Hartz 4 und studenten

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4 Antworten

"Werkstudent erfindet tolles Ding, kriegt 40.000,- Prämie, Mutter kriegt ALG II!"

Lebt man in Haushaltsgemeinschaft mit Verwandten, hier der Mutter, dann ist eben dies (hier einmalige) Einkommen relevant für den Bedarf der Mutter an ALG II. Kontrollfrage: Wer würde Heintjes Mutter ALG II auszahlen? Oder Lena Meier-Landshuts?

Aber schauen wir in die Hinweise der Bundesagentur für Arbeit zu § 9 SGB II: http://tinyurl.com/6pr66s8

Wenn eine Haushaltsgemeinschaft existiert, muss eine Unterstützung von Muttern vermutet werden, gesetzlich. Dieser Vermutung kann man widersprechen. Dann muss man kucken, wie das ausgeht.

Oder man beruft sich schlicht und einfach auf die enormen Freibeträge für mitwohnende Verwandte, die man der Quelle oben entnehmen kann. Dann erspart man sich Hickhack um Haushaltsgemeinschaft oder nicht, um gesetzliche Vermutung zutreffend oder nicht.

Oder halt andersrum - je nach Gusto. Wenn Mutter ALG II ("Hartz IV") bezieht, Sohn aber meint, "Ich persönlich will das amt aber keine angaben dazu machen wieviel ich verdiene und so weiter",

dann muss man es halt andersrum versuchen! So nach dem (zweifelhaften) Motto "Wir sind gar keine Haushaltsgemeinschaft!". Oder nach dem (manchmal wirksamen) Motto: "Mutter kocht zwar immer für mich und meinen Bruder und wäscht unsere Wäsche, aber wir unterstützen sie in keinster Weise von unseren ungenannten Gehältern!!"

Wie ich oben schon schrieb: Je nach dem. Das bleibt jedem selbst überlassen.

Gruß aus Berlin, Gerd

Ich persönlich will das amt aber keine angaben dazu machen wieviel ich verdiene und so weiter, müss ich ihnen das trozdem mitteilen und kann es für meine mutter ärger geben weil wir nicht gesagt haben das wir arbeiten ?

Aber hallo; es kann spätrestens in dem Moment erheblich Ärger geben, wenn eure Mutter für euch noch Kindergeld erhält.
Zwar ist das zunächst leistungsrechtlich euer Einkommen, aber wenn ihr genug verdient, um euren Bedarf fiktiv voll zu decken und dadurch Kindergeld frei wird, das bei der Mutter angerechnet werden darf, dann erhält sie ja ein Teil ihrer Leistungen zu unrecht.

adianthum 31.03.2012, 11:38

Deshalb habe ich beim Arbeitsamt/der Kindergeldkasse einen Antrag gestellt, dass das Kindergeld direkt an meine Tochter gezahlt wird.

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VirtualSelf 31.03.2012, 13:02
@adianthum

Das würde hier nur Sinn machen, wenn die Kinder in einem anderen Haushalt lebten. Innerhalb eines Haushaltes funktioniert die Überleitung nicht.

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Ebruuu 31.03.2012, 14:25

Hallo und danke für dein antwort,

Wir erhalten auch kein kindergeld und haben noch nie kinder geld erhalten (liegt an dem aufthaltstitel von meine mutter, ist komplziert).

Ich persönlich denke das die von amt sich denkt die sind eine bedarfsgemeinschfat und da die die beiden studieren krigen die nix aber sollten die was verdienen sollen die was abgeben eben wegen der bedrafsgemeinschaft.

Kann man eine erklärung schreiben das wir sie nicht wirtschaftlich unterstützen die man auch rückwirkend gelten machen?

Und wieviel darf man verdienen ohne das bei meine mutter was angerechnet wird?

Ich danke in voraus :-)

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VirtualSelf 31.03.2012, 17:37
@Ebruuu

Euer Erwerbseinkommen - egal wie hoch - darf niemals bei eurer Mutter angerechnet werden, es sein denn, ihr unterstützt sie freiwillig.
Verdient ihr genug, um jeweils euren eigenen Bedarf zu decken, fallt ihr automatisch aus der BG mit Mutter raus.
Außerhalb der BG gibt es nur eine Anrechnung über die Unterhaltsvermutung des § 9 Abs. 5 SGB II, wobei ihr dieser einfach dadurch widersprechen könnt, dass ihr wahrheitsgemäß erklärt, keinen Unterhalt zu leisten.
Besorgt euch eine Negativ-Bescheinigung von der Kindergeldkasse .. und dann sollte es normalerweise gut sein ...

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Ebruuu 31.03.2012, 20:40
@VirtualSelf

Super danke für dein antwort.

Gilt so eine erklärung auch rückwirkend? Weißt du ich und mein bruder arbeiten schon länger.also dann einfach herein schreiben wir haben unsere mutter nicht finaziell geholfen was ja auch stimmt wir teilen alles durch 3

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VirtualSelf 31.03.2012, 21:40
@Ebruuu

Ohne Not würde ich dem Amt gegenüber gar nichts erklären; wenn man euch auffordert oder deiner Mutter ans Bein pis.sen will, ist immer noch genug Zeit.

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Bei falsch gemachten Angaben muß Deine Mutter unrechtmäßig erhaltene Leistungen zurückzahlen.

Wenn ihr zusammen wohnt, ja, dann kann es Aärger geben. Und ihr müsst Angaben darüber machen, wieviel ihr verdient. Macht ihr das nicht, kann es Strafen geben.

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