen bleiben, müßt dann aber die unangemessenen Mehrkosten selber tragen.

Der Kindergartenbesuch eines Kindes ist kein Grund nicht umzuziehen, auch ein Schulwechsel ist zumutbar ...

dazu ...75 Quadratmeter und 3-Zimmer ... das ist die maximale Größe die bewilligt wird wenn sie im Kostenrahmen bleibt... aber bedeutet nicht, Du mußt eine Whg. in der Größe erhalten! Es gibt kein Recht darauf das alle Kinder einer Gemeinschaft ein eigenes Zimmer erhalten. Das Euch eine Whg. in einer bestimmten Größe zugeteilt wird. Wenn der Wohnungsmarkt das nicht her gibt müßt ihr Euch bescheiden..

oder selber soviel verdienen damit ihr von Ämtern unabhängig leben könnt .. ein Haus kauft :))

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  1. Muss ich aus dem Ort wegziehen auch wenn mein Sohn dann den Kindergarten verlassen muss.

Es gibt auch an anderen Orten Kindergärten.

  1. Muss ich mich mit 3-Personen mit einer 2-Zimmer-Wohnung oder einer 3-Zimmer-Wohnung mit deutlich unter 70 Quadratmetern "abspeisen" lassen ?

Entscheidend ist laut Bundessozialgericht der Preis, nicht die Größe.

Kinder sollen ein eigenes Zimmer haben, nicht jedes Kind für sich, aber Kinder an sich.

Dass die Eltern zwei Zimmer für sich haben müssen (wenn sie verheiratet sind), das steht nirgendwo geschrieben.

In den Richtlinien mancher Gemeinden gelten 70 m² als angemessen für drei Personen, in anderen nicht.

Wenn einem die Richtlinien der eigenen Gemeinde nicht passen, dann kann man versuchen, die Richtlinien passend zu machen mit einer Klage beim Sozialgericht.

Da hat man große Chancen, wenn es fast keine angemessenen Wohnungen gibt in der Gemeinde,

Die andere Frage ist: Ist es zumutbar, in eine Nachbargemeinde zu ziehen, wo es angemessenen Wohnraum gibt?

Dazu kenn ich keine Urteile. Aber ich könnte ja mal googeln.

Gruß aus Berlin, Gerd

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Es soll heißen: (für drei Personen) nicht (für drei Kinder) und es geht nicht direkt um mich, sondern Bekannte (siehe auch Antwort auf Post von vanillakuss)

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Andererseits ist es aber auch so, dass ich von der Gemeinde einen Wohnberechtigungsschein erhalten habe auf dem 75 Quadratmeter und 3-Zimmer angegeben sind (für drei Kinder)

Offensichtlich ist die Wohnung für dich zu groß weil du eben keine 3 Kinder hast.

Was kostet denn deine derzeitige Miete und wie hoch dürfte die Miet laut Bescheid sein. Man wird dich sicher nicht auffordern dir eine andere Wohnung zu suchen, weil du 50,-EUR über dem Satz liegst?

Wie kommt es dass die Wohnung bisher bezahlt wurde?

Letztendlich ist aber auch geregelt wie groß eine Wohnung sein darf und wie teuer. Und das die Mutter kein eigenes Schlafzimmer hat sondern im Wohnzimmer übernachtet, damit jedes Kind ein Zimmer haben kann, ist auch keine Seltenheit.

Zudem muss das Amt den Umzug bezahlen, also du musst da schon erheblich über dem normalen Satz liegen.

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Bei drei Kindern stehen dir nur 75 qm. zu? Na gut, ich kenne mich damit nicht aus, weiß aber, dass du deine Wohnungssuche nachweisen musst.

Wenn du nachweisen kannst, dass du keine passende, günstigere Wohnung findest, muss das Jobcenter die Miete wiéiter voll übernehmen.

Wart, ihr seid doch nur zu dritt? Na egal, wenn das Kind in den Kindergarten geht, könnt ihr arbeiten gehen, egal wo, dann ist das mit dem Jobcenter auch erledigt.

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Kommentar von scheidt
02.02.2015, 21:51

Sorry nicht 3 Kinder - 3 Personen, also es geht um 3 Personen. Bzgl. des Arbeitens: Es geht nicht um mich selbst, sondern um Bekannte. Beide haben einen Minijob - mehr ist auch nicht drin weil sie erstens nichts anderes finden und zweitens noch Deutsch lernen müssen (kommen aus anderem EU-Land). Das Einkommen von zwei Minijobs reicht halt nicht für eine 3-Köpfige Familie. Wobei es übrigens mit dem Deutsch lernen auch nicht so einfach ist, denn erstens bezahlt das Jobcenter den Deutschkurs nur für einen der beiden weil der andere ja in Elternzeit ist - da braucht er ja kein Deutsch zu lernen bevor das Kind drei Jahre wird und zweitens beginnt der Deutschkurs erst Ende April - schon schön wenn die VHS Anfang Januar einen Termin für die Einstufungsberatung für Ende Januar erteilt und dann dort sagt: Sehr schön - wir haben einen Deutschkurs, der in drei Monaten beginnt. Auf den Hinweis, dass es da doch auch einen Deutschkurs gibt, der im Februar beginnt kommt dann die Antwort: Da brauche ich Sie garnicht mehr eintragen - der ist voll und es stehen noch 8 Leute auf der Warteliste. Also mit dem Arbeiten (mehr als Minijob) ist es schwer ohne Deutschkenntnisse und mit einem Kindergartenplatz von 7:30 Uhr - 13:30 Uhr

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