Hartz IV: Zusammenziehen?

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Da die meisten der Antworten hier von Halb- und Unwissen gekennzeichnet sind, muss ich wohl ran:
Im ersten Jahr des Zusammenlebens darf die ARGE nicht automatisch eine Bedarfsgemeinschaft unterstellen, denn der Gesetzgeber und die Rechsprechung gestehen einem Paar solange Zeit zu, das Zusammenleben auszuprobieren. Vorher kann von einer Einstehens- und Verantwortungsgemeinschaft, die immer auf Dauer angelegt sein muss, noch nicht ausgegangen werden.
Wenn ihr mit nicht gemeinsamen Kindern in einem Haushalt lebt, reicht es, der ARGE mitzutelen, dass der Partner noch keine signifikante Erziehungsarbeit leisten möchte, um die Fiktion des § 7 Abs. 3a Nr. 3 SGB II zu widerlegen.
In diesem ersten Jahr könnt ihr darüber hinaus wie ein Paar zusammen leben (gemeinsames Bett, etc.), ohne dass daraus eine BG resultiert. Wichtig ist im Wesentlich nur, die finanziellen Dinge auseinander zuhalten (z.B. kein gemeinsames Konto).
Im ersten Jahr hat die ARGE euch nachzuweisen, dass ihr eine BG seid; ab dem zweiten Jahr gilt die Umkehr der Beweislast.
Keine BG bedeutet: du teilst der ARGE den Zugzug - die Haushaltserhöhung - mit; deine Kosten der Unterkunft werden angepasst - Du und Kinder erhalten nur noch 3/4 der KdU, 1/4 entfällt auf "Prtner" -, ansonsten ändert sich an deinem Bedarf nichts (weiterhin Alleinerziehendenmehrbedarf, normale Regelleistung etc.). Wichtig ist: ihr seid keine WG, sondern ihr bildet eine Zweckgemeinschaft, deren Zweck im Ausprobieren des Zusammenlebens besteht.
Keine BG bedeutet weiterhin, dass er der ARGE gegenüber seine Einkünfte nicht offenlegen muss.
BtW: bekommst du für die Kinder Wohngeld?

es sind nicht die Kinder vom ihm.Es geht einfach darum,dass sie einen kleinen Nebenjob hat,und noch bestraft wird wenn sie 10€ mehr verdient ..Das ist doch nicht ok?Sie möchte vom Hartz4 weg und dachte es würde besser werden,wenn Sie mit ihrem Freund zusammen zieht,Aber ich denke mal dann bezahlt die Arge auch nicht mehr die Krankenkasse,dass müsste sie dann bestimmt auch privat bezahlen?

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@rain1304

Jup. KV wird dann zum Problem.
Ich sag mal so: wenn sie zusammenziehen und er regelmäßig den Kühlschrank füllt, ohne das an die Große Glocke zu hängen, wird die ARGE sie dennoch nicht als BG veranlagen können ... die Ermittlungsmöglichkeiten der ARGEn sind faktisch sehr begrenzt, und wenn sie cool bleibt, kann man ihr nüscht ... uc ;)

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@VirtualSelf

Also egal was man macht es is verkehrt,,Ich kann das alles grade garnicht fassen,,,dann will man ehrlich sein und bekommt trotzdem nur Steine in denn weg gelegt,,,Armer Vater Staat sag ich da nur !!!

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@rain1304

DH. "Da die meisten der Antworten hier von Halb- und Unwissen gekennzeichnet sind, muss ich wohl ran".. Durchhalten ! Vielleicht gibt's dann ja irgendwann noch eine zweite gutefrage.net-Kaffetasse oder ein weiteres dieser obszön aussehenden Massagetierchen als Belohnung (kicher) ^^

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Bis zu einem Jahr wird akzeptiert, dass es sich um eine Wohngemeinschaft, also keine Bedarfsgemeinschaf, handelt. In dieser Zeit muss der Zuziehende natürlich seinen Anteil an den Wohnkosten übernehmen.

Alle, die zusammenwohnen sind eine Bedrarfsgemeinschaft. Das, was man verdient und das, was man braucht wird gegen gerechnet. Sowas rechnet zuverlässig der ALG II Rechner aus: http://www.geldsparen.de/inhalt/rechner/Soziales/ALG2rechner.php

Alle, die zusammenwohnen sind eine Bedrarfsgemeinschaft.
Nein!

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