Hartz4 lockern = günstiger als Verwaltung?

6 Antworten

Ich finde schon, dass sich durch eine echte Reformierung der derzeitigen Regularien für " Grundsicherung erwerbsfähiger Menschen " vieles vereinfachen liesse und zudem noch nicht unerheblich sparen. Dabei muss aber vorweg gesagt sein, dass nur ein sehr kleiner Teil von Beziehern von Grundsicherung / ALGII schlicht keinen Bock auf nichts hat. Der weitaus grösste Teil von ALG II - Beziehern hat mehr oder weniger grosse Vermittlungshemmnisse und da wäre es sinnvoller und zeitgemässer, das derzeitige System aus Sanktionen, Zwang und Bürokratie zu einem Bonus-System in der Art "Arbeit statt Stütze" umzuwandeln. Denn erst wenn man sich je nach eigenen ( Rest-) Befähigungen nach und nach ohne Zwang und Sanktionen ganz, oder zumindest zeitweise herausarbeiten kann, dann entsteht auch Motivation, dieses freiwillig zu tun. Letztlich profitiert nicht nur das gesamte System davon, sondern auch viele Arbeitgeber . Denn nur ein Mitarbeiter der sich absolut freiwillig um den ausgeschriebenen Job bewirbt, hat auch Potenzial zu einem passenden, und vor allem guten Mitarbeiter in diesem Betrieb. Andere Arbeitgeber mit prekären / ganz schlechten Arbeitsbedingungen schauen in die Röhre, aber das ist auch erst mal der Sinn der Übung selbst zu überlegen und entsprechend die eigenen Arbeitsbedingungen anzupassen.

Wie lautet nun die Idee des " Bonussystems " ? Beginnen wir damit, dass erwerbsfähige Menschen mit maximal täglicher Ausführbarkeit von Arbeit ohne Einschränkunge erst mal mit Grundsicherungssatz "1" anfangen, der z.B. 10 % niedriger angesetzt ist als derzeitiges ALG II . Es steht dann jedem frei, sich aufstockend durch einen Minijob im Rahmen bis zu 4 Stunden werktäglich zum Mindestlohn ( Brutto ) etwas dazuzuverdienen. " Midijob " wird ersatzlos entfallen , sondern nur die derzeitigen Pauschalabgaben für "Minijobs" werden dann bis auf wenige Prozentpunkte an die allgemeinen Abgaben eines regulären Jobs mit SV-Pflicht herangeführt. Diese Form der Arbeit darf pro Woche an maximal 5 Tagen zu je höchstens 4 Stunden ausgeübt werden, was etwa nach derzeitigem Mindestlohn 707 Euro Brutto pro Monat entspricht. Davon werden einer Person in "GS I" aber nur etwa 2,70 Euro pro Stunde ausgezahlt. Der Rest des Stundenlohns geht unabhängig von Mindest- / oder Tariflohn an eine staatliche Umlagekasse. Nennen wir es das Prinzip " erweiterte Mehraufwandsentschädigung " . Dafür muss der Arbeitgeber für Mitarbeiter im aktuellen Bezug von Leistungen der Grundsicherung keine gesonderten Erklärungen für Steuern und Sozialausgaben mehr bearbeiten.

( Arbeit statt Stütze durch Betätigung in der freien Marktwirtschaft ). Es gibt in GS I in soweit dann keine Zwänge und Sanktionen mehr. Die Grundsicherung selbst muss durch Arbeitsaufnahme nicht jedes mal neu berechnet werden, sondern bleibt immer gleich.

Für Aufstocker mit sozialversicherungspflichtiger Arbeit bliebe erst mal alles beim alten. Das wäre dann z.B. " Grundsicherung 2 " mit ALG II - Grundleistung in bisheriger Höhe. ( mehr geht erst mal nicht zu tippen )

Die Antwort hängt wohl stark von deiner definition von "nicht für die Arbeit geschaffen" ab. Wenn jemand aus körperlichen und/oder geistigen Gründen nicht arbeiten kann sollte es demjenigen auch möglich sein sich dies attestieren zu lassen und um dann entsprechend nicht verfolgt zu werden.

Bei allen anderen die vielleicht einfach nicht arbeiten wollen, würde sich eine Nachverfolgung schon rechnen.Ich nehme dazu mal banal an, teilt man das Deutsche BIP von 3,26 Billionen durch die Anzahl Erwerbstätiger (45 Millionen) kommt man im Schnitt auf eine Wirtschaftsleistung von 75000 EUR/Jahr pro Arbeitnehmer. D.h. wenn ein Sachbearbeiter sich, sagen wir mal, um 50 Arbeitssuchende kümmert und wir den Sachbearbeiter mal mit 100000 EUR veranschlagen, kommen wir an folgende Rechnung.

Gewinn-/Verlustchance für das Land von 3.600.000 / 100.000 (langfristig gesehen). Ergo auch wenn man den Verwaltungsaufwand noch höher ansetzt, sollte es immer noch lohnend sein.

Wo sind denn 45 Millionen Arbeitsplätze, die auch ein Leben davon ermöglichen ?

Ein erheblicher Anteil der Hartz IV-Bezieher ist doch Aufstocker, weil der normale Arbeitslohn nicht ausreicht.

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"nicht für die Arbeit geschaffen gibt es nicht", solche Leute sind einfach nur faul und haben es in ihrem staatlich finanzierten Leben eingerichtet ...

und ich finde jeder sollte für den Empfang staatlicher Stütze in Form von Alg2 ein Mindestmaß an Leistung für die Gemeinschaft erbringen

etwas anderes gilt selbstverständlich für Aufstocker

Alles klar Mr. Dogma.....

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@HectorMagnus

wenn Du meinst ... anderswo gibt es nichts vergleichbares zu Alg2 oder nur Stütze gegen gemeinnützige Arbeit ... einfach mal einen Blick in den Rest der Welt werfen ..

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Rechtsstreit gegen Hartz IV Empfängerin? Bekommt man überhaupt das Geld wieder?

Hallo Ihr Lieben =)

ich bin gerade dabei gegen eine Hartz 4 Empfängerin zu Klagen und würde gerne wissen ob das überhaupt was bringt wegen einer eventuellen Zahlungsunfähigkeit?

Kurze Beschreibung: Ich habe bei ihr einen Gegenstand erworben und einen Kaufvertrag (anscheinend aus dem Internet) ausgefüllt und unterschrieben. Leider war der Gegenstand nicht so wie von ihr beschrieben deswegen habe ich den Gegenstand zurückgebracht. Jetzt will sie mir das Geld nicht zurück geben und da es eine schon höhere Summe war wollte ich zum Anwalt gehen.

Jetzt ist meine Frage ob das überhaupt was bringt bei einer Hartz-4 Empfängerin? Ich denke einen Rechtsstreit würde ich gewinnen aber würde ich dann auf den Kosten des Anwalts sitzen bleiben? Bzw. würde ich überhaupt mein Geld wiedersehen? Mehr kosten möchte ich da eigentlich nicht reinstecken wenn ich das Geld sowieso nicht wieder bekomme.

Ich hoffe ihr könnt mir da ein wenig weiter helfen.

Ganz Liebe Grüße

Ps.: Nein es hat nichts mit der vorherigen Frage zu tun!

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Ist Gott unfähig oder grausam?

Die Christen sagen ja, dass Gott allmächtig und barmherzig ist- nur wieso lässt er dann Naturkatastrophen zu, die unzähligen unschuldigen Menschen das Leben kosten? Wenn ich Christen das frage, entgegnen sie mir nur, dass Gottes Wege mysteriös/unergründlich sind. Aber wenn man so ein Argument bringt, kann man gleich Tennis ohne Netz spielen. Wer von euch Gläubigen kann mir das erklären? Ich habe kein Problem mit religiösen Menschen, ich möchte nur gerne eure Meinung hören.

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Mensch = Problem?

Ich habe lange über den Fakt nachgedacht, dass das Leben in Phasen eingeteilt ist.
Bezogen auf die Geschichte, sieht man, dass es Zeiträume gibt, wo es zuerst elendig wird, es kommt zum Krieg und danach gibt es eine perfekte Zeit des Aufbau. Diese Abfolge wiederholt sich, dadurch sterben aber immer sehr viele Menschen.
Jetzt eben die Einsicht:

Die Welt bewegt sich am Rand der nächsten Katastrophe. Es gibt nahezu fast 8 Milliarden Menschen auf der Welt, wie noch nie zuvor. Die Menschen rücken sich immer mehr auf die Pelle, es entstehen viel mehr neue Krankheiten, Ballungsgebiete werden immer überfüllter, die Medizin ist nur noch Bürokratie, überall irgendwelche Konflikte, Terror, Elend, Verschmutzung der Umwelt durch neue Flugzeuge, Autos etc. Alles angepasst an die steigende Anzahl von Menschen. Tiere sterben aus, die Meere werden vermüllt, das Wasser verseucht und verstrahlt, Wälder gerodet für Ressourcen. Je mehr Menschen desto mehr Rodung und Müll.
Was passiert hier eigentlich? Alle versuchen Probleme akut zu lösen. Irgendwelche Abgasskandale, Flüchtlingswellen, Kriminalität steigt rasant an überall. Menschen denken nur noch an sich.
Ich möchte jetzt eine ehrliche Frage stellen:
Bin ich der Einzige der glaubt, dass diese Probleme nur durch die Überzahl an Menschen geschaffen sind? Wir sind damit beschäftigt unsere unnötige Moral dafür zu verschwenden irgendwelche Kinder in Afrika vor dem Tod zu bewahren, alles dafür zutun irgendwelche Minderheiten zu retten und vergessen unsere Zukunft. Dafür wird aber der Fakt ausserachtgelassen, dass die Anzahl der Bevölkerung trotzdem immer weiter steigt.

Ist jemand der Meinung, dass die Probleme dieser Erde nur akut für einen Zeitraum von 100 nächsten Jahren nur verbessert werden kann, wenn man aufhört den Menschen als gleich anzusehen. Es muss mal wieder richtig krachen, die Bevölkerung muss mindestens um die Hälfte minimiert werden, damit die Natur und die Menschen selbst Zeit haben sich wieder zu regenerieren.
Anders geht es nicht. Das ist meine Meinung!
Sogar nur noch 20% der Weltbevölkerung übrig lassen wäre schön für die Welt. Unabhängig wo und wie man das macht, aber das wäre die einzige Lösung.

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Mietwohnung: Wer zahlt die Rohrreinigung?

Dieser Fall trifft zwar nicht auf mich zu, aber bei einem ALG 2 -Bezieher musste in einer Mietwohnung eine Rohrreinigung durchgeführt werden.

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Finanziell ist der ALG 2 Bezieher vollkommen ausgelastet und somit nicht in der Lage.

Er überlegt, einen Antrag bei der ARGE zu stellen, damit sie ihn wenigstens in dieser misslichen Lage heraus hilft.

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