Hartz4 Miete zu hoch.....

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9 Antworten

Grundsätzlich darf doch der finanziell Bedürftige hier alles machen, was er möchte. Er kann auch mir seinem Vermieter die Angelgenheit erörtern, ob es Spielraum gibt. Zudem verlieren doch gerade fast alle Jobcenter solche Gerichtsverfahren, weil eben die Listen nicht plausibel bzw. uralt sind und die aktuelle Kosten und Lasten gar nicht eingearbeitet wurden. Somit hin zum Juristen und viel Glück. Oft helfen auch (kostenfrei) das Diakonische Werk und andere Sozialeinrichtungen. Einfach mal anrufen und die Sorgen besprechen.

Du schreibst:

"Grundsätzlich darf doch der finanziell Bedürftige hier alles machen, was er möchte."

Setz denjengien, die auf Hartz IV angewiesen sind, bitte nicht solche Flausen in den Kopf.

Oder bist Du bereit, wenn sie sich auf Deinen Rat verlassen, die Mehrkosten zu übernehmen, die sie dann zu tragen haben?

Lies mal die Antwort von isomatte.

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@cyracus

????? Mehrkosten, weil das Diakonische Werk kostenfrei hilft und andere auch und die Gerichte gerade wegen der Unterkünfte gute Urteile sprechen?

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Wenn er die Zusicherung für die Kostenübernahme vom Jobcenter nicht bekommt,also sich nicht mit ihnen einigen kann,dass er diese 25 € selber aus dem Regelsatz zuzahlt,dann hat er schlechte Karten !

Denn sollte er dann von sich aus einfach umziehen,dann würde er nur seinen alten Kopfanteil der KDU - Wohnkosten bekommen,die er bei seinen Eltern hatte und auch keine Umzugskosten und kein zinsloses Darlehen für die Kaution.

Anders würde es sein,wenn er bereits eine eigene Wohnung gehabt hätte und nun einfach ohne Genehmigung umziehen würde,dann müsste das Jobcenter die bisher gezahlte Miete übernehmen und er könnte bzw.müsste die Differenz selber zuzahlen.

Er könnte es dann wirklich nur mit der bereits vorhandenen Küche und Auslegeware begründen,denn dann würde das Jobcenter zunächst mal Gelder / Gutscheine für die Erstausstattung der Wohnung einsparen.

Hallo ein Freund von mir will in eine Wohnung ziehen die über dem maximalen Mietspiegel des Hartz4Amts liegt und zwar genau 25 Euro diesen Betrag würde er gern von seinem Geld bezahlen wäre das machbar?

Möglich ist das, aber dann wird z.B. keine Umzugshilfe bezahlt.

Es hängt auch von dem Heizkosten ab.

Bei mir hat mal ein Vermieter die Kaltmiete erhöht und die Nebenksoten gesenkt so dass es passte.

Zum Glück habe ich das Problem bei meiner Eigentumswohnung nicht mehr.

MfG

Johnny

Ergänzend zur Antwort von isomatte (sie ist in Sachen Arbeitslosigkeit sehr erfahren): Wie hier schon geschrieben: Zum Anwalt muss er nicht, das Geld kann er sich sparen.

Gib ihm dies zu lesen:

Zum Anwalt musst Du deshalb nicht. Geh statt desse zu einer Sozialberatung - google dazu mit sozialberatung und füge Deinen Wohnort hinzu (oder den nächstgrößeren, falls er klein ist). - Dir werden so (behördenunabhängige) Beratungsstellen wie die Diakonie / Diakonisches Werk, Caritas, Paritätischer Wohlfahrtsverband oder die Arbeiterwohlfahrt (AWO) gezeigt. Vereinbare dort einen Beratungstermin.

Wohnst Du in Hamburg, hole Dir Rat bei der sehr guten behördenunabhängigen Beratungsstelle Arbeitslosen Telefonhilfe 0800 111 0 444. Dort ist man zu Fragen rund um das Thema Arbeitslosigkeit sehr erfahren.

Wenn Du zum Jobcenter gehst, um das mit der Wohnung zu besprechen, geh nicht allein hin, sondern mit einem erfahrenen (!!) Beistand (dazu gleich mehr).

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Vorsorglich diese Hinweise von mir:

Umgang mit Sozialbehörden

Mit dem Amt nichts telefonisch klären (das kann man später nie beweisen). Alles schriftlich machen. Am besten Schreiben, Belege und Anträge persönlich abgeben. - Den Erhalt des Schreibens lässt man sich auf einem mitgebrachten Doppel mit Stempel, Datum und Unterschrift bestätigen. (Dies verlangt man mit ruhigem, freundlichem Ton und reicht das Schreiben rüber, „und hier brauche ich noch Stempel mit Datum und Unterschrift“).

Wenn man nur etwas abgeben will, dann wie üblich ein Schreiben aufsetzen, in dem erklärt wird, was "als Anlage" überreicht wird. - Wiederum dieses Anschreiben auf einem mitgebrachten Doppel mit Stempel und Unterschrift bestätigen lassen.

Diese Bestätigungen sind Gold wert, sie sind mehr wert als ein Einschreibebeleg (mit dem ja nur der Eingang eines Umschlags bestätigt wird).

Mit einer solchen Bestätigung kann von Seiten der Behörde nicht behauptet werden, Schreiben und Belege seien nicht eingegangen. Und wenn doch, eine Fotokopie von deren Bestätigung vorlegen (das Original unbedingt wie eine Kostbarkeit hüten). - Werden so die Unterlagen / Belege abgegeben, wird erfahrungsgemäß allgemein die Sache sogar zügiger bearbeitet.

Falls Du meinst, ich würde übertreiben, google mit jobcenter unterlagen verloren.

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Im Gespräch mit den Mitarbeitern immer korrekt und konzentriert sein. Wenn die Mitarbeiter freundlich und zugewandt sind: Auch Infos im Vertrauen landen in der Akte und können später gegen den „Kunden“ (wie es vollmundig bei Sozialbehörden heißt) verwendet werden.

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Oft ist es ratsam, zum Amt einen Beistand als Begleitung mitzunehmen. Dieser muss nur zuhören und kann dabei Protokoll führen, oder hinterher macht man gemeinsam ein Erinnerungsprotokoll. Der Beistand kann aber auch für Dich Erklärungen abgeben, dazu § 13, Absatz 4 SGB X (google mit 13 sgb 10):

  • (4) Ein Beteiligter kann zu Verhandlungen und Besprechungen mit einem Beistand erscheinen. Das von dem Beistand Vorgetragene gilt als von dem Beteiligten vorgebracht, soweit dieser nicht unverzüglich widerspricht.

Für einen ehrenamtliche Behördenbegleiter = Beistand google jeweils mit Deinem Wohnort (oder dem nächstgrößeren, wenn Deiner klein ist) mit

Ämterlotsen

Behördenlotsen

Behördenbegleiter

Hartz IV Mitläufer

Hartz IV Gegenwind e.V.

Wir gehen mit org

Diese Ämterbegleiter sind wertvolle Hilfen und notfalls auch Zeugen, und (die meisten? alle?) haben für diesen ehrenamtlichen Dienst eine kleine Ausbildung genossen und kennen sich bestenfalls mit den Gesetzen aus. (Sag beim Amt niemals, Du hättest einen Zeugen dabei! Zeugen dürfen des Raumes verwiesen werden - Beistände dagegen nicht, auf die hast Du ein Recht.)

Lebst Du in einer Bedarfsgemeinschaft (oder Haushaltsgemeinschaft): Andere Mitglieder solch einer Gemeinschaft können für Dich kein Beistand sein, denn sie sind nicht neutral, sondern automatisch selbst Betroffene.

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Und google mit

legitimation eines beistands pdf

und lade Dir die Datei vom elo-forum runter. Darin erfährst Du die gesetzliche Grundlage für Beistände und dass jeder Bürger ein Recht darauf hat, sich bei Behördengängen von einem Beistand begleiten zu lassen.

Auch erfährst Du so, dass wenn Dein Beistand für Dich etwas sagt, und Du widersprichst nicht, gilt es so, als hättest Du selbst es gesagt.

Wenn Du bei einer Sozialberatung bist, frage dort, ob dort Beistände / Behördenbegleiter ehrenamtlich Dienst machen.

""Er würde zur Not auch einen Anwalt dazu berufen oder sind die Chancen da zu gering?"" Wovon? und was soll der bezwecken.""üsste er 3 Wohnvorschläge mitbringen bei seinem Erstabgabetermin oder kann man ihn nicht dazu ''zwingen''"Nein. er kann auch unter eine Brücke ziehen. Man kann niemand zu etwas Zwingen. Das mit den 25€ ist nur dann möglich, wenn es gar keine andere Möglichkeit gibt.

An das Geld kommt er schon ausserdem würde der Anwalt das so drehen das es später das Amt bezahlt. Der Anwalt würde versuchen das er die Wohnung bekommt, was denn sonst?

Unter eine Brücke ziehen ist nicht relevant da es in Deutschland Grundgesetze gibt und man niemanden zwingen kann unter einer Brücke zu leben.

Anderseits kann man doch auch niemandem vorschreiben wo er zu Wohnen hat, das wäre gegen das Grundgesetz oder nicht?

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@Felix2699

""An das Geld kommt er schon ausserdem würde der Anwalt das so drehen das es später das Amt bezahlt."" Ich lach mich Tot. Du hast scheinbar überhaupt keine Ahnung, was Du hier Schreibst. Den Anwalt, der den Deal macht, will Ich sehen. Ohne Aussicht auf Erfolg""Unter eine Brücke ziehen ist nicht relevant da es in Deutschland Grundgesetze gibt und man niemanden zwingen kann unter einer Brücke zu leben."" Dann muss er sich um eine angemessene Wohnung bemühen.""Anderseits kann man doch auch niemandem vorschreiben wo er zu Wohnen hat, das wäre gegen das Grundgesetz oder nicht?"" Genau, was angemessenes würde er ja auch Finanziert bekommen.

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@Rockuser

Zufälligerweise hat er bereits mit einem Anwalt gesprochen der gesagt hat er solle dann mit dem Ablehnungsschreiben für die WOhnung zu ihm kommen wenn es soweit ist.

Die Wohnung wäre angemessen hat eine geringe Fläche die unter dem maximalmaß liegt und was ist daran so schlimm wenn man den Restbetrag von seinem eigenem Geld bezahlt? Davon mla abgesheen gibt es in seiner nähe nur Wohnungen ohne Küche und Bodenbelag aber in der teureren Wohnung wäre das alles schon dabei.

Wenn die Wohnung nur 25 Euro teurer ist ist sie doch angemessen und wo ist das Problem wenn man den Rest des Betrages selbst bezahlt???

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@Rockuser

Zufälligerweise hat er bereits mit einem Anwalt gesprochen der gesagt hat er solle dann mit dem Ablehnungsschreiben für die WOhnung zu ihm kommen wenn es soweit ist.

Die Wohnung wäre angemessen hat eine geringe Fläche die unter dem maximalmaß liegt und was ist daran so schlimm wenn man den Restbetrag von seinem eigenem Geld bezahlt? Davon mal abgesehen gibt es in seiner nähe nur Wohnungen ohne Küche und Bodenbelag aber in der teureren Wohnung wäre das alles schon dabei.

Wenn die Wohnung nur 25 Euro teurer ist ist sie doch angemessen und wo ist das Problem wenn man den Rest des Betrages selbst bezahlt???

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@Felix2699

Dann klärt das mit dem Amt ab. Bei mir in der Region beißt du auf Granit. Wenn Ihr das mit der Küche Plausibel klar macht, ist das ja ein Gutes Argument. Ich weiß ja nicht, ob das Amt zb. eine Erstausstattung übernehmen muss. Viel Erfolg.

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Den zu hohen Betrag (25€) kann man grundsätzlich nur aus "eigener Tasche" bezahlen, wenn man dieses Geld auch selber zusätzlich verdient (z.B. durch einen Minijob) und ALG II nur "aufstockend" gewährt wird.

Ansonsten geht das Amt davon aus, dass Du die Regelleistung schon vollständig für Deinen Lebensunterhalt brauchst...

Wenn er den Mehrbetrag selbst zahlt, warum sollte dann das Jobcenter was dagegen haben?

Es dürfte keine Probleme geben wenn er die 25€ selber bezahlt

Doch, dann, wenn Betriebskosten zu Hoch werden. Dann hat er die auch noch am Hacken.

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@Felix2699

Betriebskosten sind Kosten, die beim Eigentümer als Lasten des Grundstücks anfallen. Sie sind vom Eigentümer zu tragen und stellen eine Teilmenge der Bewirtschaftungskosten einer Immobilie dar. Das gilt grundsätzlich auch, wenn eine Immobilie vermietet worden ist. Allerdings wird meist im Mietvertrag vereinbart, dass der Mieter dem Vermieter die Betriebskosten zu erstatten hat. § 556 Abs. 2 S. 1 BGB sieht die Möglichkeit vor, hierzu entweder Vorauszahlungen mit späterer Abrechnung zu vereinbaren oder eine angemessene Pauschale vorzusehen, mit der die Betriebskosten insgesamt abgegolten sind.

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@ninamann1, lies mal die Antwort von isomatte - Deine Antwort ist nämlich falsch.

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Grundsaetzlich geht das. Kommt immer darauf an in welche stimmung die leutchen da sind. Wenn er nur eine wohnug gefunden hat kann er auch nur einen vorschlag mitbringen.

naja es gibt schon andere die im Mietespiegel liegen aber da wäre kein Bodenbelag und keine Küche drin ausserdem müsste er dann einen Umzug organisieren und so zieht er einfach einen gang weiter im Haus. (Er zieht bei seinen Eltern aus)

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