Hartz vier und Nebenjob, was bleibt übrig?

4 Antworten

Regelmäßig bleiben bis 450€/Job 170€ anrechnungsfrei.
http://biallo.sueddeutsche.de/tz/sueddeutsche2/Soziales/ALG2rechner.php

Ergo 404€ + 170€ + 374€ KDU = 948€.
Bei 1.000€/netto Teilzeit bist raus aus HartzIV, erwirbst aber Anwartschaften auf ALG I und Rentenversicherung.
Wobei Teilzeit 1.000€/netto einer Entlohnung oberhalb des Mindestlohnes von 8,50€/Stunde wäre, bei Vollzeit.

Insofern würde sich der Teilzeitjob empfehlen.

Für dich geltend dann die Freibeträge auf Erwerbseinkommen nach § 11 b SGB - ll,dass sind zunächst 100 € Grundfreibetrag,von 100 € - 1000 € Brutto 20 % und von 1000 € - 1200 € Brutto noch mal 10 % Freibetrag !

Wenn du in deiner BG - ( Bedarfsgemeinschaft ) min. 1 minderjähriges Kind hättest,dann würde die letzte Stufe der Freibeträge von 1000 € - 1500 € Brutto gehen und davon dann die 10 % Freibetrag.

Diese Freibeträge werden dann addiert,theoretisch von deinem Netto abgezogen und das ergibt dann dein anrechenbares Einkommen,dass wird dann von deinem obigen Bedarf abgezogen und wenn noch ein Bedarf offen bleibt steht dir die Differenz als Aufstockung zu.

Also dein Bedarf liegt nach deinen Angaben bei 404 € Regelsatz + 374 € KDU - Kosten der Unterkunft und Heizung ( Warmmiete ),dass sind dann min. 778 € pro Monat.

Verdienst du nun angenommen 450 € Brutto wie Netto und bekommst diese auch Netto ohne Abzüge auf dein Konto,dann hast du diese 450 € und die bleiben dir auch.

Nun wird dieses Einkommen aber nach Abzug deiner oben genannten Freibeträge von deinen 778 € Bedarf abgezogen.

Das sind dann 280 € anrechenbares Einkommen und 170 € an Freibeträgen,also würdest du nur noch 498 € vom Jobcenter bekommen und deine 450 € vom AG.

Wenn du jetzt 1000 € Brutto verdienen würdest läge dein Freibetrag bei 280 € und würdest du angenommen 780 € Netto bekommen würde das nach Abzug der 280 € Freibetrag ein anrechenbares Einkommen von 500 € ergeben.

Dann würdest du vom Jobcenter nur noch 278 € bekommen und deine 780 € Netto vom AG.

Vielen Dank für die sehr ausführliche Antwort!! Das hat mir sehr weitergeholfen!

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Es geht nicht darum was hängen bleibt.

Es geht darum seinen Lebensunterhalt möglichst selbst zu verdienen.

Somit ist jede Arbeit besser als keine und die Möglichkeit der Aufstockung bleibt ja bestehen

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